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KT (Side)Quest Design in Spielen

Wie wichtig ist dir gutes (Side) Quest Design?


  • Umfrageteilnehmer
    21

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Trayal

¯\_(ツ)_/¯
Mich würde mal interessieren wie wichtig euch dieses Thema ist. Es gibt hier ja viele exzellente Beispiele (zB Witcher 3) aber auch viel Schrott (zB Ubisoft Open Worlds). Wie wichtig ist euch dieses Thema, bei welchen Titel seht ihr dieses Thema gut umgesetzt und was macht für euch eine gute Quest aus?

Ich lasse hierzu mal einen guten Artikel da, der sich dem Thema widmet:

Designing side quests? Study these 7 games
https://www.gamasutra.com/view/news..._7_games_and_some_Chris_Avellone_pointers.php
 
Sehr, sehr, sehr, sehr wichtig.
Um ehrlich zu sein bei mir wahrscheinlich sogar wichtiger als "die Hauptquest" eines Spiels. Und um ebenso ehrlich zu sein, das (neben der Atmosphäre) ist auch der Grund, warum mir Fallout 3 viel besser als New Vegas gefällt. Ich liebe beide Spiele sehr, aber während Fallout 3 nahezu ausschließlich erinnerungswürdige und einzigartige Sidequests hat (es gibt da ja sogar extra einen Erfolg/Trophy für jede einzelne spezifische Nebenquest, da es nur wenige, dafür große gibt), haben sie in NV es dann mit dutzenden, hunderten belanglosen Fetch-Quests zugemüllt, neben den paar größeren, einzigartigeren...
 
Dass du New Vegas nennst finde ich ja interessant. Ich fand VN wegen seinen Quests besser als Fallout 3. Die Quest Designer von Witcher 3 hatten New Vegas sogar als eines ihrer Vorbilder. Ich habe aber auch nicht alles gemacht und mich vermutlich eher den Besseren gewidmet, die ich insgesamt stärker fand als die die guten Quests aus Fallout 3. Evtl. hat das meinen Eindruck etwas verzerrt.
 
...und was macht für euch eine gute Quest aus?
Da ich die Frage irgendwie überlesen habe...

1. Originalität. Zeig mir in einer coolen Nebenquest etwas komplett anderes, entweder story- oder gameplaytechnisch. Um nochmal Fallout 3 von oben aufzugeifen, z.B. die Nebenquest "Oasis". Es ist verdammt cool, da es in einer komplett anderen Umgebung spielt als das gesamte restliche Spiel.
2. Spielbarkeit. EIne Nebenquest darf keine nervigen oder spielflusshemmenden Elemente haben. Dinge, die z.B. das Kraftverhältnis zwischen Spieler und Welt kurzzeitig aufheben, damit eine Quest funktionieren kann und "herausfordernd" ist, nehmen mir sofort den Spielfluss und -spaß. Ich bleibe der Bequemlichkeit wegen einfach mal bei Fallotu und gebe den Dead Money DLC aus NV als Beispiel, auch wenn das ja dort auf den gesamten DLC zutrifft und nicht nur dessen Nebenquests.
3. Optionalität. (oder keine Ahnung, wie ich es sonst nennen soll)
Der für mich wichtigste Punkt fast schon, wie sehr mir eine Nebenquest im Gedächtnis bleibt. Je versteckter und weniger zentral eine Quest ist, desto mehr Spaß bereitet es mir sie zu entdecken.

Kann ich auch ein gutes Fallout 3 Beispiel für nennen, es gibt ja in Fallout 3 einige "Unmarked Quests", also Quests die nur rein intern geführt werden und die gar nicht im Questlog auftauchen und man womöglich gar nichts erst davon weiß.
Eine davon hat mit 5 in der gesamten Spielwelt verteilten Tonbändern einer Familie zu tun, die eine ganz bestimmte Tür in einem ganz bestimmten Dungeon im Ödland öffnen hinter dem es ein ganz bestimmtes einzigartiges Item gibt. Ohne diese Tonbänder kommt man dort nicht rein. Und es gibt keinen Hinweis im Spiel, dass es diese Tonbänder gibt, es gibt auch kein Achievement oder Trophy dafür, sodass reine Achievement Jäger, die sowieso alles für 1000G machen, das auch nicht zu Gesicht bekommen.
Nein, dieses "Geheimnis" bekommt man nur zu Gesicht, wenn man wirklich aufmerksam genug durchs Ödland wandert und jeden Stein umdreht. Und nur diejenigen, die sich diese Mühe machen, bekommen diesen Dungeon zu Gesicht, was das ganze umso schöner macht, wenn es halt in einem Spiel nicht nur ein schnell hingerotzter Dungeon mit Itembelohnung ist, sondern sich dafür auch richtig Mühe gemacht wurde.

Grade der letzte Punkt ist unfassbar wertvoll für mich, wie leicht mir eine Nebenquest im Kopf hängen bleibt.
 
Mir ist wichtig, dass der Großteil des Contents gut ist. Ich kann bei vielen JRPGs z.B. mit paar Fetchquests gut leben, wenn sie am Ende nur einen kleinen Teil der Erfahrung ausmachen. Bei einem Witcher, wo die Sidequests ca. die Hälfte der Spielzeit ausmachen, bin ich froh, dass sie so gut sind. Das Problem am modernen Spieldesign ist, dass bei den ganzen Open World Games im Ubisoft-Stil das Abklappern von Icons bestimmt 90% der Spielerfahrung ist und dann versteckt sich hinter den Symbolen halt nur Abfall.
 
"Ich schätze es, habe aber andere Prioritäten" trifft es schon ziemlich gut. Spielwelt und Gameplay an sich sind das Wichtigste, das Eintauchen und Erkunden, und dann ordnen sich Story und Questdesign unter. Mir bleiben auch eher mal unerwartete Gameplay-Mechaniken oder eigens kreierte WTF-Momente hängen als der Versuch, eine tiefgründige Quest aufzuziehen. Aber wenn sollte eine gute Quest mindestens eine spürbare Konsequenz für Welt und/oder Figuren haben oder im Falle von Investigation-Missionen einen interessant konstruierten Fall.
 
Dass du New Vegas nennst finde ich ja interessant. Ich fand VN wegen seinen Quests besser als Fallout 3. Die Quest Designer von Witcher 3 hatten New Vegas sogar als eines ihrer Vorbilder. Ich habe aber auch nicht alles gemacht und mich vermutlich eher den Besseren gewidmet, die ich insgesamt stärker fand als die die guten Quests aus Fallout 3. Evtl. hat das meinen Eindruck etwas verzerrt.
Wobei ich dazu sagen muss, dass die "besseren" NV Nebenquests für mich alle keine Nebenquests sind. Nahezu jeden großen "optionalen" Content lotst dich NV früher oder später automatisch irgendwann im Laufe deiner Hauptquest vorbei, je nachdem für welchen der 4/5 Wege du dich entscheidest. Bei einem hast du dann die Option zu sagen "Nope, keinen Bock mir die Arbeit zu machen", aber in der Regel sieht jeder diese Nebenquests sowieso. Daher zähle ich sowas alles nicht zu Nebenquests, auch wenn genau diese Quests die du meintest, ich auch besser und mehr auf F3 Niveau sah.

Ähnlich wie bei Witcher 3, wo
der betrunkene Saufabend mit den Hexer-Kollegen
auch irgendwie von vielen als Nebenquest gesehen wird.

Es ist eine meiner Lieblingsstellen in Witcher 3 und sehr cool gemacht, und ja, technisch gesehen ist es opional, aber das Spiel macht es ziemlich offensichtlich "Hey, du musst es nicht machen, aber wäre halt schon ganz gut, wenn du es machen würdest." Sehr, sehr geile Quest wie gesagt, aber für mich auch keine Nebenquest, da bin ich einfach in meiner Ansicht sehr eigen...
 
Für mich auch sehr sehr wichtig. find es immer komisch wenn es nur eine mainquest gibt und nichts anderes in einer Welt wie in witcher zu tun gibt. Für mich müssen die Quests aber auch irgendwie Sinn ergeben. Sachen wie in Assassins Creed Spielen nervt und motiviert mich auch nicht. Dagegen war witcher 3 und auch Y's VIII hervorragende Beispiele. Alles hatte irgenwie Sinn und sich auf die mainquest ausgewirkt. Positive Auswirkungen, mal in kleiner oder größerer Form, auf das Spielgeschehen bzw mainquest sind das was mich an Sidequests motivieren
 
Mich würde mal interessieren wie wichtig euch dieses Thema ist. Es gibt hier ja viele exzellente Beispiele (zB Witcher 3) aber auch viel Schrott (zB Ubisoft Open Worlds). Wie wichtig ist euch dieses Thema, bei welchen Titel seht ihr dieses Thema gut umgesetzt und was macht für euch eine gute Quest aus?

Ich lasse hierzu mal einen guten Artikel da, der sich dem Thema widmet:

Designing side quests? Study these 7 games
https://www.gamasutra.com/view/news..._7_games_and_some_Chris_Avellone_pointers.php
Tja schade das Yakuza erst jetzt bekannt geworden ist, die Serie hatte schon immer gute Sidequests ;)
index.jpg

Ist ja selbst in der Fachpresse wenig bekannt wie ich in letzter Zeit merke
 
finde ich schon wichtig, aber seit Fallout 3, bzw. oblivion gab es nix großartiges mehr in meinen augen... speziell in oblivion erinnere ich mich noch speziell an die diebes- und assassinengilden quests... die waren einfach geil...
 
kann schon sein, aber skyrim z.B. war von den quests her imo ziemlich mau... um nur ein Beispiel zu nennen

Ja, Skyrim hat da im Vergleich zu Oblivion leider wirklich geschwächelt, hatte aber dafür die bessere Welt.

Ein paar exzellente Titel in den letzten Jahren, wenn es um hervorragende Quests geht...
  • Divinity: Original Sin 2
  • The Witcher 3
  • Torment
  • Wasteland 2
  • Pillars of Eternity
Witcher ist leider aber der einzig klassische Blockbuster darunter. Gibt viele kleinere Projekte die sich bei dem Aspekt irrsinnig viel Mühe geben, während die heutigen Blockbuster offenkundig kaum einen Cent dafür verschwenden. Ist extrem schade, um all das verschwendete Potential.
 
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