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MULTI Sea of Solitude

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Also ich habe mal die ersten beiden von anscheinend 11 Kapiteln gespielt. Ein paar spontane Gedanken:

  • Die Grafik ist die große Stärke des Spiels, wie die Trailer schon angedeutet haben. Bis auf ein paar Wasser-Clippings ist die Technik sehr sauber produziert.
  • Beschreiben würde ich Sea of Solitude als Casual Adventure. Ein wenig Casual Klettern, etwas mehr Casual Stealth, ein paar Interaktionen mit der Umgebung, ohne dass man die als Puzzles bezeichnen könnte. Man kann ständig Leuchtraketen abfeuern, die einem zeigen, wo man hinlaufen muss.
  • Erinnert von Setting und Struktur an den (sehr schwachen) 2015er Titel Submerged.
  • Sea of Solitude hat im Gegensatz zu Submerged aber einen starken Storyfokus. Das Thema Einsamkeit etabliert das Spiel in den ersten Minuten mit dem Holzhammer. Subtil ist anders. Aber durch den Storyfokus und eine gewisse Linearität wird mich das Spiel sicher bei der Stange halten.
Für ein Urteil ist es viel zu früh. Bisher ganz nett. Einen großen Wurf erwarte ich nach dem Beginn allerdings nicht mehr.
 
Ich mag ja die Tests von Eurogamer.de und kann mich deren Inhalten oft anschließen.
Zu Sea of Solitude gibts auch ein schön geschriebenes Review.
https://www.eurogamer.de/articles/2019-07-05-sea-of-solitude-test-allein-mit-deinen-monstern
Und so hat mich Sea of Solitude letzten Endes doch beeindruckt. Ich habe die Atmosphäre aufgesogen und während ich durch die Welt geschwommen und gelaufen bin, ist in meinem Kopf ein Interpretationscomputer angesprungen, der sich permanent gefragt hat, welche Situation hier gerade versinnbildlicht wird - mal macht einem das Sea of Solitude leichter, mal schwerer, aber ihr findet eigentlich immer irgendwo einen Anknüpfungspunkt, der die Gedankenspirale auch in eurem Kopf weiterkurbelt. Sea of Solitude ist inspirierend und es klärt auf. Da kann ich kleinere Schluckauf-Anfälle beim Gameplay gut verzeihen.
Werd mir das Spiel wohl auch zulegen :)
 
4Players gibt 80
Sea of Solitude ist ein stimmungsvolles modernes Märchen. In seinen besten Momenten erinnert es mit seinen monströsen Kreaturen an Ghibli-Filme wie Chihiro, außerdem gefallen mir die souverän inszenierten Wechsel zwischen Idylle und Finsternis - so wird auf visueller Ebene auch die psychologische Zerrissenheit der Heldin gespiegelt. Allerdings erreicht man nicht ganz die erzählerische Klasse eines What Remains of Edith Finch und die spielerischen Elemente sorgen zwar für überraschend viel Interaktion, sogar für Bosskampf ähnliche Szenen, aber haben ähnlich wie die Sammelobjekte auch einige Defizite. Trotz der ernsten Themen wie Angst, Hass und Depressionen wird man als Erwachsener vielleicht nicht so ergriffen wie in einem The Cat Lady, das noch abgründiger und grausamer wirkte. Und man wird nicht so schockiert oder verstört wie in einem Silent Hill oder Survival-Horror der extremen Art. Andererseits findet Sea of Solitude über seine fünf Stunden eine gute emotionale Balance, wirkt überraschend unheimlich, aber in seinen situativen Auflösungen auch heilsam, so dass man der Heldin durch all ihre Konflikte gerne bis zum Ende folgt. Es gibt allerdings lediglich englische Sprachausgabe und deutsche Untertitel, was angesichts der Berliner Bezugs natürlich unheimlich schade ist.

Wird sicher auch den Weg auf meine HDD finden :)
 
Die Synchro geht ja mal gar nicht, das es nur engl. is Okay..mag dem internationalen Markt geschuldet sein, schade is es trotzdem bei nem Spiel aus dt. Landen, das auch noch in Berlin spielt.

Aber dann auch noch selber alles einsprechen und so ein Englisch mit grauenhaftem dt. Akzent zu bekommen.. :schreck:
 
Mich interessiert das Spiel ja sehr aber momentan ist es mir für die kurze Spielzeit mit 20€ doch zu teuer. Vor allem da es sicher sowieso schnell im GamePass oder bei EA-Access landen wird. Im Sale könnte ich allerdings schwach werden :)
 
Hab ein wenig weiter gespielt und bin zwischenzeitlich in Kapitel 7. Auch wenn sich alle Vorbehalte meines Ersteindrucks bisher bestätigt haben, hält mich Sea of Solitude bei der Stange. Es gibt genug gute Einfälle in Monsterdesign und originelles Leveldesign/ Environmental Storytelling, welche das Spiel tragen.
 
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Der Directors Cut erscheint für Switch 4.03.2021
 
Mal wieder dank Gamepass ein Spiel gespielt, dass ich sonst nie gespielt hätte. Es war stellenweise äußerst bedrückend und ich bin nicht sonderlich feinfühlig sonst. Eine Bewertung kann ich nicht wirklich abgeben, auch keine Empfehlung. Es war aber die relativ kurze Spielzeit definitiv wert für mich.
 
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