Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

BOOK Romanhefte: Landser und Konsorten - Kriegsliteratur oder rechter Dreck?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Mich würde eure Meinung zu diversen Romanheften interessieren, die in Deutschland kursieren und kursierten, namentlich Landser, Soldatengeschichten und neuerdings Weltkrieg - Erlebnisberichte.

Wer liest das? Wer findet das gut? Wer schlecht? Wer hält die Veröffentlichung solcher Sachen für ok und wer nicht?
 
Ja, hab ich letztens erst wieder gesehen. Nennt sich jetzt aber Weltkrieg.

Landser ist 2013 (?) eingestellt worden, nachdem das Simon Wiesenthal-Center eine Studie veröffentlicht hat, die die Hefte als rechtsextrem identifiziert (findet man zum Nachlesen auch im Internet).

Ich kenne allerdings einige "Nicht-Rechte", die diese Sachen lesen, einfach weil sie auf einfache Action stehen. Auch ich lese ganz selten mal so ein Heft.
 
Landser kenn ich nur als Band :lol:

Was sind das genau für Hefte? Taschenromane, angesidelt im WW2 und mit rechtem Gedankengut?

Deutschtümmelei und Geschichtsklitterung vom Feinsten. Da wird die Mär von der feinen Wehrmacht am Leben gehalten die sich stets an die Regeln gehalten hat, eigentlich ne super Truppe war und nach Kriegsende von den willkürlich agierenden Siegermächten ungerecht behandelt wurde. Dazu eine Ansammlung von Heldengeschichten bzw. Ritterkreuzträgern, deren Bild in der Geschichte immer nur wegen "angeblicher Kriegsverbrechen" vom bösen Feind beschmutzt wurde. Waren ja eigentlich alles feine Kerle, nur der Hitler, der war halt doof.

Die Frage wer sowas liest und gut findet beantwortet sich wenn man die Einleitung dieser Bände liest, in denen davon geschrieben wird, dass Deutschland ja quasi zum 2. Weltkrieg gezwungen wurde und die ehrenhafte Wehrmacht dieser lästigen Pflicht tapfer und stets vorbildlich nachgekommen ist.
 
Deutschtümmelei und Geschichtsklitterung vom Feinsten. Da wird die Mär von der feinen Wehrmacht am Leben gehalten die sich stets an die Regeln gehalten hat, eigentlich ne super Truppe war und nach Kriegsende von den willkürlich agierenden Siegermächten ungerecht behandelt wurde. Dazu eine Ansammlung von Heldengeschichten bzw. Ritterkreuzträgern, deren Bild in der Geschichte immer nur wegen "angeblicher Kriegsverbrechen" vom bösen Feind beschmutzt wurde. Waren ja eigentlich alles feine Kerle, nur der Hitler, der war halt doof.

Die Frage wer sowas liest und gut findet beantwortet sich wenn man die Einleitung dieser Bände liest, in denen davon geschrieben wird, dass Deutschland ja quasi zum 2. Weltkrieg gezwungen wurde und die ehrenhafte Wehrmacht dieser lästigen Pflicht tapfer und stets vorbildlich nachgekommen ist.
:fp: Geiler Dcheiß :lol:

Danke für die Aufklärung
 
Ja, so in etwa stimmt das, was Art Vandelay dazu schreibt.

Wobei man zwischen den einzelnen Romanheften unterscheiden muss, die alle von unterschiedlichen Autoren stammen. Manche sind eben genau, was Art Vandelay schreibt, andere aber erzählen einfach nur Kriegsgeschichten, ohne die Deutschen hervorzuheben oder besser zu stellen. Dinge wie Holocaust oder durch deutsche verübte Kriegsverbrechen werde allerdings niemals erwähnt, was ich als sehr heikel erachte, weil die Hefte gerne von den Kriegsverbrechen der anderen Seite faseln.



Bei den Ausgaben, die ich zu Hause liegen habe sind die Highlights Sätze wie

"...bevor mit der Kapitulation der Wehrmacht am 08.05.1945 der dunkelste Tag in der jüngeren deutschen Geschichte kam...."

oder auch

"...die Deutschen zogen sich über den Balkan zurück, verfolgt durch einen Gegner, den internationale Kriegsregeln nicht interessierten..."


Wenn man sowas regelmäßig liest und nicht gerade der Hellste ist, kann einem das schon ein gefährlich verzerrtes Geschichtsbild einflößen.
Aber wie gesagt, nicht jedes Heft ist in meinen Augen scheiße. Da sind einige richtige Perlen darunter, die auch wirklich Antikrieg sind statt deutsche Verherrlichung.
 
Diese "Perlen" wie Du sie nennst sind nichts anderes als Nebelkerzen damit man nachher sagen kann "Wir verherrlichen nicht nur!". Und sie stammen und finanzieren schließlich denselben Verlag, der wiederum die braunen Freunde unterstützt, die ihre Heldengeschichten vom stählernen Wehrmachtssoldaten so eifrig mit ausgestrecktem rechtem Arm in die Tastatur tippen und keinen Hehl zur Nähe zu NPD und Konsorten machen.
 
Zurück
Oben