Rory McIlroy PGA Tour 15
Zwei Jahre haben Golf Fans auf einen neuen Ableger der EA Sports PGA Reihe warten müssen. Nun ist er endlich da, wenn auch mit einem anderen Hauptdarsteller als gewöhnlich.
Nach den Skandalen, Skandälchen und Verletzungen von Tiger Woods in den letzten Jahren, ist es ruhig um den Megastar geworden. Zudem ist er mittlerweile nicht mehr unter den Top 200 der Weltrangliste zu finden.
Grund genug also, ein neues Zugpferd vor den EA-Gold-Karren zu spannen. Man bedient man sich kurzer Hand bei der aktuellen Nummer eins und viermaligem Major-Champion, Rory McIlroy aus Nordirland.
Wer ist hier der Champion?
Mit entsprechendem Tam-Tam beginnt dann auch die Vorstellung des neuen Vorzeigegolfers im Hause EA. In einem durchaus ansprechenden Intro, welches gleichzeitig als Tutorial dient, wird man an die neue Serie herangeführt.
Zwischen den Schlägen kommt Rory immer mal wieder per Videoeinspielung zu Wort und erklärt wie toll es doch ist ein Major zu gewinnen, wie wichtig der erste Schlag ist oder das einem schon mal die Pumpe bis zum Kragen schlagen kann.
Nebenbei spielt man hier um die US Open und wird nach der Einführung der Steuerung, für die letzten beiden Löcher, alleine gelassen. Bei dem was man dort sieht, lässt es auf einiges hoffen.
Nu geht’s raus und spielt Fuß.. äh Golf!
Hat man den ersten (symbolischen) Titel dann eingefahren – oder auch nicht, landet man im Menu.
Dieses präsentiert sich sehr aufgeräumt im XBOX One Dashboard Style. Soll heißen: Es gibt drei bis vier Reiter mit entsprechenden Kacheln.
An Spielmodi kann man wählen zwischen:
Play Now
Auch als Quick Play zu bezeichnen, kann hier der Platz, die Anzahl der Spieler, Wetter, Anzahl der Löcher etc. eingestellt werden.
Head 2 Head
Der Online Modus in dem in Real-Time gegen andere Spieler weltweit gespielt wird. Hier kann man immer zwischen zwei Plätzen mit unterschiedlichen Einstellungen abstimmen, bevor es losgeht.
Online Tournament
Zur Wahl stehen ein tägliches und wöchentliches Turnier, in denen man Punkte gewinnen kann, die wiederum zur All-Time-Rangliste gutgeschrieben werden.
Night Club Challenge
Hier bekommt man auf Fantasiekursen Aufgaben gestellt, wie z.B. den Ball in verschiedenen Zonen landen lassen, die mit unterschiedlichen Punktzahlen belohnt werden. Sammelt man genug Punkte gibt es bis zu drei Sterne.
Tour Pro Career
Das eigentliche Herzstück. Ihr erstellt einen oder auch mehrere Spieler nach euren Vorstellungen und sammelt mit diesen Erfahrungspunkte.
Je mehr Punkte ihr sammelt, umso mehr Equipment wie Schläger, Bälle, Griffe, etc. steht Euch zur Verfügung, umso besser wird Euer Spiel.
Es ist nicht alles Gold was glänzt oder auch „Die Schöne und das Biest“.
Die Spielmodi mögen einem früher oder später in den zahlreichen Tiger Woods Ablegern schon mal begegnet sein, optisch bekommt man nun aber Next-Gen Golf präsentiert.
Die aus Battlefield 4 bekannte Frostbite-Engine sorgt für stimmungsvolle Bilder und fängt die Umgebung sehr schön ein. Gerade wenn die Sonne morgens tief steht und der Tau noch auf der Spielbahn liegt, sieht das sehr schön aus. Dumm nur, wenn es am nächsten Loch schon wieder ganz anders aussieht und man meint, die Zeit wäre mal eben um Stunden nach vorne gedreht worden.
In Ladepausen, zwischen den einzelnen Spielbahnen oder auch während die Kamera den Ball verfolgt, bemerkt man leider deutliche Pop-ups und flimmerndes Gras. Das muss nicht sein.
Der Spielereditor ist alles andere als Next-Gen und enttäuscht auf ganzer Linie. Hier stehen immer nur etwas mehr als eine Handvoll Frisuren, Gesichter, Augenfarben, etc. zur Verfügung. Es fällt somit schwer sein alter Ego zu erzeugen. Warum nutzt man z.B. nicht die Möglichkeit der PS4-Kamera oder Kinect und erzeugt aus einem Foto das persönliche Ebenbild? Das war vor Jahren schon am PC oder der Konsole möglich!
Wenigsten kann man nun für jeden Spieltag ein unterschiedliches Outfit festlegen. Wer also im sonntäglichen Tiger-Rot oder Rickie Fowler Orange spielen möchte, kann das nun tun.
Überhaupt scheint man auch in diesem Franchise den Rotstift wieder ordentlich angesetzt zu haben. Ähnlich wie in der frühen Version des letzten NHL Ablegers, stehen hier nur ein dutzend Kurse und Profi Golfer zur Verfügung. Diese sehen Ihren realen Vorbildern zwar sehr ähnlich aber das war es auch schon.
Wieder hat man es versäumt, jedem Golfer auch seine persönliche Schwunganimation oder Pre-Shot Routine zu verpassen. Gerade Spieler wie Miguel Angel Jimenez, der mehr horizontal schwingt oder auch das „waggeln“ von Jason Dufner sucht man vergeblich. Jeder Golfer schwingt exakt gleich und zwar so wie Rory. Schade! Man muss sich immer wieder fragen, warum die Entwickler keinen Wert auf Realitätsnähe legen.
Insgesamt haben es zwölf Pros ins Spiel geschafft, darunter erfreulicherweise Martin Kaymer, Jordan Spieth, Miguel Angel Jimenez oder auch Paradiesvogel Ian Poulter.
Die Anzahl der Kurse ist im Gegensatz zum direkten Vorgänger fast halbiert worden. Allen voran fehlt der Augusta National Golf Club wieder, der zuletzt noch vorhanden war.
Gut möglich, dass die Lizenz hier mit dem Fehlen von Tiger hier nicht verlängert worden ist.
Dafür ist die Kathedrale des Golfsports und Austragungsort der diesjährigen „The Open“ , St.Andrews, ebenso dabei wie die üblichen Verdächtigen, z.B. Bay Hill, TPC Sawgrass, TPC Boston, etc.
Klickst Du noch oder schwingst Du schon?
Wie bereits bei den Vorgängern bekannt, stehen drei verschiedene Schwungvarianten zur Verfügung.
Arcade, 3-Click und Tour
Der Arcademodus könnte auch als Idioten- oder Affenmodus bezeichnet werden. Hier reicht es die Richtung einzustellen und einmal die Schlagtaste zu drücken. Fehler Können hier höchstens durch die falsche Schlägerwahl passieren.
Der 3-Click Modus dürfte jedem bekannt sein, der schon in den 90ern mit Links386 oder anderen Golfspielen zu tun hatte. Der erste Klick starten den Rückschwung, der Zweite bestimmt die Kraft und der Dritte wie früh oder spät man im Durchschwung den Ball trifft.
Tour ist individuell anpassbar ist. So kann z.B. der Schwung vom linken auf den rechten Stick gelegt werden. Die Art und Weise wie ein Draw oder Fade gespielt wir oder die Vorschaufunktion der Spielbahn und des Schlages kann deaktiviert werden. Wer also diesbezüglich auf Realismus steht, wird hier fündig.
Insgesamt muss hier lobend erwähnt werden, dass die Ballphysik sehr ordentlich und realistisch erscheint. Während ich in Vorgängerversionen z.B. nicht in der Lage war aus einem Fairwaybunker, mit einem langen Eisen, ordentlich Meter zu machen, stellt es mich hier vor keinerlei Probleme.
Aber auch hier gibt es kleine Wehrmutstropfen. An manchen Stellen scheint es fast unmöglich den Ball aufs Grün zu befördern, obwohl ich den nötigen Schläger und das richtige Setup wähle.
Beispiel: Ich muss aus einem sehr tiefen Grünbunker schlagen und ca. 2,5m Höhenmeter überwinden. Dazu ist die Fahne auch noch kurz im Grün gesteckt. Soll heißen: Ich brauche sehr viel Höhe auf wenig Metern. Selbst mit einem weit geöffnetem Schläger und ordentlich Loft (Schlägerkopfneigung) schaffe ich es mitunter nicht aufs Grün zu kommen weil der Ball an der Grünkante hängen bleibt. Ärgerlich!
Und ewig summt das Murmeltier
Soundtechnisch spielt Rory in einer soliden Liga. Die Kommentare von Frank Nobilo sind nicht nervig und streckenweise informativ, aber auch hier manchmal völlig daneben.
Wenn ich den Ball drei Meter neben die Fahne schlage und der Kollege von einem Tap-In spricht, ist das eher zum Schmunzeln.
Die Zuschauer gehen gut mit, flippen aber auch ganz gerne mal völlig aus, wenn ich einen ganz normalen Abschlag hinlege. Ansonsten hört man die üblichen Umgebungsgeräusche eines Golfplatzes. Also nichts bahnbrechendes.
Fazit:
Beachtet man die lange Pause von zwei Jahren seit dem letzten Tiger Woods Teil, muss das Ergebnis als gewollt aber nicht gekonnt bezeichnet werden. Viele Features - und so viele sind nun nicht vorhanden - wirken auf den ersten Blick sehr ambitioniert.
Wenn ich z.B. im H2H Modus mit anderen Spielern gleichzeitig auf dem Platz unterwegs bin, kann ich diese zwar sehen aber nicht zwischen Ihnen hin und her wechseln. Bin ich also als erster mit dem Loch fertig, bekomme ich meine Scorekarte angezeigt und kann nichts weiter tun.
Sollte man ein Turnier im Karrieremodus gewinnen, sieht mal lediglich eine Textkarte auf der gratuliert wird. Kein Einspieler, keine Siegerehrung, NICHTS!
Überhaupt bleibt der Pro Tour Modus blass. Fertigkeitspunkte werden willkürlich verteilt auch wenn man sich auf bestimmte Spielfähigkeiten spezialisieren kann. Auch sonst hat man kaum Entscheidungsfreiheit.
Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens noch ordentlich DLC in Form von Kursen und/oder Spielern nachgeliefert wird. Kostenlos natürlich. EA hat dies bereits angekündigt.
Der Night Club Challenge Modus ist ganz spaßig hat aber mit normalem Golf nicht soo viel zu tun.
Im Kern macht der neueste Sprössling von EA Sports zwar Spaß, bleibt aber vieles, in Form von Präsentation und Entwicklung schuldig
6.9/10
Zwei Jahre haben Golf Fans auf einen neuen Ableger der EA Sports PGA Reihe warten müssen. Nun ist er endlich da, wenn auch mit einem anderen Hauptdarsteller als gewöhnlich.
Nach den Skandalen, Skandälchen und Verletzungen von Tiger Woods in den letzten Jahren, ist es ruhig um den Megastar geworden. Zudem ist er mittlerweile nicht mehr unter den Top 200 der Weltrangliste zu finden.
Grund genug also, ein neues Zugpferd vor den EA-Gold-Karren zu spannen. Man bedient man sich kurzer Hand bei der aktuellen Nummer eins und viermaligem Major-Champion, Rory McIlroy aus Nordirland.
Wer ist hier der Champion?
Mit entsprechendem Tam-Tam beginnt dann auch die Vorstellung des neuen Vorzeigegolfers im Hause EA. In einem durchaus ansprechenden Intro, welches gleichzeitig als Tutorial dient, wird man an die neue Serie herangeführt.
Zwischen den Schlägen kommt Rory immer mal wieder per Videoeinspielung zu Wort und erklärt wie toll es doch ist ein Major zu gewinnen, wie wichtig der erste Schlag ist oder das einem schon mal die Pumpe bis zum Kragen schlagen kann.
Nebenbei spielt man hier um die US Open und wird nach der Einführung der Steuerung, für die letzten beiden Löcher, alleine gelassen. Bei dem was man dort sieht, lässt es auf einiges hoffen.
Nu geht’s raus und spielt Fuß.. äh Golf!
Hat man den ersten (symbolischen) Titel dann eingefahren – oder auch nicht, landet man im Menu.
Dieses präsentiert sich sehr aufgeräumt im XBOX One Dashboard Style. Soll heißen: Es gibt drei bis vier Reiter mit entsprechenden Kacheln.
An Spielmodi kann man wählen zwischen:
Play Now
Auch als Quick Play zu bezeichnen, kann hier der Platz, die Anzahl der Spieler, Wetter, Anzahl der Löcher etc. eingestellt werden.
Head 2 Head
Der Online Modus in dem in Real-Time gegen andere Spieler weltweit gespielt wird. Hier kann man immer zwischen zwei Plätzen mit unterschiedlichen Einstellungen abstimmen, bevor es losgeht.
Online Tournament
Zur Wahl stehen ein tägliches und wöchentliches Turnier, in denen man Punkte gewinnen kann, die wiederum zur All-Time-Rangliste gutgeschrieben werden.
Night Club Challenge
Hier bekommt man auf Fantasiekursen Aufgaben gestellt, wie z.B. den Ball in verschiedenen Zonen landen lassen, die mit unterschiedlichen Punktzahlen belohnt werden. Sammelt man genug Punkte gibt es bis zu drei Sterne.
Tour Pro Career
Das eigentliche Herzstück. Ihr erstellt einen oder auch mehrere Spieler nach euren Vorstellungen und sammelt mit diesen Erfahrungspunkte.
Je mehr Punkte ihr sammelt, umso mehr Equipment wie Schläger, Bälle, Griffe, etc. steht Euch zur Verfügung, umso besser wird Euer Spiel.
Es ist nicht alles Gold was glänzt oder auch „Die Schöne und das Biest“.
Die Spielmodi mögen einem früher oder später in den zahlreichen Tiger Woods Ablegern schon mal begegnet sein, optisch bekommt man nun aber Next-Gen Golf präsentiert.
Die aus Battlefield 4 bekannte Frostbite-Engine sorgt für stimmungsvolle Bilder und fängt die Umgebung sehr schön ein. Gerade wenn die Sonne morgens tief steht und der Tau noch auf der Spielbahn liegt, sieht das sehr schön aus. Dumm nur, wenn es am nächsten Loch schon wieder ganz anders aussieht und man meint, die Zeit wäre mal eben um Stunden nach vorne gedreht worden.
In Ladepausen, zwischen den einzelnen Spielbahnen oder auch während die Kamera den Ball verfolgt, bemerkt man leider deutliche Pop-ups und flimmerndes Gras. Das muss nicht sein.
Der Spielereditor ist alles andere als Next-Gen und enttäuscht auf ganzer Linie. Hier stehen immer nur etwas mehr als eine Handvoll Frisuren, Gesichter, Augenfarben, etc. zur Verfügung. Es fällt somit schwer sein alter Ego zu erzeugen. Warum nutzt man z.B. nicht die Möglichkeit der PS4-Kamera oder Kinect und erzeugt aus einem Foto das persönliche Ebenbild? Das war vor Jahren schon am PC oder der Konsole möglich!
Wenigsten kann man nun für jeden Spieltag ein unterschiedliches Outfit festlegen. Wer also im sonntäglichen Tiger-Rot oder Rickie Fowler Orange spielen möchte, kann das nun tun.
Überhaupt scheint man auch in diesem Franchise den Rotstift wieder ordentlich angesetzt zu haben. Ähnlich wie in der frühen Version des letzten NHL Ablegers, stehen hier nur ein dutzend Kurse und Profi Golfer zur Verfügung. Diese sehen Ihren realen Vorbildern zwar sehr ähnlich aber das war es auch schon.
Wieder hat man es versäumt, jedem Golfer auch seine persönliche Schwunganimation oder Pre-Shot Routine zu verpassen. Gerade Spieler wie Miguel Angel Jimenez, der mehr horizontal schwingt oder auch das „waggeln“ von Jason Dufner sucht man vergeblich. Jeder Golfer schwingt exakt gleich und zwar so wie Rory. Schade! Man muss sich immer wieder fragen, warum die Entwickler keinen Wert auf Realitätsnähe legen.
Insgesamt haben es zwölf Pros ins Spiel geschafft, darunter erfreulicherweise Martin Kaymer, Jordan Spieth, Miguel Angel Jimenez oder auch Paradiesvogel Ian Poulter.
Die Anzahl der Kurse ist im Gegensatz zum direkten Vorgänger fast halbiert worden. Allen voran fehlt der Augusta National Golf Club wieder, der zuletzt noch vorhanden war.
Gut möglich, dass die Lizenz hier mit dem Fehlen von Tiger hier nicht verlängert worden ist.
Dafür ist die Kathedrale des Golfsports und Austragungsort der diesjährigen „The Open“ , St.Andrews, ebenso dabei wie die üblichen Verdächtigen, z.B. Bay Hill, TPC Sawgrass, TPC Boston, etc.
Klickst Du noch oder schwingst Du schon?
Wie bereits bei den Vorgängern bekannt, stehen drei verschiedene Schwungvarianten zur Verfügung.
Arcade, 3-Click und Tour
Der Arcademodus könnte auch als Idioten- oder Affenmodus bezeichnet werden. Hier reicht es die Richtung einzustellen und einmal die Schlagtaste zu drücken. Fehler Können hier höchstens durch die falsche Schlägerwahl passieren.
Der 3-Click Modus dürfte jedem bekannt sein, der schon in den 90ern mit Links386 oder anderen Golfspielen zu tun hatte. Der erste Klick starten den Rückschwung, der Zweite bestimmt die Kraft und der Dritte wie früh oder spät man im Durchschwung den Ball trifft.
Tour ist individuell anpassbar ist. So kann z.B. der Schwung vom linken auf den rechten Stick gelegt werden. Die Art und Weise wie ein Draw oder Fade gespielt wir oder die Vorschaufunktion der Spielbahn und des Schlages kann deaktiviert werden. Wer also diesbezüglich auf Realismus steht, wird hier fündig.
Insgesamt muss hier lobend erwähnt werden, dass die Ballphysik sehr ordentlich und realistisch erscheint. Während ich in Vorgängerversionen z.B. nicht in der Lage war aus einem Fairwaybunker, mit einem langen Eisen, ordentlich Meter zu machen, stellt es mich hier vor keinerlei Probleme.
Aber auch hier gibt es kleine Wehrmutstropfen. An manchen Stellen scheint es fast unmöglich den Ball aufs Grün zu befördern, obwohl ich den nötigen Schläger und das richtige Setup wähle.
Beispiel: Ich muss aus einem sehr tiefen Grünbunker schlagen und ca. 2,5m Höhenmeter überwinden. Dazu ist die Fahne auch noch kurz im Grün gesteckt. Soll heißen: Ich brauche sehr viel Höhe auf wenig Metern. Selbst mit einem weit geöffnetem Schläger und ordentlich Loft (Schlägerkopfneigung) schaffe ich es mitunter nicht aufs Grün zu kommen weil der Ball an der Grünkante hängen bleibt. Ärgerlich!
Und ewig summt das Murmeltier
Soundtechnisch spielt Rory in einer soliden Liga. Die Kommentare von Frank Nobilo sind nicht nervig und streckenweise informativ, aber auch hier manchmal völlig daneben.
Wenn ich den Ball drei Meter neben die Fahne schlage und der Kollege von einem Tap-In spricht, ist das eher zum Schmunzeln.
Die Zuschauer gehen gut mit, flippen aber auch ganz gerne mal völlig aus, wenn ich einen ganz normalen Abschlag hinlege. Ansonsten hört man die üblichen Umgebungsgeräusche eines Golfplatzes. Also nichts bahnbrechendes.
Fazit:
Beachtet man die lange Pause von zwei Jahren seit dem letzten Tiger Woods Teil, muss das Ergebnis als gewollt aber nicht gekonnt bezeichnet werden. Viele Features - und so viele sind nun nicht vorhanden - wirken auf den ersten Blick sehr ambitioniert.
Wenn ich z.B. im H2H Modus mit anderen Spielern gleichzeitig auf dem Platz unterwegs bin, kann ich diese zwar sehen aber nicht zwischen Ihnen hin und her wechseln. Bin ich also als erster mit dem Loch fertig, bekomme ich meine Scorekarte angezeigt und kann nichts weiter tun.
Sollte man ein Turnier im Karrieremodus gewinnen, sieht mal lediglich eine Textkarte auf der gratuliert wird. Kein Einspieler, keine Siegerehrung, NICHTS!
Überhaupt bleibt der Pro Tour Modus blass. Fertigkeitspunkte werden willkürlich verteilt auch wenn man sich auf bestimmte Spielfähigkeiten spezialisieren kann. Auch sonst hat man kaum Entscheidungsfreiheit.
Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens noch ordentlich DLC in Form von Kursen und/oder Spielern nachgeliefert wird. Kostenlos natürlich. EA hat dies bereits angekündigt.
Der Night Club Challenge Modus ist ganz spaßig hat aber mit normalem Golf nicht soo viel zu tun.
Im Kern macht der neueste Sprössling von EA Sports zwar Spaß, bleibt aber vieles, in Form von Präsentation und Entwicklung schuldig
6.9/10