In SovietRussia... Game plays you!
Not trifft Elend. Sehr viel anders kann man diese Kollaboration wohl nicht beschreiben. Auf der einen Seite Valhalla Games, die unter der Leitung eines Geisteskranken 20 Jahre an einem fünf Stunden langen Spiel rumdoktorn, bis selbst der geldgeilste Publisher abgesprungen ist, auf der anderen Seite Nintendo, die sich wundern, warum ihre Strategie, eine neue Konsole auf den Markt zu bringen und dann keine Spiele dafür zu veröffentlichen, nicht aufgeht.
Das Ergebnis ist das Wii U exklusive Devil's Third, das Videospielpendant zu einem Porno, dessen Regisseur über Sex nur aus einem Lehrbuch für 9. Klasse Biologie Bescheid.
Lasst mich damit anfangen, zu betonen, dass ich einerseits zwar chronisch unzufrieden bin, aber andererseits auch ziemlich schmerzfrei. Ich konnte den folgenden Spielen etwas abgewinnen.
Nier (total unterbewertet), Deadpool (zumindest unterhaltsam), Alpha Protocoll und Vampire Rain (!). Bitte beachtet das, wenn ich nun folgendes sage. Devil's Third ist eines der schlechtesten Spiele, die ich je gespielt habe. Wir reden locker von Ride to Hell: Retribution schlecht. Von Superman 64 schlecht. Von ET Atari schlecht. Devil's Third ist schlicht unspielbar. Und ich meine nicht, es spielt sich schlecht, ich meine UNSPIELBAR! Nicht spielbar. Es kann buchstäblich nicht gespielt werden. In die Konsole einlegen, Knöpfe drücken und auf dem Bildschirm Reaktionen hervorrufen? Es geht nicht. Es kann nicht gemacht werden. Unspielbar. Mit Ausnahme der Verursachung eines Kurzschlusses mit Brandfolge kann ein Videospiel einfach kaum noch mieser sein.
Tobonobo-Dingsbums Itagaki.. kagi, was auch immer, bekannt für das eine Spiel mit den sich unabhängig von der Trägerin und einander bewegenden Brüsten und dem anderen Spiel mit dem Schwierigkeitsgrad aus der Hölle, hat fünf Minuten lang youtube Videos von Call of Duty geschaut und sich gedacht: „Das machen wir!“
Gesagt... nichts getan. Im Intro explodieren sämtliche Satelliten der Welt, eine Super EMP löscht sämtliche Elektronik aus, mit Ausnahme denen, die man für den Plot braucht (genannt Kessler-Syndrom, wobei ich davon überzeugt bin, dass das Spiel sich einige Freiheiten mit dieser Theorie genommen hat) und der einzige, der... irgendwas machen kann, ist Ivan. Ivan ist ein 43jähriger, ketten rauchender, mit Tattoos übersäter Russe, der als ehemaliges Mitglied einer Söldnergruppe aktuell eine 850jährige Strafe in Guantanamo Bay absitzt. Helft mir auf die Sprünge, war der ganze Witz an Gitmo nicht, dass man dort Leute wegsperrt ohne vorher diesen ganzen Gerichtsverfahren-Quatsch durchlaufen zu haben?
Ivan macht sich daher mit einer Truppe Marines auf den Weg, seine ehemaligen Kollegen zu jagen. Die Cutszenes lassen darauf schließen, dass Itakaka auch von Kill Bill gehört hat (nicht selbst gesehen, von gehört!). Über das Voiceacting sollte man besser gar nicht erst reden.
Kojima wird rausgeschmissen, aber Itagaki hat noch einen Job??? Da Fuck???
Das erste, was man beim Spielen dieses ThirdPersonAction-ThirdPersonCoverShooter-FirstPersonShooter Hybrids merkt, ist dass Itakugelkopf das Kunststück geschafft, in einem Spiel die Krone des schlechtesten Genrevertreters für gleich drei (!!!) Genre zu holen. Das Gamepad könnt ihr komplett vergessen. Die Sticks haben eine Deadzone von mehr als 50 %, heißt, ihr müsst die Analogsticks über die Hälfte bewegen, damit Ivan überhaupt reagiert. Auch das Optionsmenü brachte keine Abhilfe. Mit dem ProController geht es minimal besser.
Ivan ist bewaffnet mit einer Nahkampfwaffe und maximal zwei Schusswaffen. Per Druck auf y und x gibt es die typischen leichten und starken Attacken, per Zug auf LZ geht er in die FirstPerson über und kann seine Waffen abfeuern. Bleibt noch eine Taste zum Blocken. Bei der Deckung kann man einstellen, ob Ivan automatisch oder manuell in selbige gehen soll, aber ich konnte keinen Unterschied feststellen.
Selbst für sich genommen ist jedes der beiden Elemente am untersten Ende der jeweiligen Genres angesiedelt. Es gibt keine vernünftigen Moves oder Kombos, das Blocken und Ausweichen funktioniert kaum und die Kamera hat Itaratatata direkt aus Ninja Gaiden 2 übernommen, nachdem die Hölle sie nicht zurück wollte. Feuergefechte sind ähnlich mies mit Trefferabfragen aus dem Jenseits. Die kurze Pause zwischen Wechsel zur Schusswaffe ist oftmals ausreichend, um den Spieler komplett zu desorientieren. Die Waffen sind schwach, aber leise, Recoil ist quasi nicht vorhanden.
So richtig spaßig wird es erst im Zusammenspiel. Dazu sollte man wissen, dass Ivan im Schnitt ganze zwei Treffer einstecken kann, bevor er verreckt, was durch die schnell regenerierende Gesundheit nicht kompensiert wird. Drei Ninja kommen angerannt und wollen prügeln. Ivan blockt. Während Ivan zum Konter ausholt, greift der am weitesten entfernte Ninja zur P90 und knallt Ivan ab, bevor der Spieler „Oh Shit“ sagen kann. Projektile können weder geblockt werden noch ist Ausweichen möglich. Die Ladescreens des Spiels weisen sogar tatsächlich daraufhin, was bedeutet, dass diese Shitparty intendiert war. Vielmehr soll Ivan Deckung suchen, was Sinn machen würde, wenn ich nicht von zwei Seiten mit Schwertern traktiert würde, Deckung vorhanden wäre und diese Deckung tatsächlich auch vor Feuer schützte, was nicht immer der Fall ist.
Ivan ist im Feuergefecht mit drei Soldaten und wartet in Deckung auf seine Gelegenheit, als ein Messer-wirbelnder Söldner um die Ecke gerannt kommt und Ivan mit zwei Hieben die Rübe abtrennt. Ivan bewegt sich langsam durch die Fabrik, als er vor sich zwei Soldaten mit Sturmgewehren sieht. Während er zielt, fallen drei Ninjas vom Dach und schneiden ihn in Stücke. Und auf den Docks kommen neben unsichtbaren Feinden nicht weniger als sechs Fettsäcke (zwei mit Äxten, zwei mit Kettensäge, zwei mit Gatlinguns) auf Ivan zu, die pro Mann 150 Schuss des Maschinengewehrs fressen. An dieser Stelle fällt dann auch die miese Checkpunktsetzung auf.
Das Spiel sieht auch wie ein Relikt aus frühen PS2 Zeiten. Es benutzt (letztlich) die Unreal 3 Engine, eine Engine, die problematisch ist, wenn sie von den Meistern ihres Faches genutzt wird. Valhalla sind keine Meister. Einen Großteil der Spielzeit kann man damit verbringen zu raten, ob die Texturen noch kommen oder ob die Entwickler das ernst meinen. Locations sind einfarbig, eintönig und grobkörnig, Animationen altbacken und die Goreeffekte lächerlich. Feinde zerplatzen wie zu schlechtesten Soldier of Fortune Zeiten. Schüsse in die Beine führen zu abgetrennten Köpfen und umgekehrt, Ivan und seine Feinde glitschen durch sämtliche Wände. Kugeln gehen durch Deckung und Explosionen reduzieren die Framerate auf einstellige Zahlen.
Lediglich in den Bossfights erlebt man den leisesten Ansatz von Spielbarkeit, im Gegensatz zu hirntoten, aber brutal akkuraten Soldaten. Die Mitglieder von Ivans alter Posse sind bunt gemischt und typisch japanisch überzeichnet, mit eigener Persönlichkeit, die sie vor den Fights für 20 Sekunden ausleben dürfen, bevor man sie mit Ausweichen-Angreifen-Wiederholen in die Ewigen schickt.
Devil's Third ist simpel. Die Waffen sind samt und sonders rudimentär. Ein paar Messer, Schwerter, AK 12s, LMGs, Shotguns. Turretsequenz, Fahrzeugsequenz, der Helikopter oder Panzer mit dem in der Nähe abgelegten Raketenwerfer, enge Korridore und offensichtliche Arenen mit Chest High Walls in Hülle und Fülle. Simpel muss man nicht schlecht sein, aber Devil's Third fühlt sich an wie eine Checkliste des Standardshooters von anno 2007, was wahrscheinlich passiert, wenn ein Spiel ins Entwickler-Limbo abtaucht und dann Jahre später auf den Markt geworfen wird, um wenigstens ein paar Münzen zurück zu holen.
Nintendo Why U?
Nichts an Devil's Third ist auch nur im Ansatz irgend etwas wert. Es ist nicht so schlecht, dass es wieder gut ist, die Sorte „guilty pleasure“, es ist nicht bekannt oder dramatisch genug, um wenigstens als geschichtliches Ereignis seine Existenz zu rechtfertigen wie Duke Nukem Forever. Devil's Third ist nichts weiter als eine Verschwendung von Ressourcen, menschlich wie finanziell. Nichts an diesem Spiel funktioniert, angefangen bei der fundamentalen Idee über die Story und Ausführung bis hin zur technischen Seite, ein kreatives wie handwerkliches Armutszeugnis. An jeder Stelle ist zu ersehen, dass die Entwickler schlicht und einfach etwas herstellen wollen, was sie einfach nicht verstanden haben. Das Spiel spricht wie ein Mann, der über die Schmerzen der Geburt berichtet, wie der Blinde von der Farbe. Es funktioniert keine einzige Spielmechanik und die verschiedenen, nicht funktionierenden Mechaniken verschlimmern sich in ihrer Kombination auch noch gegenseitig. Wie konnte irgend jemand auf die Idee kommen, dieses Machwerk auf einer Konsole zu veröffentlichen, auf der beide Bayonetta Spiele erhältlich sind?
Devil's Third ist unspielbar. Kauft es nicht, mietet es nicht, leiht es euch nicht aus, seht euch im Laden noch nicht einmal die Rückseite an und wenn es euch jemand schenkt, schmeißt es weg und erschlagt den Schenker an Ort und Stelle!
Not trifft Elend. Sehr viel anders kann man diese Kollaboration wohl nicht beschreiben. Auf der einen Seite Valhalla Games, die unter der Leitung eines Geisteskranken 20 Jahre an einem fünf Stunden langen Spiel rumdoktorn, bis selbst der geldgeilste Publisher abgesprungen ist, auf der anderen Seite Nintendo, die sich wundern, warum ihre Strategie, eine neue Konsole auf den Markt zu bringen und dann keine Spiele dafür zu veröffentlichen, nicht aufgeht.
Das Ergebnis ist das Wii U exklusive Devil's Third, das Videospielpendant zu einem Porno, dessen Regisseur über Sex nur aus einem Lehrbuch für 9. Klasse Biologie Bescheid.
Lasst mich damit anfangen, zu betonen, dass ich einerseits zwar chronisch unzufrieden bin, aber andererseits auch ziemlich schmerzfrei. Ich konnte den folgenden Spielen etwas abgewinnen.
Nier (total unterbewertet), Deadpool (zumindest unterhaltsam), Alpha Protocoll und Vampire Rain (!). Bitte beachtet das, wenn ich nun folgendes sage. Devil's Third ist eines der schlechtesten Spiele, die ich je gespielt habe. Wir reden locker von Ride to Hell: Retribution schlecht. Von Superman 64 schlecht. Von ET Atari schlecht. Devil's Third ist schlicht unspielbar. Und ich meine nicht, es spielt sich schlecht, ich meine UNSPIELBAR! Nicht spielbar. Es kann buchstäblich nicht gespielt werden. In die Konsole einlegen, Knöpfe drücken und auf dem Bildschirm Reaktionen hervorrufen? Es geht nicht. Es kann nicht gemacht werden. Unspielbar. Mit Ausnahme der Verursachung eines Kurzschlusses mit Brandfolge kann ein Videospiel einfach kaum noch mieser sein.
Tobonobo-Dingsbums Itagaki.. kagi, was auch immer, bekannt für das eine Spiel mit den sich unabhängig von der Trägerin und einander bewegenden Brüsten und dem anderen Spiel mit dem Schwierigkeitsgrad aus der Hölle, hat fünf Minuten lang youtube Videos von Call of Duty geschaut und sich gedacht: „Das machen wir!“
Gesagt... nichts getan. Im Intro explodieren sämtliche Satelliten der Welt, eine Super EMP löscht sämtliche Elektronik aus, mit Ausnahme denen, die man für den Plot braucht (genannt Kessler-Syndrom, wobei ich davon überzeugt bin, dass das Spiel sich einige Freiheiten mit dieser Theorie genommen hat) und der einzige, der... irgendwas machen kann, ist Ivan. Ivan ist ein 43jähriger, ketten rauchender, mit Tattoos übersäter Russe, der als ehemaliges Mitglied einer Söldnergruppe aktuell eine 850jährige Strafe in Guantanamo Bay absitzt. Helft mir auf die Sprünge, war der ganze Witz an Gitmo nicht, dass man dort Leute wegsperrt ohne vorher diesen ganzen Gerichtsverfahren-Quatsch durchlaufen zu haben?
Ivan macht sich daher mit einer Truppe Marines auf den Weg, seine ehemaligen Kollegen zu jagen. Die Cutszenes lassen darauf schließen, dass Itakaka auch von Kill Bill gehört hat (nicht selbst gesehen, von gehört!). Über das Voiceacting sollte man besser gar nicht erst reden.
Kojima wird rausgeschmissen, aber Itagaki hat noch einen Job??? Da Fuck???
Das erste, was man beim Spielen dieses ThirdPersonAction-ThirdPersonCoverShooter-FirstPersonShooter Hybrids merkt, ist dass Itakugelkopf das Kunststück geschafft, in einem Spiel die Krone des schlechtesten Genrevertreters für gleich drei (!!!) Genre zu holen. Das Gamepad könnt ihr komplett vergessen. Die Sticks haben eine Deadzone von mehr als 50 %, heißt, ihr müsst die Analogsticks über die Hälfte bewegen, damit Ivan überhaupt reagiert. Auch das Optionsmenü brachte keine Abhilfe. Mit dem ProController geht es minimal besser.
Ivan ist bewaffnet mit einer Nahkampfwaffe und maximal zwei Schusswaffen. Per Druck auf y und x gibt es die typischen leichten und starken Attacken, per Zug auf LZ geht er in die FirstPerson über und kann seine Waffen abfeuern. Bleibt noch eine Taste zum Blocken. Bei der Deckung kann man einstellen, ob Ivan automatisch oder manuell in selbige gehen soll, aber ich konnte keinen Unterschied feststellen.
Selbst für sich genommen ist jedes der beiden Elemente am untersten Ende der jeweiligen Genres angesiedelt. Es gibt keine vernünftigen Moves oder Kombos, das Blocken und Ausweichen funktioniert kaum und die Kamera hat Itaratatata direkt aus Ninja Gaiden 2 übernommen, nachdem die Hölle sie nicht zurück wollte. Feuergefechte sind ähnlich mies mit Trefferabfragen aus dem Jenseits. Die kurze Pause zwischen Wechsel zur Schusswaffe ist oftmals ausreichend, um den Spieler komplett zu desorientieren. Die Waffen sind schwach, aber leise, Recoil ist quasi nicht vorhanden.
So richtig spaßig wird es erst im Zusammenspiel. Dazu sollte man wissen, dass Ivan im Schnitt ganze zwei Treffer einstecken kann, bevor er verreckt, was durch die schnell regenerierende Gesundheit nicht kompensiert wird. Drei Ninja kommen angerannt und wollen prügeln. Ivan blockt. Während Ivan zum Konter ausholt, greift der am weitesten entfernte Ninja zur P90 und knallt Ivan ab, bevor der Spieler „Oh Shit“ sagen kann. Projektile können weder geblockt werden noch ist Ausweichen möglich. Die Ladescreens des Spiels weisen sogar tatsächlich daraufhin, was bedeutet, dass diese Shitparty intendiert war. Vielmehr soll Ivan Deckung suchen, was Sinn machen würde, wenn ich nicht von zwei Seiten mit Schwertern traktiert würde, Deckung vorhanden wäre und diese Deckung tatsächlich auch vor Feuer schützte, was nicht immer der Fall ist.
Ivan ist im Feuergefecht mit drei Soldaten und wartet in Deckung auf seine Gelegenheit, als ein Messer-wirbelnder Söldner um die Ecke gerannt kommt und Ivan mit zwei Hieben die Rübe abtrennt. Ivan bewegt sich langsam durch die Fabrik, als er vor sich zwei Soldaten mit Sturmgewehren sieht. Während er zielt, fallen drei Ninjas vom Dach und schneiden ihn in Stücke. Und auf den Docks kommen neben unsichtbaren Feinden nicht weniger als sechs Fettsäcke (zwei mit Äxten, zwei mit Kettensäge, zwei mit Gatlinguns) auf Ivan zu, die pro Mann 150 Schuss des Maschinengewehrs fressen. An dieser Stelle fällt dann auch die miese Checkpunktsetzung auf.
Das Spiel sieht auch wie ein Relikt aus frühen PS2 Zeiten. Es benutzt (letztlich) die Unreal 3 Engine, eine Engine, die problematisch ist, wenn sie von den Meistern ihres Faches genutzt wird. Valhalla sind keine Meister. Einen Großteil der Spielzeit kann man damit verbringen zu raten, ob die Texturen noch kommen oder ob die Entwickler das ernst meinen. Locations sind einfarbig, eintönig und grobkörnig, Animationen altbacken und die Goreeffekte lächerlich. Feinde zerplatzen wie zu schlechtesten Soldier of Fortune Zeiten. Schüsse in die Beine führen zu abgetrennten Köpfen und umgekehrt, Ivan und seine Feinde glitschen durch sämtliche Wände. Kugeln gehen durch Deckung und Explosionen reduzieren die Framerate auf einstellige Zahlen.
Lediglich in den Bossfights erlebt man den leisesten Ansatz von Spielbarkeit, im Gegensatz zu hirntoten, aber brutal akkuraten Soldaten. Die Mitglieder von Ivans alter Posse sind bunt gemischt und typisch japanisch überzeichnet, mit eigener Persönlichkeit, die sie vor den Fights für 20 Sekunden ausleben dürfen, bevor man sie mit Ausweichen-Angreifen-Wiederholen in die Ewigen schickt.
Devil's Third ist simpel. Die Waffen sind samt und sonders rudimentär. Ein paar Messer, Schwerter, AK 12s, LMGs, Shotguns. Turretsequenz, Fahrzeugsequenz, der Helikopter oder Panzer mit dem in der Nähe abgelegten Raketenwerfer, enge Korridore und offensichtliche Arenen mit Chest High Walls in Hülle und Fülle. Simpel muss man nicht schlecht sein, aber Devil's Third fühlt sich an wie eine Checkliste des Standardshooters von anno 2007, was wahrscheinlich passiert, wenn ein Spiel ins Entwickler-Limbo abtaucht und dann Jahre später auf den Markt geworfen wird, um wenigstens ein paar Münzen zurück zu holen.
Nintendo Why U?
Nichts an Devil's Third ist auch nur im Ansatz irgend etwas wert. Es ist nicht so schlecht, dass es wieder gut ist, die Sorte „guilty pleasure“, es ist nicht bekannt oder dramatisch genug, um wenigstens als geschichtliches Ereignis seine Existenz zu rechtfertigen wie Duke Nukem Forever. Devil's Third ist nichts weiter als eine Verschwendung von Ressourcen, menschlich wie finanziell. Nichts an diesem Spiel funktioniert, angefangen bei der fundamentalen Idee über die Story und Ausführung bis hin zur technischen Seite, ein kreatives wie handwerkliches Armutszeugnis. An jeder Stelle ist zu ersehen, dass die Entwickler schlicht und einfach etwas herstellen wollen, was sie einfach nicht verstanden haben. Das Spiel spricht wie ein Mann, der über die Schmerzen der Geburt berichtet, wie der Blinde von der Farbe. Es funktioniert keine einzige Spielmechanik und die verschiedenen, nicht funktionierenden Mechaniken verschlimmern sich in ihrer Kombination auch noch gegenseitig. Wie konnte irgend jemand auf die Idee kommen, dieses Machwerk auf einer Konsole zu veröffentlichen, auf der beide Bayonetta Spiele erhältlich sind?
Devil's Third ist unspielbar. Kauft es nicht, mietet es nicht, leiht es euch nicht aus, seht euch im Laden noch nicht einmal die Rückseite an und wenn es euch jemand schenkt, schmeißt es weg und erschlagt den Schenker an Ort und Stelle!