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[Rechtsfrage] Geld einklagen?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hallo Leute,

die Hobbyjuristen sind gefragt. Ich reisse den Fall kurz an: Eine Freundin hat für ihren Freund damals einen Vertrag bei Vodafone abgeschlossen. Das war vor vier Monaten. Kurz danach haben sie sich getrennt. Seit drei Monaten wurde keine Rechnung mehr bezahlt. Die Kosten werden sich in den vierstelligen Bereich belaufen, allein der offene Betrag (der Endbetrag des Vertrags wird voll berechnet: (39,95 x 4)-39,95 - ca. 918€) plus natürlich Inkasso-Kosten usw.

Auf dem Geld will sie natürilch nicht sitzenbleiben. Als Vertragsnehmer ist Sie angegeben, als Rechnungsempfänger und demnach Zahlender Er.

Ist ja nun nicht ihre Schuld dass der Typ nicht mehr bezahlen wollte. Das Inkassoverfahren wird sie nun durchmachen müssen, das ist klar.

Wie groß sind allerdings ihre Chancen, wenn sie danach ihren Ex verklagt auf die fällige Summe?
Wir reden hier von ungefähr 1500€ insgesamt.
 
Wenn sie den Vertrag abgeschlossen und unterzeichnet hat und auch durchgängig als Vertragspartner geführt ist, dürfte da so gut wie nichts zu machen sein.

Edit: Aber deine Berechnung der offenen Kosten da oben kapiere ich irgendwie nicht. Hat der Typ das Handy etwa noch und telefoniert fleissig weiter damit? Da hätte sie doch längst die Karte sperren lassen sollen...
 
Ich würde erstmal dringend von der Idee wegkommen irgendwelche Anwälte und Gerichte beschäftigen zu wollen (die ja schließlich auch alle Geld wollen) und im ersten Schritt mal mit dem Telefonanbieter reden, ob sich zumindest zukünftige Kosten vermeiden lassen und im zweiten Schritt mit dem Mann, seinen Eltern, wasweißich reden. Versuch macht klug und allemal besser als sofot gutem Geld noch schlechtes hinterher zu werfen.
 
Son Mobilfunkvertrag bei Vodafone wird aufgelöst, sobald die Sache an die Inkasso-Kungs geht. Dem Vertragsnehmer wird dann allerdings trotzdem die Gesamtsumme des Vertrages, als das was der Vertrag von dem Zeitpunkt der Auflösung (bzw. der letzten GEZAHLTEN Rechnung) bis zum regulären Ende kosten würde (anhand der Grundgebühr).

Die Grundgebühr (wir reden hier von so einem UMTS-Stick) beträgt bei dem Teil 39,95 im Monat. Also sind im worstcase 24 Monatsraten fällig, da der gute aber zumindest die erste Rechnung bezahlten halt, sind halt noch 23 Raten fällig.
23 * 39,95 = 918,85€

Am Ende der 24 Monate hätte die Person ingesamt 958,80 für den Spaß geblecht.

Das Gerät (in diesem Fall ein Laptop mit eingebauten UMTS-Modul) ist schon längst beim Mobilfunkanbieter.

Vodafone lässt bei solchen Sachen nicht mit sich reden, das ist es ja. Unsere Jungs von der Buchhaltung sagen da einfach "tja, hättest dich mal darum kümmern sollen dass er zahlt."

Wenn die Rechnungen nicht gezahlt werden, kriegt das der Vertragsnehmer sowieso erst einen Monat später mit.
Wenn er die Rechnung von Dezember nicht zahlt, bekommt der REchnungsempfänger eine Zahlungsaufforderung..
Erst wenn dieser Aufforderung nicht nachgekommen wird, erhält auch der Vertragsnehmer einen Bescheid, dass er sich darum kümmern soll dass der Rechnungsempfänger zahlt. Nur ab da war sowieso schon Schluss und er halt gänzlich nicht mehr gezahlt.

Ja als Vertragsnehmer steht sie drin... aber er war halt für die Zahlung zuständig.
 
Vierfach Facepalm und Roundhouse-Kick in die eigene Fresse

Warum schliesst das Mädel n Vertrag ab für ihren Macker ?
Wahrscheinlich weil er ne negative Schufa hat !

Wenn man schon so blöd war und trennt sich danach, dann regelt
man das doch gleich !

Da wird nix gehn, wenn die sich querstellen und weigern das zu bezahlen.

Jedoch halte ich die Vorgehensweise von Vodafone doch für bedenklich.
Letztlich wird die erbrachte Leistung in Rechnung gestellt mitsamt den Zusatzkosten für
das Inkassobüro.
Die Grundgebühren jedoch für alle weiteren Monate im Voraus in Rechnung zu stellen,
ohne das überhaupt die Chance besteht, die bezahlte Leistung in Anspruch zu nehmen,
ist schon krass.
Ich würde an deiner Stelle erstmal die AGB durchlesen ob du genau zu diesem Standpunkt was findest.
Wenn die zukünftig anfallende Grundgebühr wegfallen würde, wäre es doch schonmal überschaubarer.
 
Wieso ist das Gerät bei Vodafone? Das gabs doch sicher als mehr oder weniger kostenlose Prämie, wieso nicht verkaufen und Vertrag / UMTS Flatrate von echten Freunden für ~10 Euro pro Monat verwenden lassen. So hätte sie nicht so viel an Lehrgeld zu zahlen.
 
hasi schrieb:
Da brauch ich mir keine AGB durchlesen, ich arbeite bei Vodafone. Ist aber bei allen Anbietern mittlerweile Usus geworden.

Ja bingo.
Dann regel das doch !
Ich hab gehört vodafone sei ein mittelständischer Familienbetrieb wo sich alle dutzen und
jeden Morgen um neun gibts gemeinsames Frühstück.
Sprech das doch da einfach mal an.

Im Ernst:
Wie wurde die Rückgabe des Notebooks denn vergütet ?
 
Die Rückgabe des Gerätes wird nicht vergütet. Das Gerät hat sie ja nicht gekauft.
Es gibt da zwei Tarife. Einmal "Mobile Connect Flat", da kriegt man son UMTS-Stick, die Geschichte kostet 34,95€/mtl.

Wenn man son Netbook dazu will, muss man nen anderen Tarif - namentlich Mobile Connect Flat Notebook - nehmen. Der kostet 39,95. Um den handelt es sich hier. Da ist das Netbook quasi neben dem Anschluss Teil der Vertragsleistung seitens Vodafone.
Wenn der Kunde nicht mehr zahlt, hat er weder Anspruch auf die Leistung in Form des Anschlusses (Karte wird abgeschalten) noch auf den Notebook.
Deswegen musste Er auch das Netbook zurückschicken.

Auf dem Vertrag für den Tarif musste insgesamt vier Unterschriften setzen.
Eine Unterschrift zur Bestätigung der Richtigkeit der Angaben zu deiner Person, Bestätigung der Bankverbindung, usw.

Und bei der Bankverbindung kommt dann dementsprechend auch die Unterschrift des Rechnungsempfängers hin.

Er hat also schon mal bestätigt, dass er zumindest für die Zahlung zuständig ist.
 
hasi schrieb:
Die Rückgabe des Gerätes wird nicht vergütet. Das Gerät hat sie ja nicht gekauft.
Es gibt da zwei Tarife. Einmal "Mobile Connect Flat", da kriegt man son UMTS-Stick, die Geschichte kostet 34,95€/mtl.

Wenn man son Netbook dazu will, muss man nen anderen Tarif - namentlich Mobile Connect Flat Notebook - nehmen. Der kostet 39,95. Um den handelt es sich hier. Da ist das Netbook quasi neben dem Anschluss Teil der Vertragsleistung seitens Vodafone.
Wenn der Kunde nicht mehr zahlt, hat er weder Anspruch auf die Leistung in Form des Anschlusses (Karte wird abgeschalten) noch auf den Notebook.
Deswegen musste Er auch das Netbook zurückschicken.

Auf dem Vertrag für den Tarif musste insgesamt vier Unterschriften setzen.
Eine Unterschrift zur Bestätigung der Richtigkeit der Angaben zu deiner Person, Bestätigung der Bankverbindung, usw.

Und bei der Bankverbindung kommt dann dementsprechend auch die Unterschrift des Rechnungsempfängers hin.

Er hat also schon mal bestätigt, dass er zumindest für die Zahlung zuständig ist.

Das ist ein nicht ganz unwichtiges Detail :deal:

Ansonsten frag ich mich schon, was das für ein Laden ist:

In der Summe ist also folgendes zu bezahlen:

Alle bisher erbrachten Leistungen bzw. Restforderungen
Alle zukünftig, während der Vertragslaufzeit anfallenden Fixkosten.

Erbrachte Leistung ab jetzt: Keine

Subventioniertes Netbook: Weg

Versteh ich ja alles irgendwo aber diese Grundgebührnummer is ne heftige Sache.
Vertrag auflösen, Restforderung einklagen und basta aber doch nicht sowas !
 
Ist leider so. Seit das Ding beim Inkasse-Büro ist, ist der Vertrag de faco aufgelöst. Sie hat auch keinen Anspruch mehr, selbst wenn sie jetzt auf einmal alles zahlt, wird Vodafone ihr den Service nicht mehr stellen. Ist alles vorbei.

Und ja, die Forderung der in Zukunft fälligen Fixkosten im Voraus ist ne RIESIGE Sauerei. Machen aber wie gesagt alle Betreiber mittlerweile so.

Mobilfunkbetreiber sind in der Hinsicht die größten Arschlöcher. Und wir Shop-Mitarbeiter stehen dann immer da und dürfen den Leuten das auch noch erklären... Obwohl wir dafür selbst kein Verständnis zeigen können.
 
Ich mein, sie unterschreibt einen Vertrag. Bekommt Vodafone über drei Monate kein Geld, dann ist es wohl verständlich, dass sie diesen Vertrag kündigen und deswegen Forderungen ggü der Freundin haben.
 
Ja klar, das hat schon seine Richtigkeit soweit. Das Problem ist halt, das seine Bankdaten angegeben sind, er mit einer Unterschrift dies bestätigt hat und damit auch für die Zahlung zuständig ist.
Dafür spricht auch, das eventuelle Mahnung bei Zahlungsverzug an IHN gehen, und nicht an Sie.
 
und wenn der nicht zahlt, dann greifen sie sich halt den nächsten und das ist sie.

wenn sie nichts damit zu tun hat, wieso steht dann mehrmals ihre unterschrift im vertrag?! ich denke sie kommt da nicht raus.
 
Was ist das überhaupt für n Vertrag ?
Gehts noch unseriöser ?

Ist das die Hartz IV-Happy Hour gewesen ?

Die prüfen jeden Laufzeitvertrag auf Schufaeintrage und lassen dann soviel
Freiraum in ihren Verträgen, dass ein Vertragsinhaber und Nutzer unterschiedliche Personen sind, obwohl es dafür keinen aber auch wirklich keinen ersichtlichen Sinn gibt ?

und dann heulen sie wenn das schief geht.
 
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