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Rechtliche Frage

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja, alle Pflichtangaben sind drauf, für Steuerberater und das FA ist die Abrechnung ok. Der Kerl ist aber wohl leider eine Korinthe, und will jeden Posten haargenau auf den Cent aufgedröselt haben. Also nix mit Material = 120,00€, nee da muss jeder Nagel einzeln aufgeführt werden.

Wäre einfach viel unnötige Arbeit, noch unnötiger wäre aber dafür Geld auszugeben. Von daher interessiert mich, ab wann es Geld kosten würde. Denn was ein Gericht daraus macht, steht am Ende in den Sternen, und wir wollen nicht den Streitwert inkl. Prozess- und Anwaltskosten zahlen müssen für so ne Scheiß Rechnung. Und auch so: Keine Lust, dafür einen Anwalt zu konsultieren und stundenlang vor Gericht zu streiten. Diesen Aufwand werden wir uns nicht machen.
Naja, wenn ihr verklagt werdet, werdet ihr keine Wahl haben, es sei denn, ihr wollt den Prozess aus Formgründen verlieren. Und der Verlierer zahlt erst mal alles. Forderung, Gerichtskosten, Anwalt des Gegners.
 
Danke für deine Einschätzung. Aber wenn die Gegenseite einen Gerichtstermin ansetzt (= verklagen), können wir doch dann immer noch auf deren Forderungen eingehen, sodass der Termin nicht mehr nötig ist. Würden in diesem Fall Kosten anfallen?
Da die Forderungen so abstrus sind, hoffen wir natürlich, dass die Klage gar nicht erst zugelassen wird.
 
Danke für deine Einschätzung. Aber wenn die Gegenseite einen Gerichtstermin ansetzt (= verklagen), können wir doch dann immer noch auf deren Forderungen eingehen, sodass der Termin nicht mehr nötig ist. Würden in diesem Fall Kosten anfallen?
Da die Forderungen so abstrus sind, hoffen wir natürlich, dass die Klage gar nicht erst zugelassen wird.
Naja, zugelassen ist erstmal jede Klage, sofern der Anwalt bis 2 zählen kann. Ja, anerkennen könnt ihr, aber je später ihr das macht, desto teurer wird es. Erkennt ihr nach Klageerhebung an, reduzieren sich die Gebühren um 2/3, aber es bleiben halt Gebühren bestehen.
 
Und mit wie viel muss man da so rechnen gabz grob? Reden wir da von dreistellig oder vierstellig? Und warum müssen wir das tragen, wenn die klagen? Oder teilen sich das dann beide Seiten?
 
Dann nochmal Beispiele bei verschiedenen Gegenstandswerten. Ich rechne mal die üblichen Gebühren, also eine 2,5(bei euch ja netto wegen ).

Gegendtandswert 500 Euro - ein Anwalt 132,50 netto + 105 Euro Grrichtskosten

gegrnstandswert bis 3.000 Euro - ein Anwalt 522,50 netto plus 324 gerichtskosten

Gegenstandswert 13.000 - ein anwalt 1.530,00 eur netto + gerichtskosten 801,00.

Ja für diese pillebeträge hören wir uns den ganzen scheiß echt monatelang an.
 
Die meisten schon. Lukrativ wird das erst nach 15 Jahren Selbstständigkeit. Sieh dir das doch an was ich da aufgeführt habe. 500 weil einer wegen ner playstation klagt. Keine 200 brutto. Dir Sache läuft aber ein drei viertel jahr und füllt nen aktenordner. Gegenüber stehen Fixkosten von 12.000 Euro monatlich.

Oder anders: ich warte auf Rechnungseingänge Q 4/19 on Höhe von 28.000. Dafür muss ich im Zweifel dann auch selbst prozessieren. Wenn Barts Kollegen genauso schnell sind wie sonst warte ich also auch noch ein Jahr bis ich mein Geld vollstrecken kann. Daneben muss ich, im Gegensatz zu anderen Branchen, etliche berufsrechtliche Vorgaben beachten und darf nichtmal unsachlich anmahnen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich wollte ja damals auch Jura studieren, Anwalt werden und so.

Dann habe ich ein Praktikum in einer Kanzlei gemacht und da hat man mir realistisch erklärt, was ich in welcher Zeit erreichen kann.

Ende vom Lied: ich wurde Autoverkäufer. :D

Langfristig setzt sich qualität durch und es ist dann auch sicherlich ein gutes Auskommen. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Als angestellter Anwalt lohnt sich das eher nicht und die Arbeitszeiten sind beschissen. Die Covid Soforthilfen sind auch ein tolles Beispiel. Nehmen wir mal an du hast einen Personalschlüssel von 9 Personen. Zwei Selbstständige, zwei angestellte Anwälte und Sekretariat. Dazu ne Miete von 4.000 brutto, Vermögensschadenhaftpflicht, Beck Online Abo, Fremdgeldkonten, Betriebskosten, Umsatzsteuervoranmeldung, Internet, besonderes Anwaltspostfach, Gerichtsfach. Wie viel gab es da? 9.000 EUR Soforthilfe? Damit decke ich nichtmal die Miete fürs Quartal. Solange keine Gerichtstermine durchgeführt wurden gibt es keine Terminsgebühren, die Fixkosten laufen weiter. Gehälter werden als erstes bezahlt, logisch. Kurzarbeit wäre mE asozial und geht auch gar nicht, weil es ne Präsenzpflicht gibt. Ich darf gar nicht zu machen, weil die Fristen weiterlaufen und jede Woche durch die Gerichte neue gesetzt werden (auch wenns danach in der Pandemie ewig rumlag und nicht weiter ging). Dann droht das Berufsverbot, wenn du Rechtsanwalts die Rechnungen nicht zahlen kannst. Klar, es geht vielen Branchen schlecht, aber das Märchen von dem rumpimmelnden Porschefahrer trifft es in der Realität regelmäßig wirklich nicht. Kenne einige gut aufgestellte Kollegen, die gerade trotz erfolgreicher Arbeit und Rücklagen nochmal echt kämpfen müssen mit Ende 50.
 
Langfristig setzt sich qualität durch und es ist dann auch sicherlich ein gutes Auskommen. Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Als angestellter Anwalt lohnt sich das eher nicht und die Arbeitszeiten sind beschissen. Die Covid Soforthilfen sind auch ein tolles Beispiel. Nehmen wir mal an du hast einen Personalschlüssel von 9 Personen. Zwei Selbstständige, zwei angestellte Anwälte und Sekretariat. Dazu ne Miete von 4.000 brutto, Vermögensschadenhaftpflicht, Beck Online Abo, Fremdgeldkonten, Betriebskosten, Umsatzsteuervoranmeldung, Internet, besonderes Anwaltspostfach, Gerichtsfach. Wie viel gab es da? 9.000 EUR Soforthilfe? Damit decke ich nichtmal die Miete fürs Quartal. Solange keine Gerichtstermine durchgeführt wurden gibt es keine Terminsgebühren, die Fixkosten laufen weiter. Gehälter werden als erstes bezahlt, logisch. Kurzarbeit wäre mE asozial und geht auch gar nicht, weil es ne Präsenzpflicht gibt. Ich darf gar nicht zu machen, weil die Fristen weiterlaufen und jede Woche durch die Gerichte neue gesetzt werden (auch wenns danach in der Pandemie ewig rumlag und nicht weiter ging). Dann droht das Berufsverbot, wenn du Rechtsanwalts die Rechnungen nicht zahlen kannst. Klar, es geht vielen Branchen schlecht, aber das Märchen von dem rumpimmelnden Porschefahrer trifft es in der Realität regelmäßig wirklich nicht. Kenne einige gut aufgestellte Kollegen, die gerade trotz erfolgreicher Arbeit und Rücklagen nochmal echt kämpfen müssen mit Ende 50.

Yep, kann ich bestätigen.
Abgesehen davon werden Selbständige ja oft so gesehen das wir nicht mehr wohin wissen mit der ganzen Kohle...

Ich hatte mal lange Jahre eine "große" Anwaltskanzlei in Mainz die für mich tätig war.
Familiendynastie 3. Generation Rechtsanwälte (SEHR solvent),35 Mitarbeiter und spezialisiert auf Wirtschafts- und Unternehmens-Steuerrecht.

In der Finanzkrise ("Lehmann") hatten die (und andere auch) einen MEGA Rückgang über Monate so das der Boss
wirklich Kurzarbeit beantragen MUSSTE.

Als er dann auf dem Arbeitsamt war guckten die nur blöd,wussten nichts mit ihm anzufangen und meinten "er könne doch ein paar Scheidungen machen - die gäbe es doch immer...:ugly:
 
Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Als angestellter Anwalt lohnt sich das eher nicht und die Arbeitszeiten sind beschissen.

Jup, so war damals auch die Aussage. War allerdings Anfang der 90er, als in Trier jeder Depp Jura studieren musste, so wie heute BWL...

Dazu hat Trier eine sehr hohe Dichte an Kanzleien, so dass sich auch das Selbständig machen schwierig geworden wäre.

Das Beste, was einem da noch passieren hätte können wäre gewesen, in irgendeinem grossen Konzern in die Rechtsabteilung zu kommen. Und da wird man auch nur ausgebeutet.

Man kann da sicher trotzdem einiges erreichen, aber gibt es Jobs, da ist es wesentlich einfacher. Heute würde ich als Anwalt wahrscheinlich mehr verdienen als Verkäufer.
 
Als ich mir vor 2 Jahren einen Anwalt brauchte (ging um Familienrecht) durfte ich erstmal knapp 1000 Euro zahlen, für ein 1-Stunden Gespräch, 2 Schreiben an den gegnerischen Anwalt (maximal 2 Din a4 Seiten zusammen) und 2-3 Telefonate die zusammen vielleicht 15 Minuten gingen.

Aber gut, war auch eine Anwaltskanzlei in Düsseldorf.
Du zahlst nicht für 2 Stunden Arbeit, du zahlst für 10 Jahre brutales Studium und 15 Jahre Erfahrung.
 
Solltest du eine Vergütungsvereinbarung abgeschlossen haben wäre diese (in der Höhe) ebenfalls kaum wirksam. Der Streitwert für Umgangssachen liegt bei 3.000 Euro (45 FamGKG). Ich denke man hat dich verarscht.
 
Gesetz dem Falle es gäbe da eine Person die mit ihrem Hund spazieren war in einer sehr ruhigen Straße (30er Zone mit Hinweis auf spielende Kinder und keinem normalen Straßenbelag, keine Durchgangsstraße sondern eher Sackgasse) und diese Person geht auf der Straße neben einem parkenden Auto weil auf der anderen Seite des Autos nicht viel Platz ist (da ist mit dem gleichen Belag ein Gehweg).
Die Person sieht ein Auto auf sich zu rasen aus ca. 100m Entfernung mit bestimmt 80-90 Klamotten, gibt Handzeichen dass das Auto langsamer machen soll, es bremst leicht ab und fährt aber noch mit gut 60 Sachen an der Person mit Hund vorbei. Im Abstand von ca. 40-50cm. Die Person mit Hund rastet kurz aus und tritt gegen das Auto, danach folgt ein hitziges Wortgefecht und Ende.

3 Wochen später trudelt eine Anzeige wegen Sachbeschädigung ein.
Person mit Hund sieht an sich kein Problem darin den Schaden zu zahlen aber möchte Person mit Auto auch nicht straffrei davon kommen lassen.

Was kommt nun auf Person mit Hund zu und was kann sie machen? :)
 
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