Das Fler Album ist absolut schrecklich. Auf jedem Track hat er den gleichen Flow. Nein, ohne Scheiß jetzt. Spittet eine Line - Pause - Spittet eine Line - Pause - rinse & repeat. Da ist überhaupt keine Melodik dabei. Keine Variation - außer es zählt als Variation, dass die Pausen zwischen den Lines von Track zu Track mal kürzer oder länger gesetzt werden (und nein, das ist natürlich keine Variation im Flow). Er legt alle Reime ans Ende der Line. Das Höchste aller Gefühle sind bei ihm Doppelreime. Aber auch die werden nur stur ans Ende der Line gesetzt. Alle Lines werden auch ständig nach der gleichen Art betont - so, als würde er eine Frage stellen. Dabei wird dann die letzte Silbe in einer höheren Tonlage ausgesprochen. Man, das klingt alles so weinerlich. Ich weiß, er möchte dadurch seinen "struggle" ausdrücken, aber es klingt im Endeffekt einfach nur weinerlich. Und verdammt langweilig. Die Langeweile ist überall auf dem Album zu spüren. Yeah, toller ... vibe ... !
Das Alles zusammengenommen lässt das Album zu einem undurchdringlichen Einheitsbrei verkommen, bei dem sich jeder Track gleich anhört. Fler sprach hier von einem Klassiker. Fler hat seltsame Definitionen. Erst von Trap und jetzt von Klassiker. Ein Klassiker zeichnet sich nicht dadurch aus, dass man einfach einem Trend folgt und macht, was am meisten Interesse der Käuferschicht anzieht. Klassiker sind zeitlose Kunstwerke, weil sie eben nicht dem Trend folgen und ihr eigenes Momentum erschaffen.
Jetzt hab ich viel zu viel zu diesem Album geschrieben, als ich eigentlich wollte. Silly me.
So macht man Trap richtig:
Megaloh hat auf einigen Tracks seines letzten Albums gezeigt, wie Trap auf deutsch sein könnte, wenn man denn kreativ ist und was auszusagen hat. Oh, da fällt mir ein: Ich habe gar nicht erwähnt, worüber Fler in seinen Tracks überhaupt rappt. Wieso, könnt ihr euch hoffentlich denken.