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Man kann ja gegen ein Burka-Verbot aber für ein Burka-Zwang-Verbot sein :O_o:

Das sind zum Beispiel Einteiler, die nicht allzu viel Haut zeigen.
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Da werde ich ja trotzdem geil, erfüllt irgendwie keinen Zweck :ulgy:
 
langsam frage ich mich, worum hier diskutiert wird. da wird mir vorgeworfen, ich würde aus geschmacksgründen gegen burkini und co sein, was halt einfach nicht stimmt.
dann wird für die argumentation benutzt, dass frauen den ja freiwillig tragen könnten. das ist durchaus korrekt, spielt für mich aber absolut überhaupt keine rolle, weil ich das ding einfach NICHT verbieten will.
und dann seh ich in den nachrichten bilder von frauen in "befreiten" städten, die glücklich ihre burkas und niqabs verbrennen und es wird trotzdem davon ausgegangen, das ein nennenswerter anteil von trägerinnen dieser kleidung das freiwillig machen.

es geht hier nicht um die allgemeinheit der muslime... es geht hier noch nichtmal um die trägerinnen von kopftüchern... es geht hier um eine extreme auslegung des koran/islam und ein instrument welches frauen seit ner ganzen weile unterdrückt und kleinhält. ich denke, das kann man durchaus kritisch betrachten und ablehnen ohne gleich frauenrechte zu missachten oder ihnen vorzuschreiben, wie sie leben sollen. mit freiheit hat das jedenfalls nichts zu tun. und ja, ich bleibe dabei: auch frauen, die das tatsächlich freiwillig tragen sind darauf getrimmt, diese überzeugung zu haben. zumindest solange ich lese "mein gott will das so".
 
Ich fühle mich auch von Mingo angesprochen. Ich hatte mich ja für ein Verbot in Schulen ausgesprochen, aber auf der Straße eben nicht, weil ich dachte, das würde den betroffenen Frauen nur schaden. Sie kämen so gar nicht mehr aus dem Haus.

Bei genauerer Betrachtung würde ich mich nun doch für ein komplettes Verbot aussprechen. Man kann es drehen wie man will, diese Kleidung ist kein Ausdruck einer Religion und hat mit dem Islam nichts zu tun. Es ist eher ein Symbol für eine menschenverachtende und erniedrigende Behandlung von Frauen in einigen islamischen Ländern. Überspitzt gesagt, man könnte es auch mit unserem nationalen Lieblingssymbol, dem Hakenkreuz vergleichen. Da versteht's auch jeder. In anderen islamischen Ländern ist die Burka deswegen auch verboten. Sie verweist auf eine perverse Fehlentwicklung ihrer Religion.
Da macht es auch keinen Unterschied, ob man dazu Frauen befragt, die die Dinger freiwillig tragen. Auch sie legen den Koran falsch aus und der Glaube, ob anerzogen oder selbst auferlegt, man wäre damit Gott näher, ist durch nichts belegbar, innerhalb des Glaubenssystems. Mal abgesehen davon, dass der Klassiker, man fühle sich darin wie eine Perle ( ... die sich für ihren Mann aufhebt, zuende gedacht), für Feministen ziemlich schwer zu schlucken sein dürfte.

Weiter oben gab es dieses Interview mit der Konvertitin. Sie trägt das Ding freiwillig und sie würde ihrer Tochter das auch nicht aufzwingen. Aber, dieses Kind wächst nun mal mit dieser extremen Mutter auf, die ihr permanent erzählen wird, dass dies das ideale Verhalten für eine Frau ist. In dem Moment wird die Freiheit des Kindes berührt und sollte hierzulande vor solch einer Indoktrination geschützt werden. Alle Welt lacht über Verschwörungstheroretiker die Angst vor Chemtrails und was weiß ich alles haben, aber diesen diskriminierenden Bullshit sollen wir im Namen der Religionsfreiheit tolerieren? Ich finde nicht.

Mir kann niemand erzählen, dass er sich mit so einem Teil, bei Wetter wie heute, wirklich wohler fühlt als ohne. Das geht nur, wenn man einem warum auch immer fehllaufendem Glauben nachhängt oder weil man dazu gewungen wird. Auch schränkt das Teil einen Menschen massiv ein im Alltag. Es ist eine Demütigung, sowas zu tragen. Ob man sich damit selbst demütigt oder das von anderen ausgeht, ist eher zweitrangig. Daher: Verbot! :dhoch: :D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
langsam frage ich mich, worum hier diskutiert wird. da wird mir vorgeworfen, ich würde aus geschmacksgründen gegen burkini und co sein, was halt einfach nicht stimmt.
dann wird für die argumentation benutzt, dass frauen den ja freiwillig tragen könnten. das ist durchaus korrekt, spielt für mich aber absolut überhaupt keine rolle, weil ich das ding einfach NICHT verbieten will.
und dann seh ich in den nachrichten bilder von frauen in "befreiten" städten, die glücklich ihre burkas und niqabs verbrennen und es wird trotzdem davon ausgegangen, das ein nennenswerter anteil von trägerinnen dieser kleidung das freiwillig machen.

es geht hier nicht um die allgemeinheit der muslime... es geht hier noch nichtmal um die trägerinnen von kopftüchern... es geht hier um eine extreme auslegung des koran/islam und ein instrument welches frauen seit ner ganzen weile unterdrückt und kleinhält. ich denke, das kann man durchaus kritisch betrachten und ablehnen ohne gleich frauenrechte zu missachten oder ihnen vorzuschreiben, wie sie leben sollen. mit freiheit hat das jedenfalls nichts zu tun. und ja, ich bleibe dabei: auch frauen, die das tatsächlich freiwillig tragen sind darauf getrimmt, diese überzeugung zu haben. zumindest solange ich lese "mein gott will das so".
Stimme ich dir eigentlich bei allem zu, Bittibyti.

Aber (musste ja kommen :D) wieso stemmst du dich so gegen diese Frauen, die das aus freiem Willen tragen?
Natürlich, das ist Religion, da sind eben einige Leute darauf getrimmt, unsinnigen Logiken zu folgen.

Warum gibt es so strenge Regeln im orthodoxen Judentum?
Warum lehnen die Amish jedwede Elektronik ab und verharren in der Vormoderne?
Warum werden jüdische Jungs beschnitten?
Warum müssen manche Menschen in Naturreligionen Rituale vollziehen?

Kann man das glasklar beantworten? Nein.
Sind diese Menschen gefangen in ihrer religiösen Vorstellung? Für uns, natürlich.

Aber sind diese Menschen (für sich betrachtet und in eigener Selbstwahrnehmung) unfrei? Nein, eben nicht.
 
Stimme ich dir eigentlich bei allem zu, Bittibyti.

Aber (musste ja kommen :D) wieso stemmst du dich so gegen diese Frauen, die das aus freiem Willen tragen?
Natürlich, das ist Religion, da sind eben einige Leute darauf getrimmt, unsinnigen Logiken zu folgen.

Warum gibt es so strenge Regeln im orthodoxen Judentum?
Warum lehnen die Amish jedwede Elektronik ab und verharren in der Vormoderne?
Warum werden jüdische Jungs beschnitten?
Warum müssen manche Menschen in Naturreligionen Rituale vollziehen?

Kann man das glasklar beantworten? Nein.
Sind diese Menschen gefangen in ihrer religiösen Vorstellung? Für uns, natürlich.

Aber sind diese Menschen (für sich betrachtet und in eigener Selbstwahrnehmung) unfrei? Nein, eben nicht.
dogmen sind durchaus als unfrei zu bezeichnen. es ist ja auch nicht so, als würde ich das nur beim islam verurteilen. in allen religionen (und ich bin von keiner großer fan) gibt es irgendwelchen kappes, den sich die leute antun. aber mir ist nix bekannt, was so massiv daherkommt. (was nicht heißt, dass es das nicht gibt)

ich bin auch kein riesiger fan der amish. aber immerhin berifft die ablehnung des modernen alle dort. wobei man natürlich über die rolle der frau in deren glaubensgemeinschaft prima diskutieren könnte. mein fazit: bin ich auch kein großer fan von.
ein jüdischer junge/mann wird nicht sein leben lang durch die beschneidung unterdrückt. schwein dürfen die eh alle nicht essen. mit naturreligionen kenn ich mich nicht aus und ganz ehrlich: ich werd mich jetzt nicht mit jedem kult den es auf der welt so gibt beschäftigen. der islam ist eine der großen weltreligionen, das hat dann doch nen anderen stellenwert.

und ich weise gerne nochmal darauf hin: die können das gerne tragen, verbot unnötig. aber ich werds weiter dämmlich und repressiv finden.
 
dogmen sind durchaus als unfrei zu bezeichnen. es ist ja auch nicht so, als würde ich das nur beim islam verurteilen. in allen religionen (und ich bin von keiner großer fan) gibt es irgendwelchen kappes, den sich die leute antun. aber mir ist nix bekannt, was so massiv daherkommt. (was nicht heißt, dass es das nicht gibt)

ich bin auch kein riesiger fan der amish. aber immerhin berifft die ablehnung des modernen alle dort. wobei man natürlich über die rolle der frau in deren glaubensgemeinschaft prima diskutieren könnte. mein fazit: bin ich auch kein großer fan von.
ein jüdischer junge/mann wird nicht sein leben lang durch die beschneidung unterdrückt. schwein dürfen die eh alle nicht essen. mit naturreligionen kenn ich mich nicht aus und ganz ehrlich: ich werd mich jetzt nicht mit jedem kult den es auf der welt so gibt beschäftigen. der islam ist eine der großen weltreligionen, das hat dann doch nen anderen stellenwert.

und ich weise gerne nochmal darauf hin: die können das gerne tragen, verbot unnötig. aber ich werds weiter dämmlich und repressiv finden.
Die Beispiele waren auch wild herausgepickt, ich wollte da jetzt keine Vergleiche anstellen, was "schlimmer" ist etc.

Ich möchte nur darauf hinaus, dass für einen Außenstehenden religiöse Dogmen natürlich einschränkend sind, das eigene Empfinden es aber nicht so sieht.
Auch bei den Amish gilt die Frau als reine Gebär- und Erziehungsmaschine, dennoch ist ein Großteil mit dieser Rolle zufrieden. Weil sie es nicht anders kennen? So erzogen wurden? Es indoktriniert wurde?
Ich weiß es nicht, keine Ahnung.

Und ja, der Islam ist eine Weltreligion, deswegen ist er ja auch so vielschichtig. Und ich gehe mal stark davon aus, dass ein massiver Teil der Muslime einen Kleiderzwang ablehnt. Diese Regelungen findet man ja auch nur bei Islamisten oder eben Spielarten dieser Strömung.
Wurde ja auch schon angemerkt, dass es islamische Länder gibt, in denen ein Burkaverbot herrscht oder man in staatlichen Einrichtung keine Verschleierung/Kopftuch tragen darf.
 
Die Beispiele waren auch wild herausgepickt, ich wollte da jetzt keine Vergleiche anstellen, was "schlimmer" ist etc.

Ich möchte nur darauf hinaus, dass für einen Außenstehenden religiöse Dogmen natürlich einschränkend sind, das eigene Empfinden es aber nicht so sieht.
Auch bei den Amish gilt die Frau als reine Gebär- und Erziehungsmaschine, dennoch ist ein Großteil mit dieser Rolle zufrieden. Weil sie es nicht anders kennen? So erzogen wurden? Es indoktriniert wurde?
Ich weiß es nicht, keine Ahnung.

Und ja, der Islam ist eine Weltreligion, deswegen ist er ja auch so vielschichtig. Und ich gehe mal stark davon aus, dass ein massiver Teil der Muslime einen Kleiderzwang gut findet. Diese Regelungen findet man ja auch nur bei Islamisten oder eben Spielarten dieser Strömung.
Wurde ja auch schon angemerkt, dass es Länder gibt, in denen ein Burkaverbot herrscht oder man in staatlichen Einrichtung keine Verschleierung/Kopftuch tragen darf.
dass ein massiver teil den gut finde oder nicht gut findet?

so oder so: klar geht das von extremen strömungen aus. ein grund mehr für mich, das scheiße zu finden.
 
Ich bin gerade nur am ipad online, daher nur als Stichwort: Stockholm Syndrom. Laesst sich find ich ganz gut mit dem Thema hier vergleichen, wenn es auch nur natuerlich erstmal radikal klingt. Zu Mingos Anschludigugn zwecks Geschmack schreib ich mal nix mehr, wurde eigentlich schon alles gesagt. Vor allem wenns dann mit Metaebenen und Co los geht... sorry, DAFUER is mir dann meine Zeit wahrlich zu schade.
 
Naja, du kannst halt einfach nicht sagen "Es ist mir egal, aber ich hab trotzdem eine Meinung dazu". Also kannst du schon sagen, aber ergibt halt keinen Sinn uns ist so ziemlich das Gegenteil von "ist mir egal". Das hat auch nichts mit Metaebene zu tun.
 
die 2 aussagen waren:

Es ist mir egal wie ne Frau auf der Strasse aussieht / es ist mir egal ob es meinen Geschmack trifft oder nicht.

und

ich halte die Verschleierung im Islam generell fuer eine Unterdrueckung der Frau und sehe es nicht als Freiheit, unabhaengig diverser Aussagen von Traegerinnen, an.

Das Ding mit dem Geschmack hast erst du in die Runde geworfen, ich waer nicht mal auf die Idee gekommen, dass hier jemand gegen die Verschleierung aufgrund sexueller (ums mal runterzubrechen, darauf laufts ja letztendlich hinaus) Motive argumentiert.
 
Ich muss gestehen, die Debatte in diesem Thread ist einfach zu unüberschaubar und verstrickt, als dass man dazu allzu Gehaltvolles beitragen könnte, wenn man sie nur beiläufig verfolgt (so wie ich das derzeit tue).
Der eine ist bei Niqab in Deutschland, @Urgs spricht von der Burka, @Azrael1965 hängt offensichtlich noch dem Burkini nach, ich denke es geht um Frauen in Deutschland, auf einmal lese ich, dass es um Afghanistan, Pakistan und den sogenannten IS geht.
Das ist einfach zu verworren und ich denke ich bin wahrscheinlich nicht der einzige, der etwas an dem Kern der Diskussion vorbei debattiert (sofern ein Kern überhaupt auszumachen ist).
Deshalb zeige ich mich einsichtig, rückblickend hat vermutlich nicht alles, was ich zum Thema beizutragen versucht habe, Sinnn ergeben und vermutlich auch seinen Teil dazu beigetragen, dass die Diskussion mittlerweile noch weniger zu durchschauen ist, als sie es ohnehin schon war.

Daher, mea culpa.
 
hier mal eine schöne erklärung, warum die politik momentan etwas in die falsche richtung driftet und gefühle über fakten stehen:
http://www.zeit.de/2016/36/luegen-p...iuliani-thomas-de-maiziere-gefuehlte-wahrheit
Ein wirkliches Übel. Deswegen gestalten sich Diskussionen auch immer schwerer.

Bei vielen kommst du mit Fakten gar nicht mehr weiter. Die werden einfach nicht akzeptiert, abgekanzelt oder es ist eh gelogen.
Die eigene Meinung wird da zur Speerspitze der Wahrheit erkoren.
 
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