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Die Presse passt sich nur der zynischen Wirklichkeit an. Da unten sterben jeden Tag unzählige Menschen. Die Banalität des Bösen, die einen irgendwann nicht mehr interessiert, auch wenn es einen objektiv gesehen interessieren sollte.
 
Einfach jedem Millionär in Deutschland 50.000 € wegnehmen, und schon hat Deutschland 50.000.000.000 € eingenommen.
Die größten Probelem sollten gelöst sein...
 
Während Selbstmordattentäter in Brüssel Flüghäfen in die Luft sprengen und dies, natürlich zurecht, überall als schlimmes Verbrechen gebrandmarkt wird und die Zeitungen voll mit dummen Sprüchen wie: "Wir sind im Krieg!" sind.... interessiert sich offenbar niemand dafür, dass vor ca. zwei Wochen in Jemen von unserem Verbündeten Saudi-arabien, die von uns ordentlich Waffenlieferungen bekommen, 120 Frauen und Kinder, auf einem Wochenmarkt in einem Wohngebiet der Stadt Mustaba, durch einen Flugzeugangriff getötet wurden.

Nirgendwo findet man eine Meldung dazu, gerade mal die Tagesschau hat bei ihrem Internetauftritt eine kleinere Randnotiz stehen.

Nichts zeigt besser als das, wie unnütz unsere Presse doch inzwischen geworden ist. Pfui!

Hat nichts mit "unserer" Presse zu tun.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nachrichtenwert#Winfried_Schulz.2C_1976:_Theoretische_Neuorientierung.

Darüber, wie und in welcher Intensität über eine Nachricht berichtet wird, entscheidet u. a. die Nähe und zwar
  • räumlich
  • politisch
  • kulturell
  • Relevanz (Grad der Betroffenheit und existenzieller Bedeutung des Ereignisses)
Alle Faktoren sind in großem Maße erfüllt. Daher die exzessive Berichterstattung.
 
Darüber, wie und in welcher Intensität über eine Nachricht berichtet wird, entscheidet u. a. die Nähe ...

Mir ist schon klar, dass diese Meldung "unwichtig" ist und vorallem aktuell keine politische Agenda verfolgt.

Aber gerade, da es einer unseren sogenannten Verbündeten ist, den wir erst kürzlich wieder mit Waffen beliefert haben, halte ich dieses Thema für extrem wichtig.
Ist ja auch nicht der erste Anschlag dieser Art im Jemen, davon kannst Du quasi jedes Jahr zwei finden.

Und würde es in der Presse verfolgt werden, würde das schnelle Durchboxen von Waffenlieferungen nach Saudi-arabien sicher auf einigen Widerstand stoßen, aber so Berichten wir einfach nicht und die Menschen sind "blind", während die Politik wieder machen kann was sie will.

Aber so ist das halt, die andauernden Angriffskriege der USA finden in unseren Presse ja auch keine kritische Stimme.

Mich würde btw mal interessieren, was für ein Shitstorm über uns hereinbrechen würde, hätte die russische Luftwaffe irgendwo in der Welt eine solche Aktion vom Stapel gelassen.
Die Schundblätter wären wieder voll mit Putinbildern inkl. toten Kindern...
 
Als wenn die Russen ohne Kolleteralschäden bombardieren

Alle die Kollateralschaden verursachen sind Verbrecher, egal welche Flagge gehisst wird.
Es geht mir darum, was für einige wichtig und für andere weniger wichtig erscheint.

Da stellt man sich eben nach Brüssel und beweint 35 Tote, während man bei den 120 im Jemen nur mit der Schulter zuckt.
Wobei ich hier nicht 120 gegen 35 Tote aufwiegen will, jeder unschuldig getötete Mensch ist ein Verbrechen.
Aber wir müssen die Verbrecher doch nicht auch noch unterstützen, oder.

naja, ich nehm einfach mal an, die begrenzte Anteilnahme ist womöglich eine Art Schutzreaktion des Körpers, da man ansonsten warscheinlich durchdrehen würde.
 
Mir ist schon klar, dass diese Meldung "unwichtig" ist und vorallem aktuell keine politische Agenda verfolgt.

Aber gerade, da es einer unseren sogenannten Verbündeten ist, den wir erst kürzlich wieder mit Waffen beliefert haben, halte ich dieses Thema für extrem wichtig.
Ist ja auch nicht der erste Anschlag dieser Art im Jemen, davon kannst Du quasi jedes Jahr zwei finden.

Und würde es in der Presse verfolgt werden, würde das schnelle Durchboxen von Waffenlieferungen nach Saudi-arabien sicher auf einigen Widerstand stoßen, aber so Berichten wir einfach nicht und die Menschen sind "blind", während die Politik wieder machen kann was sie will.

Aber so ist das halt, die andauernden Angriffskriege der USA finden in unseren Presse ja auch keine kritische Stimme.

Mich würde btw mal interessieren, was für ein Shitstorm über uns hereinbrechen würde, hätte die russische Luftwaffe irgendwo in der Welt eine solche Aktion vom Stapel gelassen.
Die Schundblätter wären wieder voll mit Putinbildern inkl. toten Kindern...
Also ich weiß ja nicht, ich lese verschiedenste Zeitungen und Zeitschriften und die Waffenlieferungen (vor allem an Saudi-Arabien) und auch die Kriege der USA bzw. deren Verhalten wurde immer sehr ausführlich thematisiert.
Und meist auch mit einem (sehr) kritischen Unterton bzw. offen kritisch.
Als Beispiel die SZ als eine der größten Tageszeitungen. Wochenlang wurde über Gabriel geschimpft, über sein Verhalten als Wirtschaftsminister und Sozi mit den Waffenlieferungen und den Waffenherstellern.
Auch in anderen Medien habe ich dazu eigentlich nichts "positives" gelesen.
Ebenso über die USA, wenn unsere Berichterstattung so Pro-USA ist bzw. so einen Einfluss hätte, dann hätte das Image und die Beliebtheit der USA niemals so stark abgenommen (war nicht sogar Russland mal vor den USA in den Umfragen bzw. USA ganz weit hinten?).
 
Das ist Krieg. Du kannst ohne zivile Opfer keinen Krieg führen. Vor allem nicht seitdem die Kriege so asymetrisch geworden sind...

Soll das jetzt etwa irgend einen Krieg rechtfertigen?
Wieso gehen wir nicht alle geschlossen gegen Krieg auf die Straße?
Wieso prangern wir die ganzen Kriegsverbrecher nicht öffentlich an?
Wieso rechtfertigen unseren Medien den einen Krieg, verurteilen aber den anderen?

Ohh man, wie ich diese ganze Bande hasse!
 
Soll das jetzt etwa irgend einen Krieg rechtfertigen?
Wieso gehen wir nicht alle geschlossen gegen Krieg auf die Straße?
Wieso prangern wir die ganzen Kriegsverbrecher nicht öffentlich an?
Wieso rechtfertigen unseren Medien den einen Krieg, verurteilen aber den anderen?

Ohh man, wie ich diese ganze Bande hasse!
So sehr ich Krieg und Gewalt auch verabscheue, es wird ihn leider immer geben.
Dafür bin ich leider zu sehr Pessimist/Realist um glauben zu können, dass es mal eine Welt ohne Krieg gibt (egal, "was" es für ein Krieg ist, gibt ja viele verschiedene Arten).

Und ja, es mag nicht "fair" (sorry, kein besseres Wort gefunden) sein, dass 35 Tote in Belgien mehr Aufmerksamkeit bekommen als 120 Tote im Jemen oder 75 Tote im Irak, hängt aber stark mit @Darth Gregoth Post zusammen.
Im Großen und Ganzen wird ja eigentlich über alles berichtet, ich habe mich selber noch nie dabei ertappt, dass ich überrascht war, etwas nicht mitbekommen zu haben.

Und ich bin bei dir, wenn es um die Schutzfunktion des Menschen geht. Ohne diese würden wir (psychisch) diesen ganzen Müll, der tagtäglich passiert kaum aushalten, geschweige denn, wenn wir tatsächlich vor Ort wären oder gar involviert/betroffen.
 
Soll das jetzt etwa irgend einen Krieg rechtfertigen?
Wieso gehen wir nicht alle geschlossen gegen Krieg auf die Straße?
Wieso prangern wir die ganzen Kriegsverbrecher nicht öffentlich an?
Wieso rechtfertigen unseren Medien den einen Krieg, verurteilen aber den anderen?

Ohh man, wie ich diese ganze Bande hasse!
hast du eine alternative Lösung um den IS und den Dschihad zu stoppen?
 
Also ich weiß ja nicht, ich lese verschiedenste Zeitungen und Zeitschriften und die Waffenlieferungen (vor allem an Saudi-Arabien) und auch die Kriege der USA bzw. deren Verhalten wurde immer sehr ausführlich thematisiert.
Und meist auch mit einem (sehr) kritischen Unterton bzw. offen kritisch.
Als Beispiel die SZ als eine der größten Tageszeitungen. Wochenlang wurde über Gabriel geschimpft, über sein Verhalten als Wirtschaftsminister und Sozi mit den Waffenlieferungen und den Waffenherstellern.
Auch in anderen Medien habe ich dazu eigentlich nichts "positives" gelesen.
Ebenso über die USA, wenn unsere Berichterstattung so Pro-USA ist bzw. so einen Einfluss hätte, dann hätte das Image und die Beliebtheit der USA niemals so stark abgenommen (war nicht sogar Russland mal vor den USA in den Umfragen bzw. USA ganz weit hinten?).

Es müsste in meinen Augen viel mehr ausgeweitet werden und die Menschen dafür richtig sensibilisiert.

Wenn da einmal etwas in der Zeitung steht, warscheinlich abseits von Seite 1, geht das viel zu schnell wieder vorbei, da man die ganzen Informationen einfach nicht verarbeiten kann.
Wwenn das aber über mehrere Tage durchgezogen würde, wäre das was ganz anderes.

Und es stehen ja auch nicht unbedingt die wahren Ursachen drinnen, sondern eher eine Art Kritik an der Sache.
Wieso nicht mal den Gabriel auf Seite 1 sich selbst gegenüber stellen, mit seiner vor einiger Zeit noch scharfen Kritik an Waffenlieferungen, und dem was er heute verzapft.
Die Leute sind sich einfach nicht bewusst, was das alles für Wendehälse sind.
 
Soll das jetzt etwa irgend einen Krieg rechtfertigen?
Wieso gehen wir nicht alle geschlossen gegen Krieg auf die Straße?
Wieso prangern wir die ganzen Kriegsverbrecher nicht öffentlich an?
Wieso rechtfertigen unseren Medien den einen Krieg, verurteilen aber den anderen?

Ohh man, wie ich diese ganze Bande hasse!

Du hast völlig recht, aber warum sollte Ottonormalbürger gegen etwas demonstrieren gehen was ihn ja scheinbar erstmal gar nicht betrifft? Natürlich sind die Bilder die uns Peter Klöppel jeden Abend in den Nachrichten präsentiert (hat) ganz furchtbar und schlimm, aber das ist alles weit weg.
Jetzt, wo die Ernte dieser Kriegssaat eingeholt wird, nämlich Flüchtlinge, geht's den Leuten persönlich an den Kragen (manche Existenzen sind ja schon völlig zerbrochen so hat es den Anschein, ein normales Leben gar nicht mehr möglich).
Und erst dann werden Menschen aktiv. Wenn es sie selbst betrifft. Vorher nicht. Niemals. Alles viel zu aufwendig um seinen fetten Arsch vom Sofa hoch zu kriegen.
 
Es müsste in meinen Augen viel mehr ausgeweitet werden und die Menschen dafür richtig sensibilisiert.

Wenn da einmal etwas in der Zeitung steht, warscheinlich abseits von Seite 1, geht das viel zu schnell wieder vorbei, da man die ganzen Informationen einfach nicht verarbeiten kann.
Wwenn das aber über mehrere Tage durchgezogen würde, wäre das was ganz anderes.

Und es stehen ja auch nicht unbedingt die wahren Ursachen drinnen, sondern eher eine Art Kritik an der Sache.
Wieso nicht mal den Gabriel auf Seite 1 sich selbst gegenüber stellen, mit seiner vor einiger Zeit noch scharfen Kritik an Waffenlieferungen, und dem was er heute verzapft.
Die Leute sind sich einfach nicht bewusst, was das alles für Wendehälse sind.
Lässt sich halt einfach nur nicht umsetzen.
Kein Thema ist so relevant (einige Ausnahmen gibt es immer), die sich mehr als eine Woche auf allen Titelseiten halten und auch komplett von vorne bis hinten durchdiskutiert werden.
Am Ende bestimmt auch der Leser und wenn der zum fünften Mal was von Waffenlieferungen liest, interessiert es ihn noch weniger.
Und soweit sind die Leute ja schon sensibilisiert, gibt doch so gut wie keinen mehr, der Waffenlieferungen (zumindest an "fragwürdige" Staaten) gut findet.

Theoretisch kommt dann ein anderer und fühlt sich mit seinem Thema benachteiligt, keinem kann man es zu 100% recht machen leider.
 
hast du eine alternative Lösung um den IS und den Dschihad zu stoppen?

Ganz einfach, "wehret den Anfängen".

Ich kritisiere seit mind. Ende 2001 die amerikanische Strategie, den nahen Osten langsam aber sicher komplett zu destabilisieren (eigentlich sogar schon seit dem Kosovokrieg 1998).
Hätten das alle gemacht, vorallem die abseits der USA das sagen haben, hätten wir heut viele aktuelle Probleme nicht.
 
Du hast völlig recht, aber warum sollte Ottonormalbürger gegen etwas demonstrieren gehen was ihn ja scheinbar erstmal gar nicht betrifft? Natürlich sind die Bilder die uns Peter Klöppel jeden Abend in den Nachrichten präsentiert (hat) ganz furchtbar und schlimm, aber das ist alles weit weg.
Jetzt, wo die Ernte dieser Kriegssaat eingeholt wird, nämlich Flüchtlinge, geht's den Leuten persönlich an den Kragen (manche Existenzen sind ja schon völlig zerbrochen so hat es den Anschein, ein normales Leben gar nicht mehr möglich).
Und erst dann werden Menschen aktiv. Wenn es sie selbst betrifft. Vorher nicht. Niemals. Alles viel zu aufwendig um seinen fetten Arsch vom Sofa hoch zu kriegen.

Wahre Worte! Amen
 
Wobei extra 3 direkt schön weitermacht.

Statt das Satirevideo zu löschen, legt "extra 3" am Dienstag nach: Auf Twitter veröffentlichte die Satire-Sendung das kritisierte Video erneut -und zwar mit englischen Untertiteln. Auf Facebook wurde ein altes Satirevideo erneut publiziert. Darin erklärte "Johannes Schlütür" bereits 2014, wie er Erdogan als fiktiver Propagandaminister noch beliebter machen will, durch das Twitter-Verbot oder Anschuldigungen gegen Demonstranten. Sein Vorbild: der russische Präsident Wladimir Putin.

:dhoch:
 
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