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Iran vor nicht allzu langer Zeit, Deutschland vor nicht allzu langer Zeit.

So wie hier vieles über einen Kamm geschert wird, kann man auch das als Beispiel hernehmen.
"Der Islam", "die Gesellschaften", da sträubt sich alles in mir.
Das ist einfach nur die pure, offen zur Schau gestellte Abneigung.

Natürlich finde ich es bescheiden, dass Religionen als politisches Machtinstrument missbraucht werden.
Dass im Namen von Religionen Menschen töten und getötet werden.
Dass Säkularisierung kein weltweites Agreement ist.
Dass religiöse Gesetze über staatliche Gesetze gestellt werden.

Trotzdem frage ich mich, wie man so ein Schreckensszenario von einem muslimisch geprägten Deutschland heraufbeschwören kann, für das es einfach keinerlei Fakten gibt.

Sondern nur die eigene subjektive Angst und Ablehnung gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen. Uncool.

Nunja weil die mehrheitlich muslimischen Staaten auf der Welt eben, im Negativen, durch Religion bestimmt sind.
Das mag bei 11% noch nicht so zur Geltung kommen, aber das es einem nicht gefällt wenn man so auf die Welt blickt, sollte doch verständlich sein.
 
Für einen, trotz mehrheitliche muslimischer Bevölkerung, säkulären Staat.
Was sich natürlich gerade im Moment dreht.
Ach so.
Das beweist doch aber genau das Gegenteil von seiner Argumentation. Nämlich dass es durchaus einen säkularen, modernen aber trotzdem islamisch geprägten Staat geben kann und dass die jetzige Entwicklung weniger etwas mit dem Islam an sich als eher mit dem Machtmissbrauch und den autokratischen Bestrebungen von Erdogan zu tun hat.
 
Ach so.
Das beweist doch aber genau das Gegenteil von seiner Argumentation. Nämlich dass es durchaus einen säkularen, modernen aber trotzdem islamisch geprägten Staat geben kann und dass die jetzige Entwicklung weniger etwas mit dem Islam an sich als eher mit dem Machtmissbrauch und den autokratischen Bestrebungen von Erdogan zu tun hat.

Das war! Aber eben nur ein! Positives Beispiel von vielen Negativen.
Und Erdogans Machterhalt bei der letzten Wahl beweist eben das das Land in diese Richtung möchte...
 
Ich gebs auf...

EDIT: Einen Punkt noch: Bitte mal den Blick nach Afrika richten, wo sich auch christlich geprägte Stämme/Nationen regelmäßig die Birne einschlagen. Oder nach Irland, wo dies noch vor nur wenigen Jahren ein hochentwickelter christlicher Staat getan hat.

Will heißen: Jegliche Religion KANN für Machtmissbrauch benutzt werden. Das Christentum hat halt momentan eine Verbreitung in gefestigten, modernen Staaten, die weniger anfällig für solche Entwicklungen sind.
 
Ich meine nicht auswandern, sondern dass ich längst tot bin, wenn es in vielen Jahrzehnten in der Zukunft sehr ätzend hier werden könnte. ;).

Und ich persönlich sehe den Islam einfach nicht als Bereicherung für eine Gesellschaft. Der Islam hat weltweit versagt, freie, gerechte und tolerante Gesellschaften aufzubauen. Im Gegenteil, er versucht in immer mehr Staaten das tägliche Leben zu beeinflussen, selbst in ehemals säkularen Staaten wie der Türkei. Da frage ich mich, wieso es ausgerechnet in Europa anders laufen soll. Das bedeutet weder, dass alle Muslime hier radikal sind oder schlechte Menschen, als Ganzes sind ihre Gesellschaften zu unserer Zeit aber immer irgendwann gekippt.

In Anbetracht der muslimischen Länder muss ich dir hier zustimmen aber ich gehe davon aus, dass gerade in westlichen Ländern viele Muslime leben (vielleicht sogar der Großteil...keine Ahnung, kenne dazu keine evtl existierenden Statistiken), die das mit ihrem Glauben gar nicht mehr so eng sehen (ergo keine Fundamentalisten sind, einen gemäßigten Islam ausleben oder sogar mehr säkular als religiös leben), wie es eben auch bei den Christen der Fall ist.
 
Nunja weil die mehrheitlich muslimischen Staaten auf der Welt eben, im Negativen, durch Religion bestimmt sind.
Das mag bei 11% noch nicht ao zur Geltung kommen, aber das es einem nicht gefällt wenn man so auf die Welt blickt, sollte doch verständlich sein.
Wenn man sich mit diesen Ländern und den dortigen Verhältnissen mal etwas beschäftigt, mit den hier lebenden Muslimen und keine generelle Abneigung hat, nein. Nicht wirklich.

Anschlag in Ägypen –> Viele Muslime in Ägypten –> Mehr Muslime in Deutschland –> Mehr Gefahr für Deutschland

Wenn für dich diese Kausalkette Gültigkeit hat oder du zumindest die Befürchtung hast, warum dann nicht auch folgende:

Mehr Muslime in Deutschland –> insgesamt sinkende Zahl von (Gewalt)verbrechen –> Mehr Muslime = mehr Sicherheit

Also ja, es ist eine Frage des Standpunkts.
Sehe ich den Islam per se als etwas Schlechtes, dann werde ich diese Sicht auch unterbewusst auf die hier lebenden übertragen.

Bleibt mir nur zu hoffen, dass die Zahl solch denkender Menschen nicht allzu groß wird.
 
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Iran vor nicht allzu langer Zeit, Deutschland vor nicht allzu langer Zeit.

So wie hier vieles über einen Kamm geschert wird, kann man auch das als Beispiel hernehmen.
"Der Islam", "die Gesellschaften", da sträubt sich alles in mir.
Das ist einfach nur die pure, offen zur Schau gestellte Abneigung.

Natürlich finde ich es bescheiden, dass Religionen als politisches Machtinstrument missbraucht werden.
Dass im Namen von Religionen Menschen töten und getötet werden.
Dass Säkularisierung kein weltweites Agreement ist.
Dass religiöse Gesetze über staatliche Gesetze gestellt werden.

Trotzdem frage ich mich, wie man so ein Schreckensszenario von einem muslimisch geprägten Deutschland heraufbeschwören kann, für das es einfach keinerlei Fakten gibt.

Sondern nur die eigene subjektive Angst und Ablehnung gegen eine bestimmte Gruppe von Menschen. Uncool.

Das Beispiel Iran war ja nicht eigenbestimmt, sondern fremdbestimmt. Sobald sie wieder die Kontrolle hatten ist es ins genaue Gegenteil umgeschlagen. Die Deutschen haben sich ihr quasi-religiöses Verbrechen auch selbst eingebrockt. Man könnte auch Jahrhunderte zurückgehen, als die vom Islam geprägten Gesellschaften den unseren Lichtjahre voraus waren. Die Zeiten sind aber vorbei und aktuell bewegen sie sich nicht mal in die ungefähre Richtung dessen, sondern entfernen sich immer weiter.
 
Das Beispiel Iran war ja nicht eigenbestimmt, sondern fremdbestimmt. Sobald sie wieder die Kontrolle hatten ist es ins genaue Gegenteil umgeschlagen. Die Deutschen haben sich ihr quasi-religiöses Verbrechen auch selbst eingebrockt. Man könnte auch Jahrhunderte zurückgehen, als die vom Islam geprägten Gesellschaften den unseren Lichtjahre voraus waren. Die Zeiten sind aber vorbei und aktuell bewegen sie sich nicht mal in die ungefähre Richtung dessen, sondern entfernen sich immer weiter.
Und wieder mal bestätigst du eigentlich selbst, dass all deine Befürchtungen nichts mit dem Islam und den Muslimen an sich zu tun haben, sondern dessen Instrumentalisierung.

Wenn man deswegen so viel Schiss hat, weil in einigen Jahrzehnten jede 10. Person in Deutschland muslimischen Glaubens sein könnte (wenn sie denn überhaupt gläubig sind, von völlig Ungläubigen bis zu Fundamentalisten wird da alles dabei sein) und man froh ist, dass man da wahrscheinlich schon tot ist, spricht das für eine ganz schön traurige Weltsicht.
 
In Anbetracht der muslimischen Länder muss ich dir hier zustimmen aber ich gehe davon aus, dass gerade in westlichen Ländern viele Muslime leben (vielleicht sogar der Großteil...keine Ahnung, kenne dazu keine evtl existierenden Statistiken), die das mit ihrem Glauben gar nicht mehr so eng sehen (ergo keine Fundamentalisten sind, einen gemäßigten Islam ausleben oder sogar mehr säkular als religiös leben), wie es eben auch bei den Christen der Fall ist.

Diese Studie beschäftigt sich jetzt hauptsächlich mit den türkischen Einwandererfamilien. Aber obwohl nicht alles schlecht ist, sind fundamentale Positionen weit verbreitet. 47% würden z.B. religiöse Weisungen eher achten als Gesetze.

http://www.uni-muenster.de/Religion...und_Religion_aus_Sicht_Tuerkeistaemmiger.html
 
Und wieder mal bestätigst du eigentlich selbst, dass all deine Befürchtungen nichts mit dem Islam und den Muslimen an sich zu tun haben, sondern dessen Instrumentalisierung.

Wenn man deswegen so viel Schiss hat, weil in einigen Jahrzehnten jede 10. Person in Deutschland muslimischen Glaubens sein könnte (wenn sie denn überhaupt gläubig sind, von völlig Ungläubigen bis zu Fundamentalisten wird da alles dabei sein) und man froh ist, dass man da wahrscheinlich schon tot ist, spricht das für eine ganz schön traurige Weltsicht.

Und deine Argumentation läuft nach dem Schema, dass Waffen an sich nicht böse sind, sondern die Menschen, die sie benutzen. Das ist zwar korrekt, hilft den unzähligen Toten jedes Jahr aber auch nicht viel. Dass Waffen in Privatgebrauch unnötig sind, da sind wir uns dann aber auf einmal alle wieder einig.
 
Das Beispiel Iran war ja nicht eigenbestimmt, sondern fremdbestimmt. Sobald sie wieder die Kontrolle hatten ist es ins genaue Gegenteil umgeschlagen. Die Deutschen haben sich ihr quasi-religiöses Verbrechen auch selbst eingebrockt. Man könnte auch Jahrhunderte zurückgehen, als die vom Islam geprägten Gesellschaften den unseren Lichtjahre voraus waren. Die Zeiten sind aber vorbei und aktuell bewegen sie sich nicht mal in die ungefähre Richtung dessen, sondern entfernen sich immer weiter.
naja, also wenn man deiner argumentation folgt, müssten eigentlich "alle" moslems sehr glücklich über den islamischen staat gewesen sein. sind sie aber nicht. es waren insbesondere moslems, die ihn bekämpft haben.

Diese Studie beschäftigt sich jetzt hauptsächlich mit den türkischen Einwandererfamilien. Aber obwohl nicht alles schlecht ist, sind fundamentale Positionen weit verbreitet. 47% würden z.B. religiöse Weisungen eher achten als Gesetze.

http://www.uni-muenster.de/Religion...und_Religion_aus_Sicht_Tuerkeistaemmiger.html
und das sind von den derzeitigen 6% moslems dann nichteinmal 3% (in prozentpunkten). selbst wenn es 2050 11% gibt, sind es "nur 5% der bevölkerung. hast du wirklich angst davor? ich nicht. ich glaube, dass eine demokratie sowas aushalten kann und muss. es ist aber unsere aufgabe, die fahne der demokratie hochzuhalten. es gab doch letztens auch ne umfrage bei der sich viele deutsche positiv einer diktatur gegenüber bzw. negativ der demokratie gegenüber gezeigt haben. imo zeigt das mehr als deutlich, dass solche dinge kein religiöses problem ist. aus meiner sicht machst du es dir damit zu einfach.
 
Und deine Argumentation läuft nach dem Schema, dass Waffen an sich nicht böse sind, sondern die Menschen, die sie benutzen. Das ist zwar korrekt, hilft den unzähligen Toten jedes Jahr aber auch nicht viel. Dass Waffen in Privatgebrauch unnötig sind, da sind wir uns dann aber auf einmal alle wieder einig.
Im Gegensatz zu Religion sind Waffen aber verbietbar.

Und Waffen haben nur ein Ziel und einen Nutzen, zu verletzen und zu töten.
Religionen haben meist einen etwas anderen Nutzen.
 
Man muss solche Artikel halt nur ganz lesen.

Mit sinkendem Alter sinkt auch die Zustimmung für Fundamentalismus. Manche "Probleme" können und werden sich sehr wahrscheinlich mit der Zeit also von ganz alleine erledigen.

Wenn wir es dann noch schaffen, Muslime in unsere Gesellschaft wirklich aufzunehmen, statt sie wie oft nur zu "dulden", dann kann sowas auch funktionieren.
 
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Bestätigt doch wieder nur, dass Religiosität ständiger Wandlung unterliegt.
Oder politische Verhältnisse.

Zeigt doch gut, dass auch ein „muslimischer Staat“ nicht nach den Regeln des politischen Islam fungieren muss.
 
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