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Wegen unserer Politik kommen Menschen in Afrika elend um

Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht. Das liegt nicht nur an Dürren, sondern auch an korrupten Politikern und an der Wirtschaftspolitik der Welt.

Statistiken belegen eine gute Entwicklung, die Bemühungen wirken: Die Zahl der Hungernden in der Welt sinkt, 1990 waren es noch mehr als eine Milliarde, nun sind es ungefähr 800 Millionen. Doch erstens nützt Statistik den Betroffenen nichts, zweitens ist die Zahl noch immer entsetzlich groß, und drittens gibt es Länder, in denen nichts vorangeht. Für Teile Afrikas müssen die Vereinten Nationen und die Hilfsorganisationen nun Alarm schlagen. Das Leben von 20 Millionen Menschen sei in den kommenden Monaten bedroht, sagte UN-Generalsekretär António Guterres, und zwar allein in Somalia, Südsudan, Nigeria und Jemen. Der Blick voraus droht ein Blick zurück zu werden - auf 2011, als am Horn von Afrika eine Viertelmillion Menschen Hungers starben.

Es geht nun um Zeit und um Geld, und Letzteres ist beschämend. 4,4 Milliarden Dollar brauchen die UN bis März, um wirksam zu helfen. Erst 90 Millionen sind in der Kasse. Und in den USA, bisher ein große Geber der UN, redet Donald Trump davon, künftig weniger zu zahlen. Dass überhaupt so viel Geld gebraucht wird, liegt auch am Klimawandel, an den Dürren, die Afrika heimsuchen. Dennoch ist das große Sterben vor allem menschengemacht. Gewalt schafft Hunger. Dies zeigen Länder wie Südsudan und Somalia, deren lange Krisen das Scheitern regionaler und internationaler Politik beweisen.

Das große Sterben ist menschengemacht

Im Südsudan, dessen Staatsgründung 2011 große Hoffnungen weckte, bedroht der Hunger 5,5 Millionen der zwölf Millionen Einwohner - davon mehr als eine Million Kinder. Der Bürgerkrieg treibt 3,5 Millionen Menschen zur Flucht. Das Land hat fruchtbare Gebiete und Öl, doch wer flieht, sät nicht, erntet nicht und baut keine Industrie auf. Die Hauptschuld daran tragen die Machtrivalen im Land. Aber bei den UN kam nicht einmal der Beschluss für ein Waffenembargo zustande.

Oder Nigeria: Kein Land Afrikas fördert mehr Öl. Doch korrupte Politiker verhindern, dass der Reichtum die Massen erreicht. Und im Nordosten wüten islamistische Terroristen. Drei Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht.

Notfallaktionen, Spenden - all das ist menschliche Pflicht. Aber die Notlagen sind in diesen Ländern zum Dauerzustand geworden. Dass die EU, motiviert von der Flüchtlingskrise, nun einen Marshallplan für Afrika will, kommt spät, ist aber gut. Doch dafür ist noch viel Geld nötig. Und den Südsudan etwa wird das kaum erreichen. Die Anstrengungen müssen umfassender sein. Afrikanische Politiker, die nur zusehen, wenn ihre Kollegen ganze Länder ins Verderben führen, sind ebenso in der Pflicht wie etwa China. Peking besorgt sich in Afrika Rohstoffe und Land, um Lebensmittel für seinen Bedarf zu produzieren. Es muss dort auch politischen Druck ausüben, für Entwicklung sorgen. Und die ganze Welt muss erkennen, dass ihre Wirtschafts- und Klimapolitik dazu beiträgt, dass Menschen in Afrika elend umkommen. Dabei sind die Ziele längst formuliert, die Blaupausen liegen in den UN-Millenniumszielen vor. Und die Zeit läuft.
http://www.sueddeutsche.de/politik/hunger-afrikanische-tragoedie-1.3392833

"Entschuldigen S' die Sprache, das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist - weil den wirst Du nie wieder abschieben. Aber für den ist das Asylrecht nicht gemacht, sondern der ist Wirtschaftsflüchtling."
(Andreas Scheuer, CSU)
 
http://www.sueddeutsche.de/politik/hunger-afrikanische-tragoedie-1.3392833

"Entschuldigen S' die Sprache, das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist - weil den wirst Du nie wieder abschieben. Aber für den ist das Asylrecht nicht gemacht, sondern der ist Wirtschaftsflüchtling."
(Andreas Scheuer, CSU)

Das liegt auch daran, dass in diesen Ländern eine Vielzahl an Kindern immer noch als Alterssicherung gilt. Und sie sich dann wundern, dass sie es nicht auf die Reihe kriegen, sie zu ernähren.
 
Natürlich gibt es eine Vielzahl an weiteren spezifischen Problemen, die nicht durch "uns" gelöst werden können.
Es ging mir eher darum zu zeigen, dass "wir" immer noch nicht genügend tun, um die Situation in verschiedenen Ländern zu verbessern, man sich aber dann wundert, warum so viele flüchten.
Diese dann (wie z.B. von Scheuer) lapidar als unerwünschte Wirtschaftsflüchtlinge zu deklarieren, finde ich furchtbar.

Altbekanntes Thema, ja, aber ich finde die Zahlen nach wie vor erschreckend hoch und am Ende des Tages interessiert es dann doch keinen, wie es den Menschen dort geht.
 
Das es keinen interessiert ist doch Quatsch. Es wird doch schon seit Jahrzehnten geholfen, wenn auch guten geils recht ineffektiv.

Und ne Aussage von einem rauszupicken der damit provozieren will, halt ich auch für kontraproduktiv für jedwede Diskussion.
 
Wieso soll das Quatsch sein? Unser Reichtum fußt seit Jahrzehnten auf dem Ausbeuten von Entwicklungsländern, darunter fällt auch Afrika.
Hinzu kommt der Klimawandel (durch die Industrieländer erzeugt), der die armen Länder am meisten trifft.
Und wie oft liest man denn in den Zeitungen oder hört in den Nachrichten was?
Da kommen mal die Milleniums-Ziele (und wie sie wieder verfehlt wurden), eine Dürre, die mal eben eine Viertel Million Menschen dahinraffen lässt. Aber ansonsten?

Abgesehen von diesen großen Problemen zerstören wir mit vielen kleinen Dingen ebenfalls die dortigen Lebensgrundlagen (Fischerei, Landwirtschaft etc.).

Auch in der Politik, wenn du dich um solche Anliegen bemühst, bist du zwar ein Guter, der um hehre Ziele kämpft, der aber am Ende auch nur belächelt wird.

Und genau das Zitat von Scheuer zeigt doch, dass für das Thema keine Sensibilität herrscht.
Würden einen die akuten Probleme interessieren, würde man sich nie zu so einer Aussage hinreisen lassen.
Aber eigentlich hätte ich die Aussage gar nicht nehmen brauchen, man muss sich ja nur die Asylpolitik ansehen um zu merken, dass du als Flüchtender vor Hunger, Klimawandel etc. keine guten Karten hast.
 
Ein FB posting des

FPÖ-Generalsekretär, MEP und Vizepräsident der Fraktion "Europa der Nationen und der Freiheit" im EU-Parlament.

Großartige Rede von Donald Trump in Washington. #CPAC

Jetzt, wo ich mich aus nächster Nähe über ihn informieren und ihm zuhören konnte, finde ich ihn noch besser. Ein großartiger Politiker, der den korrupten linken Polit-Netzwerken und internationalen fake-news-Medien mit Offenheit, Direktheit und erfrischender Ehrlichkeit begegnet. Weiter so!
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Ich frag mich ob das wirklich ernst gemeint ist, oder halt Parteilinie.
 
Keine Selfies mit Stimmzettel
Regierung will Smartphones in der Wahlkabine verbieten

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(Symbolbild)

Keine Selfies mit Stimmzettel: Das Bundesinnenministerium will einem Bericht zufolge ausdrücklich verbieten, dass in der Wahlkabine mit Smartphones gefilmt oder fotografiert wird.

Deswegen solle noch vor der Bundestagswahl im September eine entsprechende Regelung verabschiedet werden, berichtete der "Spiegel" am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise.
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focus.de

Jetzt kann man gar nicht mehr fame werden...
 
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