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Ich hatte auch mal so eine dauerbesoffene hauptsächlich Rechtsrock hörende Dummbirne als Nachbarn. Keine Ahnung, wie der sich bei seiner Bewerbung auf die Bude mal kurz normal benehmen konnte. Irgendwann kam er mir beim Netto entgegen, mit ner kläglichen halben Palette Adelskrone-Dosen und rülpste "Ich bin Adolf Hitler!", als er mich sah.

Dass er diesen KIZ-Song abfeierte, was ich ja aus seinem teilweise lautstarken Verhalten im Haus durchaus wusste, ist ja schon eine peinliche Geschichte für sich, dennoch entgegnete ich ein altkluges "Adolf Hitler hat nicht gesoffen." ^^


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Antifaschismus ist auch Faschismus weil muss so sein es enthält ja auch das Wort FASCHISMUS logisch

Das ist ja das Dümmste was ich zu der ganzen Angelegenheit bisher gelesen habe. Nagut, dafür kannte ich den Vogel vorher halt auch gar nicht. PR-Maschine funktioniert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sags jetzt mal extra überspitzt: Bei einer linken Demo hätte es immer eine Überschätzung der Teilnehmerzahl und eingeschleuste Zivilbeamte gegeben, selbst wenn es eine Demo für mehr bunte Blumen gewesen wäre.
Das mag eben aus der Erfahrung heraus tatsächlich so sein. Erfahrungsgemäß wird auf weit-linken Demos mehr Gewalt in Szene gebracht als auf der anderen Seite. Rechte mit Kohlenanzünder? Steine? Widerstand gegen die Staatsgewalt? Sind mir persönlich jetzt nicht so bildlich bekannt wie aus dem anderen vermummten Block. Die meisten Anzeigen gibt's dann wegen nem erhobenen Arm.
Brennende Autos, fliegende Steine, eingeschlagene Polizeifahrzeugscheiben, Wasserwerfer der Polizei im Einsatz gegen Demonstranten kenne ich eigentlich nur bei den linken Demos. Von daher, ja: Dort rechnet man sicherlich mehr mit Ausschreitungen und stellt dementsprechend mehr Personal ab.

Wobei man dazu sagen muss, dass es sich dann meist auch um angekündigte/angemeldete Demonstrationen handelt und nicht um einen spontanen Braunauflauf.

Hier im Osten Berlins bin ich auch schon gegen schwarzweißrot-Vertreter angeeckt aber von brennenden Autos und direkte Angriffe auf Staatsbeamte lese ich nur aus den linken Bezirken dieser Stadt. (Wobei linke Bezirke jetzt relativ ist, schließlich wählt hier der Osten traditionell nachwievor mehr links als braun, mit Ausnahme von Osthellersdorf vielleicht :D)
 
Die Brandstifter von der AfD

Die größte Gefahr geht nicht von denjenigen aus, die durch Chemnitz ziehen und den Hitlergruß zeigen. Sondern von der AfD, die versucht, diese Neonazis zu legitimieren.


Wer Intendant eines Theaters ist und nach aktuellem Stoff sucht, der sollte dieses Drama von 1958 zur Hand nehmen: "Biedermann und die Brandstifter". Darin erzählt Max Frisch von einem Haarwasserfabrikanten, der zwar Angst vor Brandstiftern hat, trotzdem aber zwei verdächtigen Männern Obdach in seinem Haus gibt. Selbst als sie Kanister auf seinen Dachboden schleppen, will er nicht glauben, dass sie vorhaben, sein Haus anzuzünden. Wo er doch so gastfreundlich ist. "Man muss Vertrauen haben", sagt Biedermann, "man soll an das Gute in den Menschen glauben, nicht an das Böse - und überhaupt."

Sechzig Jahre später sind viele Brandstifter im Land unterwegs. Die größte Gefahr geht dabei nicht von denjenigen aus, die durch Chemnitz ziehen, den Hitlergruß zeigen und Menschen treten. Diese Brandstifter sind für jedermann erkennbar. Die größte Gefahr sind diejenigen, die versuchen, diese Herrschaften zu nobilitieren und zu legitimieren. Bei Max Frisch hießen die Brandstifter Schmitz und Eisenring. Heute in Deutschland heißen sie Gauland, Laatsch, Weiß, Weidel, Blex, Frohnmaier, Höcke... man weiß gar nicht, bei wem die Aufzählung beginnen und bei wem sie enden soll.

Es handelt sich ausnahmslos um Abgeordnete der AfD, die gewählt wurden, weil viele Bürger offensichtlich an das Gute in diesen Menschen geglaubt haben, nicht ans Böse. Diese Politiker nutzen ihr Mandat aber so gut wie nie, um an die Regeln von Rechtsstaat und Demokratie zu erinnern, oder um mäßigend auf ein Milieu einzuwirken, in dem sie Gehör fänden. Im Gegenteil, zahllose Abgeordnete der AfD nutzen jetzt auch das Wochenende von Chemnitz, um ihre Verachtung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung auf die Bühne zu bringen.

Der Bundestagsabgeordnete Frohnmaier: "Wenn der Staat die Bürger nicht mehr schützen kann, gehen die Menschen auf die Straße und schützen sich selber. Ganz einfach! Heute ist es Bürgerpflicht, die todbringende 'Messermigration' zu stoppen!" Der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Blex: "Das deutsche Wahlvieh zum Schlachten freigeben und tadeln, wenn es sich wehrt ..." Dessen Berliner Kollege Laatsch, dort Mitglied des Abgeordnetenhauses, legt seine Schlussfolgerungen offen. Er sagt, es werde nicht genügen, Wahlen zu gewinnen, "wenn Justiz und Verwaltung, von der Vorgänger-Regierung implementiert, die neue Regierung torpedieren". Sein Kollege Weiß, ebenfalls dort Abgeordneter: In der Justiz werde "die AfD später aufräumen müssen".

Alles unmaßgebliche Stimmen aus hinteren Reihen? Die AfD-Spitzenpolitiker Gauland und Weidel sprechen von "vermeintlichen" Hetzjagden; ein Bundestagsabgeordneter sagt über die Äußerung seines Kollegen Frohnmaier, "nicht besonders glücklich" zu sein. Wer das für eine Distanzierung hält, der glaubt auch, dass Brandbeschleuniger zur Grundausrüstung der Feuerwehr gehören.

Die AfD ist durchsetzt von rechtsradikalen Feinden der Demokratie. Es ist überfällig, dass sich der Verfassungsschutz dieser Partei annimmt und sie unter Beobachtung stellt. Die wehrhafte Demokratie braucht die professionelle Sammlung von Material über diese Partei - und sie muss das Signal setzen, dass sie die Repräsentanten dieser Partei verstanden hat. Niemand möge sich einreden, die AfD sei schon nicht so schlimm, sie meine es nicht wörtlich. Das wäre naiv, bequem und letztlich auch feige. Der eine in dieser Partei sieht im Holocaust-Denkmal ein "Denkmal der Schande", der nächste will eine türkei-stämmige SPD-Politikerin "entsorgen", und jetzt reden mehrere der Selbstjustiz das Wort.

Dem Herrn Biedermann sagt der Brandstifter Eisenring, was für seinesgleichen die beste Tarnung sei: "Die beste ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Komischerweise. Die glaubt niemand."
https://www.sueddeutsche.de/politik...emnitz-die-brandstifter-von-der-afd-1.4107557

Full ack.

Kaum auszudenken, sollte die AfD tatsächlich stärkste Kraft in Sachsen werden. Man wird sie auch hoffentlich dann noch weiter isolieren.
 
Guck dir an wie Kretschmer sich aktuell verhält.
Ein dummer, verzweifelter Ministerpräsident. Die CDU wird nicht als Steigbügelhalter der Nazis herhalten, davon bin ich nach wie vor überzeugt und es gibt auch keine wirklichen Anzeichen (Umfragen und Forschung), dass sich das kurzfristig ändert.
 
Und jedes mal wieder unfassbar wenn man sich die Aussagen dieser gewählten Volksvertreter mal auf der Zunge zergehen lässt... dass man in der Position solche Äusserungen verbreiten kann ohne sich dafür in Grund und Boden schämen zu müssen und achtkantig rausgeschmissen wird ist das echt traurig.

Dem Frohnmaier müsste man so lange vor die Haustür Koten bis er vor brauner Scheiße nicht mehr aus dem Fenster gucken kann.
 
Das mag eben aus der Erfahrung heraus tatsächlich so sein. Erfahrungsgemäß wird auf weit-linken Demos mehr Gewalt in Szene gebracht als auf der anderen Seite. Rechte mit Kohlenanzünder? Steine? Widerstand gegen die Staatsgewalt? Sind mir persönlich jetzt nicht so bildlich bekannt wie aus dem anderen vermummten Block. Die meisten Anzeigen gibt's dann wegen nem erhobenen Arm.
Brennende Autos, fliegende Steine, eingeschlagene Polizeifahrzeugscheiben, Wasserwerfer der Polizei im Einsatz gegen Demonstranten kenne ich eigentlich nur bei den linken Demos. Von daher, ja: Dort rechnet man sicherlich mehr mit Ausschreitungen und stellt dementsprechend mehr Personal ab.

Wobei man dazu sagen muss, dass es sich dann meist auch um angekündigte/angemeldete Demonstrationen handelt und nicht um einen spontanen Braunauflauf.

Hier im Osten Berlins bin ich auch schon gegen schwarzweißrot-Vertreter angeeckt aber von brennenden Autos und direkte Angriffe auf Staatsbeamte lese ich nur aus den linken Bezirken dieser Stadt. (Wobei linke Bezirke jetzt relativ ist, schließlich wählt hier der Osten traditionell nachwievor mehr links als braun, mit Ausnahme von Osthellersdorf vielleicht :D)
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Sie sind doch schon die stärkste Kraft?
Die AfD liegt noch 5 Prozentpunkte hinter der CDU nach aktuellen Umfragen.

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Wie passend, dass du den Artikel der taz herausnimmst. Dort wird beschrieben, dass sich Maaßen als neuer (!) Chef des Verfassungsschutzes auch mit der Linken getroffen hat. Eine Partei, die die Abschaffung der Behörde fordert und die selber in Teilen beobachtet wurde/wird.
Ein öffentliches Treffen also, eine öffentliche Diskussion. Ich verstehe nicht so ganz, was das nun mit Treffen mit AfD-FunktionärInnen zu tun hat.

Ein Treffen mit Maaßen als Politiker? Absolut nichts ungewöhnliches, völlig normal, das habe ich auch nie gesagt (und trotzdem unterstellst du es mir quasi). Treffen mit Gysi, Göring-Eckardt, Wagenknecht etc. finden regelmäßig statt.

Was hier aber passiert sein soll, wäre eine neue Dimension. Es geht nicht darum, dass Maaßen Petry oder andere der AfD trifft (auch das habe ich nie behauptet), sondern was bei diesen Treffen besprochen wurde.
Sollte er dort wirklich quasi als politischer Berater aufgetreten sein (und Maaßen ist ein recht politischer Beamter), wie man die AfD vor einer Beobachtung schützt oder wie man mit bestimmten Personen in der AfD umzugehen habe, warum man sich mit der AfD trifft, obwohl sie noch gar nicht im Bundestag ist etc., wäre das ein absolutes Unding.


Jetzt kommen wir der Wahrheit doch näher. Dein Beitrag jetzt klingt aber ganz anders als der erste von dir. Jetzt kommt von dir:

…Was hier aber passiert sein soll, wäre... wäre das....

Also sollte es, wäre es etc....

Das klang bei deinem erstem Beitrag noch ganz anders - nämlich so:

...Oder wen berät der Chef des Verfassungsschutzes? Exakt, nicht die Linke, sondern mehrmals die AfD..

Der Unterschied dürfe eindeutig sein und für sich sprechen.
 
Weil ich einmal nicht den Konjunktiv benutze, oh weh, ich schäme mich zutiefst. Ein einziger Satz meines Postings ist damit komplett irrelevant, welch Unding und Schmach.
 
Es ist die Pest mit der missglückten deutschen Einheit: Die soziale und ökonomische Schwäche Ostdeutschlands wird durch diese stetig wachsende Fremdenfeindlichkeit noch zusätzlich befeuert. Das ist ein strukturpolitisches Problem, das man m. E. kaum noch bändigen kann. Selbst Sachsen, das sich eigentlich relativ gut entwickelt hat, hat den unteren sozialen Rand m. E. schlichtweg beim Aufschwung abgehängt. Das Ergebnis sehen wir in dem RTL-Interview.
 
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