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Komm mal von deinem hohen Ross runter, ist ja nicht zu ertragen. :roll:
er hat aber nicht unrecht. wenn man mal absieht von dem, was bisher durchgesickert ist, würde ich bei der zeit erwarten, dass sie mit dem thema vernünftig umgehen. eine reißerische überschrift erstellen um dann die erwartung des lesenden nicht zu erfüllen, sondern die absurdität dessen bloß zu stellen.
wenn man aber den artikel nicht liest, sondern nur an hand der überschrift urteilt, würde man das gar nicht mitbekommen. das ähnelt dann dem besorgten bürger, der sich selber keine mühe gibt, mit fakten umzugehen. da werden auch nur überschriften gelesen und dann losgepoltert.
 
Das hat nichts mit einem hohen Ross zu tun. Du kapierst es immer noch nicht. Aber was soll's, ich bin hier raus.

Genauso wie du meine Sichtweise nicht kapierst. Für mich ist diese Überschrift bereits ein Nogo, selbst wenn es im Text dann anders dargestellt wird. Ich halte es für falsch und verwerflich mit solchen populistischen Schlagwörtern zu werben. So etwas erwarte ich von der Bild aber nicht von einem renommierten Blatt wie Die Zeit.
 
Genauso wie du meine Sichtweise nicht kapierst. Für mich ist diese Überschrift bereits ein Nogo, selbst wenn es im Text dann anders dargestellt wird. Ich halte es für falsch und verwerflich mit solchen populistischen Schlagwörtern zu werben. So etwas erwarte ich von der Bild aber nicht von einem renommierten Blatt wie Die Zeit.
ja und der besorgte bürger will nur, dass ausländer sich an deutsche gesetze halten. der kontext interessiert nicht.

DAS ist das problem: ohne kontext keine vernünftige wertung möglich. man kann die überschrift sicherlich kritiseren (selbst ohne blödsinnigen text), aber man sollte zumindest den hintergrund und kontext haben, um es überhaupt beurteilen zu können.
 
Man sollte differenzieren, was kritisiert wird. Ich kann nicht den Artikel kritisieren ohne ihn gelesen zu haben, ich kann aber sehr wohl die reine Diskussionsfrage kritisieren, ob man Menschen in Not helfen sollte oder ob die Contrapunkte überwiegen.

Eape versteht mich. Ich finde es ungeheuerlich, da überhaupt eine Pro/Contra Gegenüberstellung bei dem Thema zu machen. Allein das regt mich unendlich auf.
 
Sie hat letztendlich nicht mit allem Unrecht, was sie schreibt.
Zwischen nicht Unrecht haben (oder Recht haben) und, ich nenne es einfach mal zivilisatorischen No-Gos, liegt aber für mich auch nochmal ein Unterschied.

Ich mag z.B. mit der Einschätzung Recht haben, dass eine Lösung für das Problem der Überbevölkerung wäre, wenn man einfach mal eine Milliarde Menschen tötet. Objektiv mag das "richtig" oder logisch sein und ein Roboter oder eine Maschine würde vielleicht so handeln, dem Menschsein widerspricht es aber in meinen Augen.

Und daran störe ich mich auch bzw. eine Großzahl der Kritiker. Diese bröckelnde Humanität, das Aufgeben von Werten, die Verschiebung des Diskurses und akzeptieren von Meinungen, die vor nicht allzu langer Zeit noch unsagbar waren.
 
Weiß nicht, ob sich irgendwer dafür noch interessiert - ist langsam obsolet - aber hier die Präambel der europäischen Verfassung.

SCHÖPFEND aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas, aus dem sich die unverletzlichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen sowie Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit als universelle Werte entwickelt haben, IN DER ÜBERZEUGUNG, dass ein nach schmerzlichen Erfahrungen nunmehr geeintes Europa auf dem Weg der Zivilisation, des Fortschritts und des Wohlstands zum Wohl aller seiner Bewohner, auch der Schwächsten und der Ärmsten, weiter voranschreiten will, dass es ein Kontinent bleiben will, der offen ist für Kultur, Wissen und sozialen Fortschritt, dass es Demokratie und Transparenz als Grundlage seines öffentlichen Lebens stärken und auf Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität in der Welt hinwirken will,[...]

Unsere humanitären Werte haben ein großes Gewicht und das darf und muss man bewusst anerkennen und tragen, aber es sollte gleichzeitig auch ein so großes Gewicht sein, dass es sich nicht von wirtschaftlichen und ähnlichen Gründen aufwiegen lassen sollte. Und das suggeriert leider der Artikel.
 
allein zu sagen europa müsse sich besser aussuchen, wer kommen darf macht diesen ganzen text schon völlig blödsinnig und tendenziös. iranischer migrations-hintergrund und zeit bei den linken der autorin hin oder her.

Aber genau um die Auswahl gehts letztendlich ja. Gerade auch dann wenn es vielleicht mal endlich ein vernünftiges Einwanderungsgesetz gibt. Ist ja nicht so, dass in den Booten nur Kriegsflüchtlinge sitzen. Und falls man die Auswahl vor der gefährlichen Reise treffen könnte, hätte es auch Vorteile.
 
Aber genau um die Auswahl gehts letztendlich ja. Gerade auch dann wenn es vielleicht mal endlich ein vernünftiges Einwanderungsgesetz gibt. Ist ja nicht so, dass in den Booten nur Kriegsflüchtlinge sitzen. Und falls man die Auswahl vor der gefährlichen Reise treffen könnte, hätte es auch Vorteile.
nein, bei der gewährung von asyl (und jeder mensch hat das recht asyl zu beantragen, wie du sicher weißt) geht es nicht um eine auswahl. das einwanderungsgesetz ist (sobal es das endlich gibt) nicht dazu da, asyl zu regeln.
 
Zwischen nicht Unrecht haben (oder Recht haben) und, ich nenne es einfach mal zivilisatorischen No-Gos, liegt aber für mich auch nochmal ein Unterschied.

Ich mag z.B. mit der Einschätzung Recht haben, dass eine Lösung für das Problem der Überbevölkerung wäre, wenn man einfach mal eine Milliarde Menschen tötet. Objektiv mag das "richtig" oder logisch sein und ein Roboter oder eine Maschine würde vielleicht so handeln, dem Menschsein widerspricht es aber in meinen Augen.

Und daran störe ich mich auch bzw. eine Großzahl der Kritiker. Diese bröckelnde Humanität, das Aufgeben von Werten, die Verschiebung des Diskurses und akzeptieren von Meinungen, die vor nicht allzu langer Zeit noch unsagbar waren.

Das ist letztlich ein wenig wie die Diskussion, ob man einen Zug entgleisen lassen soll, um eine Person auf den Schienen zu retten, oder aber den Zug weiterfahren lässt. In Australien hat die Strategie der Abschreckung funktioniert, rettet am Ende vielleicht sogar mehr Menschenleben als wenn Rettungsschiffe vor der australischen Küste kreuzen würden. Ich sage jetzt bestimmt nicht, dass man sich das zum Vorbild nehmen soll, aber zumindest eine Diskussion sollte man nicht von vornherein verbieten. Denn es wird ja so oder so drüber diskutiert.
 
Sorry, das ist erbärmlich. Ich hätte mehr von Dir erwartet...

Wer sich über etwas echauffiert, ohne den Inhalt zu kennen, hat in einer ordentlichen Diskussion nichts zu suchen. Das ist einfach eine Minimal-Anforderung.

1. Danke, das ehrt mich.
2. Ich echauffiere mich nicht über den Inhalt insofern weiß ich auch nicht, warum ich den Inhalt kennen sollte um kritisieren zu dürfen, dass hier ernsthaft zur Diskussion gestellt wird ob Menschen aus dem Mittelmeer gefischt werden sollten oder nicht.
Ich echauffiere mich über die Absurdität dieser Frage und bin erschüttert, dass die (so genannte) gesellschaftliche Mitte bereits so verroht zu sein scheint, dass so manche*r gar nicht mehr erkennt, was hier überhaupt passiert.
Nächste Woche dann in der Zeit:
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Und klar, man kann das lesen. Man kann sich in einer Art kindlicher Neugier dafür interessieren, welche Contra-Argumente dort aufgeführt werden. Und im Debattier-Club kann man solche Dinge auch des Diskutierens und Debattierens willen gerne besprechen und diese oder jene Position einnehmen.
Aber ich will nicht, dass dies ernsthaft zur Diskussion gestellt wird, also so als ob es eben nicht klar wäre welches die moralisch richtige Antwort auf diese Frage ist.

Und alles was man inhaltlich zur Seenotrettung wissen muss gibt es hier zu lesen:
ICH HABE FLÜCHTLINGE AUS DEM MEER GERETTET – GLAUBT NICHT DEN LÜGEN DER AFD (volksverpetzer.de)
[Wem der Text zu moralingetränkt ist - und ihm das zum Vorwurf machen möchte - der oder die springe einfach direkt zum FAQ am Ende des Artikels]
 
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