Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Du bist nicht betroffen, ich bisher auch noch nicht, andere vielleicht schon. Immerhin sind gerade die aus den Maghreb-Staaten für nicht gerade wenige Straftaten verantwortlich. Ist es so schwer nachzuvollziehen, dass solche Zustände in weiten Teilen der Bevölkerung Frustration verursachen?

Ja. Lies den von Bitbyter verlinken Artikel wenn du nicht verstehst warum.
 
Du bist nicht betroffen, ich bisher auch noch nicht, andere vielleicht schon. Immerhin sind gerade die aus den Maghreb-Staaten für nicht gerade wenige Straftaten verantwortlich. Ist es so schwer nachzuvollziehen, dass solche Zustände in weiten Teilen der Bevölkerung Frustration verursachen?
Kurze Antwort: Ja.
 
Der Untergang

Es gibt plötzlich zwei Meinungen darüber, ob man Menschen, die in Lebensgefahr sind, retten oder lieber sterben lassen soll. Das ist der erste Schritt in die Barbarei.

Ich stelle mir vor, ich wohne in einem Mietshaus mit vielen Wohnungen und einem gemeinsamen Garten. An der Grenze unseres Grundstücks verläuft eine Straße, und aus irgendeinem Grund verunglücken dort täglich mehrere Fahrradfahrer schwer. Keiner von uns Mietern kann etwas dafür, dass diese Menschen dort verunglücken, keiner hat sie gebeten, hier vorbeizufahren. Vielleicht sind wir sogar ausdrücklich dagegen, dass hier überhaupt jemand langfährt. Aber wäre es vorstellbar, die Nachbarn dafür zu kritisieren, dass sie in dieser Situation den Notarzt rufen? Wäre es vorstellbar, den Notarzt zu verklagen und einzusperren, weil er den verunglückten Radfahrern hilft? Wäre es vorstellbar, oben am Fenster zu stehen und zu argumentieren: Erst wenn es da unten genügend Tote gegeben hat, werden andere lernen, dass man hier nicht langfährt? Sicher nicht in einem Haus, in dem ich noch wohnen möchte.

Doch genau das passiert gerade in Europa. Plötzlich gibt es im öffentlichen Diskurs zwei unterschiedliche Meinungen darüber, ob man Menschen in Lebensgefahr helfen soll, oder ob man sie lieber sterben lassen soll. »Je mehr man rettet, desto mehr kommen doch«, das sagt man plötzlich laut und ungeniert. Der Satz hat sich von den hasserfüllten Kommentarspalten auf Facebook in die angsterfüllte Mitte der Gesellschaft geschlichen. Er wird heute in Büros ausgesprochen, auf Gartenpartys und in Parlamenten.
[...]
https://sz-magazin.sueddeutsche.de/abschiedskolumne/der-untergang-85837

Die zwei ersten Absätze eines sehr lesenswerten Kommentars aus dem SZ-Magazin.
Friedensnobelpreisträger my ass, gebt den endlich zurück.
 
Wie was meine ich damit, ich meine warum wird da größtenteils zugeschaut, da liest man hier und da mal von einer Tomahawk-Rakete, aber so richtig traut dich da niemand ran, das es eben stabilität gibt.
Weil man mit einer Tomahawk keinen Frieden schafft.

Und genau auf diese Argumentation, dieses Aber-Fragespiel beantwortet der Artikel auch.

Es ist erstmal "egal", dass dort Krieg herrscht oder aus welchen Ecken auch immer die Menschen fliehen.
Es ist auch erstmal "egal", welche Einstellung man gegenüber Geflüchteten hat, ob man Transitzentren gut findet, alle schnell wieder los haben will oder nicht.
Aber es ist eben nicht egal, dass vor unserer Haustür Menschen sterben. Oder dass sogar ein Dagegensein gegen die Rettungen eine akzeptierte Meinung ist.
 
Weil man mit einer Tomahawk keinen Frieden schafft.

Ist mir auch klar;)

W

Es ist erstmal "egal", dass dort Krieg herrscht oder aus welchen Ecken auch immer die Menschen fliehen.

Find nicht das sowas "egal" ist, denn das ist eben die Ursache.



Aber es ist eben nicht egal, dass vor unserer Haustür Menschen sterben. Oder dass sogar ein Dagegensein gegen die Rettungen eine akzeptierte Meinung ist.

Natürlich ist sowas nicht egal, wie kann einem sowas nur egal sein:?


Aber darauf wollte ich nicht hinaus, wollte einfach mal hier in die Runde fragen warum eben nichts in den Krisengebieten gemacht wird, damit diese Leute nicht fliehen müssen?
 
Gegen die Ursache lässt sich aber so einfach nichts unternehmen. Gegen das Ertrinken aber schon.

Und damit auch zur Beantwortung deiner Frage, warum man da nichts macht. Es ist kompliziert. So kompliziert, dass man nicht weiß, welche Aktionen welche Folgen hätten.
 
Krieg ist nun mal ein spitzen Geschäft, vor allem für einen Top waffenexporteur wie Deutschland. Und solange die meisten Regionen ganz zufällig noch reich an bodenschätzen sind kann man dort ka nicht einfach schluß machen. Die "paar" Menschenleben und Ausgaben für Flüchtlinge stehen wahrscheinlich in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen Gewinn.
 
Gegen die Ursache lässt sich aber so einfach nichts unternehmen. Gegen das Ertrinken aber schon.

Unabhängig davon ob es ethisch-moralisch korrekt ist oder nicht - die rigorose Flüchtlingspolitik Australiens hat in den letzten Jahren tatsächlich dazu geführt, dass die Zahlen der Flüchtlinge zurückgegangen sind.
 
Unabhängig davon ob es ethisch-moralisch korrekt ist oder nicht - die rigorose Flüchtlingspolitik Australiens hat in den letzten Jahren tatsächlich dazu geführt, dass die Zahlen der Flüchtlinge zurückgegangen sind.
Die Zahlen der Geflüchteten sind auch hier in den letzten Jahren zurückgegangen. Das mag vielfältige Gründe haben, eine Abschreckung durch Tod auf dem Meer mag ein kleiner Grund sein.

Wenn man das aber nun wirklich als Grund aufführen sollte, Abschreckung durch den Tod anderer, dann sind wir Barbaren durch und durch.
 
Rede von Syrien, da wird hier und da mal was gemacht, es ist halt relativ schwer einzuschätzen da man den Medien heutzutage auch nichts mehr glauben kann :(

Syrien dürfte eines der am schwersten einzuschätzenden Gebiete sein. Es ist nur meine Meinung aber ich sehe es als problematisch an das:

-es sehr problematisch ist die "Wahrheit" zu erkennen - jede Seite hat sich mit Schmutz beladen und lügt
-die "Freiheitskämpfer" zum Teil extrem dubios sind - oft sind es nichtmal Syrer
-Man im Westen erkennen musste das ein Sturz von Assad nicht unbedingt die Lösung ist
Der Irak und auch der arabische Frühling machten klar das es zuerst fröhlich bejubelt wird wenn ein Diktator stürzt, dummerweise zeigte sich ebenso das es danach nicht besser wurde - oft genug eher schlimmer
 
Wenn man das aber nun wirklich als Grund aufführen sollte, Abschreckung durch den Tod anderer, dann sind wir Barbaren durch und durch.

Bezugnehmend auf das westliche Konsumverhalten kann man dem doch auch nicht widersprechen. Die Flüchtlingspolitik verteufeln aber beim nächsten neuen Technikprodukt (ohne Videospielkonsolen würden wir hier gar nicht im KT diskutieren)...trotz seltener Erden nen Ständer bekommen passt halt auch nicht.
 
Bezugnehmend auf das westliche Konsumverhalten kann man dem doch auch nicht widersprechen. Die Flüchtlingspolitik verteufeln aber beim nächsten neuen Technikprodukt (ohne Videospielkonsolen würden wir hier gar nicht im KT diskutieren)...trotz seltener Erden nen Ständer bekommen passt halt auch nicht.
Ergo die Legitimierung, sich in allen Belangen egoistisch und rücksichtslos zu verhalten.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben