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Hä?

Dem Protektionismus wird durch entsprechende Vergeltungssteuern auf US-Importe Contra gegeben... Dass nicht ich das persönlich mach, ist mir schon klar.
Aber durch höhere Einfuhrzölle auf US-Produkte, die ich konsumiere, werden eben die Endverbraucherpreise dieser Produkte steigen. Und das hab ich gemeint. Ich beschwer mich nicht, wenn demnächst meine Erdnussbutter und mein Bourbon teurer werden.

Aber eigentlich hätt ich gedacht, dass dir das klar ist.
 
Ich persönlich glaube nicht, dass diese Strategie mit der Attacke auf Unternehmen in republikanischen ländlichen Gegenden funktioniert. Sowas funktioniert nur, wenn der Gegner rational denkt. Populisten denken aber nicht rational. Man muss nur in die Türkei schauen - oder Russland nach Annektion der Krim. Mittelfristig steigt die Popularität der Politiker sogar, wenn ihre Anhänger von außen "angegriffen" werden. Langfristig kann es funktionieren, da muss man aber einen sehr langen Atem haben und mit ungewissem Ausgang rechnen.
 
Ich persönlich glaube nicht, dass diese Strategie mit der Attacke auf Unternehmen in republikanischen ländlichen Gegenden funktioniert. Sowas funktioniert nur, wenn der Gegner rational denkt. Populisten denken aber nicht rational. Man muss nur in die Türkei schauen - oder Russland nach Annektion der Krim. Mittelfristig steigt die Popularität der Politiker sogar, wenn ihre Anhänger von außen "angegriffen" werden. Langfristig kann es funktionieren, da muss man aber einen sehr langen Atem haben und mit ungewissem Ausgang rechnen.

Dann schauen wird doch mal wer langfristig den längeren Atem hat. Ein einziges Land, BIP ~15 Billionen Euro oder die halbe Welt, gegen die sich dieses Land stellt, BIP ~30+ Billionen Euro.
Man sollte auch nicht vergessen, dass hinter all den Spinnern auch immer noch genug Republikaner stehen, die einfach nur eiskalt kalkulieren. Und wenn die irgendwann genug wirtschaftlichen Schaden für ihren Wahlkreis oder ihren Staat sehen, finden die das nicht mehr so furchtbar lustig.
 
Hä?

Dem Protektionismus wird durch entsprechende Vergeltungssteuern auf US-Importe Contra gegeben... Dass nicht ich das persönlich mach, ist mir schon klar.
Aber durch höhere Einfuhrzölle auf US-Produkte, die ich konsumiere, werden eben die Endverbraucherpreise dieser Produkte steigen. Und das hab ich gemeint. Ich beschwer mich nicht, wenn demnächst meine Erdnussbutter und mein Bourbon teurer werden.

Aber eigentlich hätt ich gedacht, dass dir das klar ist.
natürlich ist mir das klar. die zölle werden aber immer (auch) eingeführt, um die produkte aus dem eigenen land zu schützen. wenn "du" also bereit bist weiter amerikanische produkte deutschen vorzuziehen (trotz zoll) sind die produkte zwar teurer, es ändert sich für den us-hersteller aber im grunde nix, weil sein absatz in der EU immer noch da ist. effekt? irgendwo bei null.
klar, der staat nimmt mehr kohle ein, aber das ist ja nicht das primäre ziel eines zolls.
 
Ausgehend davon, dass sich das Allgemeine Konsumverhalten nicht ändert. Ändern sich die Preise empfindlich genug, werden es sich manche wohl 2x überlegen, ob sie Produkt X weiterhin kaufen oder zumindest ob sie es weiterhin in bisheriger Häufigkeit kaufen.
ja klar, aber el_barto schrieb, dass er gerne bereit sei 50 cent mehr zu bezahlen = keine änderung des konsumverhaltens = kein effekt = kein contra.
 
ja klar, aber el_barto schrieb, dass er gerne bereit sei 50 cent mehr zu bezahlen = keine änderung des konsumverhaltens = kein effekt = kein contra.

Ja, der privilegierte Barto, mit dem Erdnussbutterfetisch :D

Denke aber schon, dass er diesen Gedanken zwischen den Zeilen hatte, obwohl er ihn nicht direkt anstieß. Vielleicht befinde ich mich aber auch hermeneutisch am Holzweg.
 
Wer mag schon amerikanischen Whiskey und neue Harleys :D

Ich denke nicht, dass Erdnussbutter der große Stich ist, andere Produkte werden mehr schmerzen.

Jack Daniels ist für die Qualität jetzt schon zu teuer und wird von Strafzölle bestimmt hart getroffen, ähnlich wie Harley Davidson, die eigentlich die letzten Jahre in der EU enorm gewachsen sind. Dann aber auch bitte ihr Merchandise mit verzollen.
 
Kann mir nicht wirklich vorstellen dass das große Handelsvolumen sind im Gegensatz zu stahl z.b.

Jeans schon viel eher. :heul:

Und was macht wohl Trump als nächstes? Natürlich Autos auf die Liste setzen. Und wir dann kaugummis?

Am ende gehts halt noch 2, 3 Jahre so weiter und dann kommt sein Nachfolger der vor einem Scherbenhaufen steht und 4 Jahre braucht um alles wieder aufzuräumen. Trump wirft die Welt halt um 10 Jahre zurück, das klimabkommen finde ich aber schlimmer. Die neuen Tarifrunden werden im Stahlsevment wohl nicht mehr ganz so üppig ausfallen die Jahre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann mir nicht wirklich vorstellen dass das große Handelsvolumen sind im Gegensatz zu stahl z.b.

Bzgl. des Stahls schneiden sich die Amis wohl zum Teil ins eigene Fleisch. Die Voestalpine zB zeigt sich recht unbeeindruckt davon, zum einen haben sie Stahlwerke in den USA, die davon nicht betroffen sind und zum anderen fertigen sie Spezialstahl, auf den ihre amerikanischen Abnehmer ohnehin nicht verzichten können, sprich es dazu keine Alternativen im eigenen Land gibt.
 
Bzgl. des Stahls schneiden sich die Amis wohl zum Teil ins eigene Fleisch. Die Voestalpine zB zeigt sich recht unbeeindruckt davon, zum einen haben sie Stahlwerke in den USA, die davon nicht betroffen sind und zum anderen fertigen sie Spezialstahl, auf den ihre amerikanischen Abnehmer ohnehin nicht verzichten können, sprich es dazu keine Alternativen im eigenen Land gibt.
Wenn es kaum Wirkung hätte wäre aber doch das Geschrei nicht so groß oder? Ich kenn mich damit aber eh nicht aus, nur aus reinem Gefühl.
 
Das "Geschrei" ist so groß, weil Trump hier auf die bewährten und traditionellen Wege scheißt und willkürlich Strafzölle mit abstrusen Begründungen einführt. Der wirtschaftliche Schaden ist erstmal überschaubar. Wenn sich daraus eine Spirale von immer mehr Strafzöllen entwickelt, könnte es natürlich teuer werden. Allerdings vor allem für die USA, wenn sie sich pauschal gegen den Rest der Welt stellen.
 
Wenn es kaum Wirkung hätte wäre aber doch das Geschrei nicht so groß oder? Ich kenn mich damit aber eh nicht aus, nur aus reinem Gefühl.

Im Speziellen weiß ich es nur von der Voestalpine, die ziemlich viel Spezialstahl in die USA exportieren. Aber die sind halt auf High Tech Produkte spezialisiert, auf die ihre Abnehmer nicht verzichten können, weshalb hier die amerikanischen Partner und nicht sie ächzen.

Stahlerzeuger die jetzt nicht auf High End und Spezialprodukte spezialisiert sind, für welche es in den USA selbst keine Alternativen gibt, werden die Sache sicher anders sehen. Die europäische Stahlindustrie dürfte aber überwiegend hochspezialisiert sein.
 
Die grössten Mengen Stahl in die USA liefert China. Wenn der Absatz da jetzt nachlässt, wird China den Stahl ich in die EU liefern wollen die und damit unsere Preise torpedieren.
 
Kann mir nicht wirklich vorstellen dass das große Handelsvolumen sind im Gegensatz zu stahl z.b.

Jeans schon viel eher. :heul:

Und was macht wohl Trump als nächstes? Natürlich Autos auf die Liste setzen. Und wir dann kaugummis?

Am ende gehts halt noch 2, 3 Jahre so weiter und dann kommt sein Nachfolger der vor einem Scherbenhaufen steht und 4 Jahre braucht um alles wieder aufzuräumen. Trump wirft die Welt halt um 10 Jahre zurück, das klimabkommen finde ich aber schlimmer. Die neuen Tarifrunden werden im Stahlsevment wohl nicht mehr ganz so üppig ausfallen die Jahre.
Wat?
Was für Nachfolger nach 2 Jahren? Der wird 100% wiedergewählt.
 
Dann schauen wird doch mal wer langfristig den längeren Atem hat. Ein einziges Land, BIP ~15 Billionen Euro oder die halbe Welt, gegen die sich dieses Land stellt, BIP ~30+ Billionen Euro.
Man sollte auch nicht vergessen, dass hinter all den Spinnern auch immer noch genug Republikaner stehen, die einfach nur eiskalt kalkulieren. Und wenn die irgendwann genug wirtschaftlichen Schaden für ihren Wahlkreis oder ihren Staat sehen, finden die das nicht mehr so furchtbar lustig.

Wir haben allerdings nur 2 Jahre Zeit bis zur nächsten Wahl. Also nicht viel Zeit zum Abwarten. Wenn es nur langfristig funktioniert, sind wir unter Umständen trotzdem am Arsch.
 
Rajoy wurde vorhin gestürzt.
  • Die spanischen Sozialisten haben mit einem Misstrauensantrag gegen den konservativen Regierungschef Rajoy Erfolg.
  • Auslöser ist eine Korruptionsaffäre um Rajoys Volkspartei, in die enge Vertraute des Politikers verwickelt waren.
  • Spanien steht nun eine unsichere Zeit bevor. Sozialistenchef Sánchez wird voraussichtlich eine Minderheitsregierung anführen, die kaum handlungsfähig ist. Bald dürfte es Neuwahlen geben.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...nt-stuerzt-ministerpraesident-rajoy-1.3998126

Europa und die EU nun vor dem nächsten Untergang, @Mondknallschlumpf? :D
 
Bis zu welcher Wahl? Wer sagt was von abwarten? Und warum sind wir dann im Arsch?


Bis die nächste US Wahl in vollem Gange ist. Und dass Trump die verliert ist längst nicht ausgemacht. Im Gegenteil, seine Beliebtheit steigt derzeit (noch). Und das, was die EU bisher beschlossen hat ist nichts als ein Tröpfchen auf den heißen Stein. Das ist letztendlich nichts anderes als Abwarten.
 
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