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Lass die ganze Ausländer-Scheisse doch einfach mal aussen vor.

Ich bin 42 Jahre alt und habe das "Medieninteresse" für gewisse Delikte schon lange mit beobachtet. Auch früher schon sind Frauen vergewaltigt worden. Das ist tragisch und schlimm, keine Frage. Aber früher gab das keinen kollektiven Aufschrei in den Medien, weil sie früher mit ihrer Berichterstattung noch andere Ziele verfolgt haben. Heutzutage machen Medien Meinungen! Deswegen haben die Leute heute auch Angst vor Gewalt und Verbrechen, obwohl es objektiv betrachtet wahrscheinlich keinen, also garkeinen Grund dafür gibt.

Diese unbegründete Angst führt dazu, dass die Menschen das Vertrauen in Politik, Gerichte und Polizei verlieren. Und noch viel schlimmer, den Glauben an unsere Gesellschaft. Die Folge sind AfD und Vorbehalte gegen andere Menschen.

Wenn man einfach mal das Hirn einschaltet und mit offenen Augen durch die Welt geht wird man feststellen, dass es hier nicht gefährlicher geworden ist. Gewalt und Verbrechen gab es schon immer und zu 99,9% werden wir kein Opfer davon.

Das hat nix mit Ausländer scheiße zu tun sondern mit abstrakten brutalen Verbrechen. Egal von wem.
Aus Köln wollte auch erst niemand berichten und ich finde, das sowas berichtet werden muss. Und ja, es muss auch deutlich gessgt sein das es zum großen Teil Nordafrikaner / Asylbewerber waren. Ich will auch wissen ob in gewissen vierteln Rockerbanden für brutale Verbrechen verantwortlich sind oder irgendwelche Skinheads oder Hooligans.. und nicht daß es heißt " Menschenmenge Schlägt sich " oder sowas.
Das hat auch etwas mit der persönlichen Gefahrenvermeidung zu tun, im weitesten Sinne.
 
Und da liegt der Hund begraben, Ausländer werden sofort in einen Topf mit Hools und Skins (wohl eher Nazis, typische Skins sind recht friedfertig) geworfen.

Seine Nationalität sucht man sich nicht aus, anders als sich mit einer Szene zu identifizieren, das ist selbst gewählt und von daher auch theoretisch relevant für die Berichterstattung.

Geht es also um Rockerbanden, die sich vor Bordellen umschießen, muss man natürlich benennen, dass es sich vermutlich um Rocker handelt.

Wenn es aber um „normale“ Verbrechen geht (also szeneuntypische oder Straftaten, die nichts mit der Herkunft zu tun hat), die ein Jedermann begehen kann, dann ist es einfach völlig irrelevant, ob es der 45-jährige Peter Müller war oder Olga Svetkova oder Mahmud Al-Asani.

Früher (Obacht, nur eine subjektive Beobachtung) hat es doch auch keinen so wirklich interessiert (bzw. tut es wohl immer noch nicht), ob der Straftäter nun Deutscher, Franzose oder Schwede war. Es war im schlimmsten Fall eine Randnotiz.
Nach racial profiling für blonde Männer mit Wikingerhelm und kleine Männer mit Baguette unter dem Arm hat da keiner gerufen.
 
http://www.spiegel.de/politik/ausla...an-atomabkommen-und-sanktionen-a-1206893.html

Trump verkündet den Ausstieg aus dem Iran-Abkommen.


Oh Mann, dieser Vollidiot hat keine Ahnung, was er damit unter Umständen bewirken kann. Zum einen ganz simpel für die iranische Bevölkerung, aber auch für den kompletten mittleren Osten.

Und welches Signal soll das bitte senden? Ein Land wie der Iran ringt sich dieses Abkommen ab, hält sich nach Einschätzung aller Parteien an alle Abmachungen und dann bekommt mans trotzdem um die Ohren gehauen.

Hoffentlich, hoffentlich kommt Mueller bald mit der Vorladung zum Verhör und es geht auf das Impeachment zu. Klar, dann hat man einen fanatischen Christen als Präsidenten, aber wenigstens keinen selbstverliebten, inkompetenten und strunzdummen Orangenheini mehr.

Oder ihn soll der Blitz beim GOlfen treffen. Dann sind wir ihn auch los.
 
Im Iran gibts nur Hardliner und keine gemäßigten Kräfte. Der ganze Deal war bewiesenermassen ne Fake-Kampagne der Obama-Regierung und schon am Ende dessen Amtszeit war klar, dass der Deal vor allem den Geschäften dient. Da wir Deutschen da traditionell gute Geschäfte mit dem Iran machen, ist das Gemecker hierzulande nur verständlich. Heuchelei ist es aber, wenn Ruhani hierzulande weiterhin als liberaler Politiker gesehen wird, der nun von Trump vorgeführt wurde. Umgekehrt würde ein Schuh draus werden. Die Auslöschung Israels steht bei denen weiterhin auf der Agenda, wenn auch nicht so plakativ wie unter dem Vorgänger.
 
Wobei ich das mit den Atomwaffen ehrlich gesagt nie verstanden habe. Warum sollte es dem Iran nicht gestattet sein, Atomwaffen zu bauen?
Warum darf Iran keine Atombombe bauen?

Iran trat bereits 1970, also noch zu Zeiten des Schahs, dem Atomwaffensperrvertrag bei. Darin verpflichten sich 184 Länder ohne Atomwaffen, auf eine nukleare Bewaffnung zu verzichten. Unterzeichnerstaaten ohne Atomwaffen, also auch Iran, verbietet der Vertrag die Herstellung und den Kauf von Kernwaffen oder anderen Kernsprengkörpern. Gleichzeitig erlaubt der Vertrag sämtlichen Unterzeichnern ausdrücklich die zivile Nutzung der Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung. In Artikel IV wird die "Erforschung, Erzeugung und Verwendung der Kernenergie für friedliche Zwecke" als "unveräußerliches Recht aller Vertragsparteien" bezeichnet. Und genau darauf berufen sich die Machthaber in Teheran.

Iran könnte theoretisch aus dem Vertrag austreten, wenn es dies drei Monate vorher kundtut. Dies würde allerdings das Misstrauen der internationalen Gemeinschaft zusätzlich erhöhen und einen Militärschlag wahrscheinlicher machen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...der-atombombe-in-teherans-haenden-1.1183976-2
 
Wobei ich das mit den Atomwaffen ehrlich gesagt nie verstanden habe. Warum sollte es dem Iran nicht gestattet sein, Atomwaffen zu bauen?
In dem Abkommen, dass Trump jetzt aufgekündigt hat sind Lockerungen der Sanktionen verankert, solange Iran auf den Bau von Atomwaffen verzichtet (und weitere Auflagen erfüllt, wie z.b. Beschränkung der Anzahl Zentrifugen und Menge an angereicherten Uran).
 
Versteht mich nicht falsch, ich finde es halt nur immer ein bisschen seltsam, wenn Staaten wie die USA, Frankreich und UK, die alle über dicke nukleare Arsenale verfügen, sich empören, dass auch andere Länder nach Atomwaffen streben. Nach dem Motto: Wir sind die Guten, wir dürfen Massenvernichtungswaffen haben. Ihr seid die Bösen, ihr nicht.
 
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Versteht mich nicht falsch, ich finde es halt nur immer ein bisschen seltsam, wenn Staaten wie die USA, Frankreich und UK, die alle über dicke nukleare Arsenale verfügen, sich empören, dass auch andere Länder nach Atomwaffen streben. Nach dem Motto: Wir sind die Guten, wir dürfen Massenvernichtungswaffen haben. Ihr seid die Bösen, ihr nicht.
zumindest sind es aber stabile Staaten mit einem funktionierenden demokratischen System. :)
 
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:D
 
Außerdem ist ein Deal der verhindert dass Iran Atomwaffen baut (und sie haben sich nachweislich an die Auflagen gehalten) besser als gar kein Deal.
Wie man Trump jetzt "feiern" kann ist mir ein Rätsel. Wenn es krass läuft kann er mit dieser Entscheidung die ganze Region in den Krieg führen, nur weil er ein Idiot ist.
Exakt. Niemand behauptet, der Iran seinen irgendwie die Guten. Jedem ist klar, dass Iran trotz des Abkommens hinterrücks Terroristen finanziert und nicht "auf unserer Seite" steht.
Aber trotzdem ist/war es ein Abkommen, das die komplette Forschungs- und Produktionskette für angereichertes Uran transparent gemacht hat. Und hier hat sich der Iran an die Abmachungen gehalten und ist vom vorher verfolgten Plan, eine eigene Atombombe zu bauen, abgerückt.
Das ist das, was hier zählte, was für die Welt im Ganzen und den mittleren Osten im speziellen sehr gut war und was Trump in seiner Kurzsichtigkeit und seinem fanatischen Wahn, alles, was die Obama-Regierung hinterlassen hat zu zerstören, torpedierte.

Und das ist ja nicht alles: Gleichzeitig wurde jedem Land, das "Deals" (wie ich dieses Wort hasse) mit dem Iran eingeht, sanktioniert wird. Tja, die anderen Länder des Abkommens werden weiterhin "Deals" mit dem Iran eingehen, da das Abkommen von Seiten der EU, UK, Russland und China noch besteht. Das heißt, neben der abstrusen Aufkündigung des Abkommens hat Trump offen gedroht, so gut wie sämtliche Alliierten hart zu bestrafen...

Und ganz allgemein ist auch noch das ein Faktor, was MKS schrieb. Trump hat die komplette Glaubwürdigkeit der USA als Vertragspartner unterminiert. Wie soll man denn einem Land glauben, das wider jede Vernunft plötzlich Abkommen aufkündigt und das potenziell nach jedem Regierungswechsel einen 180 hinlegen könnte?
Direkter: Wie soll Nordkorea in den anstehenden Verhandlungen den USA auch nur ein Wort glauben?
 
Versteht mich nicht falsch, ich finde es halt nur immer ein bisschen seltsam, wenn Staaten wie die USA, Frankreich und UK, die alle über dicke nukleare Arsenale verfügen, sich empören, dass auch andere Länder nach Atomwaffen streben. Nach dem Motto: Wir sind die Guten, wir dürfen Massenvernichtungswaffen haben. Ihr seid die Bösen, ihr nicht.
Dürften andere Länder ja theoretisch auch, sie müssten nur aus dem Atomwaffensperrvertrag aussteigen.
Siehe Indien, Nordkorea, Pakistan und Israel.

Die 5 Atommächte haben diesen Vertrag initiiert und es steht jedem frei, dort mitzumachen oder eben nicht.

Die Krux an der Sache: Machst du nicht mit und bist ein unliebsames Land (wie z.B. Iran), dann bekommst du eben anderweitig Probleme.
Dass Indien oder Israel faktisch Atommächte sind, interessiert ja nicht wirklich jemanden.
 
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