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Dobrindt hat es schon richtig ausgedrückt. Wer mit so Schwachsinnsforderungen wie die Grünen in die Verhandlungen geht und sich dann als kompromissbereit darstellt, indem man von dem Blödsinn abrückt, hat nichts in einer Regierung verloren. Eine Alte mit nem abgebrochenen Theologiestudium und ein Sozialpädagoge wollen die Gesetze der Physik mit Wunschdenken aushebeln. Die linke Planwirtschaft unter Federführung der Grünen, die Einzug in den Energiemarkt erhalten hat, ist an Schwachsinnigkeit nicht zu überbieten und von der Schulpolitik in NRW will ich erst gar nicht reden.

Für soziale Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Klimaschutz stehen auch alle andere Parteien, da brauch man keine Verbots- und Bevormundungspartei wie es die Grünen sind.

Auch wenn FDP jetzt die Spielverderber zu sein scheinen, aber Jamaika wäre eh eine Totgeburt gewesen.
Grüne will bevormunden? Wie das denn?
 
Wirkt auf mich auch wie eine inszenierte Farce der Liberalen. V.a. wenn jetzt aus Unionskreisen durchsickert, dass man wohl auch bei den harten Streitthemen wie dem Familiennachzug Kompromisse mit den Grünen gefunden hatte...
Union und Grüne rückten wohl heute Nacht näher zusammen, man war schon optimistisch und dann schwirrt Lindner ab.

Ich hoffe, dass Lindner das bei Neuwahlen bitter bereut.

Und zum Thema Merkel: Würde mich extrem wundern, wenn sie freiwillig zurücktritt. Ich schätze sie immer noch als knallharte Machtpolitikerin ein. Sie wird jetzt versuchen, sich als große Mediatorin darzustellen, die wollte, dass das Konstrukt Jamaika gelingt und die Schuld auf alle anderen schieben. Und aus dieser Warte wird sie sich an die Macht klammern und bei Neuwahlen erneut antreten.
 
CSU und Grüne waren ja sogar dabei sich anzunähern, so schwachsinnig kanns also gar nicht sein. Einer politischen Partei, die halt politische Forderungen hat "Bevormundung" vorzuwerfen ist auch witzig. Dem latent agressiven Unterton nach, gehts da wahrscheinlich immer noch um Dinge, wie den eigentlich längst vergessenen "Veggie Day", der zu skurillen Forderungen der Gegenseite wie der "Schweinefleischpflicht" für Kantinen führte.

Wer wie Dobrindt diese "Hinsetzen, Maul halten, Mehrheit beschaffen!"-Mentalität an den Tag legt (die heute-show hatte am Freitag einen schier endlosen Zusammenschnitt aller seiner Interviews zu dem Thema), hat sowieso keinen Respekt vor einem Verhandlungspartner.

Und die FDP, tja, was soll man dazu sagen. Der AfD werden diese Inszenierungen stets vorgeworfen und nun kommen diese selbstdarstellerischen und selbstverliebten Kasper, wie Lindner und Kubicki um die Ecke und präsentieren uns dieses nette Theaterstück, obwohl es gerade wirklich um etwas geht.

In der Zeit eines deutlichen Rechtsrucks sich erst die anfängliche Mehrheit in der Bevölkerung, die eine Jamaika-Koaltion bevorzugt hätte, zu verspielen und sich dann in diesen Machtspielchen zu verlieren statt an einem Strang zu ziehen gibt ne Ohrfeige für alle beteiligten Parteien. Aber wenn sogar CSU und Grüne grad dabei sind sich anzunähern, so einen egomanischen Alleingang abzulieferen lässt mich nur hoffen, dass, sollte es Neuwahlen geben, es Mehrheitsverhältnisse gibt, in denen die FDP nicht benötigt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin da auch leicht geschockt. Hätte ich nicht erwartet dass Jamaika letztlich doch noch scheitert. Immerhin haben die Parteien auch ne Verpflichtung gegenüber den Wählern bzw. dem Volk. Gerade in dieser politisch nicht leichten Zeit, sollte sich jeder Politiker auch der größeren Verantwortung bewusst sein. Da darf es eigentlich nicht nur um eigene Wählerinteressen gehen, sondern es muss das gesamte Volkswohl im Blick sein. Wie die FDP sich jetzt da hin stellt empfinde ich als früher FDP-affiner Mensch als extrem negativ.

Bin halt jetzt wirklich gespannt wie die Sache ausgeht. Minderheitsregierung wäre politisch ne Katastrophe und macht imho keinen Sinn. Insofern müsste es eigentlich Neuwahlen geben. Deren Ausgang schon wieder eher ungewiss ist. Da mache ich mir schon Sorge, ob es den Rechten nicht doch gelingt weitere Stimmen abzufischen. Die FDP dürfte sich damit eher geschadet haben.
 

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Dobrindt hat es schon richtig ausgedrückt. Wer mit so Schwachsinnsforderungen wie die Grünen in die Verhandlungen geht und sich dann als kompromissbereit darstellt, indem man von dem Blödsinn abrückt, hat nichts in einer Regierung verloren. Eine Alte mit nem abgebrochenen Theologiestudium und ein Sozialpädagoge wollen die Gesetze der Physik mit Wunschdenken aushebeln. Die linke Planwirtschaft unter Federführung der Grünen, die Einzug in den Energiemarkt erhalten hat, ist an Schwachsinnigkeit nicht zu überbieten und von der Schulpolitik in NRW will ich erst gar nicht reden.

Für soziale Gerechtigkeit, Menschlichkeit und Klimaschutz stehen auch alle andere Parteien, da brauch man keine Verbots- und Bevormundungspartei wie es die Grünen sind.

Auch wenn FDP jetzt die Spielverderber zu sein scheinen, aber Jamaika wäre eh eine Totgeburt gewesen.

"Schwachsinnsforderung" ist für mich sowas wie eine PKW Maut. Bei der jeder weiß, dass sie Müll ist. Eine "Schwachsinnsforderung" ist es auch zu sagen "Wir bekennen uns zu den Klimaschutzzielen" und gleichzeitig das Reduktionsziel von 40% CO² für 2020 im Vergleich zu 1990 zur Verhandlungsmasse in Sondierungsgesprächen zu machen - so geschehen durch CDU, CSU und FDP. Die grüne "Schwachsinnsforderung" war es, das umsetzen zu wollen, was Deutschland zugesagt und auch immer wieder beteuert hat umzusetzen. Und die Grünen hatten natürlich die "Schwachsinnsforderung", dass die besonders umweltschädlichen Kohlekraftwerke dann irgendwann doch mal abgeschaltet werden und dass man sich auf einen Fahrplan einigt, wann die Kohle ausläuft. Diese Forderung ist so "schwachsinnig", dass ~80% der Bevölkerung dafür sind.
Wenn es nach der FDP ginge, hätte es sowas wie das EEG niemals gegeben. Ergo auch keine deutsche Energiewende*. Ergo kein Klimaschutz.


* Ja, ich weiß, dass die FDP daran glaubt, dass der unglaublich mächtige freie Markt irgendwie von alleine dazu geführt hätte, dass PV von ~1€/KWh auf 10 Cent/KWh fällt, aber das haben sie recht exklusiv.
 
@Mondknallschlumpf

An der bisherigen Reaktion der Börse heute, sieht man doch nur wieder, wie aufgehitzt diese aktuell ist. Um nicht zu sagen, was das schon für ne Blase ist. Typisches Zeichen dafür. Schlechte Nachrichten wirken sich einfach überhaupt nicht mehr auf den Kurs aus und positive lassen ihn nur weiter steigen. Quasi das umgekehrte Prinzip wie vor ein paar Jahren als sie am Boden war. Da wirkten sich gute Nachrichten nicht mehr aus und positive ließen den Kurs nur noch weiter fallen. Ich bin da inzwischen extrem vorsichtig geworden. Thema Nachkaufen stellt sich mir aktuell auch nicht mehr.
 
Ich will eigentlich auch nur Siemens knapp unter 100, das wird aber wohl auf absehbare Zeit nicht mehr passieren :D. Der Rest läuft eh über Sparpläne. Blase würde ich aber noch nicht sagen. Die Wirtschaftsdaten sind zumindest aktuell weltweit besser als erwartet und durch die laxe Geldverteilung gibt's keine Alternativen zur Börse. Auch weil alle anderen Anlageformen tot sind.
 
Ein guter Kommentar von Prantl, dem ich – wieder mal – fast vollkommen zustimme.

Deutschland braucht jetzt eine große Koalition

Dass die FDP die Jamaika-Sondierung platzen lässt, ist verantwortungslos. Der Riss, der durch das Land geht, muss nun doch mit einer großen Koalition überbrückt werden.

Die Lindner-FDP hat die Sondierungsgespräche dazu missbraucht, um sich nach Vorbild des ehemaligen FPÖ-Chefs zu "haiderisieren" - um dann gegebenenfalls bei einer Neuwahl der AfD Stimmen wegzunehmen. Parteichef Lindner wollte potenziellen AfD-Wählern zeigen, dass sie auch bei seiner FDP gut aufgehoben sind. Es war der bemerkenswerteste Satz dieser Sondierungsgespräche, dass CSU-Chef Seehofer darüber klagte, die FDP versuche in der Flüchtlingsfrage, die CSU rechts zu überholen.

Wahrscheinlich glaubt FDP-Chef Christian Lindner jetzt, seine Partei sei nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche die einzige, die profiliert dasteht. Es kommt aber nicht darauf an, dass man irgendein Profil hat, sondern welches Profil man hat. Die Lindner-FDP hat nun das Odium der Verantwortungslosigkeit. Wenn man das Profil nennen will - dann bitte. Dann steht die FDP nach der gescheiterten Jamaika-Koalition als die Partei der profilierten Verantwortungslosigkeit da. Vielleicht meint Lindner, er könne auf diese Weise - à la Sebastian Kurz in Österreich - ganz nach oben kommen. Vielleicht meint er, er könne auf diese Weise das erreichen, was Westerwelle verfehlt hat. Vielleicht hält er sich jetzt für eine Lichtgestalt. Er ist eine Irrlichtgestalt.

Nach dem Scheitern von Jamaika heißt die Alternative: große Koalition oder Neuwahl. Alle anderen Optionen - eine rot-rot-grüne Koalition plus FDP, Schwarz-Gelb plus AfD - muss man gar nicht erst diskutieren. Eine Minderheitsregierung? Machbar, aber derzeit nicht probat. Also: große Koalition oder Neuwahl. Was bringt eine Neuwahl? Höchstwahrscheinlich wenig Änderung. Außerdem kann man nicht einfach so lang wählen lassen, bis das Ergebnis passt. Also bleibt die große Koalition. Die große Koalition ist nicht schlecht für das Land, sie hat ordentlich regiert - aber sie hat die SPD zerrieben.

Kann man der SPD trotzdem dazu raten? Man kann. Die Situation ist jetzt eine andere als vor zwei Monaten. Damals war es richtig zu sagen, dass demokratische Verantwortung auch Opposition heißen kann. Und damals war es richtig zu sagen, dass die Sozialdemokraten eine gute Opposition machen. Aber Opposition kann man nur sein, wenn es eine Regierung gibt. Wenn die Regierungsbildung scheitert und scheitert - dann muss man sich überlegen, ob die getroffene ehrenwerte Entscheidung, die Opposition zu bilden, noch gilt. Die politische Geschäftsgrundlage hat sich nach dem Scheitern von Jamaika geändert. Die SPD muss die Dinge neu überlegen - der Bundespräsident, der die Verfassung dieser Partei so gut kennt, muss Anregungen geben. Die SPD muss jetzt mehr Verantwortung zeigen als die verantwortungslose FDP.

Kurt Tucholsky hat vor fast hundert Jahren das Lied vom Kompromiss geschrieben, Hans Eisler hat es vertont. Das war 1919. Tucholsky hat sich darin über den Kompromiss lustig gemacht, er hat ihn veralbert, er hat so getan, als seien Kompromisse das Blödeste, was es gibt. Es war, das muss man so sagen, ein undemokratisches Lied. Es war damals freilich ein Lied, mit dem Tucholsky die neuen linken Kräfte davor warnte, sich mit den alten reaktionären, antidemokratischen und monarchistischen Kräften einzulassen. Das war damals verständlich und richtig. Heute ist das anders, ganz anders. Eine Demokratie unter Demokraten ist ohne Kompromiss nicht zu machen. Die Koalitionsgespräche sind letztlich daran gescheitert, dass sich die FDP aus Selbstinszenierungsgründen und um bei einer eventuellen Neuwahl gut dazustehen dem ernsthaften Kompromiss verweigert.

Das Tucholsky-Lied, das den Kompromiss verdammt und das heute so falsch klingt, hat gleichwohl einen Schluss, der leider immer noch oder schon wieder gilt: Und durch Deutschland geht ein tiefer Riss - dafür gibt es keinen Kompromiss. Die FDP hat diesen Riss nicht verkleinert, sondern vertieft. Jetzt müssen Union und SPD die Brücke schlagen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...dierungen-nun-doch-grosse-koalition-1.3757048

Ansonsten bleibt mit nicht viel mehr zu sagen. Außer: Fi** dich, Lindner.
 
Nicht wieder GroKo!

Meine Prognose bei NW:
SPD gewinnt hinzu.(+ 5 % +X)
Grüne legen zu.(+2,5% +X)
CDU stagniert.
FDP verliert. (wegen mir können die Spinner auch ganz verschwinden!)
Linke legen leicht zu.
AFD legt NICHT weiter zu und verliert hoffentlich viel!
 
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