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Ok, aber was bringt es, wenn wir Personen und Maschinen dahin schaffen, diese aber ständig von Boko Haram etc. pp platt gemacht werden?!
"Ständig"? Du weißt schon, wo Boko Haram aktiv ist. Als würdest du Europa Hilfe verwehren wollen, weil im Baskenland die ETA aktiv ist.

Und genau deswegen ist Hilfe notwendig, Terror fußt immer auf schwachen staatlichen Institutionen und Behörden, Armut, wenig Bildung etc.
Deswegen Hilfe verweigern zu wollen, würde genau den gegenteiligen Effekt erzielen und Organisationen wie der Boko Haram nur in die Hände spielen.
 
Natürlich funktioniert das. Man könnte (ganz grob) die regionale Landwirtschaft wesentlich besser unterstützen und mehr Know-How und Beratung zur Seite stellen und dabei die regionalen und nationalen Interessen vertreten und nicht die Interessen deutscher Unternehmer und Firmen.

Mal ein ganz plakatives Beispiel: Ich helfe kurzfristig afrikanischen Regionen mit günstigen Lebensmittelimporten (man vertritt also mehr die eigenen Interessen, da man seine Abfallprodukte noch gewinnbringend verkaufen kann), mittel- und langfristig gesehen zerstört man damit aber die komplette (kleinbäuerliche) Landwirtschaft, was wiederum zu steigenden Lebensmittelpreisen, mehr Armut, weniger Bildung etc. pp. führt.

Das ist sogar Realität, wie ich letztens in einem Artikel gelesen habe.

Die EU-Länder exportieren ihre subventionierten "Überschuss"-Lebensmittel nach Afrika, die dort sogar wirklich günstig angeboten werden. Dummerweise so günstig, dass alle einheimischen Produkte teurer sind und somit vergammeln.

Ist wie mit Nestlé und Wasser...

Eigentlich ein perverser Zustand.
 
Das Problem ist wie kriegt man die Bildung zu den Menschen, wenn Diktatoren und Warlords von USA, Russland, China und auch der EU hofiert werden. Die Mittelmeerroute wurde auch nur mit Hilfe lybischer Warlords geschlossen, die von der EU bezahlt werden.

http://www.bento.de/politik/libyen-...mithilfe-von-warlords-der-brigade-48-1642138/
absolut richtig, das ist die frage. es gibt keine einfache lösung dafür. es wird aber eine lösung geben müssen, sonst haben wir alle ein problem.
 
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: wir haben im Moment einfach keine andere Möglichkeit als uns vor Wirtschaftsflüchtlingen abzuschotten, da ja auch das sehr oft kritisiert wird.
 
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: wir haben im Moment einfach keine andere Möglichkeit als uns vor Wirtschaftsflüchtlingen abzuschotten, da ja auch das sehr oft kritisiert wird.
Und würde das überhaupt Sinn machen? Aus den Augen, aus dem Sinn?

Diese Menschen werden auch weiterhin flüchten. Egal wohin, Hauptsache ein besseres Leben und eine Zukunft.
Deshalb bringt es nichts, sich abzuschotten, man würde nur mehr Leid und Elend erzeugen.

Wir haben doch alle Mittel dazu, ein ordentliches Einwanderungsgesetz würde natürlich vieles erheblich einfacher und besser machen.
Aber wenn "Wirtschaftsflüchtlinge" (ich benutze es zur Einfachheit mal, auch wenn ich es strikt ablehne) flüchten und hier landen, dann hätten wir die Werkzeuge, dieser Person entweder hier ein Leben zu ermöglichen (Stichwort Einwanderungsgesetz) oder diese Person wieder abzuschieben (ob einem das nun gefällt oder nicht).

Und bitte keine Argumente à la "es funktioniert doch nicht" und "man wird die nie mehr los".
Erstens: Doch, wird man.
Zweitens: Wenn nicht, liegt es an "uns", geltende Gesetze ordentlich durchzuführen und nicht die Ärmsten der Armen darunter noch mehr leiden zu lassen (Stichwort Abschottung und die daraus resultierenden Folgen).
 
Interessehalber: Welches Gesetz kann den Staat dazu ermächtigen, eine Person abzuschieben, die keine Papiere besitzt, also keiner nachprüfen kann, woher die Person wirklich kommt und welcher Staat wird dann dazu gezwungen, besagte Person aufzunehmen?
 
Interessehalber: Welches Gesetz kann den Staat dazu ermächtigen, eine Person abzuschieben, die keine Papiere besitzt, also keiner nachprüfen kann, woher die Person wirklich kommt und welcher Staat wird dann dazu gezwungen, besagte Person aufzunehmen?
Man versucht dann durch andere Hilfsmittel herauszufinden (Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden, Erkennung der Sprache/Dialekt und andere Eigenschaften), woher die Person stammen könnte. Nur weil eine Person ihren Pass vernichtet, ist sie ja nicht automatisch staatenlos.
 
nur dass leider in der Regel das Herkunftsland kein sonderliches Interesse an der Wiederaufnahme hat. Das kann sich dann ziehen wie Kaugummi, bis ein entsprechend handfester Beweis gefunden worden ist.

Auf dem Papier mag das super klingen, in der Umsetzung ist das leider nicht alles so einfach und mit einem enormen Mehraufwand verbunden, nicht nur von eigener Seite, sondern von allen beteiligten Staaten. Und von dem Punkt sind wir noch meilenweit entfernt, weil jeder natürlich erstmal auf sich selbst schaut.
 
nur dass leider in der Regel das Herkunftsland kein sonderliches Interesse an der Wiederaufnahme hat. Das kann sich dann ziehen wie Kaugummi, bis ein entsprechend handfester Beweis gefunden worden ist.

Auf dem Papier mag das super klingen, in der Umsetzung ist das leider nicht alles so einfach und mit einem enormen Mehraufwand verbunden, nicht nur von eigener Seite, sondern von allen beteiligten Staaten. Und von dem Punkt sind wir noch meilenweit entfernt, weil jeder natürlich erstmal auf sich selbst schaut.
Tja, dann ist das eben so, damit muss man leben. Dann muss man eben versuchen, diese Problem zu lösen, wenn sie vorkommen.
Für mich (und für die meisten Staaten zum Glück) noch kein Argument, um für eine totale Abschottung zu sorgen.
 
Mir wäre es halt lieber, wenn etwas vorausschauender geplant wird, sodass offensichtliche Probleme vielleicht gar nicht erst auftauchen. Absolute Sicherheiten gibts so natürlich auch nicht, aber von Aktionismus, der immer mehr und mehr Probleme mit sich zieht, die dann erstmal gelöst werden müssen, anstatt sich im vorhinein ein vernünftiges Konzept zu überlegen, hab ich die letzten Jahre genug gehabt. Gerade dafür steht meiner Meinung nach Merkels Politik wie keine andere: Probleme dann lösen, wenn sie uns direkt berühren. Vorausschauend den Weg für eine bessere Zukunft ebnen und Risiken eingehen? Nein danke. Solang sich nichts verschlimmert, ist alles bestens. Nur leider wird das meiste nicht gerade besser zur Zeit...
 
Mir wäre es halt lieber, wenn etwas vorausschauender geplant wird, sodass offensichtliche Probleme vielleicht gar nicht erst auftauchen. Absolute Sicherheiten gibts so natürlich auch nicht, aber von Aktionismus, der immer mehr und mehr Probleme mit sich zieht, die dann erstmal gelöst werden müssen, anstatt sich im vorhinein ein vernünftiges Konzept zu überlegen, hab ich die letzten Jahre genug gehabt. Gerade dafür steht meiner Meinung nach Merkels Politik wie keine andere: Probleme dann lösen, wenn sie uns direkt berühren. Vorausschauend den Weg für eine bessere Zukunft ebnen und Risiken eingehen? Nein danke. Solang sich nichts verschlimmert, ist alles bestens. Nur leider wird das meiste nicht gerade besser zur Zeit...
Natürlich, das wäre das Beste.

Aber sowas braucht Zeit und Geduld und ob's funktioniert ist auch nicht sicher.
Von daher muss man trotzdem das tun, was nötig ist. Und das heißt keine Abschottung, sondern eine menschenwürdige Politik.
 
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Auch wenn ich kein Freund Bushidos bin (und das Interview auch z.T. abstrus ist), erstaunlich gut, wie er es schafft von Storch auseinanderzunehmen.

Beispiel gefällig:
Bushido: "Meinen Sie jetzt die Essenskultur auf Schweinefleisch bezogen?"
Von Storch: "Das sind Beispiele, dafür, dass wir uns anpassen müssen."
Bushido: "Aber was ist denn mit Veganern? Mit christlichen Veganern? Das ist doch noch viel komplizierter."
Von Storch: "Der Unterschied ist nur, dass die nicht den Anspruch haben, dass die ganze Küche umgestellt wird."
Bushido: "Doch. Die Küche muss umgestellt werden für einen Veganer, für einen Vegetarier, für einen Juden – die essen nämlich auch kein Schweinefleisch. Da ist der Islam doch kein Problem."
Von Storch: "Wir haben das Problem mit den Muslimen am intensivsten. Und wir fangen an, das Schweinefleisch direkt zu streichen. Das hat dramatische Folgen für Teile der deutschen Bevölkerung. Das gehört irgendwie mit auch zu unserer Kultur."
Bushido: "Mh, also die Kultur mit Schweinefleisch zu definieren. Es ist doch bewiesen, dass Schweinefleisch sowieso ungesund ist."
Von Storch: "Ich ess es auch nicht gerne. Also ich ess es, aber nicht besonders gerne."
 
Denen ist halt keine Parole und kein Thema zu dumm, um Ressentiments gegen Muslime zu schüren.

Bei homophoben Demos dabei sein, aber dann den CSD loben, weil es sowas in muslimischen Ländern ja nicht gibt.
Schweinefleisch selber nicht mögen, aber durch den Verzicht darauf von Muslimen dramatische Folgen für die deutsche Bevölkerung fürchten.
Sich selbst immer als Opfer sehen, aber dann alle Muslime und Flüchtlinge in einen Topf werfen.

Unausstehliche Frau.
 
Unausstehliche Frau.

Das trifft es nicht wirklich.

Aber was ich erst heute Morgen im Radio gehört habe...

Abstammung ist ein zentrales Thema für die Politik von der AfD Vize-Vorsitzenden Beatrix von Storch. Gerne hätte sie weniger Fremde und Fremdes in Deutschland. Wie steht es um ihre eigene Abstammung? Welchen Einfluss hat diese auf ihre Politik? Ein Politiker, der so viel Wert auf Herkunft legt, muss sich diese Frage gefallen lassen. Beatrix von Storchs Großvater war von 1933 bis 1945 Adolf Hitlers Finanzminister: Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk.
 
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