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Mittlerweile können sie imo nur noch abwarten und hoffen. Militärische Optionen wären vielleicht vor 7-8 Jahren noch möglich gewesen, aber das kann man jetzt knicken. Es sei denn, man ist bereit, das Land mit einem Schlag vollständig auszulöschen.
 
China wird am Ende auch der Schlüssel sein. Weitere Drosselungen oder gar das Einstellen von Öl- und Treibstofflieferungen, um den Druck auf Kim und seine Eliten zu erhöhen.
Der normalen Bevölkerung schadest du damit relativ wenig, Schmuggelrouten zwischen China und Nordkorea könnten weiterhin nur semi-überwacht bleiben.

So langsam erkennt China aber auch (zumindest werden die Stimmen immer lauter), dass ein atomar bewaffnetes Nordkorea den Interessen von China massiv schadet.

In der Theorie wäre es ja ganz einfach: Man drosselt Lieferungen nach Nordkorea, die Eliten machen Kim Druck und am Ende könnte man Verhandlungen führen über das Einstellen oder zumindest Zurückfahren des Atomprogramms.
Das Problem ist halt, dass die Eliten mit dem Regime wohl so eng verbunden sind, dass es nicht klappen könnte.
Und wer nichts zu verlieren hat, hat auch keine Angst oder muss Rücksicht nehmen.

Wo wir wieder bei den Atomraketen wären, die Nordkorea sicher nicht mehr hergeben wird.
Kim ist ja durchaus intelligent, er wird schon gesehen haben, was ein Aufgeben des Atomprogramms in Libyen und Irak zur Folge hatte –> Einmarsch von US-Truppen im Irak, Gaddafi wurde von einer westlichen Allianz gestürzt.

Die Atomwaffen sind also – mehr oder weniger – in der Theorie das Überlebensmittel für das Regime.
Jetzt bleibt halt die Frage: Lässt man ihnen das oder will man es verhindern, dass Nordkorea quasi eine kleine Atommacht wird?

Zum Glück muss ich das nicht entscheiden.
 
Invasion ist Scheiße, abwarten ist scheiße. Beide Optionen könnten möglicherweise Abertausenden oder Millionen Menschen das Leben kosten.

Die eine Option wird sofort und unter Garantie unweigerlich viele Menschenleben kosten und die andere hat das Potential es vielleicht irgendwann zu tun - allerdings auch die nicht zu geringe Möglichkeit, dass diese Waffen nur zur Abschreckung gehalten werden, solange das mit der Diplomatie funktioniert. Option #1 ist für mich daher völlig indiskutabel.
 
Hätte es das? Denkst du wirklich, dass sich irgendjemand auf die Seite Nordkoreas stellen würde? China distanziert sich mehr und mehr, die würden sich wohl eher raushalten.
Und Russland... Jo, Putin provoziert halt mal wieder, aber der ist nicht dumm und würde den globalen Krieg anzetteln, weil jemand nen verrückten Diktator mit Atomwaffen entmachten will.
China wird es imo auf keinen Fall wollen, dass die USA die beiden Koreas unter ihrer Führung vereinen. Dann stünde US-Militär direkt an der chinesischen Grenze. Das wird China verhindern wollen.
Sonst hätten sie Nordkorea schon längst ernsthafter mit Konsequenzen gedroht.
 
Wenn nichts getan wird, dann wird irgendwann etwas passieren und dann wird man sich wieder fragen wieso nichts getan wurde. Fakt ist, die Rakete am Dienstag hätte auch Japan treffen können, wenn sie es gewollt hätten. Dann wäre jetzt der Donni in NK einmarschiert.

Und wenn jetzt etwas getan wird, dann ließe sich ein Gegenschlag leider auch nicht vermeiden.

Beides doof. Abwarten und das beste ist aber trotzdem die bessere Variante.
 
Naja, wenn das vorrangige Ziel Nordkoreas wäre, Südkorea oder Japan zu attackieren, dann hätten sie das schon lange vorher machen können.

Der Hauptgrund Nordkoreas für das Säbelrasseln und Aufrüsten bleibt der Selbsterhalt. Gerade jetzt, wo auch der Goodwill Chinas gegenüber Kim immer weniger wird, wäre es noch verheerender für Nordkorea, einen Erstschlag durchzuführen.
 
Man darf aber nicht davon ausgehen, dass sie so denken wie wir. Die sind so abgeschottet, dass es für uns nur sehr schwer zu verstehen ist, was da wirklich abgeht.
 
Man darf aber nicht davon ausgehen, dass sie so denken wie wir. Die sind so abgeschottet, dass es für uns nur sehr schwer zu verstehen ist, was da wirklich abgeht.
So würde ich das gar nicht mal sehen und an sich ist Kim gar kein schlechter Diktator, mal ganz zynisch gesprochen.

Ein ganz interessanter Kommentar aus der SZ:
Es ist Zeit für eine neue Nordkorea-Politik

Der abermalige Atomtest Pjöngjangs ist eine Aufforderung zum Gespräch an die USA. Es wurde schon viel zu viel Zeit vergeudet.

Kommentar von Christoph Neidhart, Tokio

Schlechtes Benehmen darf nicht belohnt werden. Diesem pädagogischen Kindergarten-Prinzip folgen die USA und ihre Verbündeten mit ihrer Nordkorea-Politik. Präsident Barack Obama ignorierte die Provokationen Pjöngjangs, so weit das ging, er nannte das "strategische Geduld" und setzte auf verschärfte Sanktionen. Japans Premier Shinzo Abe und Südkoreas geschasste Präsidentin Park Geun-hye wollten Diktator Kim Jong-un bestrafen, wie sie explizit sagten. Und US-Präsident Donald Trump lobte Kim vor einigen Tagen für eine brave Phase, nachdem Nordkorea einige Wochen keine Rakete testete, er zeige endlich Respekt.

Wenige Tage danach ließ Kim eine Rakete über Japan schießen, am Sonntag zündete der Norden wohl seinen sechsten Atomtest. Jetzt wird wieder nach schärferen Sanktionen gerufen. Dabei hat es sich längst gezeigt, dass Sanktionen nichts erreichen. Die chinesisch-nordkoreanische Grenze wäre selbst gegen den Willen der chinesischen Regierung durchlässig, an Russland ist Nordkorea per Bahn angebunden. Zudem hat das Land zwei lange Küsten. Nordkorea mag vom Westen isoliert sein, aber es pflegt Verbindungen mit südostasiatischen und afrikanischen Staaten.

Kim Jong-un ist kein Dreikäsehoch in der Trotzphase, kein pubertierender Halbstarker und auch kein Verrückter, sondern ein kühl kalkulierender Diktator, der seine schlechten Karten geschickt spielt. Experten sagen von ihm, er sei der bessere Politiker als sein Vater Kim Jong-il. Man sollte sich von der überdrehten Rhetorik seiner Propaganda nicht täuschen lassen, er scheint genau zu erkennen, wie weit er gehen kann. Und ohnehin gibt es in der Geschichte kaum ein Beispiel dafür, dass ein Land mit Strafen zu Wohlverhalten gezwungen worden wäre.

Es ist nur noch Wunschdenken, Nordkorea gebe sein Atom- und Raketenprogramm auf. Und es wird mit jedem Atom- und Raketentest unwahrscheinlicher. Als das Programm in seinen Anfängen steckte, war das vielleicht noch möglich. Es ist auch Wunschdenken, China könnte Nordkoreas Atomprogramm stoppen. Pjöngjangs Misstrauen gegenüber Peking ist fast so groß wie jenes, das Kim gegenüber den USA hegt.

1994 einigten sich die USA und Nordkorea auf das "Genfer Rahmenabkommen". Jene, die dabeigewesen sind, vergleichen die Vereinbarung mit dem Nuklearabkommen mit dem Iran. Sie sei nicht perfekt gewesen, aber sie schuf ein Forum für Gespräche und Vertrauensbildung und brachte Pjöngjangs Atom-Ambitionen fast zum Stillstand. US-Präsident George W. Bush hat das Abkommen platzen lassen. Sein Vize Dick Cheney fabulierte offen über einen militärischen Präventivschlag und forderte den Regime-Wechsel. Daraus und aus dem Sturz von Saddam Hussein und Muammar Gaddafi haben die Kims ihre Lehren gezogen.

Die USA können das Regime in Pjöngjang nicht stürzen, ohne einen Krieg zu provozieren. Ziehen sie die Lehren aus ihrer jüngeren Geschichte, können sie einen Sturz des Regime auch nicht wollen. Das gewaltsame Ende von Saddam Hussein und Gaddafi hat den Alltag der Menschen dort nicht verbessert, die Menschenrechte auch nicht. Die Sicherheit der ganzen Region schon gar nicht. Das wäre nicht anders, wenn Washington den Kollaps des nordkoreanischen Regimes herbeiführen würde.

Der Atomtest vom Sonntag ist, so paradox das klingen mag, eine Aufforderung zum Gespräch. Bush und Obama haben viel zu viel Zeit vergeudet. Pjöngjang wird mit jedem weiteren Atomversuch und jedem Raketenstart dreister. Kim wird anders als sein Vater im letzten Jahrzehnt eine rasche Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel als Ziel nicht mehr akzeptieren, schon gar nicht als Vorbedingung für Gespräche. Washington wird sich in einer ersten Phase mit dem Einfrieren der Programme begnügen müssen. Und seinerseits erhebliche Konzessionen machen müssen. Die Alternative ist eine Fortsetzung der Provokationen. Oder Krieg.

Kindergarten-Pädagogen deuten schlechtes Benehmen heute als Alarmsignal, dem man mit Strafen und Ignorieren nicht beikommt. Es ist Zeit, dass die Nordkorea-Politik des Westens das auch lernt.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...it-fuer-eine-neue-nordkorea-politik-1.3651370
 
China wird es imo auf keinen Fall wollen, dass die USA die beiden Koreas unter ihrer Führung vereinen. Dann stünde US-Militär direkt an der chinesischen Grenze. Das wird China verhindern wollen.
Sonst hätten sie Nordkorea schon längst ernsthafter mit Konsequenzen gedroht.

Halte mich eigtl aus den Politikforum raus, einer Seite wegen extremer Ansichten andererseits auch evtl weil ich meine zu wenig zu wissen. Mit extremen Ansichten meinte ich z.b das man sowas garnicht erst hätte soweit kommen lassen dürfen. Aktuell ist das ganze doch ein Pulverfasses, zwei Freunde und ich selber haben schon vor paar Monaten gedacht das es spätestens jetzt schon Krieg gibt.

So mal zum Zitat von dir :D

Wollte eigtl nur mal das Statement abgeben und hier reinwerfen das ich es ein Unding finde, das sowas heute ein Problem ist. Klar könnte dann Amerika militärisch direkt ins Land. Ist aber in etwa so wahrscheinlich wie ein Half Life 3.

Wodrauf ich hinaus will geht es nur mir so, dass ich das Gefühl habe in dieser Beziehung ist die Welt keinen Schritt weiter? Ist ja eigtl traurig das wir bzw die Leute die was Zusagen haben immer noch in so einer Welt leben.

Statt einen Diktator gemeinsam zum Fall zu bringen, wohlgemerkt ist es ja kein vermuten sondern durch Beweise untermauert.

Habe immer das Gefühl je nach dem ob man falsch mit diesem kleinen Mistvieh umgeht, die anderen Länder das als guten Grund nehmen selber Terror gegen ein Land anzufangen.
 
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Da möchte man fast CSU wählen.
Scheuer ist übrigens der, der entgegen unserer Verfassung Migranten ohne Gerichtsverfahren aus dem Land werfen will.
 
giphy.gif


Ich kann's langsam wirklich nicht mehr hören. Du kannst hier in Deutschland wohl so viel Müll verzapfen, wie einem lieb ist und findest immer noch genügend Leute, die das auch so finden.

Die Meinung einer kleinen Minderheit vertreten und sich dann wundern, warum die Mehrheit mit einer anderen Meinung da nicht applaudiert. Gerade DAS ist doch Demokratie.
Gerade die, die sich immer in die Opferrolle begeben ("meine Meinung wird unterdrückt") wollen doch gar keine Diversität an Meinungen.
 
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Da möchte man fast CSU wählen.

Gutes Beispiel dafür, dass es in der Vergangenheit ein Fehler war, die AFD zu Diskussionen nicht einzuladen. Mit ein bisschen Glück gehen sie nach der Hälfte der Zeit von selbst.
 
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Ich kann's langsam wirklich nicht mehr hören. Du kannst hier in Deutschland wohl so viel Müll verzapfen, wie einem lieb ist und findest immer noch genügend Leute, die das auch so finden.

Die Meinung einer kleinen Minderheit vertreten und sich dann wundern, warum die Mehrheit mit einer anderen Meinung da nicht applaudiert. Gerade DAS ist doch Demokratie.
Gerade die, die sich immer in die Opferrolle begeben ("meine Meinung wird unterdrückt") wollen doch gar keine Diversität an Meinungen.

Es geht nicht darum einer Meinung zu sein, sondern den demokratischen Diskus zu finden und zu führen. Und den sehe ich in der Runde nicht
Das würde Tags zuvor deutlich besser gemacht wenn man auch Mal ordentlich redet und nicht ständig auf einen eindrischt
 
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