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Dazu sollte man vielleicht mal die Zahl der Ausreisepflichtigen ins Verhältnis stellen - die dürfte nämlich locker im sechstelligen Bereich liegen...
Laut Welt sind es 280.000 Ausländer, obwohl "nicht alle der 280.000 Menschen überhaupt in Deutschland sind. Der Sprecher wies zudem darauf hin, dass viele ausreisepflichtige Ausländer eine Duldung haben.
Eine Sprecherin des BKA wies allerdings nach Angaben von HR Info darauf hin, dass ein Teil der Gesuchten bereits abgeschoben worden sei. In solchen Fällen seien die Ausländer im System Inpol registriert, um sie bei illegaler Wiedereinreise sofort zu erkennen. Wie viele der Gesuchten das betrifft, teilte das BKA demnach nicht mit.
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte ebenfalls, die 280.000 Ausländer seien nicht allesamt mit dem Zweck der Abschiebung ausgeschrieben. Die Ausschreibung stehe im Zusammenhang mit einer „ausländerrechtlichen Maßnahme“, das könne eine Abschiebung sein, aber etwa auch eine Einreisesperre."

Wie viele es nun effektiv sind, lässt sich nicht sagen.
Deutschlandfunk sagt etwas von ca. 50.000 Ausländern, die ausreisepflichtig wären.
 
Ich finds nachwievor so unverständlich wie in Zeiten von Computern und Internet ein Asylantrag nicht binnen 2 Wochen bearbeitet werden kann. Selbst wenn die Manpower fehlt, was spricht dagegen Leute einzustellen? Ist doch für beide Seite eine absolut beschissene Situation.
 
Es gibt genug gute Leute in der Politik. Die Meisten unterschätzen allerdings, wie kompliziert Politik tatsächlich ist - einer Gründe, warum Quereinsteiger und Laien durch die Bank weg scheitern.

Politiker haben es genauso schwer wie alle Führungskräfte, denn "die da oben, wissen gar nicht bescheid, insbesondere nicht über die da unten"..
Führungskräfte sind eh´ alle doof, weil die meisten Angestellten es besser wissen :deal:

:fp:
 
Ich finds nachwievor so unverständlich wie in Zeiten von Computern und Internet ein Asylantrag nicht binnen 2 Wochen bearbeitet werden kann. Selbst wenn die Manpower fehlt, was spricht dagegen Leute einzustellen? Ist doch für beide Seite eine absolut beschissene Situation.

Oftmals kommen die ja ohne Papiere. Dann brauchen sie Übersetzer, die z.B. auch lokale Dialekte erkennen können und feststellen können, ob jemand wirklich aus dem Land kommt, aus dem er vorgibt zu kommen. Dann Leute mit Erfahrung und Menschenkenntnis, die die Glaubwürdigkeit der Geschichten beurteilen können. Das ist wohl das Hauptproblem. Dass man in diesen Jobs nicht viel verdient und sich Qualifizierte ohne Weltverbesserungssyndrom nicht gerade drum reißen kommt wahrscheinlich noch dazu.
 
Das betrifft straffällige Ausländer, die mindestens zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt wurden. Das gilt z.B. nicht für Flüchtlinge, die unter dem Schutz des Asylgesetzes stehen. Auch sind Ausländer, die in der Schweiz geboren und/oder schon länger in der Schweiz leben und arbeiten, davon befreit. Nicht, dass das die Sache irgendwie besser macht, sollte man aber imo dennoch ergänzend erwähnen.

Guter Hinweis. Wie läuft das ab, wenn man normaler nicht verurteilter Flüchtling wäre? Wäre ganz interessant.
 
Das Problem, und darüber müsste auch mal gesprochen werden, ist, dass Abschieben so oft gar nicht funktioniert.

Man kann niemanden abschieben, der entweder nicht zum Termin erscheint oder keine Papiere dabei hat. Kein Staat nimmt ohne Papiere jemanden auf, der irgendwo abgeschoben wird. Die will ja keiner haben.

Um erfolgreich abgeschoben zu werden müssen diejenigen, die abgeschoben werden, mitarbeiten. Das macht aber auch niemand freiwillig.

In der Schweiz stürmen Beamte mitten in der Nacht die Bude, nehmen die Leute in Gewahrsam, suchen die Papiere und dann geht's zum Flughafen. Ist halt 1:1 wie Deportation im schlimmsten Sinn, ist aber effizienter als das System in Deutschland.

Ist das eine Option für euch?

Ich finde, ja.
 
Jeder (!) Mensch darf Asyl beantragen.
Beantragen? Müsste man mal versuchen als Deutscher einen Antrag zu stellen. :D

Es stimmt im übrigen nicht dass jeder in Deutschland asyl beantragen kann, er kann vor dem Antrag abgelehnt werden. (Dublin III Verordnung). Er war ja vorher schon in Italien, er ist also über ein anderes EU Land eingereist welches ihm ja nicht mehr gestattet bei uns dann Asyl zu beantragen, er hätte noch an der Grenze abgewiesen werden müssen, zumindest wenn man die Verordnung eben umsetzt, über die muss man sich natürlich streiten, die ist ja ziemlich mies geschrieben aber das ist ein EU Problem und das ist ja das Problem.
 
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Wie soll denn etwas abgelehnt werden, das noch gar nicht beantragt wurde?
Er hätte ihn gar nicht stellen dürfen weil er nicht ins Land gedurft hätte. Hier agieren die Behörden einfach nicht miteinander. Kann es sein dass Deutschland die Verordnung so oder so ignoriert? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Nach den Infos hätte er aber kein Asyl beantragen dürfen da er dies ja schon in einem anderen Land getan hat, ist doch ganz einfach.
 
Er hätte ihn gar nicht stellen dürfen weil er nicht ins Land gedurft hätte. Hier agieren die Behörden einfach nicht miteinander. Kann es sein dass Deutschland die Verordnung so oder so ignoriert? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Nach den Infos hätte er aber kein Asyl beantragen dürfen da er dies ja schon in einem anderen Land getan hat, ist doch ganz einfach.
natürlich darf er einen asylantrag stellen. wie mingo schon sagt: das darf jeder. möglicherweise wird er dann aus den von dir genannten gründen abgelehnt. aber dazu muss er ihn nunmal stellen und da gibt es afaik nichts, was dies verbietet.
 
http://diepresse.com/home/politik/a...ahrelang-den-Behoerden-entwischte?xtor=CS1-15

Was für ne rießengroße Farce das ist. Unglaublich.

Gibts eigentlich einen driftigen Grund, warum man für den Antrag auf Asyl keinen Ausweis braucht? Mir ist schon klar, dass man im Falle einer Flucht nicht immer zu seinem Reisepass kommt, aber das sollte eigentlich mehr die Ausnahme als die Regel sein. IMO baut das jetzige System zwar auf Zugeständnissen und Zuvorkommen auf, wird aber anscheinend doch stark missbraucht. Wies halt leider so oft in allen Bereichen des Lebens ist...
 
natürlich darf er einen asylantrag stellen. wie mingo schon sagt: das darf jeder. möglicherweise wird er dann aus den von dir genannten gründen abgelehnt. aber dazu muss er ihn nunmal stellen und da gibt es afaik nichts, was dies verbietet.
Nein das ist falsch, er darf an der Grenze abgelehnt werden. Ich will auch gar nicht sagen dass man das muss weil die Dublin Verordnung einfach nicht gerecht ist bzw. ich es so empfinde dass man nur dort Asyl beantragen darf über welches Land man kommt, kenn allerdings auch nicht die Geld Vorteile dieser Länder die dafür unterstützt werden.
 
Beantragen? Müsste man mal versuchen als Deutscher einen Antrag zu stellen. :D

Das kannst du jederzeit tun und der wird dir sogar mit rechtsmittelfähigem Bescheid abgelehnt. Und die Begründung wird - große Überraschung - §1 Absatz 1 des Asylgesetzes sein :ugly:

§ 1: Geltungsbereich
(1) Dieses Gesetz gilt für Ausländer, (...)

Danach geht es zwar noch weiter, aber das ist für einen Deutschen dann schon nicht mehr relevant ;)
 
Es ist die Frage ob ich es überhaupt zum Antrag schaffe. :ugly: Ich bezweifel dass mir dieser ausgehändigt werden würde wenn ich angebe dass ich Deutscher bin. :D Die Frage ist ob ich in Italien Asyl beantragen könnte aber da der direkte Weg versperrt ist müsste ich z.B. in Österreich Asyl beantragen aber hier gings ja eh nur darum ob der Tunesier hier Asyl beantragen hätte dürfen und das kann man verneinen weil er gar nicht ins Land hätte dürfen, aber das ist ja leichter als gesagt und löst ja das Problem nicht welches an ganz anderer Stelle entstand.
 
Warum man diese Subjekte unter dem Deckmantel des Datenschutzes auch noch in Schutz nimmt versteh ich echt nicht. Wer solch ein Gemüt hat und mit dem Medium Internet nicht umgehen kann, darf gerne die Konsequenzen wirklich spüren und sich zum Beispiel vor seinem Arbeitgeber rechtfertigen dürfen.
 
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