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Ganz genau. Und beim aktuellen Stand bei den Linken kommen da Konstellationen zu Stande, bei denen sich Manche die große Koalition zurückwünschen würden. Aktuell traue ich Ihnen keine realistische Bundespolitik zu (falls sie das jemals hinkriegen werden) und mir steht nicht der Sinn nach Experimenten.

Es stimmt, daß vieles zu tun ist, wo die GroKo schläft, aber ich habe nicht die geringste Hoffnung, daß es mit RRG besser wird. In ausgewählten Punkte ja (vielleicht), in Anderen wird es schlimmer werden (definitiv). Und mit einer unzuverlässigen USA und einer zerstrittenen EU, Brexit, Ukraine, einem polternden Putin mit Großmachtsambitionen, dem IS etc. will ich die Linke nicht in der Regierung haben.
Das kann ich verstehen. Aber im Gegensatz zu dir glaube ich nicht, dass sie den Einfluss haben um da für Schaden zu sorgen. Imo gibst du denen viel zu viel Raum. Den würden sie nicht haben, denke ich.
 
Ganz genau. Und beim aktuellen Stand bei den Linken kommen da Konstellationen zu Stande, bei denen sich Manche die große Koalition zurückwünschen würden. Aktuell traue ich Ihnen keine realistische Bundespolitik zu (falls sie das jemals hinkriegen werden) und mir steht nicht der Sinn nach Experimenten.

Es stimmt, daß vieles zu tun ist, wo die GroKo schläft, aber ich habe nicht die geringste Hoffnung, daß es mit RRG besser wird. In ausgewählten Punkte ja (vielleicht), in Anderen wird es schlimmer werden (definitiv). Und mit einer unzuverlässigen USA und einer zerstrittenen EU, Brexit, Ukraine, einem polternden Putin mit Großmachtsambitionen, dem IS etc. will ich die Linke nicht in der Regierung haben.
Und wieso nicht?
 
Die Linke wird in einer Koalition auch irgendeinen Tod sterben müssen. Sie kann nicht die Bundeswehr aus allen Bündnisverpflichtungen herausholen und gleichzeitig ihre innenpolitischen Ziele in Angriff nehmen. Und ich denke, wenn es ernst wird, wird die Linke den Fokus auf die Innen-/Sozialpolitik legen ... Und genau in diesem Punkt würde ich sie gerne mal in der Verantwortung sehen.
 
Du wirst sie nicht aus einem Großteil der relevanten Politikbereiche raushalten können, das hat noch nie geklappt. Die kommunistische Plattform und die anderen Wirrköpfe dort werden es sich nicht nehmen lassen, dort mitzureden. Dafür warten die schon zu lange darauf, endlich was zu sagen zu haben.

Zum Anderen weiß ich nicht, ob ich die Linken in zwei der wichtigsten Politik-Bereiche (Innen und Soziales) in der Verantwortung sehen will. Beide Bereiche sind imho zu wichtig für Experimente und Ideologien. Und für die Hoffnung, daß sie plötzlich realistisch werden, wenn was zu sagen haben.

Über das Entwicklungshilfeministerium könnte man reden, aber darüber hinaus wird es schon sehr eng.
 
Ah lol ich Ungebildeter, danke dir!
Der er meint das wirklich wörtlich.
Ich wusste nicht, dass es die so gibt. Gleich mal rein lesen danke!
Das ist das "Problem" der Linken, für mich zumindest.
Dass sie einerseits absolut wählbar sind, gute Denkansätze haben und in vielen Dingen progressiv und vernünftig unterwegs sind, zerstören einige Aktionen, Meinungen und Strömungen das Gesamtbild der Partei wieder.

So ähnlich äußern sich ja auch SPD und Grüne, dass man mit der Linken gut zusammenarbeiten kann (was in einigen Landesparlamenten ja gut funktioniert) und selbst Thüringen mit Ramelow als Ministerpräsident steht noch. Aber einige Personen und Strömungen (gerade aus dem Westen) könnten alles zerstören bzw. eine Zusammenarbeit unmöglich machen.

Trotzdem wäre ich im Bund für R2G.
 
Also das wird definitiv nicht einfach. In nrw haben wir eine rot-grüne minderheitsregierung, die von den linken toleriert wird. Das geht nun auch schon ne ganze Weile so und ist nicht im Desaster geendet.
Wählen würde ich die Linken aus genannten Gründen niemals. Die Frage ist halt, inwieweit man diese extremen Strömungen unter Kontrolle bekommt und da ist es imo wie bei jeder Partei: wenn sie sich der Realität stellen müssen sieht die Sache ganz schnell ganz anders aus.

Man sieht sich doch einfach die Entwicklung der Grünen an...
 
Ging afaik aber auch nur zwei Jahre gut und scheiterte dann am Haushaltsgesetz.

Aber das ist imo kein repräsentatives Beispiel, Minderheitsregierungen sind in Deutschland einfach viel zu selten und zu wenig im System verankert.
 
Man sieht sich doch einfach die Entwicklung der Grünen an...

Die hat man aber auch erst in die Bundesregierung geholt, als die Realos die Fundis entmachtet haben, und zwar komplett! Genauso kann es nur mit der Linken funktionieren: Erst die Wirrköpfe weg, dann die Verantwortung. Dann hätte ich auch keine Bauchschmerzen mehr damit.

Und die Grünen hatten auch durchaus fähige Leute. Die Linken hatten Gysi, wen haben sie jetzt noch? Bartsch, Kipping, Wagenknecht?
 
Mit anderen Worten: Die Linke ist erst dann wählbar, wenn sie sich der alternativlosen Politik verpflichtet, die alle anderen Parteien ohnehin schon vertreten. So wie die Grünen erst dann etabliert wurden, als sie den Krieg in Jugoslawien und die Hartz-Reformen unterstützten.
 
Mhhh, die Beteiligung an den letzten Seiten dieses Threads hat mich tatsächlich nochmal nachdenklich gestimmt. Ja, ich präferiere Rot-Rot-Grün für die nächste Regierung (und hätte wohl wie üblich SPD oder grün gewählt ... möglicherweise sogar FDP, weil ich die losgelöst von möglichen Regierungskoalitionen mag). Aber ich denke, Stand heute, dass ich bei der nächsten Bundestagswahl sogar tatsächlich die Linken wählen könnte.
 
Mit anderen Worten: Die Linke ist erst dann wählbar, wenn sie sich der alternativlosen Politik verpflichtet, die alle anderen Parteien ohnehin schon vertreten. So wie die Grünen erst dann etabliert wurden, als sie den Krieg in Jugoslawien und die Hartz-Reformen unterstützten.
Für einen Großteil schon, ja.
Wenn du in die Parlamente schaust, siehst du den direkten Vergleich. Im Osten, wo sie z.B. für mich absolut wählbar sind, macht die Linke eine vernünftige und realistische Politik, auch weil sie natürlich z.T. Regierungsverantwortung besitzt.
Im Westen dagegen ist die Partei einfach ein unorganisierter Haufen, zerstritten und noch so in einer alten Denke gefangen, dass sie imo einfach nicht wählbar sind. Zeigt sich ja auch an den Ergebnissen, wo sie in westlichen Parlamenten nicht mal Ansatzweise die 5% Hürde erreichen.

Man kann der Linken natürlich hehre Ziele unterstellen, sich nicht an kriegerischen Aktivitäten zu beteiligen ist z.B. so eines.
Aber wie sieht es realpolitisch aus? Es wird immer Krieg geben, ob wir das nun wollen oder nicht.
Und als ein Staat wie Deutschland, der zu den meisten Staaten eine gute Beziehung pflegt und in der NATO ist, ist man dazu verpflichtet, sich zumindest damit auseinanderzusetzen und zu unterstützen.
Außerdem pflegen da auch einige MdBs der Linken ein ambivalentes Verhältnis: Jede kriegerische Beteiligung ablehnen, dann aber mit Kufiya um den Kopf den Widerstand der Palästinenser loben, zu Geburtstagen linker Generäle und Putschisten gratulieren und Fidel Castros Ideen gerne weiterleben sehen, dem Anführer einer bewaffneten Untergrundarmee.

Als "normaler" Politiker in Regierungsverantwortung musst du mit dieser Partei erstmal lernen zu arbeiten.
Das geht auf Länderebene gut, auf Bundesebene nicht unbedingt.
 
Diese Argumente werden immer wieder runtergebetet. Vielleicht werden wir das nächstes Jahr erleben, ob das wirklich zu solchen gravierenden, realpolitischen Problemen führt. Ich denke, ein guter Teil davon ist vorgeschoben, weil die Linke für eine entschieden andere Verteilungspolitik steht.
Natürlich werden diese Argumente ständig runtergebetet, weil es nunmal so ist.
Egal, wie meine persönliche politische Einstellung ist, aber als Politiker oder Partei, die Politik für die sog. Mitte macht, kann es dich vor immense Hürden stellen, mit einer Partei wie der Linken zu koalieren.
Natürlich zögern da sehr viele, alles andere wäre auch unverantwortlich.

Es gibt ja Umfragen, die zeigen, dass viel mehr Leute mit den Positionen der Linken übereinstimmen, sie aber nicht wählen. Da muss sich die Partei eben mal fragen, was sie möchte.

Weiterhin gespalten in Fundamentaloppositionelle und Mitglieder, die regieren und gestalten wollen?
Plattformen und Strömungen, die ein Regieren unmöglich machen (und das auch gar nicht wollen), weiterhin so großen Einfluss geben?

Wenn die Positionen zwischen den Koalitionären so unterschiedlich sind, hast du am Ende noch mehr Blockade und einen "Politikstau", als er jetzt z.T. zu beobachten ist.
 
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