Mit anderen Worten: Die Linke ist erst dann wählbar, wenn sie sich der alternativlosen Politik verpflichtet, die alle anderen Parteien ohnehin schon vertreten. So wie die Grünen erst dann etabliert wurden, als sie den Krieg in Jugoslawien und die Hartz-Reformen unterstützten.
Für einen Großteil schon, ja.
Wenn du in die Parlamente schaust, siehst du den direkten Vergleich. Im Osten, wo sie z.B. für mich absolut wählbar sind, macht die Linke eine vernünftige und realistische Politik, auch weil sie natürlich z.T. Regierungsverantwortung besitzt.
Im Westen dagegen ist die Partei einfach ein unorganisierter Haufen, zerstritten und noch so in einer alten Denke gefangen, dass sie imo einfach nicht wählbar sind. Zeigt sich ja auch an den Ergebnissen, wo sie in westlichen Parlamenten nicht mal Ansatzweise die 5% Hürde erreichen.
Man kann der Linken natürlich hehre Ziele unterstellen, sich nicht an kriegerischen Aktivitäten zu beteiligen ist z.B. so eines.
Aber wie sieht es realpolitisch aus? Es wird immer Krieg geben, ob wir das nun wollen oder nicht.
Und als ein Staat wie Deutschland, der zu den meisten Staaten eine gute Beziehung pflegt und in der NATO ist, ist man dazu verpflichtet, sich zumindest damit auseinanderzusetzen und zu unterstützen.
Außerdem pflegen da auch einige MdBs der Linken ein ambivalentes Verhältnis: Jede kriegerische Beteiligung ablehnen, dann aber mit Kufiya um den Kopf den Widerstand der Palästinenser loben, zu Geburtstagen linker Generäle und Putschisten gratulieren und Fidel Castros Ideen gerne weiterleben sehen, dem Anführer einer bewaffneten Untergrundarmee.
Als "normaler" Politiker in Regierungsverantwortung musst du mit dieser Partei erstmal lernen zu arbeiten.
Das geht auf Länderebene gut, auf Bundesebene nicht unbedingt.