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Es gibt durchaus Unterschiede im Verhalten je nach Kultur.
Natürlich sind solche Umstände für mich persönlich nicht tragbar aber was Frauenrechte angeht ist Deutschland auch noch nicht wirklich lange im sauberen Bereich.

Es liegt alles stark an dem wie die Kultur geprägt wurden. Alkohol ist auch nur deshalb nicht verboten obwohl es eine Droge ist weil es halt fest verankert in der Gesellschaft war. Dinge ändern sich nur schwer von heute auf morgen und es ist wichtig darauf hinzuweisen aber diese Dinge werden nicht dadurch geändert dies zu einem Asylgrund zu machen.

Gedankenspiel:
Wir bieten Frauen Asyl die so leben müssen. Indien wirklich schlimm, viele andere Länder auch.
Mann: Die nehmen uns alle Frauen weg.

Was glaubst du wie schnell die Länder dann wirklich auf uns losgehen würden.

Diese Probleme müssen innerhalb einer Gesellschaft gelöst werden. Die Frauen müssen genug Selbstwert haben und die Männer nicht mehr den Gottstatus. Ich denke bis man einen Punkt wie hier wäre würden viele Generationen vergehen.

Es gab ja diesen Bericht in dem sich eine Türkin zu den Umständen in der Familie geäußert hat. Ihnen wird es so vorgelebt für diese Menschen ist es so normal und alles andere merkwürdig. Ohne den starken Einfluss den diese Frau durch ihr leben hier hatte wäre sie wohl auch in diesem Weltbild geblieben.

Dinge müssen von innen verändert werden und das ganze dauert einfach sehr lange. Seit wann genau dürfen Frauen bei uns Arbeiten ohne die Erlaubnis des Mannes? Irgendwann in den 70gern? Und selbst dann steht da noch so ein Mist drin von wegen es muss mit dem Haushalt und der ehe vereinbar sein.

Wir haben jetzt 2016 und die Frau hat in der Küche zu stehen etc ist noch immer bei vielen so verankert da sieht man einfach es sind Prozesse die Zeit benötigen.

Ich denke bis diese Länder endlich mal auf ein Niveau von Europa kommen und Frieden sowie Demokratie schätzen wird es noch lange hin sein.
 
Ganz weit vorne in Film und Buch ist Xiaolu Guo, Hong Ying, teilweise auch Luo Lingyuan. Und andersherum macht es mich teilweise echt immer wieder fertig, wenn ich chinesische moderne, männliche Autoren lese. Das Frauenbild, das da geschildert wird und die Art, wie mit Frauen (in belletristischen Romane wohlgemerkt, keine Fantasy, keine uralte traditionelle Literatur) ist derart schlimm zu ertragen.



"Jemand" - nämlich .hack//Haseo - hat lediglich darauf hingewiesen, dass Belästigung von Frauen kein ausschließliches Problem in aranischen Ländern ist. Das wird nämlich leider gern generell so vermittelt. "Die unzivilisierten, wilden, ungezügelten südländischen/muslimischen/orientalischen Männer, die ihre Triebe nicht im Griff haben und Frauen unterdrücken", während die ordentlichen, westlichen Männer Frauen nie belästigen und immer in ihren Rechten stärken würden. Und das ist halt Quatsch.
Vom Asyl hat @.hack//Haseo überhaupt nix geschrieben oder eine Meinung dazu geteilt.




1. Männer erklären Frauen ungefragt Dinge, von denen sie selbstverständlich ausgehen, dass Frauen keine oder zumindest weit weniger Ahnung davon haben als Männer. (Gerne Sport, Autos, Naturwissenschaften, aber eben auch Themen wie "Belästigung", "weiblicher Körper", "typisch weibliches Verhalten", etc... )
2. Männer erklären Frauen Dinge, so wie sie selbst sie sehen, obwohl Frauen im Gegenteil zu Männern meist über tatsächliche Erfahrungen zu den Themen verfügen. Diese Erfahrungen werden von Männern kleingeredet oder komplett abgetan oder schlicht ignoriert.



D.h. die Frau in dem Video "darf" sich also regelrecht glücklich schätzen, nicht bestraft worden zu sein? Dein Ernst? :skep:

Ad1) Anscheinend bist Du in chinesischer Literatur wesentlich belesener als ich. Ich bin ja auch nur Migrant und kann kein chinesisch mehr. Aber weder ich noch meine Migranten Chinesen Freunde verhalten uns wie die Männer in dem Video da.
Im übrigen gibt es natürlich sexuelle Belästigung in der chinesischen Gesellschaft, aber meistens wird sie nicht öffentlich ausgeübt, weil eine Abweisung als Gesichtsverlust verstanden wird.
Deswegen wird es meistens aus einem Machtverhältnis ausgeübt, wo der Agressor seiner Sache relativ sicher sein kann.

Ad 2) Die Frau in dem Interview hat gesagt sie wird 10 mal am Tag belästigt. Ich denke nicht dass sie lügt um ihre Asyl Chance zu verbessern sondern glaube ihr mal. Und im übrigen bin ich froh dass sie und ihre Leidensgenossein es geschafft haben nach Deutschland zu kommen und gratuliere ihr dass sie sich hier endlich wie ein Mensch fühlt.
Zitat:
Auch wenn sie sich oft nach ihren Freunden in Kabul sehne - "hier in Deutschland bin ich wenigstens ein Mensch", sagt Hava. "In Afghanistan ist die Rolle der Frau, dass sie sich schämen muss, eben eine Frau zu sein." Vieles von diesem Geist verfolge sie noch in Deutschland. "Dieses ständige Beurteilen des anderen, das Verunglimpfen, dem anderen sagen, er sei nicht gläubig, das erlebe ich auch im Flüchtlingsheim."

Und hoffe dass ihrem Asyl Antrag stattgegeben wird und ich bin mir 100% sicher das jamand wie sie eine Bereicherung für das Gastland sein wird.

Ad 3) Dein Ernst dass Du dass so auslegst? Fühlst Du Dich dann überlegener? :skep: Die Frau hat dieses Video mit dem Regisseur im sicheren NYC gemacht. Die beiden würden das nicht wagen wenn sie in der afghanischen Provinz wären. Ja vielleicht weil sie als Ausländerin ausserhalb der gesellschaftlichen Normen wäre. Wenn das afghanisches Duo macht, begeben sie sich in Lebensgefahr. Insbesondere da sie ja nicht verheiratet sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Behandelt Eure Frauen besser! Behandelt Sie gleichwertig, dann nimmt sie auch keiner weg.
Warum kann sie überhaupt jemand wegnehmen. Sie sind ja keine Gegenstände.

Es wurden schon für viel banalere Dinge kriege entfacht.
Denkst du wirklich es ist von Vorteil den Leuten in diesen Regionen noch mehr Grund zum Hass auf den Westen zu geben?

Die Lösung hier muss in der Mitte ihrer Gesellschaft gemacht werden. Auch wie sich die Flüchtlingswellen nicht stoppen lassen wenn man die Umstände in den Ländern nicht bekämpft. Die Dinge müssen innerhalb der Länder bewältigt werden mit Unterstützung von aussen und nicht durch ein "Friss oder Stirb". Geht nie lange gut.
 
Es wurden schon für viel banalere Dinge kriege entfacht.
Denkst du wirklich es ist von Vorteil den Leuten in diesen Regionen noch mehr Grund zum Hass auf den Westen zu geben?

Die Lösung hier muss in der Mitte ihrer Gesellschaft gemacht werden. Auch wie sich die Flüchtlingswellen nicht stoppen lassen wenn man die Umstände in den Ländern nicht bekämpft. Die Dinge müssen innerhalb der Länder bewältigt werden mit Unterstützung von aussen und nicht durch ein "Friss oder Stirb". Geht nie lange gut.
Man sollte aber Frauen wie aus dem Spiegel Artikel nicht Asyl verweigern nur weil die afghanischen Männer wütend sind. Die mit dem Hass auf den Westen sind praktisch deren Variante der Afd. Warum sollte man auf die eingehen?
Ausserdem kommen sowieso weit mehr junge alleinstehende Männer als Frauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
just my 2 cents: das niveau des sexismus ist in afghanistan sicher ein anderes, als in deutschland. das was hier als sexismus durchgeht würden frauen in afghanistan vermutlich sehr gerne auf sich nehmen.

ich will damit keinen sexismus (auch nicht in deutschland) banalisieren geschwiege denn gutheißen, aber man sollte die kirche vielleicht einfach mal ein bisschen im dorf lassen.

Ich finds ja immer weider lustig: jemand prangert etwas an, bringt etwas in eine Diskussion oder sprichts einfach nur an. Und es dauert keine 3 Posts bis "ja, aber schau: andere machen das auch. Sind genauso schlimm." Ganz ehrlich, grad in dieser Situation war das posten des Videos doch völlig unnötig. Wozu muss man in Diskussionen über Unzulänglichkeiten der einen, die Unzulässigkeiten der anderen ins Spiel bringen? Ändert das irgendwas?
 
geht wohl hauptsächlich darum, dass wir aus dem Westen denen etwas vorwerfen, woran wir uns selber nicht ganz halten (ja wir sind wohl nicht so schlimm). das wirkt dann halt etwas heuschlerisch.
 
Also darf ich, oder eben Azrael, Missstände nicht verurteilen weils in meinen Kulturkreis ebenfalls Deppen gibt? Und selbst wenn irgend ein Primitivling der ner Frau hintherpfeift sagt, dass er due Unterdrückung in einigen arabischen Gebieten scheisse findet, find ichs nicht besonders heuchlerisch. Bzw. beeinflusst es die Aussage ansich einfach nicht. Darum gings mir ja...
 
klar darst du Dinge anprangern aber es sollte nicht von oben herab passieren. Von wegen "wir wissen, wie es besser geht oder es auszusehen hat". Es ist nunrmal eine andere Kultur und andere Religion und der Fehler wäre es, einfach die westliche Schablone drüber zu ziehen
 
Vor allem sagt sie ja auch, dass sie sich erst hier als Mensch fühlt. Also muss es wohl mit der Gleichberechtigung wohl besser sein als in ihrer Heimat.

Auch wenn sie sich oft nach ihren Freunden in Kabul sehne - "hier in Deutschland bin ich wenigstens ein Mensch", sagt Hava. "In Afghanistan ist die Rolle der Frau, dass sie sich schämen muss, eben eine Frau zu sein."

Sieh Dir mal die Fotostrecke von National Geographics an.
Mädchen, die sich selbst verbrennen, Frauen die entstellt werden, weil sie allein aus dem Haus gehen, eine Frau im Gefängnis , die einfach nicht mehr raus kann weil sie keine männlichen Verwandten hat etc.
http://www.nationalgeographic.de/reportagen/fotostrecke-frauen-in-afghanistan
 
Ich kenn auch deutsche, weiße, heterosexuelle, Männer aus der Mittelschicht, die mir die Welt erklären wollen, besonders was wirklich männlich ist... Das beginnt dann meistens so mit grillen, HSV (was aber natürlich an der Region liegen dürfte ^^ ), Hartsprit, sexistischen Witzchen und "schwul" als Schimpfwort. Das sollen sie Lesben mal nicht so eng sehen. Höhö, eng. Dann entwickelt sich daraus eine gewisse Eigendynamik, denn mit meinem Hobby Videospiele werde ich leider nie ne Frau finden, weil Frauen mögen keine Playse. Und mein Auto ist scheiße, ausgeblichen und zerkratzt. Und über intellektuelle Themen sollte man auch nicht soviel reden, ich bin einfach langweilig. Über Autos und Motorräder und deren (eigenhändige) Reparaturen dagegen schon. Wie ich kenn mich nicht mit Autos aus? Wie die Blondine aus Bang Boom Bang? Und wie geil die war... Aber egal, nich abschweifen. Deine Musik ist zu negativ. Rock ist unbeliebt. Die Typen schreien ja nur, und wenn sie nicht schreien, sind sie altklug. Und was die singen. Links ist doch eh dasselbe wie rechts, die wollen doch alle nur Gewalt. Man selbst ist ja unpolitisch und der einzig gute Rock is von Frei.Wild. Die sind ja immerhin weniger angepasst als die Onkelz, die haben sich ja fürs Geld total verbogen. Aber ein paar Lieder sind noch cool. Und die sprechen einem so aus der Seele mit den Texten. Und ne Freundin wurde letztens von nem Schwarzen angegraben, also man kann das schon verstehen, das die Leute mancherorts durchdrehen...

Und ich glaub das könnte man noch ewig so fortsetzen :)
 
Straftäter blieben den Bürgern zu Recht im Gedächtnis, antwortete Pazderski. Die Kriminalitätsraten lägen in manchen ausländischen Bevölkerungsgruppen höher als im Durchschnitt. "Perception is reality", so der AfD-Kandidat. "Das heißt, das, was man fühlt, ist auch Realität."
http://www.spiegel.de/politik/deuts...die-gefuehlte-wahrheit-der-afd-a-1111239.html

:lachweg: immerhin tun sie nichtmal so als ob... ganz ehrlich: wie bescheuert muss man sein, sowas zu wählen?
 
konstruktivismus geht davon aus, dass es für den menschen eine objektive realität gar nicht gibt. alles wird vom menschen immer in seiner subjektiven sichtweise interpretiert und danach erst zur realität... wenn ich das richtig in erinnerung hab :D
 
kannst du erläutern? keine ahnung, was das bedeutet.
Vereinfacht gesagt: es gibt keine singuläre, objektive Wirklichkeit. Vielmehr gibt es subjektive Wirklichkeiten (im Plural), da jede*r die Welt mit seinem oder ihrem eigenen subjektiven Empfinden wahrnimmt.

Klassisches Beispiel, Farben. Was blau oder grün oder gelb ist, wissen wir, weil wir lernen, dass der Himmel blau ist, die Blätter grün, die Sonne gelb, etc. Aber dadurch wissen wir noch lange nicht, ob eine andere den Himmel so sieht wie wir selber, vielleicht nimmt sie ihn rot war, aber in ihrer Realität ist eben was in unserer Realität blau ist rot.
 
Wenn eine alte Omi vor einem Ausländer so viel Angst hat, dass sie sogar die Straßenseite wechselt oder verzweifelt nach anderen Passant*innen Ausschau hält um sich sicher zu fühlen, wenn ihr einer entgegenkommt, dann ist diese Angst nicht nur eingebildet, sondern für sie sehr real. Ganz gleich, ob jemand anders ihr sagt "es gibt keinen objektiven Grund für diese Angst".
 
Wenn eine alte Omi vor einem Ausländer so viel Angst hat, dass sie sogar die Straßenseite wechselt oder verzweifelt nach anderen Passant*innen Ausschau hält um sich sicher zu fühlen, wenn ihr einer entgegenkommt, dann ist diese Angst nicht nur eingebildet, sondern für sie sehr real. Ganz gleich, ob jemand anders ihr sagt "es gibt keinen objektiven Grund für diese Angst".

ohne Witz, letztens bin ich mit basketball am hellsten Tag der Geschichte der Sonne durch die Stadt, um zu ---training zu fahren. Da seh ich so eine ältere Dame und sie mich. Geschockt bleibt sie stehen und guckt nach unten. Als ich an ihr vorbei bin, ist sie erst weitergegangen. Ich musste schon lachen. Was denkt sie sich würde ich am hellen Tag vor all den Menschen machen :ugly:. Diese Angst ist schon echt crazy. Eigentlich traurig aber ja hab gelernt es mit Humor zu sehen.
 
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