Ich würde das Wähler-Profil der AfD mit dem der Brexit Beführworter gleich setzen. Der größte Teil ist einfach nur gegen alles und vor allem gegen Veränderungen und gegen Andere.Mit so einer Pauschalisierung macht man es sich aber auch zu einfach. Ich will hier jetzt gar nicht großartig gegen die gängige politische Windrichtung diskutieren, aber dass sich das Wählerprofil der AFD einmal quer durch die Gesellschaft zieht, weiß man doch mittlerweile auch.
Es geht nicht darum sich den 20% anzunähern. Es geht darum zu verstehen warum 20% so gewählt haben und das geht nur wenn man sich mit den Gründen befasst. Nur wenn ich verstehe was aus deren Augen schief geht, könnte man schauen OB man auf einen gemeinsamen Nenner kommen KÖNNTE.Für mich sind Rechtsextreme aber keine Andersdenkenden, mit denen ich mich befassen muss.
Und mir geht's da auch nicht ums Niederprügeln, wenn aber eine Partei rechtsextreme Strömungen und Personen in ihren Reihen hat und diese nicht konsequent verurteilt und ausschließt, dann ist das einfach nur lachhaft.
Und das mit dem Befassen finde ich eh immer kritisch. Nehmen wir das Wahlergebnis, jeder Fünfte hat also die AfD gewählt (zu 70% auch nur aus Protest und nicht aus Überzeugung). Warum also sollte man sich diesen 20% annähern?
Wenn jetzt jeder Fünfte hier im Forum etwas fordern würde, was die restlichen 80% nicht wollen, warum sollten die dann weitreichende Zugeständnisse machen?
Gerade dann, wenn diese Forderungen rein auf subjektiven Gefühlen beruhen und nicht auf irgendwelchen Fakten?
Die AfD wurde in Meck.-Pomm. in großen Teilen für ihre Flüchtlingspolitik gewählt. In einem Bundesland, in dem es eh nur wenige Ausländer/Muslime/Flüchtlinge gibt.
Das zeigt doch umso mehr, dass man sich diesem Denken nicht annähern muss.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese 20% tief braun sind. Das sind aus meiner Sicht Protestwähler die sich von aktuellen Politik verschaukelt fühlen.
Das viele Zonler sich eher die Vergangenheit wünschen ist ja im gewissermaßen auch verständlich. In der DDR gab es Vollbeschäftigung und davon ist der Osten aktuell weit entfernt und auf solchen Nährboden haben diese Leute die auf Veränderungen einschlagen halt nun einmal einfaches Spiel.
Wir werden nicht darum herum kommen uns mit den Beweggründen der Masse zu beschäftigen, ansonsten wird dier Rechtsruck noch ganz andere Ausmaße annehmen.
Ich dem Moment ich dem ich nur diese Gruppe verbal niedemache, ist das für mich auch Faschismus.
Warte mal ab, bis der IS die ersten erfolgreichen Anschläge in Deutschland durchführt. Dann wird jeder der wie ein Flüchtling aussieht unter Generalverdacht gestellt. Angst ist der Nährboden der AfD und die Deutschen sind Meister in sich ängstigen oder Angst machen lassen. Wenn keine Anschläge kommen, dann werden die Flüchtlinge den Sozialstaat plündern. Die Argumentation wird denen nicht ausgehen. Leider.Das stimmt, insofern könnte sich die AfD schon etablieren. Allerdings spekuliere ich darauf, dass sie irgendwann unwählbar wird, falls z.B. Flüchtlinge und Ausländer nicht mehr ziehen und man sich wieder auf Europa, den Euro und die Wirtschaft konzentriert. Dafür wäre die rechte Vergangenheit wohl doch zu groß.
Zuletzt bearbeitet:
