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Die Storch mal wieder :lol:
 
Ich habe eigentlich gedacht, dass das allgemein bekannt wäre, dass direktdemokratische Entscheidungen in den meisten repräsentativen Demokratien nicht unmittelbar bindend für die Legislative sind und so auch in GB.

Aber daran, dass die Entscheidung die bei der Abstimmung getroffen wird auch umgesetzt wird (oder das zumindest ernsthaft versucht wird) habe ich keinen Zweifel. Dass es ziemlich zähe Verhandlungen geben würde bei einem "Leave" Votum und die Briten es schwer haben würden, gute neue Verträge mit der EU auszuhandeln, das steht auf einem anderen Blatt.
 
Was Osa sagt. Aber bin auch der Meinung, dass das kommt, was bei der Abstimmung entschieden wird. Die politische Landschaft ist in GB bei diesem Thema ziemlich 50/50 gespalten und die Abstimmung wird das Zünglein an der Waage sein, das entweder zum Brexit oder Remain führt.

Egal ob Brexit oder nicht, es wird nicht leicht für GB, wenn ein Thema das Land so spaltet.
 
Was für ein Irrenhaus, ich glaube, dass ein Brexit überhaupt nichts ändern würde - die Konzerne und Geldhäuser hören doch nicht auf ihre (Milliarden) Geschäfte mit dem europäischen Festland zu machen - dann werden halt ein paar Sonderzölle erhoben, die die Konzerne dann wieder beim Fiskus geltend machen.
Aber Hauptsache, die Gesellschaft wird immer noch weiter gespalten und bekloppt gemacht!:vogel:
 
Besonders interessant wird natürlich im Falle eines Brexit was Schottland macht. Die EU-Mitgliedschaft war ja beim Unabhängigkeit-Referendum ein ziemlich starkes Argument für den Verbleib in UK. Ohne EU könnte es ja durchaus sein, dass die Schotten bei einem erneutem Referendum für den Austritt stimmen und so schnell wie möglich die Grundsteine für eine EU-Mitgliedschaft legen.

Nordirland kann auch spannend werden.
 
die Konzerne und Geldhäuser hören doch nicht auf ihre (Milliarden) Geschäfte mit dem europäischen Festland zu machen

Die Konzerne und Geldhäuser werden es sich aber bei der nächsten Investitionsentscheidung zweimal überlegen, ob sie auf der Insel oder auf dem Kontinent investieren. Gerade für die Banken ist es für gewisse Finanzgeschäfte zwingend nötig, ihren Sitz in der EU zu haben. Das Ganze mach die britischen Arbeitsplätze nicht wirklich sicherer und nicht umsonst prophezeihen die meisten Analysten ein deutlichen BIP-Rückgang in GB im Falle eines Brexit.
 
Das Ganze mach die britischen Arbeitsplätze nicht wirklich sicherer und nicht umsonst prophezeihen die meisten Analysten ein deutlichen BIP-Rückgang in GB im Falle eines Brexit.

Habe irgendwas von 6% gelesen. Das ist schon beängstigend.
 
Jepp, im ersten Jahr nach dem Brexit vermutlich zwischen 3% und 6% und das wird eher schlechter, denn besser. Das vergessen die Bexit-Befürworter immer gerne, wenn sie denken, daß sie ja mit ihrem kleinen Blumengeschäft oder der Metzgerei ja mit Europa nur Scherereien und sonst keine Bezugspunkte haben.
 
Jepp, im ersten Jahr nach dem Brexit vermutlich zwischen 3% und 6% und das wird eher schlechter, denn besser. Das vergessen die Bexit-Befürworter immer gerne, wenn sie denken, daß sie ja mit ihrem kleinen Blumengeschäft oder der Metzgerei ja mit Europa nur Scherereien und sonst keine Bezugspunkte haben.
generell scheinen die gerne zu vergessen, dass außer finanzbranche nicht viel im land steckt.
 
Die Konzerne und Geldhäuser werden es sich aber bei der nächsten Investitionsentscheidung zweimal überlegen, ob sie auf der Insel oder auf dem Kontinent investieren. Gerade für die Banken ist es für gewisse Finanzgeschäfte zwingend nötig, ihren Sitz in der EU zu haben. Das Ganze mach die britischen Arbeitsplätze nicht wirklich sicherer und nicht umsonst prophezeihen die meisten Analysten ein deutlichen BIP-Rückgang in GB im Falle eines Brexit.

Gut, dann müssen sich die Briten halt was einfallen lassen, damit die Insel für Investoren interessant bleibt; Norwegen und die Schweiz prosperieren ja auch obwohl sie nicht in der EU sind; da ist eben etwas Phantasie gefragt.
 
Norwegen und die Schweiz prosperieren ja auch obwohl sie nicht in der EU sind; da ist eben etwas Phantasie gefragt.

Norwegen ist reich weil sie auf Öl sitzen, und die Schweiz, weil sie seit ewigen Zeiten mit ihrem Bankgeheimnis gewuchert haben. Denen geht es bestimmt nicht so gut, weil sie nicht in der EU sind, vielmehr obwohl sie es nicht sind. Beides ist auf GB nur bedingt übertragbar. Interessanterweise lassen sich beide Länder ihre "Partnerschaft" mit der EU fast so viel kosten, wie es eine Mitgliedschaft kosten würde, nur auf etwas verschlungereren Wegen. Und daß sie einen Großteil der EU-Regularien trotzdem erfüllen müssen, wenn sie mit der EU handeln wollen, ist ja nun auch keine Überraschung mehr.

Funfact: GB hatte beim Eintritt in die EU nur 60% des EU-Durchschnitt-BIPs, jetzt haben sie etwa 140% (auch bedingt durch die Krise in den Südländern). Man muß schon sehr selbstbewußt sein, wenn man annimmt, daß sie das alleine und trotz der EU geschafft haben...
 
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