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Sorry, aber den Großteil dieser Leute kannst du nie wieder in einen gesellschaftlichen Diskurs kriegen. Selbst wenn der Staat alle Pegidioten von heut auf morgen zu Millionären machen würde, und statt roundabout 1,5 Millionen Flüchtlingen wären es nur noch 17, dann hätten sie Schaum vorm Mund wegen genau diesen 17.

Der Alltagsrassismus existiert nicht erst seit der IS aktiv ist, der war schon immer da. Nur heute hat jeder drei Smartphones und Tablets um seinen Dünnpfiff überall zu verbreiten oder den von anderen zu liken. Früher musste man sich noch n Kleingarten aufm Dorf mieten und aufs gesellige Grillfest gehen um zu erfahren, dass der Pole klaut, der Neger vergewaltigt und der Jude die Strippen zieht.
 
In den Bombennächten von 1944 starben überwiegend, Frauen, Kinder und alte Menschen, die mit dem Naziregime rein gar nichts am Hut hatten.

Es ist für mich immer wieder faszinierend wie viele damals ja nichts mit dem Naziregime zu tun hatten. Frauen waren keine Anhänger der NSDAP und von Hitler? Alte Menschen waren keine Anhänger und Mitglieder der NSDAP und von Hitler? Wer hat die denn gewählt? Nur junge Männer im Alter zwischen 18 und 50? So wie es jetzt bei PEGIDA keine Frauen und alten Menschen gibt die da mitlaufen? Wer stand denn an Straßenrändern und hat Hitler zugejubelt? Auch Frauen. Auch alte Menschen. Srsly, aber dieses Aussagen "die hatten damit nichts am Hut" kotzen mich inzwischen nur noch an. Ein sehr großer Teil der Bevölkerung war involviert, ganz gleich ob per Wahl oder dem "nicht hinsehen" wenn bspw. Juden aus den Häusern getrieben wurden. Das es in KZs weibliche Aufseher und Kommandanten gab die teils schlimmer als ihre männlichen Kollegen vorgingen ist eine Tatsache, und auch "normale" Frauen war begeisterte Anhänger [als prominentes Bsp. Leni Riefenstahl]. In Dresden starben Nazis, auch Unschludige ja, aber auch Nazis. Und um keinen von denen trauere ich. Ich bin mir bewusst das ich da eine radikale Position vertrete, radikalisiert auch von meinen eigenen Erfahrungen was sich in diesem Land wieder zusammenbraut [u.a. Geschichtsrevisionismus par excelence aus dem Kopp-Verlag als tägliche Literatur]. Aber ich werde nicht um oder für ein Volk trauern das wissentlich in die Katastrophe steuerte, und danach behauptet "man habe damit nichts am Hut gehabt". Ja, im Zeitraum ab dem 8. Mai 1945 wird diese Meinung sehr weit verbreitet gewesen sein.

Er hat hier eine Freikarte.. er hatte im Januar einen Polikter als "Ar***" bezeichnet und da ist auch nix passiert...
http://www.konsolentreff.de/themen/politiktalk-immer-aktuell-informiert.19779/seite-350#post-3034270

Vieleicht weil ich einen Diskusionsstil an den Tag lege wo ich nicht andere User verleumde, beleidige oder dergleichen [<-- das ist nicht auf irgendeinen anderen User bezogen]. Kannst du gut im geschlossenen Flüchtlingsthread nachlesen, ich bin immer mit Respekt und Achtung Usern wie zvezda gegenübergetreten der eine gänzlich andere Meinung vertritt. Oder aber es liegt daran das ich es pil jeden Abend oral besorge, kann natürlich auch sein.
 
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Radikalisierung ist immer eine Folge von verfehlter Politik und deshalb sollten sich die Politiker mal schleunigst Gedanken machen, wie man die Menschen wieder zusammenführt und mitnimmt anstatt ständig mit unqualifizierten Äußerungen, Schuldzuweisungen oder gar Beleidigungen immer noch mehr Öl ins Feuer zu gießen und die Läger ständig aufeinanderzuhetzen und aufzuwiegeln. Und das gilt nicht nur für die Pegida-Bewegung sondern für alle Bereiche des täglichen Lebens.

Überall krachts und schepperts, egal ob Tarifstreitigkeiten oder die Flüchtlingssituation - man geht sofort mit härtesten Bandagen aufeinander los anstatt mal Vernunft walten zu lassen und sich zusammenzusetzen und Lösungen auszuarbeiten. Wenn das so weiter eskaliert, dann sind wir von einem Bürgerkrieg wahrlich nicht mehr weit entfernt; da können wir aus der Geschichte lernen.
auch wenn du sicher nicht unrecht hast vermute ich sehr, sehr stark, dass ein pegida-demonstrant nirgendwo mehr abzuholen ist.
 
Radikalisierung ist immer eine Folge von verfehlter Politik und deshalb sollten sich die Politiker mal schleunigst Gedanken machen, wie man die Menschen wieder zusammenführt und mitnimmt...

Normalerweise würde ich dir zustimmen, aber hier nicht.

Das, was man gestern und die letzte Zeit mit Dresden und Pegida sehen konnte hat nicht mehr viel mit verfehlter Politik zu tun. Das war Pegida vor 12 Monaten. Und das auch nur vielleicht.

Ich will mit diesen Menschen garnicht zusammengeführt werden. Ich verabscheue jeden, der gestern in diese Hass-Tiraden eingestimmt hat.

Jeder, der Lutz Bachmann und Co. applaudiert, kann von mir aus tot umfallen.

@JohnnyWohlfahrt

Das Schlimme ist ja, dass es nicht nur über das Internet verbreitet wird. Diese Menschen stehen in der Dresdner Innenstadt und brüllen das laut und öffentlich.
 
Normalerweise würde ich dir zustimmen, aber hier nicht.

Das, was man gestern und die letzte Zeit mit Dresden und Pegida sehen konnte hat nicht mehr viel mit verfehlter Politik zu tun. Das war Pegida vor 12 Monaten. Und das auch nur vielleicht.

Ich will mit diesen Menschen garnicht zusammengeführt werden. Ich verabscheue jeden, der gestern in diese Hass-Tiraden eingestimmt hat.

Jeder, der Lutz Bachmann und Co. applaudiert, kann von mir aus tot umfallen.

@JohnnyWohlfahrt

Das Schlimme ist ja, dass es nicht nur über das Internet verbreitet wird. Diese Menschen stehen in der Dresdner Innenstadt und brüllen das laut und öffentlich.
so weiß man wenigstens, woran man ist.
 
Ja, aber auch nur, weil sie sich dort im Pulk sicher und verstanden fühlen. Neben dir grunzt irgendeiner ne stumpfe Parole, von der du vielleicht grob "Asyl" oder "Lüge" verstanden hast und du brüllst "GENAAAAUUUU!"

Wie willst du mit solchen Leuten diskutieren oder ihnen versuchen ihre Ängste, die eh nur vorgeschoben wirken, zu nehmen. "Warum sind Sie heute hier?" - "Öööööh,... damit... ööööh, auf der deutschen Flagge.... öööh, damit da nicht irgendwann der Halbmond drauf is!"

Sorry, bei aller Geduld des Universums, frei nach Lethal Weapon:
"Ich bin zu intelligent für diesen Scheiss!" ;)
 
Ja, aber auch nur, weil sie sich dort im Pulk sicher und verstanden fühlen. Neben dir grunzt irgendeiner ne stumpfe Parole, von der du vielleicht grob "Asyl" oder "Lüge" verstanden hast und du brüllst "GENAAAAUUUU!"

Nein, das glaube ich nicht.

Das war Pegida bis ~Januar 2015. Danach kam der Bruch mit Bachmann und Pegida ebbte ab.

Wer aber im Oktober 2015 zu Pegida geht, weiss ganz genau, warum er da steht und grölt.
 
Mit Toleranz kommt man gegen Intoleranz nicht an. Appeasement bringt da auch nichts. Beides wurde gegenüber PEGIDA versucht, die wollen nicht reden, die wollen nicht diskutieren, die wollen nur noch handeln. Alles was es dazu imo noch braucht ist ein entschlossener Bachmann der meint die Zeit sei reif. Demokratie ist für sie nur so lange okay so lange sie selbst davon profitieren. Sie jubeln Rassisten zu, tragen Banner mit Werbung für rassistische Seiten wie PI und wundern sich das man sie Rassisten nennt.
 
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Es ist für mich immer wieder faszinierend wie viele damals ja nichts mit dem Naziregime zu tun hatten. Frauen waren keine Anbhänger der NSDAP und von Hitler? Alte Menschen waren keine Anhänger und Mitglieder der NSDAP und von Hitler? Wer hat die denn gewählt? Nur junge Männer im Alter zwischen 18 und 50? So wie es jetzt bei PEGIDA keine Frauen und alten Menschen gibt die da mitlaufen? Wer stand denn an Straßenrändern und hat Hitler zugejubelt? Auch Frauen. Auch alte Menschen. Srsly, aber dieses Aussagen "die hatten damit nichts am Hut" kotzen mich inzwischen nur noch an. Ein sehr großer Teil der Bevölkerung war involviert, ganz gleich ob per Wahl oder dem "nicht hinsehen" wenn bspw. Juden aus den Häusern getrieben wurden. Das es in KZs weibliche Aufseher und Kommandanten gab die teils schlimmer als ihre männlichen Kollegen vorgingen ist eine Tatsache. In Dresden starben Nazis, auch Unschludige ja, aber auch Nazis. Und um keinen von dehnen trauere ich. Ich bin mir bewusst das ich da eine radikale Position vertrete, radikalisiert auch von meinen eigenen Erfahrungen was sich in diesem Land wieder zusammenbraut.



Vieleicht weil ich einen Diskusionsstil an den Tag lege wo ich nicht andere User verleumde, beleidige oder dergleichen. Kannst du gut im geschlossenen Flüchtlingsthread nachlesen, ich bin immer mit Respekt und Achtung Usern wie zveeda gegenübergetreten der eine gänzlich andere Meinung vertritt. Oder aber es liegt daran das ich es pil jeden Abend oral besorge.

Wenn Du damals als Bürger von den Deportationen erfahren und das Maul aufgemacht hast, bist Du gleich mit ins KZ eingefahren - das NS Regime war ein Terror und Schreckensregime, die mit ihren Kritikern nicht lange gefackelt haben, selbst wenn sie nur im Entferntesten den Anschein gemacht haben, dem Regime kritisch gegenüberzustehen. Sich anzupassen und das Maul zu halten war in dieser Zeit oft pure Überlebensstrategie.

Wenn junge Männer den Kriegsdienst verweigert haben wurden sie und ihre Familien deportiert und umgebracht.

Es sind nicht nur Millionen von Juden, Roma und Behinderten in den KZ´s ermordet worden sondern auch abertausende von Deutschen, die sich dem Regime entgegengestellt und Widerstand geleistet haben.

Und diese Bomber Harris - Rhetorik könnte man sich anno 2015 auch langsam mal an den Hut stecken.
 
Sich anzupassen und das Maul zu halten war in dieser Zeit oft pure Überlebensstrategie.

Das Opportunismus eine Schande ist bezweifle ich nicht. Macht es aber in meinen Augen nicht besser. Im übrigen gab es im gesamten Deutschen Reich einen Tag nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler genau einen[!] Generalstreik. In einer Stadt mit 5.000 Einwohnern.

"Unmittelbar nachdem der letzte Reichspräsident der Weimarer Republik, Paul von Hindenburg, den „Führer“ der NSDAP, Adolf Hitler, zum Reichskanzler ernannt hatte, wurde von der württembergischen Bezirksleitung der KPD in Stuttgart ein Flugblatt verbreitet, das zum Massenstreik gegen Hitler und die bevorstehende NS-Diktatur aufrief. Verantwortlich hatte der Reichstagsabgeordnete Albert Buchmann gezeichnet.[1] Die Hoffnung bei dem im ganzen Reich von der KPD ergangenen Streikaufruf war, damit die Herrschaft des Nationalsozialismus noch abwenden zu können – nach dem Vorbild des Generalstreiks gegen den rechtsextremen Kapp-Putsch im Jahr 1920, der die Infrastruktur ganz Deutschlands lahmgelegt und so die noch junge pluralistische Demokratie von Weimar gerettet hatte."

Im Januar 1933 war die Macht der NSDAP anscheinend schon übermächtig und lähmte alle, die "Überlebensstrategie" musste da schon greifen. Die Deutschen wussten was kommen wird, so viele hatten gewarnt, Parteien [KPD: "Hitler bedeutet Krieg!"], Intellektuelle [u.a. Thomas Mann], etc. Und sie taten nichts. Diese achso vielen Millionen die nichts mit den Nazis zu tun hatten taten gegen die par tausend die wirkliche Nazis waren ... nichts. Auch dann nichts als sie noch etwas hätten tun können.
 
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Normalerweise würde ich dir zustimmen, aber hier nicht.

Das, was man gestern und die letzte Zeit mit Dresden und Pegida sehen konnte hat nicht mehr viel mit verfehlter Politik zu tun. Das war Pegida vor 12 Monaten. Und das auch nur vielleicht.

Ich will mit diesen Menschen garnicht zusammengeführt werden. Ich verabscheue jeden, der gestern in diese Hass-Tiraden eingestimmt hat.

Jeder, der Lutz Bachmann und Co. applaudiert, kann von mir aus tot umfallen.

@JohnnyWohlfahrt

Das Schlimme ist ja, dass es nicht nur über das Internet verbreitet wird. Diese Menschen stehen in der Dresdner Innenstadt und brüllen das laut und öffentlich.

Ich will das auch nicht aber was ist die Alternative? Man muss mit den Menschen reden und die Volksverhetzer vor Gericht bringen - ansonsten ist unser Rechtstaat ehrlich keinen Pfifferling mehr wert.

Mir kommen die Pegida-Anhänger eher wie beleidigte Rotzgören vor, die halt jetzt provozieren wo es geht.
Ich kann die irgendwie nicht ernst nehmen - da halte ich die AFD für weit gefährlicher, weil die jetzt auch realpolitisch im braunen Sumpf fischen - und das bundesweit und ich fürchte auch mit Erfolg.
 
In Dresden starben Nazis, auch Unschludige ja, aber auch Nazis. Und um keinen von denen trauere ich. Ich bin mir bewusst das ich da eine radikale Position vertrete, radikalisiert auch von meinen eigenen Erfahrungen was sich in diesem Land wieder zusammenbraut [u.a. Geschichtsrevisionismus par excelence aus dem Kopp-Verlag als tägliche Literatur]. Aber ich werde nicht um oder für ein Volk trauern das wissentlich in die Katastrophe steuerte, und danach behauptet "man habe damit nichts am Hut gehabt". Ja, im Zeitraum ab dem 8. Mai 1945 wird diese Meinung sehr weit verbreitet gewesen sein.

Just my 2 cents:
Also erstens sehe ich hier keine radikale Position, weil es nun einmal unbestreitbar ist, dass Dresden einer der verbleibenden Hauptknotenpunkte für Truppenbewegungen 1945 war. Überdies ist gerade Dresden symptomatisch dafür, wie in der Nachkriegsgeschichte die Erinnerungskultur um das deutsche Opfernarrativ gestrickt wurde. Dresden gilt heute gemeinhin als Synonym für den im nationalsozialistischen Jargon sog. "Bombenterror", während in der deutschen Öffentlichkeit bis heute weitestgehend unbekannte Angriffe auf bspw. Warschau (man geht hier von ca. 26.000 Opfern aus, damit also mehr als den ca. 22-25.000, die nach neueren Forschungen in Dresden ums Leben kamen) geflissentlich gerne übergangen werden. Und ja, natürlich sind hier Nazis und nicht nur Zivilisten ums Leben gekommen. Beschäftigt man sich zweitens ein wenig mit der deutschen Erinnerungskultur und zum kollektiven Gedächtnis von 1945 bis heute, so wird man schnell feststellen, dass sich dieses Opfernarrativ wie ein roter Faden durch die Jahrzehnte zieht: Waren es im Zuge der letzten Kriegsmonate und der ersten Nachkriegsjahre v.a. die bösen Nazis, mit denen das gemeine Volk natürlich so überhaupt nichts gemein hatte (es wurde ja "hinterhältig reingelegt"), die in erster Linie für den unglücklich verlorenen Krieg und die Verbrechen verantwortlich gemacht wurden, so drehte es sich in den Folgejahrzehnten und insbesondere nach der Wende 89/90 immer mehr um die Universalisierung der Opfergeschichte: egal ob Jude oder Landser, in der völlig historisch entkontextualisierten Leidenserzählung waren plötzlich alle gleichermaßen Opfer. Also alles wirklich nichts Neues und sicherlich keineswegs als "radikale" Position zu bezeichnen.
 
Just my 2 cents:
Also erstens sehe ich hier keine radikale Position, weil es nun einmal unbestreitbar ist, dass Dresden einer der verbleibenden Hauptknotenpunkte für Truppenbewegungen 1945 war. Überdies ist gerade Dresden symptomatisch dafür, wie in der Nachkriegsgeschichte die Erinnerungskultur um das deutsche Opfernarrativ gestrickt wurde.

Natürlich ist Dresden dafür symptomatisch und wird ja auch gerne von der NPD dafür vor den Karren gesponnen.
Das gesamte RAF Strategische Bomber Programm war aber auch etwas umfassender, perfider und perverser.

Insbesondere Dresden z.B. hätte zu dem Zeitpunkt problemlos taktisch und nicht strategisch bombardiert werden können.
 
Sogar für Pegida zu krass - Bachmann entschuldigt sich für Pirinçci

"Pirinçci habe am Montagabend vor der Semperoper eine nicht abgesprochene Rede gehalten."

Ah ja, deswegen lies man ihn auch so lange reden. Srsly, man muss nur das Video betrachten, da war weder bei den Veranstaltern noch bei den Zuhörern wirklich jemand dabei der den Schwachsinn von Pirincci als falsch empfand. Alles nur Heuchelei. Der Applaus, das Gejubel und die Parolen bei diversen Passagen ist nicht zu überhören.
 
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Natürlich ist Dresden dafür symptomatisch und wird ja auch gerne von der NPD dafür vor den Karren gesponnen.
Das gesamte RAF Strategische Bomber Programm war aber auch etwas umfassender, perfider und perverser.

Insbesondere Dresden z.B. hätte zu dem Zeitpunkt problemlos taktisch und nicht strategisch bombardiert werden können.

Ja klar hätte es das und es ist zweifelsohne richtig, dass das moral bombing natürlich auch auf die Zivilbevölkerung abzielte und damit moralisch natürlich verurteilt werden kann. Es geht mir hier in erster Linie darum, dass derartige Ereignisse sehr häufig und oftmals auch mit entsprechender Intention völlig aus dem historischen Kontext herausgelöst werden. Und zu dem Kontext gehört nun einmal, dass der Krieg hier zu seinem Ausgangspunkt zurückkehrt und ohne den fanatischen deutschen Durchhaltewillen bereits wesentlich früher hätte beendet werden können. Man ist dem damals allgemeinen Trugschluss erlegen, dass ein Krieg durch strategische Luftoffensiven entschieden werden kann. Wäre der längst verlorene Krieg jedoch bereits früher beendet worden, so hätte der Großteil der späten Angriffe überhaupt nicht erst stattgefunden.
 
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