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Tja.. und manchmal "passiert" es einfach und man(n) ist dann Eltern ;)

Meine Freundin, wird auch wieder arbeiten gehen müssen, wenn sie kein Elterngeld mehr bekommt - woher soll das Geld denn kommen und ihre Rente später ? Und wieso muss man seine eigene Karriere aufgeben ?
Heiraten wird für mich ebenfalls nie in Frage kommen - da kann man sich als Mann ja gleich den finanziellen Kopfschuss geben, wenn man sich dann scheidet.
was hindert dich bei der argumentation an einem ehevertrag um evtl steuervorteile trotzdem mitzunehmen?
 
Dir ist aber schon klar, um was für Summen und um was für Zeiträume es hier geht? Dagegen ist die Agenda 2010 ein Klacks! Und wenn man sich mal ansieht, wie diese sinnvolle und überaus notwendige Reform der SPD vergütet wurde, dann kann man sich ausmalen, wie stark das Bedürfnis ist, eine noch viel, viel größere Umverteilungsreform anzupacken. Davon mal abgesehen, daß man sich weder einig ist, wie man es machen sollte, noch wie eine Alternative zu einem Generationenvertrag eigentlich aussehen soll....


Alles richtig, was du sagst. Ich weiß auch keine Lösung. Ich finde aber, wir müssen in dem Bereich mehr machen, müssen ihn auch mehr in den Fokus rücken. Stattdessen aber richtet die Politik ihren Fokus lieber auf eine sinnlose Maut oder kurzsichtig gedachte Projekte.
 
Sicher müßte man da mehr machen, das sehe ich genauso. Aber die Frage ist halt was? Der Generationenvertrag ist an sich ja nicht falsch, nur muß man ihn an neue Gegebenheiten anpassen. Und sowas kostet, das kann man einer Generation alleine nicht aufbürsten, deswegen geht es auch nicht schnell.

Das größte Problem ist imho, daß es diejenigen, die es betrifft, es idR nicht sehen oder es einsehen wollen, daß man etwas ändern muß. Und wenn, dann sollen es gefälligst die Anderen bezahlen. So funktioniert es aber leider nicht und dann ist der Politiker/die Partei, der/die es dennoch macht, wieder der Doofe und für alle Zeiten verbrannt. Siehe Agenda 2010. Wenn man ein Volk regieren soll, daß so darauf reagiert, darf man sich nicht über die aktuelle Politik wundern....

Btw. die Maut wird sich noch lohnen: wenn die CSU dafür kräftig aufs Maul bekommt :D
 
Geht nicht um dich Persönlich aber ist denn ein Eigenheim kein Luxus ?
Hast natürlich Recht, mit dem Thema "früher hat ein Verdiener ausgereicht um eine Familie zu ernähren". Ein Haus war da sicher aber auch nicht bei vielen drin.

Doch, natürlich.

Wir bezahlen für unser Eigenheim aber auch nicht viel mehr, als du in Städten wir Berlin oder Frankfurt für eine 90Qm-Bude bezahlst. Und das sollte man mit Kind haben, damit man sich nicht selbst in die Quere kommt.

Aber auch ohne Eigenheim wollten wir unbedingt ein Kind UND die entsprechende Zeit dafür, vor allem meine Frau. Wir haben Freunde, die ihr Kind morgens wirklich um 7 Uhr abgeben und es um 17 Uhr wieder abholen. Die sind dann Abends voll gestresst, wenn sie das Kind um 19 Uhr (!!!) ins Bett schicken. Wow... zwei Stunden am Tag.

Ansonsten mag es schon sein, dass der Deutsche auf seinen Luxus nicht verzichten will. Das war damals sicher anders. Ich gönne mir ein iPhone, aber nur noch alle zwei Jahre mit Vertrag. Mein TV ist mittlerweile 6 Jahre alt. Unser letzter Urlaub ist zwei Jahre her, eine Woche Bodensee statt Fuerte.

Und wir leben sogar trotzdem noch. :ugly:
 
was hindert dich bei der argumentation an einem ehevertrag um evtl steuervorteile trotzdem mitzunehmen?
ich halte einfach nichts von ehe.... bringt vom grundsatz her nur was dem staat, da er bei einer Scheidung einfach eine Menge Geld spart. -> Unterhaltspflicht liegt ja dann zu 90% beim Mann da er der Besserverdiener ist.

Wer glaubt Ehe hätte was mit Romantik zu tun, der glaub wohl auch dass Zitronenfalter Zitronen falten
 
Ansonsten mag es schon sein, dass der Deutsche auf seinen Luxus nicht verzichten will. Das war damals sicher anders. Ich gönne mir ein iPhone, aber nur noch alle zwei Jahre mit Vertrag. Mein TV ist mittlerweile 6 Jahre alt. Unser letzter Urlaub ist zwei Jahre her, eine Woche Bodensee statt Fuerte.

Und wir leben sogar trotzdem noch. :ugly:
Das mag ja für euch so passen, aber eben nicht für jeden.
 
Doch, natürlich.

Wir bezahlen für unser Eigenheim aber auch nicht viel mehr, als du in Städten wir Berlin oder Frankfurt für eine 90Qm-Bude bezahlst. Und das sollte man mit Kind haben, damit man sich nicht selbst in die Quere kommt.

Aber auch ohne Eigenheim wollten wir unbedingt ein Kind UND die entsprechende Zeit dafür, vor allem meine Frau. Wir haben Freunde, die ihr Kind morgens wirklich um 7 Uhr abgeben und es um 17 Uhr wieder abholen. Die sind dann Abends voll gestresst, wenn sie das Kind um 19 Uhr (!!!) ins Bett schicken. Wow... zwei Stunden am Tag.

Ansonsten mag es schon sein, dass der Deutsche auf seinen Luxus nicht verzichten will. Das war damals sicher anders. Ich gönne mir ein iPhone, aber nur noch alle zwei Jahre mit Vertrag. Mein TV ist mittlerweile 6 Jahre alt. Unser letzter Urlaub ist zwei Jahre her, eine Woche Bodensee statt Fuerte.

Und wir leben sogar trotzdem noch. :ugly:


Evtl. scheint die Sichtweise was Luxus ist und was nicht, etwas zu variieren ?!

90m² Wohnung mit einem Kind ist schon sehr groß finde ich.
Ein iPhone NUR alle zwei Jahre um mal deine Betonung aufzugreifen, kann man schon als Luxus empfinden, die Frau braucht auch noch eins.
2 Autos sind sicher vorhanden, das kann man schon als Luxus bezeichnen denke ich.
Das kann sich halt nicht jeder leisten.
Urlaub am Bodensee wenn auch nur eine Woche und das ist ja sicher nicht alles.

Möchte hier aber noch mal betonen, das es mir nicht um dich Persönlich geht, nur hatten wir halt gerade das Gespräch. Das könnten sicher auch viele anderen hier aus dem Forum sein.

Man gewöhnt sich halt an alles und vergisst oft, was eigentlich wirklich Luxus ist.
Viele Luxusgüter gehören heute Umgangssprachlich sicher zu den normalen dingen des Alltags aber eigentlich bleiben sie Luxusgüter. IMO

@Wintermute , genau das meine ich, was den Zimti´s völlig ausreicht wäre für andere kaum Leistbar und würden ihn darum beneiden, wieder anderen ist das viel zu wenig und sie würden eher sterben als so zu leben. Schwieriges Thema. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Samstrike 68

Natürlich geht es uns noch besser als vielen Anderen. Es ging uns finanziell aber auch schon mal noch besser. Da habe ich mir nach Lust und Laune ein neues iPhone gekauft, über den Kauf eines neuen TVs hätte ich nicht lange nachgedacht, da hätte auch ohne mit der Wimper zu zucken eine V2 in meinem Wohnzimmer gestanden. Urlaub waren 11 Tage Fuerte im *****-Hotel.

Das alles ist jetzt erstmal anders, ich vermisse es aber auch nicht. Ich arbeite weniger als damals, damit ich wenigstens halbwegs pünktlich Feierabend habe. Früher war ich vor 20 Uhr selten zu Hause. Meine Frau geht nicht voll arbeiten, hat zwei Tage die Woche frei. Klar, dafür fehlt Geld.

Wir sind aber auch keine "Normalverdiener".

Aber wir schweifen da auch ab. Meine Kernaussage war ja, warum Kinder, wenn man sie selbst kaum bei sich hat? Und anders geht es oft nicht, wenn der finanzielle Background fehlt.
 
Kinder, das ist ja das Tolle an ihnen, sind wunderbar anpassungsfähig. Das mussten sie über die Jahrtausende auch immer sein. Was Kinder alles schon durchgemacht haben, mal auf die Weltgeschichte betrachtet! Wahnsinn! Kinder lernen auch unheimlich viel aus sich selbst heraus. Aber vor allem lernen sie viel im Wechselspiel mit anderen Kindern und ihrer Umgebung und eher weniger von ihren Eltern. Insofern sehe ich das alles nicht so dramatisch. Eine tolle Kinderheit ist nicht unbedingt eine, in der man möglichst viel Zeit mit den Eltern verbringt. Eltern sind natürlich wichtig und wer von morgens bis Abends nur seine Arbeit im Kopf hat, der sollte sich vielleicht auch keine anschaffen. Aber im Großen und Ganzen sehe ich in der Betreuung nichts, woran die Welt zugrunde gehen könnte! :D
 
Bei dem Geld, was hierzulande in die Familienförderung gesteckt wird, ist das wirklich traurig. Da sollte man das Konzept ggf. mal überdenken und die Hälfte davon wegstreichen. Bringt ja offensichtlich nichts...

Gab es im letzten Jahr nicht auch mal eine Studie die vom familenministerium veröffentlicht wurde das ein grossteil der Finanzierten Maßnahmen ineffektiv sind? Wurde aber glaub ich wieder versucht unter dem Teppich zu kehren da es wohl zu unbequem ist den Bereich mal anzufassen.
 
Ich frag mich bei jeder Kindergelderhöhung, ob die wirklich nötig war. Und wenn, dann sollen sie es an das Einkommen koppeln.
 
Gab es im letzten Jahr nicht auch mal eine Studie die vom familenministerium veröffentlicht wurde das ein grossteil der Finanzierten Maßnahmen ineffektiv sind? Wurde aber glaub ich wieder versucht unter dem Teppich zu kehren da es wohl zu unbequem ist den Bereich mal anzufassen.

Jepp. Was nun weder etwas Neues (das wird von den Experten und entsprechenden Organisation schon lange bestätigt) noch überraschend ist (bei hunderten, unkoordinierten Maßnahmen, alleine vom Staat). Deswegen meinte ich weiter oben, daß man locker die Hälfte wegstreichen und das Geld andersweitig (durchaus auch in der Familienpolitik) besser einsetzen könnte.

Das ist aber leider kaum machbar, da Familienpolitik neben der Bildung eines der großen Profilierungsgebiete der Länder ist. Das lassen die sich nicht wegnehmen, die Bayern zuletzt. Da wird es schwierig, mal aufzuräumen. Außerdem schreien die Familienlobbys immer am Lautesten - was sie einmal haben, kann man denen nie wieder wegnehmen :roll:

Ich frag mich bei jeder Kindergelderhöhung, ob die wirklich nötig war. Und wenn, dann sollen sie es an das Einkommen koppeln.

Dafür plädiere ich schon lange. Wozu bekomme ich als Millionär Kindergeld oder - für mich noch profitabler - den Kinderfreibetrag? Völliger Blödsinn...
 
Jetzt sind millionäre aber auch nicht die klassischen Familien mit 5 kindern. Und so oder so ist das finanziell zu vernachlässigen und am ende würde irgendwer wegen Diskriminierung klagen und recht bekommen.
 
Finde auch, dass man es mit der Regelungswut auch übertreiben kann. Ist eh schon vieles zu kompliziert bei uns. Finde Kindergeld auch mehr als richtig, auch wenn es letztlich viel zu gering ist. Werde ich aber nie verstehen, warum bei uns im Staat Familien mit Kindern nicht wirklich unterstützt werden. Da ist jedem seit Jahren klar, das unsere Gesellschaft vergreist, aber es wird nichts dafür getan den Kinderwunsch auch finanziell umsetzbar zu machen. Auch hier liegt die Problematik aus dem immer kleiner werdenden Kreis der Menschen mit mittleren Einkommen. Vermögende haben keine Probleme mit den finanziellen Einbußen durch Kinder und "Vermögenslose" spüren letztlich auch keine Einbußen mehr durch Kinder. Für den cliche Hartzi sind Kinder eher noch ein Geschäft.

Aber diejenigen die "normales" Geld (also keine KT Verhältnisse) verdienen, sich etwas aufbauen wollen und ein angenehmes Leben leben wollen, werden bei der Überlegung für Kinder mit gewaltigen finanziellen Belastungen konfrontiert. Da ist es klar, zu den sonstigen Lebensänderungen, dass nicht jeder sich für ein Kind entscheidet, sondern lieber sein Leben weiterlebt. Wie ich in VWL gelernt habe, sind wir doch fast alle ein Homo oeconomicus.

Wenn man es realistisch betrachtet, treffen die allgemeinen Hochrechnungen, dass ein Kind bis zu Selbständigkeit knapp 100.000 Euro kostet nicht zu, sondern kann schnell noch wesentlich mehr werden wenn Einnahmeausfälle und hierdurch im Alter verminderte Renteneinnahmen dazu zählt.
 
Und so oder so ist das finanziell zu vernachlässigen

Naja, um der Gerechtigkeit willen wurden hier schon kleinere Gesetze beschlossen. Es wäre ja nicht mal sonderlich kompliziert. Und es geht ja nicht nur um die Millionäre, sondern daß diejenigen mehr Geld bekommen, die es wirklich brauchen. Nicht die, die es eh zu dem anderen Geld aufs Konto legen.

und am ende würde irgendwer wegen Diskriminierung klagen und recht bekommen.

Unwahrscheinlich. Transferleistungen an das verfügbare Einkommen zu knüpfen, ist kein Problem.
 
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