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Aber das was wir hier haben ist das Produkt unserer Arbeit ( bzw. Das unserer Vorfahren).

dass du dir ne konsole oder nen neuen pc leisten kannst ist nicht das produkt "unserer" arbeit, sondern nur möglich aufgrund von ausbeutung anderer. es gibt keinen grund sich zufrieden und selbstgefällig zurückzulehnen. dein grillfleisch ist billig, weil tiere in massenhaltung vor sich hinleiden, deine elektronik ist billig, weil den preis andere zahlen. klar, den elektronikschrott verschiffen wir dann wieder nach afrika, wo die leute sich lebensbedrohlich vergiften um den letzten krümel verwertbares material da herauszuquetschen. auch das ist ein produkt unserer arbeit...
 
Wie ich Geschrieben habe: unser Standard ist nur zu halten wenn es anderen deutlich schlechter geht.

Jedoch bin ich der Ansicht was zB hier in Deutschland nach dem 2wk passiert ist, das ist eine Leistung bzw das Produkt unserer Vorfahren. Das ist selbst mit Hilfe die wir deutschen bekommen haben nicht selbstverständlich. Und ich rede hier bewusst nicht von einer deutschen Leistung da die Vor allem türkischen und italienischen Arbeiter einen sehr großen Teil dazu beigetragen haben.


Man muss der Wahrheit ins Gesicht sehen: die westlichen Führungskräfte Wollen auch gar nicht dass es der dritten Welt deutlich besser geht.

Glaubt hier einer im Ernst dass die Interesse dran haben dass die dritte Welt all ihre Ressourcen selbst nutzt und ausbeutet?

Glaubt ihr dass die Interesse haben dass in der dritten Welt wirklichen vergleichbare Löhne wie im Westen gezahlt werden?

Glaubt ihr die sind scharf drauf dass alle in der dritten Welt sich ein Auto leisten können bei den Krisen um die fossilen Treibstoffe die wir jetzt schon haben?

Oder dass die alle genauso viel Strom verbrauchen wie wir?


Kleiner Tipp: die Antwort heißt nein.


Ich will nicht jeden westlichen Politiker unterstellen dass sie möchten dass tausende verhungern oder bei ethnischen Unruhen abgeschlachtet werden, aber sie werden auch einen Teufel tun ein Gleichgewicht herzustellen. Daran haben die kein Interesse, im Interesse der westlichen Welt.
 
meinst Du was hier von den Gutmenschen los wäre, wenn die CHristen die Muslime über Boot geworfen hätte...

War klar, dass das wieder von dir kommt. :fp:

Auch erstmal Kudos an alle, die sich hier so sachlich an der Diskussion beteiligen. Leider ist es mir nicht immer möglich mich so auf den Punkt auszudrücken, wie ich gerne würde.

An all die anderen, versucht doch wenigstens einmal zu verstehen, was Menschen dazu veranlasst, zu flüchten. Versteht doch einfach mal, dass es Menschen gibt, die jeden verdammten Tag um ihr eigenes Leben fürchten müssen. Die gehen soweit sich Menschen anzuvertrauen, von denen sie oft wissen, dass es sich um Verbrecher handelt.
Was muss jemanden dazu treiben sein ganzes Hab und Gut aufzugeben um damit vielleicht auch nur ein Familienmitglied auf so ein Boot schicken zu können, in der Hoffnung auf ein vielleicht besseres Leben, aber auch gleichzeitig mit der Angst, dass dieser vielleicht auf der Fahrt ums Leben kommt.

Was da passiert ist, ist eine humanitäre Katastrophe!

Natürlich können wir nicht alles sofort ändern und werden es vielleicht auch nie schaffen, aber dennoch sollte man Dinge immer wieder hinterfragen und vielleicht auch kleine Dinge dazu beitragen etwas zu verändern.


Es braucht einfach eine gänzlich andere Flüchtlingspolitik und das nicht nur in diesem Land.

Dieses ganze fremdenfeindliche Klima schient derzeit das ganze Land zu vergiften und ja das macht mir schon etwas Angst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jepp, aber was würde bloß Otto Normalo mischen, wenn er nicht alles Schlechte und Verkommene auf die Politiker, die Mächtigen und "die da oben" schieben könnte. Dann müßte er ja selber den Arsch hoch kriegen - undenkbar!


Ich habe Politiker und Führungskräfte geschrieben weil das die Personen sind die tatsächlich etwas ändern könnten wenn sie wollten.

Und ich bin auch ehrlich: bevor ich meinen liebsten, meinen späteren Kindern und auch mir einen schlechteren Lebensstandard wünsche möchte ich lieber den Status Quo.

Ihr könnt von mir denken was ihr wollt aber das ist ehrlich.
 
Ich frage mich, wie diese Diskussionen von der relativ "einfachen" humanitären Katastrophe, die sich vor den Toren Europas abspielt (und die mit ein paar hundert Millionen jährlich durch die EU weitgehend zu beheben wäre), auf diese etwas abstrakte Ebene der weltweiten Verteilung des Reichtums abgekommen ist.
 
Ich habe Politiker und Führungskräfte geschrieben weil das die Personen sind die tatsächlich etwas ändern könnten wenn sie wollten.

War jetzt gar nicht auf Dich gemünzt, sorry, wenn es so rüber gekommen ist.

Es war mehr allgemein an Alle gerichtet, die gerne in Politik, Wirtschaft und "denn da oben" das ganze Übel dieser Erde sehen und in Wirklichkeit keine Ahnung haben, wie die Dinge funktionieren und alles nur aus ihrem sehr speziellen und sehr schmalen Blickwinkel betrachten. Ohne nur darüber nachzudenken, daß die Welt vielleicht ein weeeenig komplizierter sein könnte.

Interessanterweise handeln und argumentieren eben jene dann gerne genauso egoistisch und ignorant und einseitig, wie sie es der Politik et. al. vorwerfen. Auch gerne mit dem Zusatz, daß es bei Ihnen (als armes kleines Licht aus dem Volk) ja was ganz anderes sei....
 
CSU stellt Kita-Ausbau des Bundes infrage
Wenn der Bund nicht für das Betreuungsgeld zuständig sei, dürfe er auch keine Kitas bezuschussen, meint der CSU-Abgeordnete Max Straubinger. Die SPD hält dagegen.

kita-540x304.jpg


Die CSU erwägt Maßnahmen gegen die staatliche Förderung von Kindertagesstätten im Gegenzug zur Anfechtung des Betreuungsgelds. "Wenn das Betreuungsgeld nicht rechtmäßig sein sollte mit dem Argument, der Bund sei dafür nicht zuständig, dann muss man auch die Beteiligung des Bundes am Kita-Ausbau der Länder infrage stellen", sagte der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Gruppe im Bundestag, Max Straubinger, dem Spiegel.
[...]
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-04/betreuungsgeld-kita-csu
----------------------

Übersetzung: "Wenn wir schon nicht kriegen, was wir wollen (egal, wie blödsinnig es ist), dann machen wir Euch eben auch was kaputt" :lol:

Wenn es wenigstens einen sachlichen Zusammenhang geben würde. Was für ein lächerlicher Haufen...
 
Aber das was wir hier haben ist das Produkt unserer Arbeit ( bzw. Das unserer Vorfahren).
Das Produkt unserer Vorfahren ist auch, dass in den letzten 100 Jahren zwei Weltkriege von deutschem Boden ausgingen. Das Produkt unserer Vorfahren ist auch, dass Millionen und Abermillionen unschuldige Menschen kaltblütig abgeschlachtet wurden. Sind wir dafür auch irgendwie verantwortlich? Oder zumindest für die Folgen und Lehren, die sich aus diesem dunklen Kapitel deutscher Geschichte ergeben? Oder kann man davor getrost die Augen verschließen und sich stattdessen nur die Rosinen rauspicken?
Es widert mich zutiefst an, dass es mittlerweile common sense ist, sich und seine Generation von den Naziverbrechen strikt abzugrenzen, wenn im selben Atemzug mit einem gewissen Stolz darüber geschwärmt werden kann, was hier in Deutschland Tolles erschaffen und aufgebaut wurde.
Das was hier erschaffen wurde war nur möglich, da die Amis Deutschland als Verbündeten gegen die SU brauchte. Wenn die Alliierten wirklich alliiert gewesen wären - und zwar über die Zeit nach 45 hinaus - dann hätten wir uns aber schön bedanken können über "das Produkt der Arbeit unserer Vorfahren". Das was hier erschaffen wurde war übrigens auch nur möglich, weil Millionen von Flüchtlingen daran beteiligt waren. Dass aufgrund von 12-14 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen (auch interessant, dass man hier mehrheitlich von Vertreibung redet) aus den deutschen Ostgebieten quasi jede deutschen Familie über irgendeinen Verwandtschaftszweig einen "Migrationshintergrund" hat, scheint aber nicht für eine übermäßige Empathie für die Notlage aktuell fliehender Menschen zu sorgen.

Für mich ist das unbegriflich; wie man so viel Zynismus aufbringen kann, um jede Verantwortung für die aktuelle Flüchtlingsproblematik mit der Begründung zur Wahrung des eigenen Wohlstands beiseite zu schieben.
Für all jene eine weitere Meldung der Kategorie "not my cup of tea": UN befürchtet schlimmste Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. Bis zu 700 Todesopfer befürchtet

PS: Und das ist nur das augenscheinlichste Beispiel dafür, warum man gerade Deutschland eine besondere Verantwortung für die Notlage fliehender Menschen besitzt.
Dass andere europäische Länder und die gesamte EU ihrer spezifischen Verantwortung, die sich aus vielerlei Gründen ergibt, ebenfalls nicht gerecht wird, steht dabei noch mal auf einem anderen Papier.
 
Zuletzt bearbeitet:
FBI lieferte jahrzehntelang falsche Haaranalysen
US-Behörden haben gravierende Fehler des Justizsystems eingeräumt: Ungenaue Analysen von FBI-Rechtsmedizinern führten wohl in Hunderten Fällen zu Fehlurteilen. VON RAGNAR VOGT

fbi-haare-540x304.jpg


[...]
Es gehe vor allem um Fälle aus den Jahren 1985 bis 2000. Das FBI überprüft derzeit etwa 2.500 Gerichtsurteile, in denen Analysen der umstrittenen Abteilung verwendet worden waren. Fälle vor 1985 hätten nicht untersucht werden können, da die Akten nicht digitalisiert vorlägen.

In 95 Prozent der bereits überprüften 268 Fälle seien falsche Analysen gegen die Angeklagten eingesetzt worden. In 32 Fällen seien Menschen zum Tode verurteilt worden, 14 von ihnen seien hingerichtet worden oder im Gefängnis gestorben.
[...]

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-04/usa-rechtsmedizin-fbi-justizskandal

Unglaublich :fp:
 
@Mingo
Wieso stehen die westlichen Länder in der Verantwortung die Flüchtlinge aufzunehmen? Ich verstehe das immer noch nicht ganz. Ansonsten sind sie ja in Italien richtig, die Römer haben vor 2000 Jahren auch viele abgeschlachtet und vertrieben. Irgendwann muss man halt einen Strich ziehen.
Das Problem liegt meiner Meinung an dem Bevölkerungswachstum. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Oder weitergehen dürfte.

Edit: Meine Fresse. In den Usa will man einfach NIE mit dem Gesetz in Ärger kommen. Wenn man so die Berichte liest, könnte man meinrn, dass jeder zweite Verurteilte eigentlich unschuldig ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Produkt unserer Vorfahren ist auch, dass in den letzten 100 Jahren zwei Weltkriege von deutschem Boden ausgingen. Das Produkt unserer Vorfahren ist auch, dass Millionen und Abermillionen unschuldige Menschen kaltblütig abgeschlachtet wurden. Sind wir dafür auch irgendwie verantwortlich? Oder zumindest für die Folgen und Lehren, die sich aus diesem dunklen Kapitel deutscher Geschichte ergeben? Oder kann man davor getrost die Augen verschließen und sich stattdessen nur die Rosinen rauspicken?
Es widert mich zutiefst an, dass es mittlerweile common sense ist, sich und seine Generation von den Naziverbrechen strikt abzugrenzen, wenn im selben Atemzug mit einem gewissen Stolz darüber geschwärmt werden kann, was hier in Deutschland Tolles erschaffen und aufgebaut wurde.
Das was hier erschaffen wurde war nur möglich, da die Amis Deutschland als Verbündeten gegen die SU brauchte. Wenn die Alliierten wirklich alliiert gewesen wären - und zwar über die Zeit nach 45 hinaus - dann hätten wir uns aber schön bedanken können über "das Produkt der Arbeit unserer Vorfahren". Das was hier erschaffen wurde war übrigens auch nur möglich, weil Millionen von Flüchtlingen daran beteiligt waren. Dass aufgrund von 12-14 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen (auch interessant, dass man hier mehrheitlich von Vertreibung redet) aus den deutschen Ostgebieten quasi jede deutschen Familie über irgendeinen Verwandtschaftszweig einen "Migrationshintergrund" hat, scheint aber nicht für eine übermäßige Empathie für die Notlage aktuell fliehender Menschen zu sorgen.

Für mich ist das unbegriflich; wie man so viel Zynismus aufbringen kann, um jede Verantwortung für die aktuelle Flüchtlingsproblematik mit der Begründung zur Wahrung des eigenen Wohlstands beiseite zu schieben.
Für all jene eine weitere Meldung der Kategorie "not my cup of tea": UN befürchtet schlimmste Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. Bis zu 700 Todesopfer befürchtet

PS: Und das ist nur das augenscheinlichste Beispiel dafür, warum man gerade Deutschland eine besondere Verantwortung für die Notlage fliehender Menschen besitzt.
Dass andere europäische Länder und die gesamte EU ihrer spezifischen Verantwortung, die sich aus vielerlei Gründen ergibt, ebenfalls nicht gerecht wird, steht dabei noch mal auf einem anderen Papier.


Es gibt kein Land dass in seiner Historie eine weiße Weste behalten hat.
Krieg, ethnische säuberungen, Vertreibungen, Sklaverei. Wer kann sich davon komplett freisprechen?

Du fragst ob wir für die zwei wk verantwortlich sind?
Nein, ich sicherlich nicht und auch die Generation meines Vaters nicht. Ich kann nicht für etwas verantwortlich gemacht werden was vor meiner Lebenszeit passiert ist. Es gibt keine ewig andauernde kollektivschuld.
Es ist wichtig dass wir nicht vergessen und unsere Historie in angemessenerweise reflektieren.
Was aber hier in Deutschland noch immer passiert ist dass man auf Leistungen nicht stolz sein darf, dass Deutschland auf 12 dunkle Jahre beschränkt wird, dass man keine Kritik an Israel äußern darf ohne das der Zentralrat der Juden ausflippt und meint er müsse uns wieder in die Demut zwingen. Grade hier platzt mir die Hutschnur, was in Israel passiert ist ein Genozid unter mit Hilfe der westlichen Welt. Israel ist ein terrorstaat der mit Waffen und Geld unterstützt wird dort Menschen zu schikanieren und in Massen umzubringen. Aber das führt jetzt zu weit.

Sobald man Kritik übt an Ausländerpolitik oder individuelles Fehlverhalten ausländischer Mitbürger zur Sprache bringt wird man als nazi oder zumindest als rechts dargestellt.
Dieser Automechanismus ist den meisten so gut eingeimpft worden dass sie gar nicht In der Lage sind einige Situationen richtig zu reflektieren und einzuschätzen. Die kennen nur die nazi keule Mit der Man hier in Deutschland jede Diskussion im keim Ersticken lassen kann.

Ich habe auch geschrieben, dass wir Hilfe von den Amis bekommen haben. Und trotzdem sage ich, andere Gesellschaften hätten daraus nicht soviel gemacht wie es hier geschehen ist.
Wir können froh sein dass der morgenstern plan nicht durchgesetzt wurde und man uns als Gegenpol zur UdSSR brauchte.
Aber warum kann ich nicht stolz drauf sein was hier indem letzten 70 Jahren entstanden ist? Das wir geschafft haben Wohlstand und eine starke Wirtschaft aufzubauen ?
Es gibt Leute die nur danach trachten sich selbst zu verachten, so kommt mir dein Post vor.
Um es nochmal deutlich zu machen: ich bin nicht stolz Deutscher zu sein. Ich bin froh einer zu sein und hier leben zu dürfen. Was hier aber geschafft wurde macht mich stolz, und das meine Familie ein Teil davon ist.

Die Flüchtlinge aus den deutschen ostgebieten waren aber volkseigene Flüchtlinge. Nach dem Krieg sind sie aus zB Schlesien wie meine Großmutter vor den Russen geflohen. Zurück konnten sie nicht da die Grenzen ja verschoben wurden.
Das sind deutschsprachige Menschen gewesen, die auch der deutschen Kultur angehörten. Das kann man meines Erachtens nicht nicht Menschen aus Afrika vergleichen.
Sie gehörten zu Deutschland und sind innerhalb eines Landes geflohen wegen der Verschiebung der Grenzen.

Ich sehe Deutschland in keiner besonderen Verantwortung.
Wie schon gesagt, ich bin es leid immer wieder auf die Verbrechen der ns zeit reduziert zu werden. Das hat mit mir nichts zu tun. Und heutige politische Entscheidungen dürfen nicht davon bestimmt werden. Man darf nicht vergessen und wie aus allen Verbrechen an der Menschlichkeit muss man seine Lehren daraus ziehen, aber wie leben jetzt in einer komplett anderen Gesellschaft mit anderen Herausforderungen und Politik muss der Gegenwart und der Zukunft gerecht werden. Nicht der Zeit vor 70 Jahren.


Wenn du schon von historischen Verantwortung sprichst, was ich schwachsinnig finde, dann sollten die Kolonialmächte besonders in der Verantwortung stehen. Frankreich, Belgien und England dürften in dem Fall die Hauptakteure sein.



Sorry für den langen Text und das ich zum Teil abgeschweift bin. Das musste jetzt mal raus.
 
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