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Naja, den Anschlag mit 9/11 zu vergleichen, halte ich für etwas übertrieben. In Frankreich vielleicht, aber darüber hinaus wird sich bald keiner mehr daran erinnern.
 
Das glaube ich persönlich nicht. Der Anschlag auf Charlie Hebdo bleibt in den Köpfen und wird noch viele viele Jahre in europäischen Diskussionen zum Thema Terrorismus aufkommen.

Nichtsdestotrotz: Für viele Leute hat diese Zeitschrift eine Bedeutung. Und zwar eine geschichtliche. Das ist der Grund weshalb soviele Menschen eine Ausgabe haben wollen.
 
Vor einer Buchhandlung im Berliner Hauptbahnhof warteten gegen 5 Uhr etwa hundert Menschen, um ein Heft zu kaufen. Erfolg hatten lediglich die ersten beiden Kunden: Das Geschäft hatte nur zwei Exemplare geliefert bekommen.


Auch am Hamburger Hauptbahnhof war der Engpass spürbar. Vor einem Buch- und Zeitschriftengeschäft standen mehr als 60 Leute in einer Warteschlange. Um kurz nach 6 Uhr öffnete der Verkäufer schließlich die Türen und ließ die ersten sieben Wartenden in den Laden. Dann hieß es schon: "Wir sind ausverkauft!"


http://www.spiegel.de/politik/deuts...demos-in-muslimischen-laendern-a-1013519.html
 
Das glaube ich persönlich nicht. Der Anschlag auf Charlie Hebdo bleibt in den Köpfen und wird noch viele viele Jahre in europäischen Diskussionen zum Thema Terrorismus aufkommen.

Nichtsdestotrotz: Für viele Leute hat diese Zeitschrift eine Bedeutung. Und zwar eine geschichtliche. Das ist der Grund weshalb soviele Menschen eine Ausgabe haben wollen.

Und das ist für mich persönlich nichts anderes als Heuchelei. Ansonsten interessieren sich die Leute auch einen Scheiß für Zeitgeschichte - oder in diesem Fall Charlie Hebdo. Aber bei einer menschlichen Tragödie kann man sich ja mal nachträglich ein Souvenir in den Schrank stellen.
 
Das glaube ich persönlich nicht. Der Anschlag auf Charlie Hebdo bleibt in den Köpfen und wird noch viele viele Jahre in europäischen Diskussionen zum Thema Terrorismus aufkommen.

Wer erinnert sich denn noch an die Anschläge von London oder Madrid? Die Meisten dürften nichtmal das Jahr parat haben, geschweige denn das genaue Datum oder die Opfer. Nee, das ist bald wieder verebbt.

Nichtsdestotrotz: Für viele Leute hat diese Zeitschrift eine Bedeutung. Und zwar eine geschichtliche. Das ist der Grund weshalb soviele Menschen eine Ausgabe haben wollen

Jepp, Devotionalien und Symbolismus spielen da auch eine große Rolle.
 
Und das ist für mich persönlich nichts anderes als Heuchelei. Ansonsten interessieren sich die Leute auch einen Scheiß für Zeitgeschichte - oder in diesem Fall Charlie Hebdo. Aber bei einer menschlichen Tragödie kann man sich ja mal nachträglich ein Souvenir in den Schrank stellen.

Das will ich nicht öffentlich be- oder verurteilen. Ich glaube lediglich, das es so ist. Ob diese Handlungsweise ethisch richtig ist, oder die Beweggründe anständig und taktvoll sind - das dürfen andere öffentlich kommentieren ;)
 
True, wenn der Konflikt erst mal läuft, versuchen alle Seiten, das beste aus der Sache zu machen, sei es nun Vermehrung von Reichtum, Macht oder Ländereien. Das geographische Ziel und die ursprüngliche Motivation kann aber durchaus allein religiös motiviert sein.

Eben diese Exklusivität bezweifeln Friedens-und Konfliktforscher. Ich bin da kein Experte und will auch nicht so tun als ob, Aber ich habe dieses Semester ein Seminar bei einem der führenden Forscher zum Nordirlandkonflikt. Also ein Konflikt, welcher in der öffentlichen Lesart auch als religiös motiviert empfunden wird und er ist der festen Meinung, dass Religion auf beiden Seiten nur als Legitimationsinstrument der eigenen Ansprüche benutzt wird und wurde. In Wirklichkeit geht es lediglich um Einfluss und kulturelle Hegemonie.
 
Was ja insofern Sinn ergibt, weil Religion ursprünglich sowohl die Kultur, als auch das weltliche Leben bestimmen wollte bzw. bestimmt hat. Bei uns zum Glück nicht mehr so direkt, im Islam ist es allerdings vielerorts immer noch so.
 
Das will ich nicht öffentlich be- oder verurteilen. Ich glaube lediglich, das es so ist. Ob diese Handlungsweise ethisch richtig ist, oder die Beweggründe anständig und taktvoll sind - das dürfen andere öffentlich kommentieren ;)

An sich ist ja auch überhaupt nichts dabei, sich so eine Ausgabe zu kaufen. Nur sollte man dann nicht so tun, als würde man damit einen höheren Zweck erfüllen.
 
Als ob irgendjemand sich darum schert, wenn der Kram billig bleibt. Empörung und Prinzipien sind immer nur solange groß und wichtig, solange der eigene Vorteil und der Geldbeutel nicht betroffen sind :D
 
Eben diese Exklusivität bezweifeln Friedens-und Konfliktforscher. Ich bin da kein Experte und will auch nicht so tun als ob, Aber ich habe dieses Semester ein Seminar bei einem der führenden Forscher zum Nordirlandkonflikt. Also ein Konflikt, welcher in der öffentlichen Lesart auch als religiös motiviert empfunden wird und er ist der festen Meinung, dass Religion auf beiden Seiten nur als Legitimationsinstrument der eigenen Ansprüche benutzt wird und wurde. In Wirklichkeit geht es lediglich um Einfluss und kulturelle Hegemonie.
in (nord)irland hat das ja auch den hintergrund, dass das katholische irland von den protestantischen engländern besetzt wurde. die religionszugehörigkeit also eine relativ einfache möglichkeit bietet, den besetzenden feind zu erkennen.
 
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