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Will halt keiner der Buhmann sein. Zudem wollen alle Länder möglichst Konflikte vermeiden und versuchen, mit Russland zu verhandeln, was aber definitiv eine dumme Option ist. Und nicht möglich.
 
Gibt es eigentlich einen Grund, dass Forsa und Manfred Güllner laufend in den Medien zitiert werden? Ein Institut und sein Geschäftsführer, welche ihre "Analysen" regelmäßig und ganz offensichtlich manipulieren und damit selber Politik machen. Güllners hinterhergerotzte "Einschätzungen" sind selbst von einem 4-jährigen als Meinung und nicht als Analyse zu erkennen. Gibt es also irgendeinen Grund für ihre mediale Relevanz? Abgesehen von den tollen Überschriften, welche sich daraus bauen lassen. ("Absturz! SPD nur noch bei 20%" auch wenn alle anderen Institute 25% prognostizieren)
 
OK, liegt vielleicht daran, daß ich Online-Medien im politischen Bereich nicht wirklich frequentiere (außer ZEIT Online). Da tummeln sich einfach zu viele Ausfälle im Netz, bzw. wird da durch die ständige Korrekturmöglichkeit und dem Nimbus der Geschwindigkeit imho nicht genug Wert auf Substanz und Recherche gelegt. Wie man z.B. bei Der Spiegel vs. SpOn sehr gut beobachten kann.
 
Wobei das jetzt nicht unbedingt an der deutschen Luftwaffe liegt, wenn die Holländer ihren fliegenden Wohnwagen nicht in die Luft bekommen :D
 
bei den meldungen über unsere armee können wir froh sein, dass wir zentral in europa leben......

wir hatten mal gut ausgerüstete und ausgebildete truppen mit fähigen befehlshabern. das bild, was wir mittlerweile abgeben ist einfach nur traurig bis peinlich. unabhängig davon, ob wir sie brauchen oder nicht. aber unsere soldaten sollten schon vernünftige ausrüstung haben.
 
bei den meldungen über unsere armee können wir froh sein, dass wir zentral in europa leben......

wir hatten mal gut ausgerüstete und ausgebildete truppen mit fähigen befehlshabern. das bild, was wir mittlerweile abgeben ist einfach nur traurig bis peinlich. unabhängig davon, ob wir sie brauchen oder nicht. aber unsere soldaten sollten schon vernünftige ausrüstung haben.
Kommt einfach daher, dass bis auf das KSK die meisten Dinge kaum bis wenig in Einsatz sind. Und vor Einsätzen hat man ja Angst, wegen der ach so schlimmen Nazikeule. Dass zB Assad in Syrien ungestraft seine eigene Bevölkerung abschlachtet, obwohl ja gesagt wurde dass "man so was nie mehr passieren lässt", ist schon recht traurig, und meiner Meinung nach sehr frustrierend.
 
Und mittlerweile ist er wieder das einzig halbwegs Positive in der Region, auch wenn das keiner zugeben will. Wäre er gefallen, hätte der IS, Nusra Front oder beide jetzt ganz Syrien in der Hand. Die gemäßigte Opposition hatte von Anfang an keine Chance, selbst wenn man sie waffentechnisch unterstützt hätte. Das sind/waren Politiker und Intellektuelle, keine Kämpfer und rücksichtslose Mörder.

Dass wir selbst da ursprünglich nicht militärisch eingegriffen haben war die einzig richtige Entscheidung. Es ist einfach nicht unsere Aufgabe fremde Regierungen zu stürzen, selbst wenn es Regime sind. Sowas hat seit Ende des 2. Weltkriegs nicht ein einziges Mal funktioniert und hat es grundsätzlich immer nur schlimmer gemacht. Hätte man Saddam damals nicht angegriffen und seine Armee aufgelöst, würde er vermutlich heute noch Regimegegner foltern und ermorden. Aber das wären dann bis heute trotzdem nur ein Bruchteil der Toten, die es seit dem Irak-Krieg im Land gegeben hat. Und vielleicht wäre dann der gesamte Nahe Osten noch heute halbwesg stabil gewesen.

Jetzt, wo die Region eh für die nächsten Jahrzehnte verloren ist und ein Genozid durch eine kleine Terrorarmee stattfindet, sollte man sich dann doch militärisch beteiligen, und zwar nicht nur durch Waffenlieferungen, sondern auch durch Luftangriffe (wenn unsere Luftwaffe einsatzfähig wäre :D ). Ich musste ja schon damals lachen, als Steinmeier und von der Leyen groß die neue aktive deutsche Rolle in der europäischen und internationalen Sicherheits- und Außenpolitik beschworen haben. Übrig geblieben ist davon wie üblich nichts weiter als heiße Luft. Briten und Franzosen mögen in der Hinsicht manchmal übereifrig wirken, aber sie sind zumindest in der Lage, ihre Ankündigungen auch professionell durchzuziehen.
 
ich habe es schon mal gesagt und sage es wieder: nicht das stürzen der regime ist das problem, sondern dass man die länder danach alleine lässt. die leute brauchen nahrung, bildung und hilfe beim aufbau einer demokratie, aber dafür fühlt sich der westen nicht verantwortlich. bestes beispiel: libyen. die islamisten werden bei den wahlen abgestraft, es werden demokratische strukturen gewählt. leider finden sich die islamisten nicht damit ab, reagieren mit gewalt und niemand hilft den menschen dort.
 
Assad hat das IS Regime überhaupt erst an die Macht gebracht, durch seinen Einfluß konnten diese erst so viel Geld machen und dadurch eine schlagkräftige Armee aufbauen:

"Am Tabqa-Damm wurde die Stromerzeugung nie unterbrochen. Unter den Augen des IS bezogen die Ingenieure bis vor kurzem Gehalt aus Damaskus, und gegen Bezahlung lieferte IS den Strom in die Gebiete unter Kontrolle des Regimes. In einem ähnlich perfiden Deal kaufte das Regime dringend benötigte Brennstoffe, nachdem der IS im Sommer 2013 die größten Erdölfelder eingenommen hatte. Durch Erdöleinnahmen dehnte der IS seinen Einfluss bis an die türkische Grenze im Norden aus."

http://www.faz.net/aktuell/politik/...-machte-die-dschihadisten-gross-13128415.html

Der militante Islamismus ist meiner Meinung nach einfach die größte Bedrohung in unserer Zeit. Er ist auf jedem Kontinent der anzutreffen, in allen möglichen Ländern. Aber alle verschließen einfach die Augen und wiegen sich in Sicherheit, da ja alles so weit weg ist. Aber wenn man sich mal vor Augen führt, dass Dschihadisten aus aller Welt nach Syrien/in den Irak fliegen, dann muss einem doch bewusst werden, dass es hier genauso gut zu Anschlägen kommen kann.

Und so schrecklich weit ist Syrien nicht weg, selbst an der Grenze zur Türkei sind die Kämpfe ja zeitweise vorgedrungen. Einige Journalisten haben den Vergleich gezogen, erster Weltkrieg und nun, hundert Jahre später: die Welt schlafwandelt wieder in ein massives Unheil.
 
Das sind halt auch unkalkulierbare Kosten und Zeiträume, die man sich da aufbürdet. Mit ungewissem Ausgang. Das Geld und das Personal haben wir gar nicht. Da ist man mal schnell ein Jahrzehnt beschäftigt. Und wenns dann so läuft wie in Afghanistan, ist das Land einige Jahre danach wieder genauso am Arsch wie vorher. Das Land wird in einigen Jahren entweder wieder von diversen Warlords regiert, oder von den Taliban. Vermutlich beides.
 
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