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eigentlich funny-thread.. aber es passt sooo schön hier hin :)

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Die offensichtliche Bereitstellung militärischer Mittel und die Assimilierung russischer "Freiwillige" in die Reihen der Separatisten steht ausser Frage. Ich störe mich vielmehr an den teils populistischen Schlagzeilen der Revolverblätter, die einer Deeskalation und der Lösung dieses andauernden Konfliktes etwa gleich viel Substanzielles beitragen wie die alltäglichen, holen Parolen des Herrn Putins.

Wenn deine Frage auf eine "offizielle" Invasion regulärer russischer Streitkräfte anzielt: nein, die gibt es nicht. Aber wenn ein Staat tausende Soldaten "im Urlaub" und dazu noch massive Waffenhilfe in ein Krisengebiet schickt, könnte man das schon eine Invasion bezeichnen. Das macht er sicher nicht, um in der Ukraine Frieden und Ordnung zu schaffen, sondern um den Konflikt am Leben zu halten.
 
Das verläuft mir eindeutig in die falsche Richtung. Ich hegte mit der rhetorischen Fragestellung kleinerlei Absichten eines etwaigen Informationsgewinn. Die Antwort derer ist mir natürlich bereits bekannt, da ich mich auch intensiv mit dem Thema befasse. Worauf ich mit dem Beitrag abzielen wollte, habe ich im vorherigen Beitrag doch bereits dargelegt. Das war weder eine Interpretation, noch eine Beurteilung der aktuellen Situation und dem damit verbundenen Verhalten seitens Russland – welches ich übrigens vehement missbillige. Nur fürs Protokoll. :D
 
Ja gut, dann solltest Du aber auch keine "populistischen Schlagzeilen der Revolverblätter" lesen :D

Das die nur Scheiße schreiben ist ja hinlänglich bekannt.
 
Es ist wie bei einem Unfall, manchmal kann man einfach nicht wegsehen. :ugly:
Zumal ich unterdessen den Großteil aller mir bekannten Blätter in dem Fall unter dieser Prämisse kategorisieren würde.
 
Als ob man das nur auf Revolverblätter reduzieren könnte. Gestern durfte irgendeine Europapolitikerin in der Tagesschau sagen "Russland führt einen Krieg gegen Europa". :kaffee:
 
Na, warum wird dann nicht auch mal ein Ken Jebsen mit einem solchen markanten Satz gebracht, wenn er ein paar tausend Leute vor's Brandenburger Tor zur Friedensdemo zusammentrommelt?

Zum Beispiel mit:

"Lasst euch nicht aufhetzen, von niemanden".

"... noch eine Einzelmeinung". (und kein redaktioneller Inhalt). :grins:

Nein, solche Demonstrationen existieren in der Wahrnehmung der Tagesschau nicht, Der offizielle Grund: Weil die da alle naiv, verrückt oder weltverschwörerisch sind. Wobei das ja dann auch immer noch kein redaktioneller Beitrag wäre. Könnte man ja trotzdem bringen. Macht sich wahrscheinlich nicht so gut, schliesslich wäre deren Message, runtergebrochen auf ein Satz halt, dass man keinen Krieg möchte
. Dann doch lieber ein knackiges:

"Russland führt einen Krieg gegen Europa".

Das ist klassische Nachrichtenaufbereitung. Das lernen die auf der Schule. So hält man Nachrichten, die man nach ihrem Wert zur Aufrechterhaltung des Interesses des Zuschauers/Leser bemisst, am köcheln.
Ganz nach dem Motto: Schalten sie auch morgen wieder ein, wenn es möglicherweise heißt: Schießt der irre Putin auf ein Kernkraftwerk?

Und davon ist weder öffentlich-rechtliches Nachrichtenfernsehen noch die BILD-Zeitung frei. So funktioniert das Geschäft mit den Nachrichten für alle.
 
Weil Ken Jensen kein gewählter Parlamentarier ist? Und weil er vielleicht nicht aus einem Land stammt, daß schon längst in der gleichen Situation wie die Ukraine wäre, wenn es nicht der NATO angehören würde? Und das sich deshalb berechtigte Sorgen machen muß, daß Putin nicht auch dort die russisch-stämmige Bevölkerung anstachelt, trotz NATO-Mitgliedschaft. Hat er ja schon früher gemacht.

Ich kann ja verstehen, daß Du frustriert bist, weil deine Lieblinge keine Beachtung finden, aber das liegt daran, daß sie kaum jemanden interessieren. Zu recht, imho. Von der kruden Argumentationsweise und den merkwürdigen Typen im Umfeld mal ganz zu schweigen :D
 
Na, warum wird dann nicht auch mal ein Ken Jebsen mit einem solchen markanten Satz gebracht, wenn er ein paar tausend Leute vor's Brandenburger Tor zur Friedensdemo zusammentrommelt?

die höchste teilnehmerzahl, die ich jez gefunden hab is 2.000 menschen. das is keine demo, die besondere aufmerksamkeit der presse -sorry- verdient. demos dieser grösse finden jedes wochenende in nahezu jeder grösseren stadt statt. darüber gibts nen artikel in der lokalen presse, mehr nicht. oder hast du in der tagesschau von den squatting days in hamburg gehört, die hier das wochenende waren? nö, hab ich auch nicht erwartet. aber ich denke deswegen nicht, dass die presse das totschweigen will, es ist einfach zu uninteressant.
 
Ein Erfolg der AfD in Sachsen könnte imo sogar zu einem Problem für sie später werden, weil dann diverse Leute aus Sachsen genauso Aufmerksamkeit bekommen wollen wie die Lücke Lucke, und die will der nunmal nicht teilen. Nur deswegen macht der das ja, damit man ihn endlich mal beachtet. Wird imo das selbe Schicksal nehmen wie Schill und seine Idioten-Partei damals. Dauert vieleicht nur etwas länger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei der Bundesweiten Friedensdemo/Mahnwache am 19.7. waren ca 5000-7.500 Leute unterwegs. Über die gleichzeitig stattfindende Palästinenserdemo mit ca 1000 Leuten wurde dagegen in der Tagesschau berichtet. Abgesehen davon ist das eine bundesweite Veranstaltung, die regelmässig stattfindet und als Reaktion auf die Ukrainekrise zu verstehen ist, die jeden Tag in der Tagesschau thematisiert wird. Man könnte sich ja auch kritisch damit auseinandersetzen. Aber da diese politische Bewegung eine ganze Weile nicht politisch einzuordnen war, räumt man ihr auch keinen medialen Raum ein. So funktioniert das. Die Schublade fehlt, das Bekenntnis zur Richtung. Am Ende fördert man eventuell noch Leute, die wirklich was verändern wollen. Um Himmels Willen!
Ich mein, die NPD wird ja medial auch liebend gerne aufgeblasen. Die wird ja auch benötigt, hat ihren festen Platz im politisch-medialen Kasperletheater.

Ich will aber gar nicht explizit über die Mahnwachen sprechen. Mir gings eher darum, wie Nachrichten zusammengebaut werden. Wie man sie sprachlich am köcheln hält und wie Stimmungen erzeugt werden.

Hier sollen demnächst größere westliche Truppenbewegungen an die Natogrenzen gerechtfertigt werden und dazu passt so eine Tonlage natürlich viel besser, als kritische Stimmen die sich für Frieden und Dialog einsetzen. Jetzt mal unabhängig davon, ob das sinnvoll ist oder nicht, dort Truppen zu stationieren. Aber darum ging es mir: Es spielt dabei im Wesentlichen keine große Rolle ob Revolverblatt oder Anspruchsmedien, wenn die Richtung klar ist. Das ist lediglich eine Frage der Aufbereitung und es wird in der Politik und in der Wirtschaft immer Leute geben, die mit den Medien gekonnt umgehen und ihnen genau die einfachen Sätze zuspucken, die sie für eine schnelle und greifbare Berichterstattung benötigen. Auch das kann man lernen.

Ihr macht's euch alle sehr einfach, wenn ihr jeden der das kritisch hinterfragt, in die Spinner-Ecke steckt. Wenn jemand anzweifelt, was ihm über die Medien kommuniziert wird, verzerrt ihr das als groteskes Szenario, wo irgendwelche Geheimbünde alles manipulieren und kontrollieren.

Ich weiß ja nicht, wie ihr das machen würdet. Aber wenn ich mächtige Interessen durchzusetzen hätte, bei denen es um etliche Milliarden an Wirtschaftsvolumen geht, dann würde ich sehr viel daran setzen, die Medien zu kontrollieren. Das ist ja wohl unabdingbar, gerade in Zeiten, in denen sich die Zivilgesellschaft als ein völlig unberechenbares und mächtiges Organ herausgestellt hat. Und dazu muss man auch nicht jeden kleinen Kackartikel kontrollieren, sondern es reicht schon, Berichterstattung dort zu kontrollieren, wo sie tatsächlich passieren müsste, nämlich am Krisenherd. Und das funktioniert soweit auch ganz gut.

Ich weiß nicht, ich gehöre noch zu einer Generation, wo mir das in der Schule beigebracht wurde, dass ich nicht alles glauben soll, was in der Zeitung steht oder im TV gezeigt wird. Das hat sich wohl irgendwann geändert.

Wir wissen doch aus etlichen Krisengebieten der Vergangenheit, dass solche Ereignisse von Propagandaschlachten begleitet werden. Was da tatsächlich passiert ist, erfährt man meist erst Jahre später.
Auch hier geht es um mächtige Wirtschaftsinteressen, auf beiden Seiten und aus irgendwelchen Gründen scheinen hier diplomatische Wege nicht mehr zu funktionieren.

Das ist immer noch ein Konflikt zwischen den USA und den Russen. Die Amerikaner haben Milliarden von Dollar in die Ukraine investiert. Warum sollte Putin Europa angreifen? Aber genau das versucht man uns zu verkaufen. Und das hat der Satz dieser Frau perfekt auf den Punkt gebracht.
 
Bei der Bundesweiten Friedensdemo/Mahnwache am 19.7. waren ca 5000-7.500 Leute unterwegs. Über die gleichzeitig stattfindende Palästinenserdemo mit ca 1000 Leuten wurde dagegen in der Tagesschau berichtet. Abgesehen davon ist das eine bundesweite Veranstaltung, die regelmässig stattfindet und als Reaktion auf die Ukrainekrise zu verstehen ist, die jeden Tag in der Tagesschau thematisiert wird. Man könnte sich ja auch kritisch damit auseinandersetzen. Aber da diese politische Bewegung eine ganze Weile nicht politisch einzuordnen war, räumt man ihr auch keinen medialen Raum ein. So funktioniert das. Die Schublade fehlt, das Bekenntnis zur Richtung. Am Ende fördert man eventuell noch Leute, die wirklich was verändern wollen. Um Himmels Willen!
Ich mein, die NPD wird ja medial auch liebend gerne aufgeblasen. Die wird ja auch benötigt, hat ihren festen Platz im politisch-medialen Kasperletheater.

Ich will aber gar nicht explizit über die Mahnwachen sprechen. Mir gings eher darum, wie Nachrichten zusammengebaut werden. Wie man sie sprachlich am köcheln hält und wie Stimmungen erzeugt werden.

So weit ich das mitbekommen habe, demonstrieren die Leute auf diesen so genannten "Friedensdemos" ja nicht gegen die russische Machtelite rund um Putin und die russische Kriegsführung gegen die Ukraine, sondern versuchen in einer unglaublich absurden und blöden Täter-Opfer Umkehr die Ukraine und vor allem die NATO/USA/EU für den bewaffneten Konflikt in der Ukraine verantwortlich zu machen. Man möge mich berichtigen, wenn sich das inzwischen geändert haben sollte, ich glaube es aber kaum.

Das ist dann aber nur der Bezeichnung nach eine "Friedensdemo", in Wahrheit eine Solidaritätskundgebung für den Staat bzw. seine Regierung, die den Konflikt ausgelöst hat und nun aufrechterhält, nämlich Russland.


Hier sollen demnächst größere westliche Truppenbewegungen an die Natogrenzen gerechtfertigt werden und dazu passt so eine Tonlage natürlich viel besser, als kritische Stimmen die sich für Frieden und Dialog einsetzen.

Jetzt mal unabhängig davon, ob das sinnvoll ist oder nicht, dort Truppen zu stationieren. Aber darum ging es mir: Es spielt dabei im Wesentlichen keine große Rolle ob Revolverblatt oder Anspruchsmedien, wenn die Richtung klar ist. Das ist lediglich eine Frage der Aufbereitung und es wird in der Politik und in der Wirtschaft immer Leute geben, die mit den Medien gekonnt umgehen und ihnen genau die einfachen Sätze zuspucken, die sie für eine schnelle und greifbare Berichterstattung benötigen. Auch das kann man lernen.

Ihr macht's euch alle sehr einfach, wenn ihr jeden der das kritisch hinterfragt, in die Spinner-Ecke steckt. Wenn jemand anzweifelt, was ihm über die Medien kommuniziert wird, verzerrt ihr das als groteskes Szenario, wo irgendwelche Geheimbünde alles manipulieren und kontrollieren.

Es wird doch nicht jeder der "etwas kritisch hinterfragt" in die Spinner-Ecke gestellt. Nur Spinner werden in die Spinner-Ecke gestellt, die unter Verleugnung von Tatsachen ziemlich abstruse Verschwörungstheorien aufstellen.

Ich würde mich ja freuen, wenn Herr Jebsen zum Beispiel einmal anfangen würde, irgendetwas kritisch zu hinterfragen. Das tut er nur nie, denn würde er es machen, würde der Großteil seines Weltbildes zerbrechen.

Beispielsweise gibt es in Foreign Policy einen tollen Beitrag von John J. Mearsheimer: "Why the Ukraine Crisis Is the West’s Fault"

http://www.foreignaffairs.com/artic...mer/why-the-ukraine-crisis-is-the-wests-fault

Der hinterfragt die ganze Situation sehr kritisch, aber fundiert und logisch. Der kommt deswegen auch nicht in die Spinner-Ecke zu Jebsen.

Ich weiß ja nicht, wie ihr das machen würdet. Aber wenn ich mächtige Interessen durchzusetzen hätte, bei denen es um etliche Milliarden an Wirtschaftsvolumen geht, dann würde ich sehr viel daran setzen, die Medien zu kontrollieren. Das ist ja wohl unabdingbar, gerade in Zeiten, in denen sich die Zivilgesellschaft als ein völlig unberechenbares und mächtiges Organ herausgestellt hat. Und dazu muss man auch nicht jeden kleinen Kackartikel kontrollieren, sondern es reicht schon, Berichterstattung dort zu kontrollieren, wo sie tatsächlich passieren müsste, nämlich am Krisenherd. Und das funktioniert soweit auch ganz gut.

Nö. Weil ziemlich viele Journalisten von ziemlich vielen verschiedenen Medien dort sind. Deswegen weiß man auch, dass russische Truppen dort mit den Separatisten kämpfen, auch wenn Herr Putin das gerne leugnen würde. Freie Presse ist halt schon was Doofes, zumindest wenn man autokratischer Herrscher sein will.

Ich weiß nicht, ich gehöre noch zu einer Generation, wo mir das in der Schule beigebracht wurde, dass ich nicht alles glauben soll, was in der Zeitung steht oder im TV gezeigt wird. Das hat sich wohl irgendwann geändert.

Wir wissen doch aus etlichen Krisengebieten der Vergangenheit, dass solche Ereignisse von Propagandaschlachten begleitet werden. Was da tatsächlich passiert ist, erfährt man meist erst Jahre später.
Auch hier geht es um mächtige Wirtschaftsinteressen, auf beiden Seiten und aus irgendwelchen Gründen scheinen hier diplomatische Wege nicht mehr zu funktionieren.


Das ist immer noch ein Konflikt zwischen den USA und den Russen. Die Amerikaner haben Milliarden von Dollar in die Ukraine investiert. Warum sollte Putin Europa angreifen? Aber genau das versucht man uns zu verkaufen. Und das hat der Satz dieser Frau perfekt auf den Punkt gebracht.

Eigentlich ist es ein Konflikt zwischen geostrategischem Denken aus dem 20. Jahrhundert (bis zum Ende des Kalten Krieges) in dem Russland bzw. dessen herrschende Elite leider noch immer verhaftet ist und dem geostrategischen Denken des 21. Jahrhunderts der liberal-demokratsichen Marktwirtschaften EU und USA.

Russland glaubt immer noch es gäbe eine militärische Bedrohung durch die NATO und sieht die Ukraine als lebensnotwendigen Puffer an (was übrigens schon deswegen absurd ist, weil Russland bei einem konventionell geführten militärischen Konflikt keine Chance gegen die NATO hätte, völlig egal, ob die Ukraine am Anfang des Konflikts "Puffer" ist oder nicht), klassisches geostrategisches Denken des 20. Jahrhunderts.

Die EU und die USA verfolgen dagegen die Strategie, Länder wie Ukraine und Georgien zu demokratisieren und in das globale System zugangsoffener Marktwirtschaften einzubinden. Das verspricht am Ende wirtschaftliche Zugewinne für alle. Dabei haben diese beiden Akteure unterschätzt, wie sehr Russland sich dadurch bedroht fühlt.
 
alter.. prognose für sachsen, npd wackelig bei 5% und afd bei 10%.. :kotz:

Die Sachsen sind schon ein komischer Haufen. Die 5% sind wirklich rechtsradikale, rassistische Schwachköpfe und die 10% AfD'ler sind die üblichen Ewig-unzufriedenen, die vorher schon bei NPD, FDP und den Linken dahin vagabundiert sind. Wundert mich leider wirklich nicht...

Bääh, gerade der Lücke bei Phoenix :fp:
 
Ich weiß ja nicht, wie ihr das machen würdet. Aber wenn ich mächtige Interessen durchzusetzen hätte, bei denen es um etliche Milliarden an Wirtschaftsvolumen geht, dann würde ich sehr viel daran setzen, die Medien zu kontrollieren.

Und da liegt dein Denkfehler! Versuchen tun das sicher Leute, nicht umsonst gibt es diverse Lobby-Gruppen, aber schaffen tut es kaum einer. Sicher gibt es dafür Beispiele, wie Berlusconi in Italien oder (das willst Du sicher wieder nicht hören) Putin in Russland mit seinen Staatssendern. Aber für den großen überwiegenden Rest gibt es keine übergeordnete und auch keine selbstverordnete Zensur und Mediensteuerung.
 
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