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@medion Man darf nicht vergessen, das die verblendeten ISIS-Kämpfer zu einem nicht geringen Teil aus Menschen besteht, die Jahrzehntelang dabei zusehen mussten, wie zuerst Saddam, Gaddafi + Co ihre Familien, Angehörigen, Freunde und Landsleute gefoltert und abgeschlachtet haben, was im Anschluss von den Westmächten vorwiegend USA + England dann in Afghanistan + Irak in aller Grausamkeit fortgesetzt wurde.
Dieses Monster, das wir nun bekämpfen müssen haben wir uns durch Dummheit, Arroganz und Großmannssucht selbst gezüchtet, so einfach ist das.
 
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@medion Man darf nicht vergessen, das die verblendeten ISIS-Kämpfer zu einem nicht geringen Teil aus Menschen besteht die Jahrzehntelang dabei zusehen mussten, wie zuerst Saddam, Gaddafi + Co ihre Familien, Freunde und Landsleute abgeschlachtet haben, was im Anschluss von den Westmächten vorwiegend USA + England dann Jahrzehntelang in Afghanistan + Irak in aller Grausamkeit fortgesetzt wurde.
Dieses Monster, was wir nun bekämpfen müssen haben wir uns durch Dummheit und Großmannssucht selbst gezüchtet, so einfach ist das.
Ganz so einfach ist es nicht
Ein früherer iranischer Botschafter in Bagdad, Hossein Kasemi Ghomi, sagt: "Der Terrorismus kennt keine Grenzen. Wenn er im Irak erfolgreich ist, wird er die Sicherheit aller Länder der Region, auch der Islamischen Republik gefährden." Nach Teheraner Analyse ist die IS-Bewegung gleichwohl nicht so stark wie sie in den westlichen Medien erscheint. Nur ein Drittel ihrer Kämpfer kommt danach direkt aus ihren Reihen. Zwei Drittel seien entmachtete Anhänger der Baath-Partei und entlassene Offiziere der Armee von Saddam Hussein. Insgesamt rekrutiere Daesch Kämpfer aus acht oder neun verschiedenen irakischen Gruppierungen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...den-is-milizen-bislang-zurueckhaelt-1.2082249
 
Das ist ja nichts Neues, daß sich die Entmachteten sich neue "Betätigungsfelder" suchen. Das war mMn. auch ein Kardinalsfehler, daß man den gesamten Staatsapparat im Irak komplett vor die Tür gesetzt und quasi geächtet hat. Die Folgeregierungen haben das ja noch zusätzlich verstärkt, so schafft man sicher keine stabile Regionen. Aber Nation-Building war noch nie das Ding der USA...
 
Das ist ja nichts Neues, daß sich die Entmachteten sich neue "Betätigungsfelder" suchen. Das war mMn. auch ein Kardinalsfehler, daß man den gesamten Staatsapparat im Irak komplett vor die Tür gesetzt und quasi geächtet hat. Die Folgeregierungen haben das ja noch zusätzlich verstärkt, so schafft man sicher keine stabile Regionen. Aber Nation-Building war noch nie das Ding der USA...

Wenn der Staatsapparat weitergemacht hätte, dann wäre es doch auch eine Farce gewesen. Keine Diktatur ist schön, niemand wünscht irgendjemandem eine Diktatur oder eine Regierung, die eine große Minderheit wie die Sunniten komplett außen vor lässt (Beispiel Irak).

Nation Building ist so sehr das Ding der USA wie freiheitliche Werte das Ding des radikalen Islams.
 
Wenn der Staatsapparat weitergemacht hätte, dann wäre es doch auch eine Farce gewesen.

Jein. Man hätte es natürlich nicht für ewig so gelassen, aber zumindest erstmal vorübergehend, bis sich der Staat ein wenig stabilisiert hat. Die oberste Führungsriege hätte man natürlich ausgetauscht oder zurückgeschnitten, aber der ganze Mittel- und Unterbau hätte unter Beaufsichtigung bleiben können. Durch den radikalen Schnitt hat man nicht nur den ganzen notwendigen (!) bürokratischen Staatsapparat geköpft, man hat auch noch einen riesigen Haufen unzufriedener Menschen geschaffen, die den Neuaufbau jetzt umso stärker behindern!

Wie hatte Adenauer so schön gesagt: "man schüttet kein schmutziges Wasser weg, wenn man kein Sauberes hat"! Nicht unbedingt befriedigend, klar, aber realistisch. Was sonst passiert, sieht man ja jetzt im Irak sehr gut.
 
Wie hatte Adenauer so schön gesagt: "man schüttet kein schmutziges Wasser weg, wenn man kein Sauberes hat"! Nicht unbedingt befriedigend, klar, aber realistisch. Was sonst passiert, sieht man ja jetzt im Irak sehr gut.

Damit waren die Nazis gemeint, die zu Adenauers Zeiten noch hohe Ämter in Politik und Wirtschaft bekleidet haben, deswegen finde ich es lustig, das Du ausgerechnet dieses Zitat bemühst. :lol:
 
Ich weiß. Realpolitik ist nicht immer sauber und auch nicht immer schön, aber man bekommt anständige Ergebnisse.Wobei es jetzt bei uns auch nicht gerade die Führung der Waffen-SS war, die bleiben durfte, sondern meistens "nur" NSDAP-Mitglieder.

Aber die Ergebnis ist hier wie da das Gleiche: solange man nicht die Leute hat, um sie anständig zu ersetzen, nimmt man erstmal diejenigen, die man hat. Und kontrolliert sie auch dementsprechend, klar. So war das extrem kontraproduktiv...
 
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Hamas bekennt sich zur Entführung dreier israelischer Jugendlicher
Die Hamas hat eingeräumt, sie stehe hinter der Entführung und Tötung der drei israelischen Jugendlichen im Juni. Der Fall hatte den jüngsten Gaza-Krieg ausgelöst.


qassam-brigaden-hamas-jugendliche-westjordanland-540x304.jpg


Erstmals hat ein Vertreter der Hamas zugegeben, dass die radikale Palästinenserorganisation hinter der Entführung und Tötung dreier israelischer Jugendlicher im Westjordanland im Juni stand. Der Exilfunktionär Salah Aruri räumte dies bei einer Konferenz in der Türkei ein. "Es war eine Operation unserer Brüder der Kassam-Brigaden", sagte er. Gemeint ist der militärische Arm der Hamas.
[...]
http://www.zeit.de/politik/ausland/...estjordanland-toetung-israelische-jugendliche
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Da will wohl jemand, daß der Krieg weitergeht. Anders kann ich mir so ein Statement kaum erklären.
 
Nochmal zu der IS Geschichte: Ohne die finanzielle und Waffentechnische Unterstützung von Seiten Saudi-Arabiens, Katars, Kuwait und letztlich der USA gäbe es die IS in dieser starken Form überhaupt nicht.
 
Laut nem Experten bei Beckmann muß man Saudi Arabien wohl streichen da die es mit Bin Laden damals gelernt hätten....
 
Wer war denn der "Experte" derdasgesagt hat? Wenns der Mißfelder war kann man dem sowieso nicht trauen der verkauft für Geld seine Mutter
 
Wir finanzieren den Terrorismus auch ganz gut mit:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/terrorismus-al-kaida-geisel-europa-loesegeld-erpressung

Europäische Regierungen haben seit 2008 mindestens 125 Millionen Dollar an das Terrornetzwerk Al-Kaida und seine Ableger gezahlt.

Typisch Europa würde ich mal sagen, absolut armselig. Die einzigen, die nicht verhandeln sind die Briten und Amerikaner und das ist auch völlig richtig so. Befreiungsversuche - natürlich, aber Lösegeld zahlen, nein. Wer in diesen Regionen unterwegs ist, ob nun Entwicklungshelfer, Journalist, whatever, muss wissen, dass er sich einem hohen Risiko aussetzt.
 
In Saudi Arabien sitzen immer noch genug Leute, die den Terrorismus finanziell unterstützen. Im Königshaus vermutlich nicht mehr, das ist wohl richtig, aber das wars dann auch.
 
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