Die drei entführten israelischen Jugendlichen wurden nicht von der Hamas getötet und auch nicht von ihnen entführt.
Das gab ein Sprecher der israelischen Polizei gegenüber einem BBC-Korrespondenten an. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schloss jeglichen Zweifel, wonach die Jugendlichen von der Hamas entführt wurden, aus.
Diese Ausrede für das gezielte Töten von Frauen und Kindern im Gazastreifen flog nach 20 Tagen auf.
Die Weltöffentlichkeit erfuhr die bittere Wahrheit über den Twitter-Account des BBC-Korrespondenten Jon Donnison, der die Aussage des israelischen Polizeisprechers Mickey Rosenfeld teilte. Demnach habe Rosenfeld gesagt, dass die Hamas die vermissten Jugendlichen nicht getötet hat. Nach den Worten des Polizeisprechers hätten sie den Fall viel schneller aufgedeckt, wenn es sich um die Hamas gehandelt hätte. Hierbei handle es sich um eine „unabhängige Zelle“.
Diese Meldung kam für die Palästinenser nicht überraschend. Die Hamas hatte schon seit Beginn ein Zusammenhang mit der Entführung abgelehnt. Die Behauptung der Opposition, wonach die „drei Jugendlichen bei einem Verkehrsumfall ums Leben gekommen sind“ beschäftigte die israelischen Medien. Das Verschwinden der Jugendlichen in einem Gebiet unter israelischer Kontrolle hatte Fragezeichen aufgeworfen.
Der israelische Finanzminister Yair Lapid hatte diese Lüge bei einem TV-Programm versehentlich zur Sprache gebracht. Lapid sagte, für eine Offensive im Gazastreifen mussten sie einen Grund haben, sonst hätte sie die ganze Welt beschuldigt.
Die westlichen Medien, die immer noch von dem Recht Israels auf Selbstverteidigung sprechen, brechen auch nach diesem Vorfall ihr Schweigen nicht.