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Ich glaube nicht, dass Putin auf Rückeroberung des ehemaligen Sovietreiches aus ist, da ist auch sehr viel dreckige Propaganda der Westmächte im Spiel; Die Rückführung der Krim nach Russland ist für mich eher eine ganz normale Folge der Revolution und war lange vorhersehbar.

Die Russen jetzt so anzugreifen und zu diffamieren halte ich nicht für zielführend und unangemessen. Und die westliche Panikmache vor einem 3. Weltkrieg erst recht.
 
Bei allem Respekt an Osa-Chan, der mir die Sache ja erklärt hat, aber man muss einfach festhalten, dass sich die Krim aus eigenem Willen (jedenfalls gab es wohl keine Waffengewalt und auch keine Androhung von Gewalt) zuerst unabhängig von der Ukraine erklärt hat. Erst danach, immernoch ohne Gewalt (auch nicht seitens der Ukraine) hat man sich abermals aus freien Stücken zu Russland bekannt. Ich sehe den "völkerrechtlichen Fehler", aber kann man den Willen der Krim nicht respektieren?

Ich weiß nicht ob so ein Referendum überhaupt rechtens ist (könnt man in Bayern ja z.B. auch mal aus Spass machen), wenn dem so ist, dann müssen es aber auch gescheite Wahlen sein und da gab es ja sehr viele Stimmen, die sagen, dass man in dieser kurzen Vorbereitungszeit keine demokratischen Wahlen durchführen kann.
 
Ja gut, kann man machen. Sich hinstellen und so zu tun, als ob alles mit der völkerrechtswidrigen Annektion der Krim losgegangen ist und sich dabei fürchterlich empören. Während auf der Krim die Leute wohl ziemlich zufrieden sind und eine dubiose und wohl auch demokratisch nicht legitimierte Übergangsregierung in der Ukraine sich darüber mukiert. Kann man alles ganz furchtbar finden, nur ich lasse mir da nicht einreden, dass das für mich plötzlich ein gewaltiges und nicht hinnehmbares Problem darstellen soll, für das wohlmöglich auch mal ein paar deutsche Truppen in der Ostukraine stationiert werden könnten, in ein paar Monaten. Man weiß ja nie.
Spontan aus dem Bauch heraus möchte ich behaupten, dass mir ein Russland mit Einfluss in der Krim lieber ist als ohne. Ich fürchte mich jedenfalls nicht vor "dem bösen Russen". Deutschland hat gut daran getan, sich energietechnisch nach West wie nach Osten hin abzusichern. Ich halte es für falsch, das nun ändern zu wollen. Wozu? Nur weil die USA das gerne so hätte? Weil es denen in den Kram passt? Das sind doch jene, die uns flächendeckend ausspionieren. Und so wie ihr Präsident heute aufgetreten ist? Nee, vor denen grusel ich mich doch etwas mehr!


Wir haben uns nicht abgesichert, das ist ja gerade das Problem. :O_o: Wir sind u.A. von russischem Gas extrem abhängig. Was da ein Obama nun will (u.A. wohl Fracking) ist ja sein Bier und ich mutmaße einfach mal, dass Putin schon knapp vor Berlin stehen müsste, um die deutsche Bevölkerung zum Fracking zu bewegen.
Erinnert mich nebenbei an die großartige Idee Desertec. Wenns nach diesen Spinnern gegangen wäre, wären wir jetzt beim Strom abhängig von so luprenreinen Demokratien wie Ägypten, Saudi-Arabien oder Marokko (inkl. dem Potential mehr oder minder augenblicklich im Dunkeln zu sitzen).


Zimtzicke schrieb:
Bei allem Respekt an Osa-Chan, der mir die Sache ja erklärt hat, aber man muss einfach festhalten, dass sich die Krim aus eigenem Willen (jedenfalls gab es wohl keine Waffengewalt und auch keine Androhung von Gewalt) zuerst unabhängig von der Ukraine erklärt hat. Erst danach, immernoch ohne Gewalt (auch nicht seitens der Ukraine) hat man sich abermals aus freien Stücken zu Russland bekannt. Ich sehe den "völkerrechtlichen Fehler", aber kann man den Willen der Krim nicht respektieren?

Was wäre jetzt, wenn keine russischen Soldaten anwesend wären? Wozu wäre die Timoschenko und der Rest der jetzigen Regierung bereit, wenn Russland keine Truppen da hätte?

Ich bin gerne bereit gegen Russland zu sprechen, wenn sie sich das erste Mal gewaltsam ein Land/einen Landstrich einverleiben. Im Moment gibt es ja aber auch Stimmen die davon sprechen, dass einige Länder eventuell aus freien Stücken wieder zur "grossen Mutter" zurück wollen.


Dann solltest du bereits jetzt sprechen! Russland ist in die Krim einmarschiert und hat diese annektiert. Dass dabei kein (/wenige) Schuss gefallen ist, hat letztlich nur damit zu tun, dass die Ukraine den Konflikt nicht noch weiter eskalieren wollte (und ohne Zweifel auch wusste, dass sie dabei den kürzeren ziehen würde).
Putin hat der Ukraine hier die Pistole auf die Brust gesetzt (analog der Bankräuber) und die Ukraine (analog der Bankangestellte) konnte nur ja und Amen sagen oder eben unter die Räder kommen (vom Bankräuber erschossen werden).


Und in Sachen was wäre wenn: es gibt noch tonnenweise andere Landesteile der Ukraine, in denen sehr große Teile der Bevölkerung russisch sind. Da passiert NICHTS, keine toten, aufgeknüpften, Straßenkämpfe oder sonstwas. Es findet afaik keine wie auch immer geartete Verfolgung von Russen in der Ukraine statt.
 
Wat Erdogan hat Youtube auch sperren lassen? Ist das ein Diktator? :Ugly: da knallt es bald ganz gewaltig, der kann sich schon mal Asyl suchen.
 
Abwarten, Sonntag sind Kommunalwahlen. Aktuell ist es ziemlich ruhig hier. Am Taksim Platz stand heute ne RTL Reporterin mit Kamera die verzweifelt versucht hat junge Leute zu interviewen aber irgendwie ist da keiner drauf eingegangen :lol:
 
Es ist ja nichtmal gesagt das "er" (also seine Partei) die wichtigen Kommunalwahlen nicht gewinnt...... unfassbar.

Ich glaub das hat aber zum Großteil damit zu tun das in der Türkei noch immer ein riesen Unterschied zwischen der Stadt (gebildete, säkulare Türken) und dem Land (ungebildet und gläubig) herrscht.
 
image.jpg


:fp:
 
Hat nichts mit der Bildung zu tun. Die AKP (Erdogan) hat auch sehr viele Wähler aus der gebildeten Bürgerschicht. Selbst in Istanbul ist es wohl diesmal ein Kopf an Kopf Rennen und die AKP hat bei den vorherigen Wahlen sogar mit 38% gewonnen. Das derzeitige Problem ist dass es keine alternative Partei gibt daher wählen viele eben nochmal die AKP als die Opposition. Die Oppposition ist genauso korruppt und verkehrt in zwielichten Kreisen. Zum Beispiel wurde der Kandidat aus der Opposition für das Bürgermeisteramt in Istanbul damals aus seiner Partei aufgrund von Korruptionsermittlungen ausgeschlossen während der Kandidat aus Istanbul seit 9 Jahren erfolgreich im Amt ist und sehr viel erreicht hat. Man darf die AKP nicht nur auf Erdogan reduzieren. In der Türkei fehlt einfach ne starke Mitte, es gibt entweder nur die laizistischen (teilweise auch nationalistisch) oder religiös angehauchten Parteien. Das liegt zum Teil einfach auch daran, dass das die Türken sich immer vehement zu einer Seite bekennen und auch so ihre Kinder erziehen. Die laizistische Elite welche nur einen kleinen Teil der Bevölkerung ausmacht haben jahrelang den Großteil des Volkes ignoriert und somit so etwas wie Erdogan heraufbeschworen.
 
:D

Ich hab nie behauptet, dass die Deutschen schlauer sind als die Türken. Oder der Rest der Welt.

Aber wir haben wenigstens Facebook, Twitter und YouTube. :ugly:
 
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