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Nein, du vergleichst einfach Äpfel mit Birnen. Ich rede hier von Demokratie und davon, dass niemandem das Stimmrecht verwehrt werden darf - rein aus demokratischen Gründen! Das dient jedem Minderjährigen und am ebenso der Demokratie. Wie ich jetzt schon mindestens eine Millionen mal gesagt habe, geht es nicht darum, ob das Kind die Reife hat, politische Entscheidungen treffen zu können - das spielt keine Rolle, denn wie gesagt haben das viele Erwachsene auch nicht. Es geht einzig und allein darum, dass derzeit einem Teil unserer Gesellschaft das elementarste demokratische Recht verwehrt wird und das ich das nicht richtig finde.

Eigentlich dient es dem Ausbau der Rechte der Eltern. Das sollte man nicht vergessen, es sind die Eltern, die mehr bestimmen dürfen! Ob und wie sie das zum Wohle des Nachwuchses tun, bleibt allenfalls Spekulation.

Nein. Einfach nein. Wenn das Kind wählen geht, kann es passieren, dass der Vater sagt: "Mach dein Kreuz bei der CDU." Das kann passieren, muss aber nicht, denn welches Kind hört schon auf seine Eltern, wenn es alleine in der Wahlkabine säße und ich glaube, es gibt auch viele Eltern, die ihren Kindern da keine Meinung aufdrücken würden.

Es ist IMO schlicht schwachsinnig, Eltern für ihre Kinder wählen zu lassen. Die Argumente wurden dir mehrfach genannt. Vor allem kämen dabei völlig irre Abstimmungsergebnisse zu Stande. Eine Familie mit drei Kindern hätte demnach 5 Stimmen an der Urne im Vergleich zu einem Single, der nur eine Stimme hat. Oder einem kinderlosen Ehepaar, wo es zwei Stimmen sind. :ugly:

Warum ist das schwachsinnig? Eine Familie mit drei Kindern besteht doch auch aus fünf Menschen, während der Single nur einer ist.
 
Aber es hat ja auch einen guten Grund, warum man erst ab einem bestimmten Alter wählen darf.

Mit diesem Elternwahlrecht bekommen die Eltern einfach eine Stimme mehr und berücksichtigen dabei ja in keinster Weise die Ansichten des Kindes (welche es ja auch noch nicht in dem Maße haben kann, daher ja auch Wahlrecht ab einem bestimmten Alter).

Das ganze würde wie Zicke schon schreibt zu völlig absurden Ergebnissen führen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein. Einfach nein. Wenn das Kind wählen geht, kann es passieren, dass der Vater sagt: "Mach dein Kreuz bei der CDU." Das kann passieren, muss aber nicht, denn welches Kind hört schon auf seine Eltern, wenn es alleine in der Wahlkabine säße und ich glaube, es gibt auch viele Eltern, die ihren Kindern da keine Meinung aufdrücken würden.

Oh sorry, ich dachte es darum, daß die Eltern für die Kinder abstimmen dürfen. Das wäre nämlich eine blöde Idee, imho. Die Gören tatsächlich selbst wählen zu lassen, wäre allerdings völlig bescheuert. Das meinst Du doch nicht ernst? :skep:
 
Gerade der Gabriel in der Tagesschau aus Kiew. Wie unbeholfen der in aussenpolitischen Dingen wirkt! :D
 
Warum ist das schwachsinnig? Eine Familie mit drei Kindern besteht doch auch aus fünf Menschen, während der Single nur einer ist.

Die 1-jährigen Drillinge können aber keine politische Meinung haben. Und wenn die Eltern das Recht bekommen sollten, einfach mal stellvertretend für ihre 10 Kinder zu stimmen, dann hat das 0, aber wirklich 0 mit Demokratie zu tun. Dann müsste man genauso gut auch für seine Geschwister/Eltern/Freunde/Haustiere/usw. stimmen dürfen.

Eine ernst gemeinte Frage: wärst du auch dafür, dass 10-jährige Kinder Auto fahren dürfen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, du vergleichst einfach Äpfel mit Birnen.

Wenn du das behauptest, dann solltest du das vielleicht auch argumentieren können. Bisher ist dir nämlich noch kein Gegenargument eingefallen, das hier zieht.

Ich rede hier von Demokratie und davon, dass niemandem das Stimmrecht verwehrt werden darf - rein aus demokratischen Gründen!

Ich rede hier von persönlicher Freiheit und dass niemandem das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verwehrt werden darf - aus rein freiheitlichen Gründen!

Das dient jedem Minderjährigen und am ebenso der Demokratie. Wie ich jetzt schon mindestens eine Millionen mal gesagt habe, geht es nicht darum, ob das Kind die Reife hat, politische Entscheidungen treffen zu können - das spielt keine Rolle, denn wie gesagt haben das viele Erwachsene auch nicht.

Das dient jedem Minderjährigen und am ebenso der Freiheit. Wie ich jetzt schon mindestens eine Millionen mal gesagt habe, geht es nicht darum, ob das Kind die Reife hat, Entscheidungen in Bezug auf die eigene Sexualität treffen zu können - das spielt keine Rolle, denn wie gesagt haben das viele Erwachsene auch nicht.

Es geht einzig und allein darum, dass derzeit einem Teil unserer Gesellschaft das elementarste demokratische Recht verwehrt wird und das ich das nicht richtig finde.


Es geht einzig und allein darum, dass derzeit einem Teil unserer Gesellschaft das elementare Recht auf sexuelle Selbstbestimmung verwehrt wird und das ich das nicht richtig finde.
 
Wenn du das behauptest, dann solltest du das vielleicht auch argumentieren können. Bisher ist dir nämlich noch kein Gegenargument eingefallen, das hier zieht.

Dann solltest du vielleicht einfach mal anfangen, meine Beiträge zu lesen. Ich habe explizit darauf hingewiesen, dass es mir darum geht, die Rechte von Kindern auszuweiten. Natürlich könnte man das auch auf die Sexualität ausweiten, was ich in meinen Augen aber für verwerflich halte, denn dort gibt es die Gesetze, die es nun mal gibt, um KINDER zu schützen. Das Wahlrecht ab 18 schützt aber keine Kinder, es schließt sie aus.
Man muss da immer Schutz gegen Selbstbestimmung abwägen und das kann selbstverständlich nicht in allen Bereichen zu Gunsten der Selbstbestimmung von Kindern entschieden werden. Bestimmte Grenzen muss es geben und zwar dort, wo das Kind Schaden nehmen kann, aber auch nur dort (Sex, Alkohol, Auto fahren etc). Aber da wo es geht - und ganz besonders bei unseren elementaren demokratischen Grundrechten - sollten Kinder wo immer möglich nicht ausgeschlossen, sondern mit einbezogen werden.

Naja, wir alle hier wissen ja, du hast einen Professor in Weltologie und Menschenkunde und ich bin bloß ein Typ, der gerade Lesen und Schreiben kann, dennoch musst du meine Beiträge hier nicht für dumm verkaufen, nur weil du nicht verstehen willst was der Unterschied zwischen Kinder ficken und wählen gehen ist.
 
Ich hätte ja nicht gedacht, dass gerade dieses Thema hier die Gemüter so bewegt.

Das Thema selbst bewegt die Gemüter auch gar nicht. Es ist die völlig haarsträubende Argumentation von @Weasel1988 und seine Unfähigkeit die Kausalität zwischen Mündigkeit und Wahlrecht zu erkennen.

Er sagt ja selbst, er hat das Thema gehört und erst mal für sich beschlossen dass er dafür ist, und argumentiert nun ohne jegliche der Realität standhaltende Punkte gegen die Argumente die ihm entgegengebracht werden. Auf diese geht er dann in bester Ignoranz Manier nichtmal ein sondern wischt Sie mit einem Handwisch vom Tisch und erklärt sie für ungültig.

Es ist ganz einfach, das Wahlrecht ist bewusst an die Mündigkeit des Wählers gebunden da dieser die Konsequenz seiner Wahl abschätzen können muss. That's it.

Dazu kommt dann noch seine völlig abstruse Argumentation von wegen es wäre legitim eine Familie erhalte mehr Stimmen als ein Single weil diese ja mehr zur Gesellschaft beitragen.

Erstens: Dies ist nicht mal relevant da das Wahlsystem darauf aufgebaut ist dass mündige Bürger die Entscheidungen treffen.

Zweitens: WENN er es schon an irgend etwas koppeln will dass dem Staat hilft dann ist es wohl das tatsächliche Geld dass er in den Kreislauf zurück führt. Das kann er durch Kinder nämlich gar nicht argumentieren da sich deren Wert für die Gesellschaft (monetär!) erst herausstellen muss.

Eine Koppelung an die abgeführte Lohnsteuer wäre also die Variante der Wahl, nur, erhalten dann @Bexter @JokerofDarkness und @flexx 20 Stimmen weil Sie 20 mal so viel Lohnsteuer an den Staat abführen als der Durchschnitt?

Weasel argumentiert er will ein Wahlsystem in dem er Unfairness vermutet durch ein System ersetzen in dem es vor Unfairness nur noch so kracht.

Das ist der Grund warum hier alle so schockiert sind warum jemand ernsthaft mit seinen Argumenten um die Ecke kommt.
 
1. Ich sagte bereits, ein Zweiklassenwahlrecht zu Gunsten von Familien ist für mich eine ernsthafte Alternative, auch wenn das normativ sicherlich schwer mit unserer Verfassung vereinbar ist.

2. Jene Unmündigkeit, die ihr den unter-18-Jährigen vorwerft, habe auch ich bereits den über-18-jährigen vorgeworfen und es wurde ebenso vom Tisch gewischt. Fakt ist doch einfach, dass die politische Mündigkeit weder messbar ist noch man sagen kann, alle über 18-jährigen oder nur die Masse der über 18-jährigen wüsste was Gescheites mit ihrem Wahlrecht anzufangen oder auch nur im Minimalen die Konsequenz ihrer Wahl einzuschätzen. Ich bin sicherlich nicht das Maß aller Dinge, aber wenn ich mich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis umschaue und zusätzlich aktuelle Medienberichte heranziehe (und ich rede nicht von RTL), dann gibt es so unglaublich viele Erwachsene, die keine Ahnung von Politik haben. Und wie auch, bei der Komplexität der Sache. Fragt doch mal im Freundeskreis herum, wer weiß, was der Unterschied zwischen einer Fraktion und einer Partei ist oder wie ein Überhangmandat zustande kommt.
Das Wahlrecht mit 18 ist einfach eine historisch gewachsene Institution und wird nun natürlich wie jede Institution von der Masse verteidigt oder zumindest ungefragt hingenommen. Und ich frage an dieser Stelle eben: Warum?

Was ich einfach so gefährlich finde, ist, wie hier die politische Mündigkeit als Maß aller Dinge herangezogen wird und diese einer bestimmten Bevölkerungsgruppe einfach vollends abgesprochen wird. Vor hundert Jahren zum Beispiel galten auch Frauen als politisch unmündig und wenn man das als Kriterium für das Wahlrecht heranzieht, dann geht es ganz schnell, dass auch wieder andere von der Wahl ausgeschlossen werden.

Gerade bei Cale fällt mir das auf: Da ist eine regelrechte Angst, wenn man das Wahlrecht für Jüngere öffnet, dass dann keine erwünschten Wahlergebnisse mehr zustande kommen.

Wenn das so wäre, dann wäre ja schon mal ein Grund weggefallen, der mich von der Zustimmung abhält. Aber so ist es nicht, jedenfalls nicht flächendeckend und effektiv genug, imho. Und selbst dann hast Du weder die Reife und Erfahrungen, die man in späteren Jahren hat, sondern nur das auch nötige theoretisches Wissen. Ich sehe in den (durchschnittlichen) heutigen 16-jährigen einfach Niemanden, den ich an der Wahlurne sehen möchte.

Was soll das? Das einzig legitime Wahlergebnis darf das sein, welches von einem höchstmöglichen Anteil der Bevölkerung zum Ausdruck gebracht worden ist. Dafür darf niemand ausgeschlossen werden, kein 12-jähriger und kein Ausländer, der hier lebt und auf den politische Entscheidungen ebenso einen Einfluss haben.

Wie gesagt, mein Vorschlag an der Stelle ist, jeder muss einmalig bei seiner ersten Wahl selbst erklären, dass er sein Wahlrecht wahrnehmen kann. Wer das mit vier auf die Kette kriegt, der darf sein Kreuz machen oder auch ein Mondgesicht auf den Wahlzettel malen, dann ist der halt ungültig. Aber das kann nicht schlechter sein als manche 30-järhige, die ihre Kreuze nach dem Zufallsprinzip setzen (kenne da z.B. mehrere von). Es geht einfach ums Prinzip und darum, niemanden auszuschließen.

Denn nochmal: Politische Mündigkeit ist erstens kein messbares Kriterium und zweitens keines, das Menschen von der Wahl ausschließen sollte. Dann müsste man auch bestimmten Behinderten das Wählen verbieten oder Demenzkranken.
 
Dann solltest du vielleicht einfach mal anfangen, meine Beiträge zu lesen. Ich habe explizit darauf hingewiesen, dass es mir darum geht, die Rechte von Kindern auszuweiten. Natürlich könnte man das auch auf die Sexualität ausweiten, was ich in meinen Augen aber für verwerflich halte, denn dort gibt es die Gesetze, die es nun mal gibt, um KINDER zu schützen. Das Wahlrecht ab 18 schützt aber keine Kinder, es schließt sie aus.
Man muss da immer Schutz gegen Selbstbestimmung abwägen und das kann selbstverständlich nicht in allen Bereichen zu Gunsten der Selbstbestimmung von Kindern entschieden werden. Bestimmte Grenzen muss es geben und zwar dort, wo das Kind Schaden nehmen kann, aber auch nur dort (Sex, Alkohol, Auto fahren etc). Aber da wo es geht - und ganz besonders bei unseren elementaren demokratischen Grundrechten - sollten Kinder wo immer möglich nicht ausgeschlossen, sondern mit einbezogen werden.

Naja, wir alle hier wissen ja, du hast einen Professor in Weltologie und Menschenkunde und ich bin bloß ein Typ, der gerade Lesen und Schreiben kann, dennoch musst du meine Beiträge hier nicht für dumm verkaufen, nur weil du nicht verstehen willst was der Unterschied zwischen Kinder ficken und wählen gehen ist.

Vergiss aber doch bitte nicht, dass Kinder Kinder sind und nicht kleine Erwachsene.
Kinder sollten sich in erster Linie Gedanken darüber machen, was sie als nächstes spielen. Erstmal die Welt entdecken. Alles andere kann/sollte erstmal warten.
(Etwas überspitzt formuliert, aber der Kerngedanke sollte klar werden)
 
Gerade bei Cale fällt mir das auf: Da ist eine regelrechte Angst, wenn man das Wahlrecht für Jüngere öffnet, dass dann keine erwünschten Wahlergebnisse mehr zustande kommen.


WEIL ES SO IST!

Sie können die Konsequenz gar nicht erfassen. Es würde noch billigeren und populistischeren Wählerfang gegeben. Schon jetzt tendieren Teenager Wähler nachweislich überproportional auf "hippe" Charaktere in der Politik was diese sich zu nutzen machen da man speziell im populistischen Lager damit nichts zu verlieren hat.



Das hat aber ohnehin keinen Sinn weiter mit Dir zu diskutieren, du bekommst den Zusammenhang zwischen Handeln und Konsequenz nicht gebacken.

Viel Spaß noch an @Osa-chan
 
Dann solltest du vielleicht einfach mal anfangen, meine Beiträge zu lesen.

Habe ich. Ich habe sie gelesen, verstanden und darauf geantwortet. Das Verständnisproblem liegt definitiv auf deiner Seite.

Ich habe explizit darauf hingewiesen, dass es mir darum geht, die Rechte von Kindern auszuweiten. Natürlich könnte man das auch auf die Sexualität ausweiten, was ich in meinen Augen aber für verwerflich halte, denn dort gibt es die Gesetze, die es nun mal gibt, um KINDER zu schützen.

Einen Schutz den sie aber nach deiner Argumentation nicht brauchen, da sie ja reif genug sind zu wählen und somit auch reif genug sein müssen, selbstbestimmt über ihre Sexualität zu entscheiden und diese auch selbstbestimmt auszuleben.

Das Wahlrecht ab 18 schützt aber keine Kinder, es schließt sie aus.

Das Wahlrecht ab 18 schützt auch Kinder. Es schützt die Kinder und alle anderen Mitglieder der Gesellschaft vor den Auswirkungen einer politischen Machtverteilung die ohne diese Regel von Menschen maßgeblich mitbestimmt werden würde, die nicht in der Lage sind komplexere Zusammenhänge zu verstehen und außerdem äußerst leicht zu beeinflussen.

Ja, mir ist schon klar, dass, wie du mehrmals geschrieben hast, auch viele Erwachsene leider nicht in der Lage sind, komplexere Zusammenhänge zu verstehen und außerdem leicht zu beeinflussen. Aber aufgrund der praktischen Probleme die damit einhergehen würden, diese Leute vom Wahlrecht auszuschließen (etwa: anhand welcher Kriterien?) lässt man eben auch diese Minderheit der Erwachsenen zu Gunsten eines allgemeinen und gleichen Wahlrechts mitwählen.

Und nochmal: Es gibt auch Erwachsene, die nicht reif genug sind, die Tragweite ihrer sexuellen Handlungen zu überblicken. Würde man aber deine Argumentationsschiene die du beim Wahlrecht benutzt auf diesen Bereich übertragen, so müsste man diesen Umstand benutzen um zu fordern, sämtliche sexuellen Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen auch zu legalisieren. Dass das wohl nicht gut wäre, siehst du selbst ein.

Man muss da immer Schutz gegen Selbstbestimmung abwägen und das kann selbstverständlich nicht in allen Bereichen zu Gunsten der Selbstbestimmung von Kindern entschieden werden. Bestimmte Grenzen muss es geben und zwar dort, wo das Kind Schaden nehmen kann, aber auch nur dort (Sex, Alkohol, Auto fahren etc). Aber da wo es geht - und ganz besonders bei unseren elementaren demokratischen Grundrechten - sollten Kinder wo immer möglich nicht ausgeschlossen, sondern mit einbezogen werden.

Jetzt wird es vollkommen absurd. Wenn das Kind also bei einer Handlung die es setzt, Schaden nehmen kann, dann sollte es rechtlich verhindert werden, dass diese Handlung gesetzt wird, wenn das Kind aber bei einer Handlung die es setzt keinen Schaden nehmen kann, sondern "nur" andere Menschen Schaden nehmen können, dann soll diese Handlung erlaubt sein?

Nach deiner Logik dürften Kinder zwar kein Auto fahren, aber beispielsweise einen Panzer, wenn sichergestellt ist, dass den Kindern dabei nichts passiert.

Ganz abgesehen davon wie abstrus diese Ansicht ist, beruht sie im vorliegenden Fall auch auf einer falschen Grundannahme, nämlich jener, dass Kinder sich durch die Beteiligung an Wahlen nicht selbst schaden können. Diese Annahme ist aber völlig ohne jede Grundlage, da es in einer Demokratie ständig passiert, dass eine Partei die gewählt wurde teilweise die Interessen ihrer eigenen Wähler preisgibt.

Nehmen wir an die meisten Kinder wählen Partei X, weil Partei X die besten und vor allem die meisten Kinderwahlwerbesendungen mit dem lustigsten Maskottchen ausstrahlen lassen konnte. Auch die kleine Sophie wählt Partei X, weil ihr der lustige rosa Dino der immer für Partei X im Fernsehen Auftritt, so gut gefällt. Nun bekommt Partei X insgesamt genug Stimmen um an der Regierung beteiligt zu sein und während Partei X auch viele finanzielle Erleichterungen für ihre Wählergruppe, Familien mit vielen Kindern, im Regierungsprogramm durchsetzen kann, bedeutet dies leider, dass an anderer Stelle gespart werden muss. In dem Fall an den Sozialleistungen für Behinderte, die ein bisschen zurückgefahren werden. Nun kann Sophie leider doch nicht mehr die Halbtagesbetreuung bekommen, die sich ihre Familie mit den früheren etwas höheren Förderungen hätte leisten können, wenn nicht Partei X in die Regierung gekommen wäre, denn Sophie sitzt leider im Rollstuhl und hätte eigentlich sehr von dieser Betreuung profitiert. Gut gemacht, Sophie!

Noch einmal gaaaaaanz langsam und zum mitschreiben:

Wir verbieten einem Erwachsenen bei Strafe Sex mit einer 11-jährigen zu haben, weil wir sagen, dass diese nicht in der Lage ist die Tragweite ihrer Handlungen zu verstehen und ihr die Fähigkeit bewusst und informiert einzuwilligen nicht zusprechen, weil sie die Auswirkungen dieser Entscheidung unserer Ansicht nach zu überblicken nicht in der Lage ist.

Wir verbieten einem Händler bei Strafe Zigaretten und Alkohol an eine 11-jährige zu verkaufen, weil wir sagen, dass diese nicht in der Lage ist die Tragweite ihrer Handlungen zu verstehen und ihr die Fähigkeit bewusst und informiert diese Substanzen zu konsumieren nicht zusprechen, weil sie die Auswirkungen dieser Entscheidung unserer Ansicht nach zu überblicken nicht in der Lage ist.

Und deswegen ist es rechtlich nicht erlaubt, dass 11-jährige bei Wahlen deren Ergebnisse die politische Landschaft auf Jahre prägen und das Zusammenleben in der Gesellschaft massiv beeinflussen eine Stimme abgeben, weil wir nämlich verdammt noch mal der Ansicht sind, dass diese 11-jährige nicht in der Lage ist die Tragweite ihrer Handlungen zu verstehen und ihr die Fähigkeit bewusst und informiert eine politische Meinung zu bilden nicht zusprechen, weil sie die Auswirkungen ihrer Wahlentscheidung unserer Ansicht nach zu überblicken nicht in der Lage ist.

Welchen Teil davon verstehst du nicht, oder willst du nicht verstehen?


Naja, wir alle hier wissen ja, du hast einen Professor in Weltologie und Menschenkunde und ich bin bloß ein Typ, der gerade Lesen und Schreiben kann, dennoch musst du meine Beiträge hier nicht für dumm verkaufen, nur weil du nicht verstehen willst was der Unterschied zwischen Kinder ficken und wählen gehen ist.

Es scheitert bei dir ja schon daran, meine völlig logische und kohärente Argumentationslinie zu verstehen, obwohl ich sie dir so einfach dargelegt habe, wie mir das möglich war. Und wenn du meinst, die beleidigte Schiene zu fahren müssen, bitteschön.

Das was ich dir da oben gerade nochmal im Detail dargelegt habe, ist ja keine Raketenwissenschaft.
 
Wurd zwar auch schon 10.000 Mal gesagt, aber das Wahlrecht ist einfach aus gutem Grund an die Volljährigkeit gekoppelt. Da kann man argumentieren, dass manch Erwachsener auch nicht besser Bescheid weiss, aber irgendwo muss man ja eine Grenze ziehen. Einheitlich, für jeden massgebend.

Dazu kommt, dass eben gerade Jugendliche unterschiedlich weit entwickelt sind. Es gibt Jugendliche, die sind für ihr Alter weit, es gibt welche, die mit 14 noch mit Lego spielen.

Jugendlichen fehlt sehr oft die Weitsicht, Konsequenzen werden nicht allumfassend erkannt. Wenn morgen einer die 1. offizielle Facebook-Partei gründet wäre es klar, dass die ganzen Teens da ihre Stimme abgeben würden. Und was bringt uns das?

Aber über ein Wahlrecht mit 16 oder 17 könnte man ja noch irgendwo diskutieren, ein Familienwahlrecht ist aber völlig Banane.
 
Weil es so ist...das ist immer die einfachste Antwort, mehr aber auch nicht.

Du schaffst es nicht mal dich zu dem Thema über das du diskutierst zu informieren und wirfst mir fehlende Argumentation vor!?

JA ES IST SO!

Fakt ist:

-mehrere Länder haben bereits über wählen ab 16 sich beraten und abgestimmt und alle Studien kamen zu sehr ähnlichen Ergebnissen:

Argumente gegen das Wahlrecht von TEENAGERN (NICHT KINDERN!) sind:

-mangelnde Reife
-einfach manipulierbar
-keine politische Kompetenz
-Jugendlichen soll die Unbeschwertheit Ihres Alters nicht geraubt werden
-interessieren sich nicht für Politik
-Jugendliche sind unausgeglichen und neigen zu Extrempositionen



JA ES IST SO WIE @Cale BEFÜRCHTET
 
Weil es so ist...das ist immer die einfachste Antwort, mehr aber auch nicht.

@XtreCoolX: Ich will kein Kind zur Wahlurne schleppen. Ich will ihnen bloß die Möglichkeit dazu geben.

Aber warum? Die kommen schon noch früh genug in die Situation sich mit sowas auseinanderzusetzen. Lass Kinder doch erstmal in kleinem Rahmen erfahren, was es bedeutet Entscheidungen zu treffen und was diese Entscheidungen für Auswirkungen haben.

Genau dafür sollte sich doch erstmal ein Gespür entwickeln. Das ist imo Aufgabe der Eltern und anderen Institutionen.
Darüber hinaus ist die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes einfach noch nicht ausgereift genug.
Was auch vollkommen ok ist. Kinder sollen Kinder sein bzw. bleiben.
 
@ Osa-Chan: Deinen breit ausgebreiteten Darstellungen geht eine vollkommen falsche Grundannahme voraus, nämlich die, das jemand mit seiner Wahl Schaden anrichten könnte. Das sehe ich nicht. Hier geht eher die Angst um, das gewohnte Klientel von CDU über SPD bis Grüne könnte Schaden nehmen, weil Kinder vielleicht auch ihr Kreuz woanders machen. Hier wird von vorne herein so getan, als würde mit Kindern jetzt plötzlich die NSDAP, die KPD und die Hohenzollern an die Macht kommen. Auch ein Kind kann nur das wählen, was auf dem Wahlzettel zur Verfügung steht.

@Der_Geächtete: Warum glaubst du, ich hätte mich über das Thema nicht informiert?

Aber warum? Die kommen schon noch früh genug in die Situation sich mit sowas auseinanderzusetzen. Lass Kinder doch erstmal in kleinem Rahmen erfahren, was es bedeutet Entscheidungen zu treffen und was diese Entscheidungen für Auswirkungen haben.

Genau dafür sollte sich doch erstmal ein Gespür entwickeln. Das ist imo Aufgabe der Eltern und anderen Institutionen.
Darüber hinaus ist die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes einfach noch nicht ausgereift genug.
Was auch vollkommen ok ist. Kinder sollen Kinder sein bzw. bleiben.

Das ist tatsächlich ein Punkt, über den ich so bisher noch nicht nachgedacht habe. Das ist jetzt das erste, echte Argument gegen ein Kinderwahlrecht, mit dem ich mich identifizieren kann. Da muss ich auf jeden Fall nochmal drüber nachdenken.
 
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