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Das muss man sich schon fragen, wer ist hier eigentlich von wem abhängig: Deutschland (EU) von der Schweiz oder die Schweiz von Deutschland?

Heute im Radio kam dass 2/3 der Professoren in der Schweiz nicht aus der Schweiz stammen. 30% davon sind Deutsche. In anderen Sparten mit hochqualifizierten Kräften wird es ähnlich sein. Ich denke dieses Votum unterstreicht das ausländerfeindliche (deutschenfeindliche) Bild das sich die Schweizer in den letzten Jahren aufgebaut haben. Diese Abstimmung und dessen Ergebnis haben auch einen psychologischen Effekt.

Mir tut es Leid für gute Freunde von mir die erst vor kurzem angefangen haben in der Schweiz zu arbeiten (1 Doktor und 2 MSc). Fühlt sich sicher nicht toll an über die Blume gesagt zu bekommen "Du bist hier nicht erwünscht".

Etwas anderes muss man auch mal sagen, weil sich dessen viele Schweizer gar nicht bewusst sind. Den Vorurteile-Spieß gibt es hier in Konstanz jeden Tag genau andersrum: Es ist nicht mehr feierlich wie viele schweizer Landsmänner heuschreckenartig über die Super Märkte und Geschäfte herfallen.. von wegen nationale Ketten wie Migros unterstützen, da heißt es Geiz ist geil im deutschen Kaufland. Da werden Mengen eingekauft da schlackern die Ohren.. 3 Einkaufswägen randvoll sind keine Seltenheit. Teils war der Andrang es so extrem dass ich mit meinem Auto auf dem Parkplatz in einem Schiebepuzzle aus lauter schweizer Autos steckte und nichts ging vor und zurück. In der Innenstadt das Gleiche in grün.
Ein anderes negatives Bild gibt sich auf der deutschen Autobahn (im übrigen kostenlose Nutzung) A81 Richtung Stuttgart.. was da Massen an Schweizern entlang donnern und mit donnern meine ich donnern. Schweizer haben einen Ruf als aggressive und ich sag mal nicht besonders talentierte Autofahrer. Tempolimits gelten nicht und die rechte Spur wird komplett ignoriert, obwohl man sich doch gerade als Gast im Ausland entsprechend benehmen sollte.

Vorurteile eben. Ich kenne auch viele nette Schweizer, einige Mitstudenten oder mein früherer Prof, auch hier im Forum. Ich unterscheide da stark zwischen Land und einzelnen Menschen. Das Land selbst ist mir mittlerweile aber doch eher unsympathisch geworden durch die stark rechte Orientierung.
 
Aber wir schicken die "Ausländer" nicht heim... Wir entfremden auch nicht. Wir leben miteinander, leben mit den Problemen. Miteinander. Übrigens auch viele Franzosen und Belgier.

Wir sollten uns als Deutsche jetzt moralisch aber auch nicht unbedingt so viel höher stellen als die Schweizer. Wäre bestimmt interessant, wieviel % hier aus aktuellem Anlass in einer Abstimmung die Rumänen, Bulgaren oder gar Sinti & Roma haben wollen würden. Oder wie die Sache allgemein aussehen würde, wenn Deutschland einen Ausländeranteil von knapp 25% hätte.
 
Wenn wir einen Ausländeranteil von 25% bräuchten, damit es uns weiterhin so gut geht... Und die Schweizer reden ja nicht von "Zigeunern" oder "Moslems" (ok, für Kroatien gibt es noch eine eigene Abstimmung... :ugly: ), sondern von Deutschen, Italienern, Franzosen, usw.

Ein Land mitten in Europa, an unserer eigenen Staatsgrenze, ein Nachbar also, sieht mich gerne, wenn ich im Urlaub komme, mein Geld da lasse und nach 7 Tagen wieder weg bin. Wenn ich aber auf die Idee käme, mit meiner Familie in der Schweiz leben und arbeiten zu wollen, meine Steuern dort zu bezahlen und mein Geld dort auszugeben, dann würde eine (knappe) Mehrheit der Bevölkerung mich nicht gerne dort sehen. Das pisst mich als Person schon an.

Die Schweiz hat die ganze Zeit "Ausländer" in ihr Land geholt, und das ist ein gewichtiger Grund warum es ihren Wohlstand heute noch gibt.

Aber DAS kennen wir Deutschen ja auch. Unsere Türken wären wir ja heute am liebsten auch wieder los...

Zum Glück denke ich anders...
 
Sehe ich bei den Schweizern ja auch so. Aus deren Sicht ist die Abstimmung in jeder Hinsicht schlicht dumm. Viele andere europäische Länder wären froh, wenn der Anteil an qualifizierten Einwanderern so hoch wäre.
 
Wir sollten uns als Deutsche jetzt moralisch aber auch nicht unbedingt so viel höher stellen als die Schweizer. Wäre bestimmt interessant, wieviel % hier aus aktuellem Anlass in einer Abstimmung die Rumänen, Bulgaren oder gar Sinti & Roma haben wollen würden. Oder wie die Sache allgemein aussehen würde, wenn Deutschland einen Ausländeranteil von knapp 25% hätte.
Ich finde das sind zwei Paar Schuhe. Für mich ist der Ausländerbegriff auch immer mit einer kulturellen und sprachlichen Barriere verbunden. Welche Barriere gibt es da zwischen Deutschen und Deutschweizern? Quasi null. Wenn man in Richtung Lörrach bei Basel geht, dann reden die Leute sogar dort einen ähnlichen Dialekt.

Wenn neben mir ein Schweizer oder Österreicher einziehen würde, würde er für mich gar nicht in die Sparte "Ausländer" fallen. Bei Rumänen oder Bulgaren ist die Integration eine ganz andere Herausforderung, da die Leute erst einmal die Sprache und die Werte annehmen müssen, dazu kommt oft fehlende Bildung und Qualifikation.
 
Wobei mir diese deutsche Doppelmoral bei dem Thema auch auf den Sack geht. Einwanderung ja, aber nur, wenn man arbeitet, Steuern bezahlt und das Maul hält und keine Ansprüche stellt.

Die Experten sagen jetzt schon, dass uns die Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien mehr einbrigen als dass sie unser System belasten. Aber wenn man die "Belaster" gleich an der Grenze wegjagt, dann ist der Profit halt noch grösser...
 
Wenn wir einen Ausländeranteil von 25% bräuchten, damit es uns weiterhin so gut geht... Und die Schweizer reden ja nicht von "Zigeunern" oder "Moslems" (ok, für Kroatien gibt es noch eine eigene Abstimmung... :ugly: ), sondern von Deutschen, Italienern, Franzosen, usw.
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Das wir dabei sind, find ich an der ganzen Sache noch am besten. Ich denke die meisten glauben, wenn Deutsche kommen ist alles in Butter, immerhin sind wir gefühlt eines der reichsten Länder in Europa. Aber im Endeffekt ist es doch egal, woher die Einwanderer kommen, in den Gebieten in Deutschland wo durch das Militär unheimlich viele Amis leben, meckern die Leute teilweise genauso wie in Gegenden wo viele Türken leben. Glaube da machts einfach die Menge, nicht das Land oder was diese Einwanderer von Beruf sind.

Ich finde es übrigens gut, wenn Leute wie Zimtzicke sich so für das Thema einsetzen. Solange er auch bereit wäre, in NRW in den Stadtteilen zu wohnen, wo fast nur Türken leben, ist alles in Butter. Ich hoffe nur nicht, das Leute die soetwas sagen, es nur anderen Leuten schönreden in so Gebieten zu leben (die es sich aufgrund der Mietkosten nicht anders leisten können) und selbst in einem Einfamilienhausgebiet wohnt, wo von diesen Einwanderern gar keiner lebt. Ab da wird es richtig pervers und das ist viel schlimmer als die Stimmen gegen Einwanderung.
 
Das ist schlecht für die Menschen dort - nur sehe ich nicht ein, weshalb wir das hier unbedingt auch haben müssen. Es ist eine Sache, irgendwo nicht hinziehen zu können, weil der Wohnungsmarkt nichts oder nichts preislich Passendes anzubieten hat. Wenn aber Leute aus einer ganzen verfluchten Stadt wegziehen müssen, weil kein Platz da ist, den sie bezahlen können, dann ist das nicht erstrebenswert.

stichwort gentrifizierung. in hamburg gibt es das problem auch. massiv. das liegt aber nicht an leuten, die zuziehen (egal ob deutsch oder sonstwo her), sondern an gierigen vermietern, die billigen wohnraum "aufwerten" und teurer weitervermieten. klar, von aussen sieht das dann so aus, als würden zu viele leute wohnraum suchen. is aber tatsächlich so, dass billiger wohnraum weniger wird. da sind nicht die zugezogenen schuld (dürfen da eigentlich auch keine schweizer mehr die stadt wechseln? die verschärfen doch dann auch die situation) sondern die leute, die gewinnmaximierung betreiben.


davon ab.. auf spiegel gibts ne karte, wo wie abgestimmt wurde. und es is tatsächlich so, dass in gebieten mit hohem ausländer-anteil die meisten gegen diesen zuwanderungsstopp gestimmt haben.
http://www.spiegel.de/politik/ausla...iative-gegen-masseneinwanderung-a-952570.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe nur nicht, das Leute die soetwas sagen, es nur anderen Leuten schönreden in so Gebieten zu leben (die es sich aufgrund der Mietkosten nicht anders leisten können) und selbst in einem Einfamilienhausgebiet wohnt, wo von diesen Einwanderern gar keiner lebt. Ab da wird es richtig pervers und das ist viel schlimmer als die Stimmen gegen Einwanderung.

Würdest du denn freiwillig da wohnen, wenn du es dir leisten könntest, nicht dort zu wohnen?
 
Das wir dabei sind, find ich an der ganzen Sache noch am besten. Ich denke die meisten glauben, wenn Deutsche kommen ist alles in Butter, immerhin sind wir gefühlt eines der reichsten Länder in Europa. Aber im Endeffekt ist es doch egal, woher die Einwanderer kommen, in den Gebieten in Deutschland wo durch das Militär unheimlich viele Amis leben, meckern die Leute teilweise genauso wie in Gegenden wo viele Türken leben. Glaube da machts einfach die Menge, nicht das Land oder was diese Einwanderer von Beruf sind.

Ich finde es übrigens gut, wenn Leute wie Zimtzicke sich so für das Thema einsetzen. Solange er auch bereit wäre, in NRW in den Stadtteilen zu wohnen, wo fast nur Türken leben, ist alles in Butter. Ich hoffe nur nicht, das Leute die soetwas sagen, es nur anderen Leuten schönreden in so Gebieten zu leben (die es sich aufgrund der Mietkosten nicht anders leisten können) und selbst in einem Einfamilienhausgebiet wohnt, wo von diesen Einwanderern gar keiner lebt. Ab da wird es richtig pervers und das ist viel schlimmer als die Stimmen gegen Einwanderung.

Ich geb dir den Tipp, dich einfach mal über das Dreiländer-Eck zu informieren.

Das Leben hier unter Europäern (!) hat sicher Vor- aber auch Nachteile. Dazu gehört u.A., dass die Wohnkosten für den Südwesten exorbitant hoch sind. Egal ob Miete oder Wohneigentum.

Meine drei umliegenden Nachbarn sind Luxemburger.

Wir sind hier in unserem Teil Deutschlands "umzingelt" von so ziemlich allem, was sich Europäer nennt. Teilweise auch nicht unserer Sprache mächtig, denn nicht jeder Franzose, Portugiese, Engländer oder Belgier spricht deutsch.

Mit Türken kann ich leider nicht so dienen, sorry. ;)
 
Ah die völlig überzogene Vorurteilskeule wurde doch noch geschwungen. Ich hab die ehrlich gesagt schon vermisst. :D
Ich geb dir den Tipp, dich einfach mal über das Dreiländer-Eck zu informieren.

Das Leben hier unter Europäern (!) hat sicher Vor- aber auch Nachteile. Dazu gehört u.A., dass die Wohnkosten für den Südwesten exorbitant hoch sind. Egal ob Miete oder Wohneigentum.

Meine drei umliegenden Nachbarn sind Luxemburger.

Wir sind hier in unserem Teil Deutschlands "umzingelt" von so ziemlich allem, was sich Europäer nennt. Teilweise auch nicht unserer Sprache mächtig, denn nicht jeder Franzose, Portugiese, Engländer oder Belgier spricht deutsch.

Mit Türken kann ich leider nicht so dienen, sorry. ;)
Die gibts hier am Dreiländereck en masse. :D
 
in den Gebieten in Deutschland wo durch das Militär unheimlich viele Amis leben, meckern die Leute teilweise genauso wie in Gegenden wo viele Türken leben. .

Ich leb schon mein ganzes Leben in ner Gegend, in der bis vor 2-3 Jahren extrem viele Amis stationiert waren und hab in ner Stadt studiert, wo NOCH mehr Amis waren, bedingt durch die Ramstein Air Base.
Und ich hab ehrlich gesagt noch nie jemanden darüber meckern gehört. Im Gegenteil, viele Leute waren beim Abzug traurig, weil die tollen jährlichen Feste in den Kasernen jetzt nicht mehr sind. Und auch so kenn ich eigentlich nur die Meinung, dass die Amis sehr willkommen waren.

Das mit den Türken ist was anderes. Mannheim hat einen recht hohen Türkenanteil und manche Stadtteile waren deswegen auch verschrien. Das hat aber ursprünglich nix mit Türken per se zu tun, sondern damit, dass viele davon in schlechten Verhältnissen leben und daher eine hohe Kriminalitätsrate herrschte. Das kann man von den Deutschen in der Schweiz eher weniger behaupten, oder?
Zumal sich die Situation in Mannheim in den letzten Jahren stark gebessert hat.
 
Ganz interessant zu dem Thema ein paar Stimmen von Leuten zu lesen die es direkt betrifft: http://www.sueddeutsche.de/politik/...iz-und-dann-kam-die-wut-in-mir-hoch-1.1884551
Eben, Ausländerfeindlichkeit gegenüber Leuten aus Deutschland erlebt man hier nicht. Klar gibt es mal ein paar Sprüche, aber ich denke, das ist normal und kommt auch unter Kollegen die alle aus dem gleichen Land stammen vor. Denn sind wir ehrlich: Bessere Einwanderer als Deutsche gibt es nicht (jedenfalls in der Deutschschweiz :D). Sprachlich und kulturell sind wir eigentlich die selben. Gleiches gilt natürlich auch für die Österreicher. Dort vielleicht sogar noch mehr, da kommt noch die Topographie dazu.

Ich könnte das ja alles irgendwo noch verstehen, wenn die bösen Ausländer den Schweizern die Jobs stehlen würden. Aber dem ist ja nicht so. In den letzten fünf Jahren sind 400.000 Ausländer in die Schweiz gekommen, und die Arbeitslosenquote ist trotzdem bei unter 3%. Und das Wirtschaftswachstum gesund. Wenn man die "Masseneinwanderung" nun eindämmen will, wer soll dann die Arbeit zukünftig machen, wenn die Wirtschaft weiter wächst?
Nun ja, dies dürfte auch ein Grund gewesen sein. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Portugal und Spanien auf einen Rekordhoch, die Zahlen in Frankreich, Italien, Tschechien und Griechenland sind auch nicht gerade ohne. Was liegt da auf der Hand? Klar, in die Schweiz zu ziehen. Hier ist jeder vierte ein Ausländer. Also haben sicherlich sehr viele einen Verwandten oder Bekannten hier, den sie aufsuchen können. Und wie schon gesagt, eine Initiative würde nie angenommen werden, wenn sich nur die Leute auf der Rechten Seite dafür eingesetzt hätten. Ein nicht zu unterschätzender Anteil kam sicherlich auch von Linken/Grünen, die das zubetonieren der Landschaft eindämmen möchten (überspitzt formuliert).

Und alle die mit der Moralkeule kommen: Ausländerfeindlichkeit gibt es hier nicht mehr als in Deutschland auch. Sieht euch doch die Zahlen an, ich denke nicht, dass wir einen Ausländeranteil von fast 25% hätten, wenn hier nur alle beschimpft und schikaniert würden. Das ist doch lächerlich.

Wobei mir diese deutsche Doppelmoral bei dem Thema auch auf den Sack geht. Einwanderung ja, aber nur, wenn man arbeitet, Steuern bezahlt und das Maul hält und keine Ansprüche stellt.
Da sind wir wohl auf einer anderen Wellenlänge. Einwanderer müssen deiner Meinung nach nicht Arbeiten, Steuerfrei könnten sie auch noch in Deutschland leben. Für was sollte man ja auch arbeiten? Steuern baucht es ja auch nicht. Spezielle Auffassung, bei der sogar dir auffallen müsste, dass da etwas nicht aufgehen wird... :staun:
 
Eben, Ausländerfeindlichkeit gegenüber Leuten aus Deutschland erlebt man hier nicht. Klar gibt es mal ein paar Sprüche, aber ich denke, das ist normal und kommt auch unter Kollegen die alle aus dem gleichen Land stammen vor. Denn sind wir ehrlich: Bessere Einwanderer als Deutsche gibt es nicht (jedenfalls in der Deutschschweiz :D). Sprachlich und kulturell sind wir eigentlich die selben. Gleiches gilt natürlich auch für die Österreicher. Dort vielleicht sogar noch mehr, da kommt noch die Topographie dazu.


Nun ja, dies dürfte auch ein Grund gewesen sein. Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Portugal und Spanien auf einen Rekordhoch, die Zahlen in Frankreich, Italien, Tschechien und Griechenland sind auch nicht gerade ohne. Was liegt da auf der Hand? Klar, in die Schweiz zu ziehen. Hier ist jeder vierte ein Ausländer. Also haben sicherlich sehr viele einen Verwandten oder Bekannten hier, den sie aufsuchen können. Und wie schon gesagt, eine Initiative würde nie angenommen werden, wenn sich nur die Leute auf der Rechten Seite dafür eingesetzt hätten. Ein nicht zu unterschätzender Anteil kam sicherlich auch von Linken/Grünen, die das zubetonieren der Landschaft eindämmen möchten (überspitzt formuliert).

Und alle die mit der Moralkeule kommen: Ausländerfeindlichkeit gibt es hier nicht mehr als in Deutschland auch. Sieht euch doch die Zahlen an, ich denke nicht, dass wir einen Ausländeranteil von fast 25% hätten, wenn hier nur alle beschimpft und schikaniert würden. Das ist doch lächerlich.


Da sind wir wohl auf einer anderen Wellenlänge. Einwanderer müssen deiner Meinung nach nicht Arbeiten, Steuerfrei könnten sie auch noch in Deutschland leben. Für was sollte man ja auch arbeiten? Steuern baucht es ja auch nicht. Spezielle Auffassung, bei der sogar dir auffallen müsste, dass da etwas nicht aufgehen wird... :staun:

Es gibt für Europäer das Freizügigkeitsgesetz. Das regelt den Aufenthalt in EU-Ländern für EU-Bürger. Das sieht auch vor, dass ein EU'ler eine Zeit lang arbeitssuchend sein kann. Alternativ kann er über so viele finanzielle Mittel verfügen (und krankenversichert sein), dass er auf Sozialabgaben des Landes nicht angwiesen ist. Sozialabgaben des Landes und Steuerbefreiung sind zeitlich geregelt.

Afair sind eure Regelungen bisher sehr ähnlich gewesen. ;)

Wir hatten 2012 übrigens fast eine Million Einwanderer. Das ist prozentual zur Gesamtbevölkerung sogar mehr als in der Schweiz.

Ich tu' mich moralisch damit schwer, dass ich für euch ein "Ausländer" bin, den ihr zukünftig nur noch geregelt sehen möchtet. Ich sehe uns eher als Nachbarn, als Europäer (auch wenn ihr nicht in die EU wollt), als Menschen, die eigentlich immer gerne miteinander gelebt und gearbeitet haben.

Ihr habt am Sonntag ein Bild abgegeben, über das heute nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen EU und dem Rest der Welt diskutiert wird, und das nicht freundlich.
 
Nachtrag:

Ich bin übrigens nicht (zwangsläufig) der Meinung, dass die EU nun "Eier zeigen" oder mit Drohgebärden reagieren soll. Fakt ist, dass die EU reagieren muss. Ob das in der Aufkündigung der Bilateralen Verträge endet? Kann sein. Rosinen picken geht nicht.

Und wenn es dazu kommt, dann müssen wir uns neue Handelspartner suchen, was innerhalb der EU sicher auch für neue Arbeitsplätze sorgen wird. Euch wird das aber ganz definitiv wesentlich härter treffen, was euren Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften auch bewusst ist.

Ich persönlich bin von diesem Votum rein menschlich einfach nur enttäuscht.
 
Genau wenn netto pro Jahr 80'000 Menschen einwandern (bei 8'000'000 Einwohnern) fördert dies nicht eine Preissteigerung die wohnen doch alle unter den Brücken. Man kann die Augen auch verschliessen.

Wählen zwischen diesen zwei flotten Kontern:

a.) Soll ich raten was du angekreuzt hast?
b.) Du bist, was man bei uns einen CSU-Wähler nennt.
 
Es gibt für Europäer das Freizügigkeitsgesetz. Das regelt den Aufenthalt in EU-Ländern für EU-Bürger. Das sieht auch vor, dass ein EU'ler eine Zeit lang arbeitssuchend sein kann. Alternativ kann er über so viele finanzielle Mittel verfügen (und krankenversichert sein), dass er auf Sozialabgaben des Landes nicht angwiesen ist. Sozialabgaben des Landes und Steuerbefreiung sind zeitlich geregelt.

Afair sind eure Regelungen bisher sehr ähnlich gewesen. ;)
https://www.bfm.admin.ch/bfm/de/home/themen/fza_schweiz-eu-efta.html

Wir hatten 2012 übrigens fast eine Million Einwanderer. Das ist prozentual zur Gesamtbevölkerung sogar mehr als in der Schweiz.
In der Schweiz waren es im gleichen Zeitraum knapp ~80'000 Einwanderer, also immerhin auch knapp ~1% der Gesamtbevölkerung. Deutschland hat einen Ausländeranteil von ~9 Prozent. Die Schweiz hat einen Ausländeranteil von ~23 Prozent. Den höchsten Anteil überhaupt in Europa. Das ist prozentual zur Gesamtbevölkerung betrachtet fast dreimal so viel wie in Deutschland.

Als Anmerkung, auch ich habe einen Migrationshintergrund und fühlte und fühle mich dennoch hier in der Schweiz immer als äusserst willkommen. Menschen mit Vorurteilen trifft man überall mit vielfältigen Nationalitäten und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten.

Ich tu' mich moralisch damit schwer, dass ich für euch ein "Ausländer" bin, den ihr zukünftig nur noch geregelt sehen möchtet. Ich sehe uns eher als Nachbarn, als Europäer (auch wenn ihr nicht in die EU wollt), als Menschen, die eigentlich immer gerne miteinander gelebt und gearbeitet haben.
Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Auch wenn ich den Entscheid nicht teile, so bedeutet das im Umkehrschluss nicht automatisch, dass die Schweiz die "Schotten" von nun an dichtmacht und sämtliche Einwanderer unerwünscht sind. Man sollte sich von diesem populistischen Gedankengut entfernen. Das Schweizer Volk hat schlichtweg per Volksabstimmung als halb direkte Demokratie (auch entgegen meiner Stimme) entschieden, selbstständig die entsprechenden Kontingente bestimmen zu möchten. Das hat man zu akzeptieren.

Ihr habt am Sonntag ein Bild abgegeben, über das heute nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen EU und dem Rest der Welt diskutiert wird, und das nicht freundlich.
Es wird durchaus auch freundlich und äusserst pragmatisch darüber gesprochen. Es ereilen uns auch viele Sympathien und Zustimmungen, insbesondere auch aus der deutschen Bevölkerung, wie ich gestern in der ARD überraschend feststellen musste. Man sollte das durchaus etwas differenzierter betrachten.
 
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