Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
George Zimmerman ist übrigens im Fall Trayvon Martin freigesprochen worden. Die Jury kam zu dem Entschluss, dass Zimmerman in NOTWEHR gehandelt habe. 17 Jahre und keine Waffe, dafür aber schwarze Hautfarbe... da muss man handeln!

Ich hoffe, dass das Justizministerium dem Antrag nachkommt und das Verfahren an einem übergeordneten Gericht neu aufgerollt wird.
 
Da zeigt sich mal wieder, wie unglaublich schwachsinnig Geschworenengerichte, bei denen die Jury das volle Entscheidungsrecht hinsichtlich der Schuld hat, bei solchen Verhandlungen sind...
Kann die Verteidigung das Ganze richtig inszenieren oder diese Laien sonstwie durch Polemik, Schauspielerei oder sonstwie beeinflussen, werden die seltsamsten Entscheidungen getroffen.
 
Zimtzicke schrieb:
George Zimmerman ist übrigens im Fall Trayvon Martin freigesprochen worden. Die Jury kam zu dem Entschluss, dass Zimmerman in NOTWEHR gehandelt habe. 17 Jahre und keine Waffe, dafür aber schwarze Hautfarbe... da muss man handeln!

Ich hoffe, dass das Justizministerium dem Antrag nachkommt und das Verfahren an einem übergeordneten Gericht neu aufgerollt wird.

Hoffe ich auch, es kann nicht sein, daß ein Mörder aufgrund einer fadenscheinigen Notwehr freigesprochen wird. Vor allem war der Jugendliche recht schmal gebaut, im Gegensatz zu Zimmermann, wie kann man da von Notwehr sprechen ? :skep:

Wenn ich sonen Lappen wie Shakal erschiesse, glaubt doch auch keiner an Notwehr. :D
 
jo.. aber auch das scheint eher auslegungssache zu sein.. schwarze frau gibt warnschüsse ab, um den ehemann zu verscheuchen, der mit mord gedroht hat.. die frau kassiert dafür 20 jahre..

http://articles.latimes.com/2012/may/12/nation/la-na-nn-florida-warning-shot-0120511
 
Jup. So geil die Idee der USA auch ist. Ich finde, sie hat unglaubliches Appeal. Aber da sind einige Bereiche extrem renovierungsbedürftig. Und neben der Gesundheit, den Waffengesetz gehört auch das generelle Straf - und Zivilrecht dazu.
 
Ich hab das heute nur im DLF verfolgt. Wenn Stand your ground zum Tragen kommt, kann das Urteil sogar rechtlich korrekt sein. Und Rassismus konnte die Staatsanwaltschaft ihm nicht nachweisen. Oder wollte es nicht.

Insofern kann man nur hoffen, dass die Justiz nicht aufgibt.
 
Den Prozess hat aber wohl auch die Staatsanwaltschaft versemmelt weil sie unbedingt auf Mord plädieren wollte
Kritiker merken an, dass die Staatsanwaltschaft von Anfang an auf Totschlag hätte plädieren sollen. Stattdessen habe sie sich aus politischen Gründen auf eine überehrgeizige Mord-Anklage eingelassen. Eine mildere Anklage wiederum hätte der Staatsanwaltschaft seitens der schwarzen Gemeinde den Vorwurf eingetragen, Zimmerman bloß deswegen zu schonen, weil sein Opfer schwarz war.
Der ganze Prozess war wohl auch ziemlich undurchsichtig
Aber aus der Sicht etlicher Beobachter ist es der Staatsanwaltschaft nicht gelungen, zweifelsfrei zu beweisen, dass Zimmerman der Aggressor war. Umstritten ist zum Beispiel noch immer, wer beim Faustkampf über dem anderen kniete, wer die Oberhand hatte. Am Schluss ließ sogar die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit zu, dass es Martin war, der über Zimmerman gebeugt war. Wenn aber auch nur ein vernünftiger Zweifel bleibt an Zimmermans Mordabsicht, muss die Jury ihn freisprechen. Das Gericht brachte am Ende noch die Möglichkeit ins Spiel, Zimmerman wegen Totschlags schuldig zu sprechen.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/anklage-im-fall-trayvon-martin-amerika-aufgewuehlt-von-einem-gerichtsprozess-1.1720612-2
 
Also.... dass der Erschossene zum Zeitpunkt der Schussabgabe laut Gerichtsmediziner auf dem Schützen gelegen hat und laut Zeugenaussagen seinen Kopf gegen den Boden geknallt haben soll, wird interessanterweise in den meisten Medienberichten einfach nicht erwähnt.

Da fragt man sich, ob die Journalisten wirklich so inkompetent sind und einfach nur von einer einzigen Quelle abschreibt, welche diese "unwichtigen" Tatsachen nicht erwähnt hat, oder ob hier tatsächlich eine Agenda verfolgt wird.
 
Osa-chan schrieb:
Also.... dass der Erschossene zum Zeitpunkt der Schussabgabe laut Gerichtsmediziner auf dem Schützen gelegen hat und laut Zeugenaussagen seinen Kopf gegen den Boden geknallt haben soll, wird interessanterweise in den meisten Medienberichten einfach nicht erwähnt.

Ernsthaft?
Da hab ich ohne Witz noch keine Silbe von gelesen :staun:
 
es gibt bilder von den wunden an zimmermans hinterkopf.

ht_george_zimmerman_injuries_ll_120517_wg.jpg


er hatte auch eine blutige nase.

aber er hat der polizei am funk auch gesagt "these assholes, they always get away" und is hinter trayvon hinterher. da gabs dann ein gerangel was mit dem schuss endete. wie es sich aus dem funk anhört, is zimmerman recht aggressiv auf den kerl los.
 
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kraftwerke104.html

Der Artikel fängt sehr gut an und im zweiten Absatz verhaut er es mal wieder auf eine grandiose Art und Weise.
Den dort erwähnten Bericht hatte ich hier sogar schon verlinkt. Da liest sich das, sagen wir mal, etwas anders als von der Tagesschau dargestellt. :kaffee:

eMKay schrieb:
http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Allgemeines/Bundesnetzagentur/Publikationen/Berichte/2013/NetzberichtV_Winter2012-13BNetzA130620.pdf?__blob=publicationFile&v=8

Bereits im Jahr 2011 wurden in den Berechnungen für den Winter 2011/12 mögliche Gefahren
für Spannungshaltung identifiziert. Dabei wurde befürchtet, dass es durch die moratoriumsbedingte
Abschaltung von sieben Kernkraftwerken zu unzulässig niedrigen
Spannungen in einigen Bereichen des Übertragungsnetzes – insbesondere in Südwestdeutschland
– kommen könnte. Für den Winter 2012/13 wurde dieses Risiko als deutlich geringer eingeschätzt[...]

Der Bestand an Erzeugungskapazitäten ist zurzeit ausreichend. Einer
kurzfristigen einzuführenden Strategischen Reserve bedarf es nicht.

Insgesamt verlief der Winter 2012/13 weniger angespannt als der Winter 2011/12.

Was erinnere ich mich noch gut an die Horrorszenarien, die von der Politik und den Medien gemalt wurden!
 
EU-Gesetzentwurf erlaubt Internet ohne Netzneutralität

BRÜSSEL--Das Drosseln von Internetdiensten könnte zukünftig in der Europäischen Union anstatt verboten sogar ausdrücklich erlaubt werden. Das sieht ein früher Entwurf für eine entsprechende EU-Verordnung vor, den das Blog Netzpolitik.org veröffentlicht hat. Die für Digitales zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes hatte seit langem eigentlich das Gegenteil angekündigt und wollte mit ihrer Reform des EU-Telekommunikationsmarktes auch die sogenannte Netzneutralität durchsetzen. Dadurch sollte Mobilfunkanbietern verboten werden, konkurrierende Anwendungen wie Skype oder WhatsApp in ihrer Geschwindigkeit zu drosseln oder sogar zu blockieren.

In dem Verordnungsentwurf, der noch zwischen den einzelnen Generaldirektionen in der EU-Kommission abgestimmt werden muss, ist nun aber vorgesehen, dass Internetdienstleister und Anbieter von Internetinhalten, Anwendungen und Diensten "frei sind, miteinander die Handhabe der entsprechenden Datenvolumina oder der Übertragung der Daten mit einer definierten Servicequalität zu vereinbaren". Auch hätten die Kunden das Recht, bestimmten "Datenvolumen, Geschwindigkeiten und generellen Qualitätsmerkmalen" zuzustimmen, heißt es in dem Verordnungsentwurf.

Das bedeute faktisch die Abschaffung von Netzneutralität und Diskriminierungsfreiheit, kritisierte die SPD-Europaabgeordnete Petra Kammerevert. "Kroes hebelt mit diesem Entwurf das bisherige Prinzip, Datenpakete stets mit der gleichen Priorität zu behandeln, regelrecht aus", sagte die Abgeordnete. "Das ist das Gegenteil von dem, was wir unter einer klaren gesetzlichen Absicherung der Netzneutralität verstehen und reicht definitiv nicht aus, um den Charakter des Internets als freies und offenes Medium zu bewahren."
http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424127887323394504578609753458257598.html

:wand:
 
Ehrlich gesagt, versteh ich die Empörung nicht so ganz. So hat doch die Telekom z.B. niemals gesagt, dass es keine Flatrates mehr geben wird. Die wird es nach wie vor geben - ganz ohne Drossel. Und dann wird es eben die Datentarife geben, bei denen nach Überschreitung eines bestimmtes Volumens die Handbremse reingehauen wird. Und ich vermute mal, dass die aktuellen Tarife später in diese Tarife mit Drossel umgebaut werden, während die richtigen Flatrates schlicht mehr kosten werden. Wo genau liegt da jetzt das Problem?
Geht es um diese managed services, die von der Drossel ausgenommen sind?
 
Da geht es mehr um eine Grundsatzdiskussion, eine gewisse Ideologie.

Das trifft es eigentlich recht gut...
"Kroes hebelt mit diesem Entwurf das bisherige Prinzip, Datenpakete stets mit der gleichen Priorität zu behandeln, regelrecht aus"

"Das ist das Gegenteil von dem, was wir unter einer klaren gesetzlichen Absicherung der Netzneutralität verstehen und reicht definitiv nicht aus, um den Charakter des Internets als freies und offenes Medium zu bewahren."
 
Verstehe ich auch nicht ganz. Die Telekom sagt:

Ok. Ab dem Jahr X gibt es bei uns im Internet Flatrates und Volumentarife. Volumentarife werden bei Überschreitung einer Grenze gedrosselt. Aber es gibt die Möglichkeit, sich von der Volumenzählung ausnehmen zu lassen, indem man uns Kohle rüberschiebt. Passiert das, dann wandert jedweder Traffic des entsprechenden Anbieters ungezählt durch. Deal with it!

User/Politik

Wuähhh! Netzneutralität am Arsch. Da geht alles den Bach runter. Wollen wir nicht. Machen wir Gesetze gegen. Mimimimi!

Aber jetzt mal in den Raum gefragt: Ist das nicht sogar gut? Natürlich bleibt abzuwarten, inwieweit die Anbieter mögliche Abgaben an die Telekom auf die Kunden umlegen. Wenn z.B. Youtube kostenpflichtig wird, dann wäre das natürlich doof. Aber vielleicht lässt sich sowas auch individuell für jeden User regeln. Hat man einen Bezahlaccount, dann wird im Traffic ein Flag gesetzt, welches den Traffic als managed service kennzeichnet. Andernfalls geht der Traffic normal durch und wird mitgezählt. So kann man bei der Telekom einen billigeren Tarif mieten und dann durch Bezahlaccounts diverse Services trotzdem in vollem Umfang nutzen. Unter Umständen kommt man so sogar billiger davon, als wenn man sich eine komplette Flatrate bucht.

Und wenn man ganz auf Nummer sicher gehen will, dann nimmt man eben eine richtige Flatrate von der Telekom. Die kostet dann zwar mehr, aber man braucht sich wegen des Volumens keinen Kopf zu machen. Ich seh hier ganz ehrlich nicht das große Problem. Aber evtl. übersehe ich auch was.
 
Man will ja aus der richtigen Flatrate eben einen Volumentarif machen und jenes eben zum Preis der jetzigen Flat. Du zahlst somit in Zukunft immer mehr oder aber bekommt für dein Geld eben weniger Leistung. Daran gibt es aus Kundensicht absolut nichts! positives. Die Kapazitäten sind vorhanden und der Traffic kostet mal so gut wie gar nichts. Der Telekom geht es darum ein künstliches Zweiklassennetz zu schaffen, um so die Content-Anbieter zum bezahlen zu zwingen. Hierbei könnten gerade kleine Content-Anbieter schnell auf der Strecke bleiben. Der normale Kunde ist bei der ganzen Sache nur Mittel zum Zweck.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben