Gigabyte
Spam Front
Metro 2033 (Redux)
Zu Beginn kann man sich zwischen den beiden Spielstilen Überleben und Spartaner entscheiden. Mit Überleben ist die Munition besonders knapp; Spartaner ist arcadiger und ermöglicht leichtere Schleichpassagen, weshalb ich mich für diesen Modus entschieden habe. Die Handlung konnte mich nicht überzeugen. Sie hat mich gut durch das Spiel gebracht konnte mich aber auch nicht vom Hocker reißen.
Der Spieler kann sich je nach eigener Vorliebe entscheiden ob er einen Abschnitt stealthartig spielt oder es wie einen klassischen Shooter offen und schnell angeht. Oft habe ich mich für die Stealthvariante entschieden, habe mich von hinten an den Gegner herangeschlichen und ihn erstochen. So funktioniert es halbwegs gut ganze Gegnergruppen auszuschalten ohne einen einzigen – wertvollen – Schuss abzugeben.
Manchmal gelingt es auch einen Feind mit einem gezielten Schuss zu erledigen, ohne dass seine Kumpane in der Nähe den Vorfall bemerken. Um nicht entdeckt zu werden gibt es ein paar Dinge die zu beachten sind, darunter zählt das ausschalten der Taschenlampe wodurch der verräterische Lichtkegel vermieden wird.
Ebenfalls ist es wichtig sich Aufmerksam in den Tunneln fortzubewegen um Geräuschkulissen zu verhindern. An Seilen sind häufig Blechdosen befestigt, werden sie berührt klappern diese wodurch Gegner alarmiert werden. Des Weiteren befinden sich am Boden Stolperdrähte platziert.
Metro versucht dem Spieler eine sehr realistische Spielwelt zu bieten. Darunter fällt das es nach einer bestimmten Zeit nötig wird die Taschenlampe manuell aufzuladen oder auch das man ab und zu das Sichtfenster der Gasmaske sauber wischen muss. Die Gasmaske muss an der Oberfläche aufgesetzt werden und hat ein stark begrenztes Luftkontigent.
Im Grunde gibt es die üblichen Waffentypen wie Schrotflinte, Scharfschützen- und Maschinengewehr, Revolver und einen Flammenwerfer. Jeder dieser Waffen lassen sich in Lagern an bestimmten Ständen gegen Munition mit diversen Verbesserungen ausstatten. Darunter zählt das wechseln des Zielfernrohres, aufsetzen eines Schalldämpfers usw.
Auch können dort Medipacks und Granaten gekauft werden. Alles was im Inventar vorhanden ist lässt sich dort gegen einen schlechten Kurs in Munition, welche die Währung in der Metro, auszahlen. Mit Glück können in den Tunneln auch Waffen gefunden werden, die mit diesen Verbesserungen bereits ausgerüstet sind. Allgemein ist dazu angeraten sich die Tunnel genau anzuschauen um die ständig knappe Munition aufzustocken.
Leider bin ich im Spielverlauf auf einige Bugs gestoßen. Viele davon sind eigentlich nicht einmal der Rede wert, besonders diese wären aber vermeidbar gewesen, wie z. B. Grafikfehler bei denen Objekte einfach in der Luft schweben. Jedoch gibt es auch noch schwerwiegendere Bugs bei denen der letzte Kontrollpunkt geladen werden muss, das ist dann doppelt ärgerlich da die Kontrollpunkte stellenweise schlecht gesetzt sind.
Nach dem Ende eines Abschnitts ist der Partner zu einem Eingang gelaufen und hat dabei eine Geschichte erzählt, ich habe mich aber dafür entschieden lieber die Gegend nach Munition zu durchsuchen. Als ich dann zum gewünschten Punkt gelaufen bin ging das Spiel einfach nicht weiter, ich hatte sogar in eine Komplettlösung geschaut um Fehler von mir auszuschließen. Also Kontrollpunkt neu geladen und dem Partner auf Schritt und Tritt gefolgt, wodurch das entsprechende Event getriggert wurde.
Das Leveldesign ist sehr schlauchig, was aber aufgrund des Tunnelsetting unvermeidbar ist. Überraschenderweise hatte ich trotzdem an einigen Stellen Probleme weiter zu kommen. Gestört haben mich Passagen mit den Bibliothekaren, dieses ständige aus dem Weg gehen bzw. anschauen der Bibliothekare. Denn der Blickkontakt sorgt dafür, dass diese – warum auch immer – das Interesse verlieren. Ich bin mir gar nicht sicher ob sie getötet werden können, jeden Falls hab ich es nicht geschafft.
Ein starker Kritikpunkt ist die Synchronisation. Es macht für mich einfach keinen Sinn warum alle Protagonisten diesen starken russischen Dialekt haben. Schließlich müssten sie ja unter sich in ihrer Muttersprache sprechen und dürften damit keinen Dialekt haben. Entweder hätten die Entwickler sich für eine Original russische Synchronisation mit Untertitel entscheiden soll, wovon ich aber auch genervt wäre, oder bevorzugt eine im dialektfreie Deutsche.
Die Steuerung ist soweit in Ordnung, eine kleine Einführung über die Möglichkeiten des Charakters hätte in diesem Fall aber sicherlich gut getan. Als man sich in einem Wagon befindet und wegen Spinnenweben nicht weiterkommt, habe ich nach Ewigkeiten erst bemerkt das Artjom ein Feuerzeug bei sich trägt mit dem der Weg frei gebrannt werden kann. Bei einem bestimmten Schrotflintentyp hatte ich das Problem, das ich zoomen wollte, dieser Typ aber stattdessen beide Schüsse aus dem Lauf abgibt, das habe ich mir bis zum Ende hin nicht merken können.
Grafisch bin ich mit der Redux Version mehr als zufrieden. Es werden schöne Lichteffekte geboten, die Objekte sind scharf und hochaufgelöst. Framerate Probleme konnte ich über die ganze Spieldauer nicht feststellen. Ich denke ich kann mich glücklich schätzen, dass ich damals die Xbox 360 Versionen nicht gespielt hatte. So langsam machen sich berechtige Zweifel breit ob man ältere AAA Spiele noch nachholen sollte, weil einfach überall ein HD Remake droht. 4A Games zeigt aber wie es gemacht werden sollte, vernünftiger Preis und Qualitätsmäßig top.
Fazit
Die Kritikpunkte sind zwar vorhanden wiegen meiner Meinung nach aber nicht so stark das der Spielspaß darunter leiden würde. Die benötigte Spielzeit kann ich schlecht Einschätzen da ich teilweise viele Versuche gebraucht habe um weiter zu kommen. Grob geschätzt dürften das etwa 10 Stunden gewesen sein, sollte sich aber auch locker in 7 Stunden durchspielen lassen. Metro ist kein klassischer Shooter sondern besitzt einige interessante Eigenheiten die dieses Spiel von dem üblichen Einheitsbrei abhebt, für mich eine solide 7,5/10.

Hat jetzt bei mir etwas gedauert... darauf wär ich jetzt im Leben nicht gekommen!