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Merkt ihr die Finanzkrise?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Bei uns im Betrieb wird ab 2009 jetzt auch Kurzarbeit eingeführt. Heute war deswegen bei uns ne Betriebsversammlung und unser Werksleiter hat erzählt das wir bis Ende Mai Rekordumsätze hatten, die jetzt um 20% eingesackt sind. Was mich allerdings bei der Sache tierisch ankotzt. Bei den Lohnverhandlungen Ende letzten Jahres gab´s eine mickrige Lohnerhöhung um 1,75 Prozent und dazu noch die 40 Stunden Woche(von vorher 37,5 Std), also unterm Strich eine Lohnkürzung, von den Rekordumsätzen bekamen wir als Arbeiter nix von ab. Aber jetzt wo´s nicht so gut läuft sind wir wieder die ersten die bluten dürfen.
wixer.gif
 
Ich arbeite 43,5 Stunden die Woche und verdiene unterm Strich keinen Euro die Stunde...DAS suckt. Was will man machen, EQJ, wenn ich Pech habe, übernimmt mich mein Chef nach dem Jahr nicht und alles war quasi für umsonst. Wenn ich dann anschließend keine Ausbildung im gleichen Bereich (Fotograf) in nem anderen Betrieb finde, wird das Jahr später nicht mehr auf eine Ausbildung angerechnet.
 
Naja, soweit, dass mein Chef mich nur mit EQJ einstellen konnte weil sein Betrieb nicht mehr so gut läuft, wäre ich als normaler Azubi eingestellt worden, hätte ich mehr bekommen.
 
„Nur sechs Autobauer weltweit überleben“
von Tino Andresen

Düstere Stimmung bei den Autobauern: Branchenexperten gehen davon aus, dass sich die Zahl der Hersteller in den kommenden fünf Jahren deutlich verringern wird. Nicht nur die Existenz der US-Unternehmen, für die jetzt ein Milliardenrettungspaket geplant ist, steht demnach auf dem Spiel.


http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/nur-sechs-autobauer-weltweit-ueberleben;2106260


Nach der absoluten Euphorie folgt die Ernüchterung und dann direkt der absolut grandiose Pessimismus...? Kommt mir jedenfalls so vor.
 
Steffko schrieb:
„Nur sechs Autobauer weltweit überleben“
von Tino Andresen

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/nur-sechs-autobauer-weltweit-ueberleben;2106260

Selten so einen unsinn gelesen.
Ich kann dir allein 3mal soviel premiumhersteller nennen, die es immer geben wird, weil es immer bedarf für das auto als luxusgut gibt.

prognose widerlegt.. nächster fall
 
Dreimal so viele unabhängige Premiumhersteller gibt es nicht mal ;) Audi z.B. oder auch Lexus zählen in dem Fall nicht einzeln. VW/Porsche (inkl. Audi, Seat, Skoda etc.) gilt auch als ein Konzern.
 
IMO wird in Europa kein Autohersteller über die Wupper gehen. In Asien auch nicht. Und ob GM oder Chrysler von irgendeinem reichen Russen oder Inder aufgekauft wird, muss mich nicht interessieren... :kaffee:
 
da frage ich mich immer, woher ihr diese weisheit habt? ein autoanalyst eines bankhauses und ein chef einer grossen automarke. ich hätte jetzt vermutet, dass die schon einigermaßen ahnung haben von der thematik, is ja nich so, als hätten die ihre infos aus irgendwelchen internetseiten... ich würde mal denken, die haben zahlen vor sich liegen, die bekommen wir niemals zu sehen. ich bin ja auch immer mit "question authority" schnell dabei, aber da frag ich mich jedesmal, warum sehen so zeitungen wie das handelsblatt nicht einfach mal in den konsolentreff und bekommen hier fundierte themen über die weltwirtschaftsordnung anschaulich belegt..

ich muss sagen, ich hab davon überhauptgarkeinenplan. aber das kommt mir doch etwas seltsam vor...
 
Afaik ist in Europa und Asien kein Autobauer in seiner Existenz bedroht. Selbst jetzt wo es "Gewinneinbrüche" gibt. Und jeder Autobauer hat Rücklagen. In den USA mag das anders aussehen, aber die haben halt wirklich jetzt noch nicht begriffen, dass ihre komplette (!) Produktpolitik fürn Arsch ist.

Es ist nicht auszuschliessen, dass hier Stellen abgebaut werden, aber dicht machen wird keiner. Ich weiss noch wie gross das Geschrei war, dass BMW dieses Jahr 65.000 Autos weniger baut. Dass aber immernoch 1.1 Mio. Autos produziert wurden, vergisst man dabei schnell. Dramatisch ist anders.
 
Ok .. sechs autobauer.
Porsche, Ferrari, Pagani, lotus, königsegg, maserati, tvr

das waren grad mal die hersteller, die mir so ausm stehgreif eingefallen sind und da haben wir jetzt noch keinen hersteller, der auch nur annähernd ein auto für den massenmarkt produziert.

ich habe keine ahnung was die herren zu solchen aussagen geritten hat, vielleicht wurden sie auch, wie so vieles in der presse, einfach aus dem zusammenhang gerissen, aber jeder mit ein bisschen gesundem menschenverstand wir mir wohl beipflichten müssen, dass für die autos dieser hersteller IMMER ein bedarf irgendwo bestehen wird.
 
hmm.. ich kanns -wie gesagt- nicht beurteilen. warten wir die 5 jahre ab und treffen uns dann wieder hier... :D wir ham ne alte klapperkiste als auto und ich seh keinen bedarf, da was gravierend dran zu ändern. von daher... ;)
 
rancid schrieb:
hmm.. ich kanns -wie gesagt- nicht beurteilen. warten wir die 5 jahre ab und treffen uns dann wieder hier... :D wir ham ne alte klapperkiste als auto und ich seh keinen bedarf, da was gravierend dran zu ändern. von daher... ;)

Wie gesagt.. die Autos von meinen herstellern sind nicht für jeden.. nur wirds solche hersteller immer geben.. und zwar mehr als 6 stück ;)


In den USA mag das anders aussehen, aber die haben halt wirklich jetzt noch nicht begriffen, dass ihre komplette (!) Produktpolitik fürn Arsch ist.

Das stimmt ja nun auch nicht. Welcher nicht amerikanische hersteller befriedigt denn die Nachfrage der großen Vans und Pickups, die in den USA an vielen Orten gebraucht!! werden?!
 
Und welcher US-Hersteller befriedigt die Nachfrage an kleineren, spritsparenden Fahrzeugen?

DASS die jetzige Situation eintreten wird, wusste man auch in den USA. Reagiert haben die Wenigsten. Hätte man bei GM ein aktuelles Produktportfolio, wären die Probleme kleiner. Nicht umsonst boomten Jahrelang europäische und japanische Autos drüben. ;)
 
Trotzdem kannste ja nicht sagen, dass die komplette Produktpolitik fürn Arsch ist.
Klar können sie nicht alle nachfragen erfüllen, aber wenn es um kleine Autos geht wurde in den usa von jeher auf japaner zurückgegriffen.
 
eMKay schrieb:
Klar können sie nicht alle nachfragen erfüllen, aber wenn es um kleine Autos geht wurde in den usa von jeher auf japaner zurückgegriffen.

Wenn ich die deutlich vorhandene Nachfrage ignoriere dann läuft definitiv etwas falsch. Ich kann doch nicht sagen "kauft dann halt Japaner, ICH baue weiterhin ausschließlich Wohnzimmer auf Rädern". Jeder halbwegs gesunde Hersteller, wenn er sich nicht auf den Nischenmarkt konzentriert, würde doch versuchen auch etwas vom Kuchen abzuhaben. Zumindest den Kuchen im eigenen Land zu halten. Letzteres gerade bei den stolzen Amerikanern. Da zählt doch noch der patriotische "Made im America" Gedanke etwas. Auch wenn wahrscheinlich nur das "Made in America" Schildchen auch dort gemacht wurde... oder in Mexiko :grins:
 
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