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Merkt ihr die Finanzkrise?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Snakebyte, Zubehör für alle gängigen Videospielsysteme.

Das ist wie überall eben, die Kunden würden am liebsten jeden Tag die Produkte billiger bekommen und genügend konkurrenz gibt es am Markt ja auch.
Druck gibt es also überall.
Dazu kommen die Dollarschwankungen die jede große Bestellung risikoreicher machen und ich rede da von Bestellungen im 6-7 Stelligen Wert.

Das ganze jetzt darzulegen ist mir aber echt zu umständlich und ich denke viele von euch kennen das eh selbst.
 
@Samstrike: naja FOrd und Opel als ameriakanische Unternehmen zu bezeichnen finde ich falsch.

Sie gehören ihren amerikanischen Müttern haben aber eigentlich rein garnichts mit ihnen zu tun, außer das Ford US den Fiesta ab 2010 in den USA baut :ugly:
 
Mal so btt

Ich arbeite jetzt bei nem Digitaldruckunternehmen und die Finanzkrise noch lange nicht erreicht. Das Unternehmen soll noch ausgebaut werden, weil die Aufträge die Kapazitäten sprengen.
 
Gerri schrieb:
@Samstrike: naja FOrd und Opel als ameriakanische Unternehmen zu bezeichnen finde ich falsch.

Sie gehören ihren amerikanischen Müttern haben aber eigentlich rein garnichts mit ihnen zu tun, außer das Ford US den Fiesta ab 2010 in den USA baut :ugly:

Eine Menge der Gewinne dieser Unternehmen werden aber trotzdem in die USA fließen.

@Homer Aufträge haben viele Unternehmen, was sie nicht davor rettet morgen in schwierigkeiten zu sein.
 
So einseitig sollte man es nicht sehen, wems schlechter geht wird halt vom adneren gestützt.

Ford Europa bekam jahrelang Geld aus den USA bis 98 mein ich, Opel glaube ich auch bis in die 90er Jahre hinein.
Nun hat sich halt das Blatt gewendet.
 
Samstrike 68 schrieb:
@Homer Aufträge haben viele Unternehmen, was sie nicht davor rettet morgen in schwierigkeiten zu sein.

Hängt halt davon ab, wie die Forderungen in der Bilanz dann aussehen werden. Es ist natürlich schlecht Aufträge von Firmen zu haben, die Schlussendlich nicht wirklich liquide sind und die Forderungen unsicher werden.
 
Homer schrieb:
Samstrike 68 schrieb:
@Homer Aufträge haben viele Unternehmen, was sie nicht davor rettet morgen in schwierigkeiten zu sein.

Hängt halt davon ab, wie die Forderungen in der Bilanz dann aussehen werden. Es ist natürlich schlecht Aufträge von Firmen zu haben, die Schlussendlich nicht wirklich liquide sind und die Forderungen unsicher werden.

Ist nur eben nicht immer einfach abzuwägen welche Firmen das sind und welche nicht.

Euler Hermes kündigt seinen Kunden Reihenweise die Veträge und das kann jeden Zulieferer oder auch den auf der anderen Seite treffen.
 
Boah Alter, jetzt hat der vierte Kunde innerhalb 2 Monaten Insolvenz angemeldet....:wand:
Und natürlich hat auch der nen hohen 5stelligen Betrag bei mir offen...:nein:
 
Seo schrieb:
Boah Alter, jetzt hat der vierte Kunde innerhalb 2 Monaten Insolvenz angemeldet....:wand:
Und natürlich hat auch der nen hohen 5stelligen Betrag bei mir offen...:nein:

In der Baubranche siehts genauso aus und dazu kommt noch das der Umsatz ( zumindest hier in der Region ) auchnoch kräftig eingebrochen ist .
Es kommt kaum neuer Umsatz und die sachen die man verkauft werden so unpünklich ( oder garnicht ) wie nie bezahlt .
Langsam aber sicher wirds eng ...
 
Das ist dieser verdammte Rattenschwanz. Unternehmen, die eigentlich vernünftig gewirtschaftet haben, leiden jetzt darunter, dass große Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können und dadurch geraten mittelständische Unternehmen in echte Probleme, da die Außenstände so verdammt hoch sind.
Echt traurig und zum kotzen...
 
Also an uns ist es bisher zum Glück auch total vorbeigegangen.
Ein paar Kunden sind zwar auch umgefallen und mussten Insolvenz anmelden, aber es hält sich alles noch in Grenzen.
Aufträge kommen nach wie vor genug rein, aber wollen wir den Tag mal nicht vor dem Abend loben.
 
bei meiner freundin sah es die ersten wochen im jahr auch bitter aus, mittlerweile muss sie überstunden machen, weil sie so viel zu tun haben. dazu das angebot in südafrika die filliale auszubauen und für 4-6 wochen da runter zu fahren. bei uns siehts also im moment recht gut aus. glücklicherweise... da waren auch schon ganz andere zeiten dazwischen, wo wir nicht mehr wussten was wir am nächsten tag essen sollen...
 
Bexter schrieb:
Das ist dieser verdammte Rattenschwanz. Unternehmen, die eigentlich vernünftig gewirtschaftet haben, leiden jetzt darunter, dass große Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können und dadurch geraten mittelständische Unternehmen in echte Probleme, da die Außenstände so verdammt hoch sind.
Echt traurig und zum kotzen...

Ist die gleiche Geschichte bei der Firma meiner Mutter. Hab mich gestern kurz mit ihr drüber unterhalten und ich fand das hammerhart. Sie arbeitet bei einer Firma, die seit über 50 Jahren den absoluten Großteil ihrer Umsätze mit Daimler (Autoteile) macht und sie müssen sich deswegen was Öffnungszeiten etc. betrifft auch sehr an Daimler orientieren (haben bspw. von Mitte Dezember bis 10. Januar Weihnachtsferien gemacht). Durch die Kurzarbeit etc. sind natürlich auch ihre Umsätze betroffen und ihre Firma muss jetzt Daimler ein Konzept vorlegen, wie sie die rückgängigen Umsätze ausgleichen wollen, um von Daimler nicht als Zulieferer rausgeschmissen zu werden. Haben sich jetzt deswegen wen externes geholt, der natürlich auch wieder Geld kostet. Allgemein fand ich hammerhart was sie mir über Daimler und deren Vorgaben erzählt hat. Als sie Leute von Daimler im Haus hatten, um sich die Vorgänge etc. anzugucken sollen die Leute die Kaffeetassen auf den Schreibtischen der Bürodamen moniert haben. Von ihnen sind sicherlich auch Fehler gemacht wurden, aber ich find das recht krass.

So lange ich jeweils pünktlich qute Qualität geliefert kriege (und das nicht erst seit gestern), wärs mir doch im Prinzip piep egal, ob da im Büro Kaffeetassen auf dem Schreibtisch stehen oder nicht.
 
Und die Großen unternehmen schiessen sich damit mittelfristig auchnoch selber ins Knie .
Denn wechselnde zulieferer sind sicher auch alles andere als gut für die qualität ihrer produkte , ganz davon abgesehen das ein massensterben bei den zulieferern sich auch auf die Preise auswirken würde , da es ja weniger konkurenz geben würde .
 
Hier im Ort haben wir auch ne ziemlich starke Plastikindustrie, davon eine größere Autoteilzulieferer Firma, die vor einigen Jahren vom österreichischen Konzern Polytec aufgekauft wurde. Nun ist bei denen auch Kurzarbeit angesagt, denn auch wenn sie für mehr als eine Marke Teile produzieren ist allg. die Nachfrage stark eingebrochen.
Man kann ja fast noch von Glück reden, dass vor einiger Zeit dieser Investor eingesprungen ist, und in diesen Krisenzeiten zumindest eine Zeit lang einen finanziellen Ausgleich herstellt.
Den anderen Plastikkonzernen hier geht es noch ganz gut, da sie mehrere Standbeine haben und nicht wie polytec fast nur auf die Produktion von KFZ teilen angewiesen ist.
 
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