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MOVIE Joker: Folie à Deux

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

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So, gestern auch endlich in der OV gesehen. Im Großen und Ganzen hat er mir sehr gut gefallen. Nach den Lobhudeleien und Kritiken im Sinne von "zu düster für die heutige Zeit" usw. bin ich aber auch etwas enttäuscht. Am Ende wars dann halt doch wieder relativ viel Hollywood und Klischee Bedienung. Man hätte IMO noch mehr anecken können und etwas mehr Finesse hätte dem Film nicht geschadet. Die Referenzen fand ich jedoch sehr gut platziert, eine hat dem Film aber nicht sooo gut getan wie wahrscheinlich erhofft. De Niro war mit Taxi Driver in meinen Augen glaubwürdiger und beklemmender.

Phoenix war großartig, es war absolut unheimlich ihn zu beobachten. Tolle Interpretation, leider

War die Rede bei Murray dann meilenweit entfernt vom Rest. Die find ich sogar richtig schlecht und dem restlichen Film nicht würdig. Meine Freundin hat dann aber den Punkt gebracht, dass alles was nach dem Mord an Randal bzw der Verfolgunsjagd mit den Cops passiert ebenfalls nur eine Einbildung war. Fand ich ganz interessant.

In anbetracht der Tatsache, dass es keine zweiten Teil geben wird (was ich gut finde) hätt ich mir gewünscht, dass man

Sich etwas weniger mit der Entwicklung aufhält und dafür am Ende mehr den "ausgereiften", selbstbewussten und völlig srupellosen Joker zeigt. Eventuell auch ein wenig mehr der Rekrutierung seiner Anhänger. Das war mir etwas zu plump.

Allgemein krankt der Film etwas an den Dialogen und ikonischen Szenen. Die Leistung von Phoenix würd ich auf einer STufe mit Ledger sehen, aber Nolan hat dann doch die weitaus einprägsameren Szenen geschaffen. Das Auftreten Ledgers bei den Mafiabossen und dem Bleistift Zaubertrick. Der Dialog mit Bats im Verhörraum. "Hit me!" auf der Straße. Das Gespräch mit Dent im Krankenhaus. Das Sprengen des Krankenhauses. Davon hätte ich mir für Phoenix auch mehr gewünscht. Bis auf die Szene mit der Schere in seiner Wohnung ist mir nicht viel im Gedächtnis geblieben. Fands übrigens sehr unpassend, dass sich der halbe Kinsosall da weggeschmissen hat vor lachen. Ich war mir zwar sicher, dass er dem zweiten nix tun wird, aber es war so toll gespielt und beklemmend anzusehen, dass ich da kein Bedürfnis hatte zu lachen...

Leider nicht das ikonische Meisterwerk, dass ich nach dem Trailer erhofft habe, aber kein Vergleich zu den restlichen DC Filem der letzten Jahre.

Starker Film, 8/10. :)
 
"Ja, das war nicht so gut, ein wenig enttäuschend und dort war das Gesagte richtig schlecht. Die Szene hat mir auch nicht gefallen"

"Geil, 8 von 10!"

Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen. :D
Hatte schon die Finger knacken lassen, weil ich was dazu schreiben wollte, aber dann klingt dein Text wohl doch etwas zu dramatisch.

Ich gehe am Freitag noch ein zweites Mal rein..... und Montag mit einem Kumpel noch ein drittes Mal.
Mal sehen, ob sich mein Eindruck hält oder ich doch etwas einknicke.
 
So, gestern auch endlich in der OV gesehen. Im Großen und Ganzen hat er mir sehr gut gefallen. Nach den Lobhudeleien und Kritiken im Sinne von "zu düster für die heutige Zeit" usw. bin ich aber auch etwas enttäuscht. Am Ende wars dann halt doch wieder relativ viel Hollywood und Klischee Bedienung. Man hätte IMO noch mehr anecken können und etwas mehr Finesse hätte dem Film nicht geschadet. Die Referenzen fand ich jedoch sehr gut platziert, eine hat dem Film aber nicht sooo gut getan wie wahrscheinlich erhofft. De Niro war mit Taxi Driver in meinen Augen glaubwürdiger und beklemmender.

Phoenix war großartig, es war absolut unheimlich ihn zu beobachten. Tolle Interpretation, leider

War die Rede bei Murray dann meilenweit entfernt vom Rest. Die find ich sogar richtig schlecht und dem restlichen Film nicht würdig. Meine Freundin hat dann aber den Punkt gebracht, dass alles was nach dem Mord an Randal bzw der Verfolgunsjagd mit den Cops passiert ebenfalls nur eine Einbildung war. Fand ich ganz interessant.

In anbetracht der Tatsache, dass es keine zweiten Teil geben wird (was ich gut finde) hätt ich mir gewünscht, dass man

Sich etwas weniger mit der Entwicklung aufhält und dafür am Ende mehr den "ausgereiften", selbstbewussten und völlig srupellosen Joker zeigt. Eventuell auch ein wenig mehr der Rekrutierung seiner Anhänger. Das war mir etwas zu plump.

Allgemein krankt der Film etwas an den Dialogen und ikonischen Szenen. Die Leistung von Phoenix würd ich auf einer STufe mit Ledger sehen, aber Nolan hat dann doch die weitaus einprägsameren Szenen geschaffen. Das Auftreten Ledgers bei den Mafiabossen und dem Bleistift Zaubertrick. Der Dialog mit Bats im Verhörraum. "Hit me!" auf der Straße. Das Gespräch mit Dent im Krankenhaus. Das Sprengen des Krankenhauses. Davon hätte ich mir für Phoenix auch mehr gewünscht. Bis auf die Szene mit der Schere in seiner Wohnung ist mir nicht viel im Gedächtnis geblieben. Fands übrigens sehr unpassend, dass sich der halbe Kinsosall da weggeschmissen hat vor lachen. Ich war mir zwar sicher, dass er dem zweiten nix tun wird, aber es war so toll gespielt und beklemmend anzusehen, dass ich da kein Bedürfnis hatte zu lachen...

Leider nicht das ikonische Meisterwerk, dass ich nach dem Trailer erhofft habe, aber kein Vergleich zu den restlichen DC Filem der letzten Jahre.

Starker Film, 8/10. :)
Was genau fandest du an der Rede denn so schlecht? :?
 
War gerade drin! starker film vor allem die Entwicklung der Person passt für zu 100%. selten so was in letzter zeit gesehen.

Als die Leute ihn da aus dem Polizei Auto ziehen war das für mich persönlich die 100% Verwandlung zum Joker. dann war er für mich vollständig.

Es zieht sich im ganzen Film die langsame Verwandlung durch und das war genial umgesetzt.
Wenn phoenix den oscar nicht bekommt, dann besteht die acadamy aus rassisten :)

Am Anfang war da ein Mensch, der sich durch das leben kämpfen, für seine mutter sorgen und eine „Krankheit“ bekämpfen musste.
nach und nach ist dieser Mensch in der „Krankheit“ aufgegangen und hat sich selber entdeckt.

Als sie ihn, wie gesagt, aus dem Auto ziehen war der Joker geboren.

10/10 bekommt der film von mir
 
Was genau fandest du an der Rede denn so schlecht? :?

2 Dinge:

Der Inhalt: Es ist einfach austauschbares MIMIMI wie gemein alle sind und wie böse die Reichen sind. Verpackt in Standardphrasen. Keine einprägsamen Metaphern, nichts was den Zuseher fordert nachzudenken.

Die schauspielerische Leistung: Ich weiß nicht warum Phoenix das so gemacht hat wie ers gemacht hat da es eigentlich nicht zum Rest passt. Ich weiß nicht wie ichs ausdrücken soll ohne anzuecken, aber mir war es irgendwie zu "tuntig". Also dieses übertriebene und überspitzte Gejammere. Wie gesagt, das soll jetzt nicht abwertend klingen, ich tu mir nur etwas schwer es anders zu beschreiben. Ich hoff es ist verständlich was ich meine.
Und das hat eben dazu geführt, dass für mich da überhaupt keine Verrücktheit im Spiel war. Der Kopfschuss war nur eine Frage der Zeit. Durch das darauf warten wars halt relativ spannungslos und dramaturgisch nicht gut gelöst. Ich hätte mir zb erwartet, dass Fleck zuerst versucht sich selbst zu töten, wie zuvor öfters mal angedeutet. Und dann ebender Mord an Murray. Mir fehlte zu sehr die eiskalte Unberechenbarkeit des Jokers und es war zu sehr 0815 Amoklauf (klingt furchtbar, ich weiß...).

Vielleicht passt der Vergleich nicht ganz, aber wenn ich an die Szene von di Caprio in Once upon a time in Hollywood im Trailer denke... das war schauspielerisch einfach so gut und glaubhaft. So ein Gefühl hätte ich mir einfach auch bei der Höhepunkt Szene von Joker gewünscht.
 
naja, die Person ist halt einfach auch ein Narzisst. Er sieht sich selbst als Opfer an und macht andere dafür verantwortlich. Natürlich denkt er liegt richtig, bis andere was dagegen sagen. Dann wird er zum Opfer. Eine Charaktereigentschaft vom Joker.
 
Die Opferrolle würde ich dem Joker nun absolut nicht zuschreiben. Nicht nach 3/4 vom Film. Für mich hat die Rede keine Stärke, Überzeugung und Verrücktheit ausgestrahlt. Alles Eigenschaften die ich zu diesem Zeitpunkt schon erwartet habe.
 
Die Opferrolle würde ich dem Joker nun absolut nicht zuschreiben. Nicht nach 3/4 vom Film. Für mich hat die Rede keine Stärke, Überzeugung und Verrücktheit ausgestrahlt. Alles Eigenschaften die ich zu diesem Zeitpunkt schon erwartet habe.

Hm, ich verstehe was du meinst, ich habe aber es so gesehen, das er das halt komplett abgeklärt als seine eigene Show abzieht und das ins Lächerliche ziehen will. Diesen "Revolutionsgedanken". Fuck drauf wie das ganze eigentlich lauten sollte, ich ziehe das jetzt hier durch.

Den Twist sieht man kommen, ja, aber da hat er sich halt umentschieden und drehte ein wenig durch. Ich habe aber leider auch nicht mehr den ganzen Wortlaut im Kopf.

Das der Joker ein Narzisst ist, sehe ich übrigens gar nicht.
 
Mal ein spontaner Einwurf. Der Film hat mir etwas aufgezeigt: ich kann mit der medialen "Kritikkultur" dieser Zeit (momentan?) nichts anfangen. Dazu zählen die Inceldebatten, die möglichen Amokläufe, das Kritisieren sowie das Hochloben im Vorfeld des Filmstarts und die Meinungen von Kritiker*innen sowie damit verbundene Kommentare in sozialen Medien nach Erscheinen des Films. Das ist mir bei Joker erst so richtig aufgefallen, wobei ich das nicht mal richtig erklären kann. Es widert mich jedenfalls an. :ugly:
 
Hm, ich verstehe was du meinst, ich habe aber es so gesehen, das er das halt komplett abgeklärt als seine eigene Show abzieht und das ins Lächerliche ziehen will. Diesen "Revolutionsgedanken". Fuck drauf wie das ganze eigentlich lauten sollte, ich ziehe das jetzt hier durch.

Den Twist sieht man kommen, ja, aber da hat er sich halt umentschieden und drehte ein wenig durch. Ich habe aber leider auch nicht mehr den ganzen Wortlaut im Kopf.

Das der Joker ein Narzisst ist, sehe ich übrigens gar nicht.
gibt ja einige Szenen - die für mich - das deutlich machen. Witziger weise hat das Phoenix auch selbst gesagt.
 
gibt ja einige Szenen - die für mich - das deutlich machen. Witziger weise hat das Phoenix auch selbst gesagt.

Wo hat er das gesagt?
Ich finde, maximal Tendenzen. Klar, da vereint sich viel in ihm und Merkmale davon gibts viele verschiedene.
Die Bezeichnung "Agent of Chaos" finde ich irgendwie immer noch am passendsten.

Muss mich dazu aber auch nochmal belesen. Vielleicht habe ich gerade auch einen falschen Eindruck von Narzissmus.
 
Fand den film auch sehe sehr gut. Ich fand den schluss sogar ziemlich geil und habe mich gefragt wann der joker endlich selbstbewusster wird, bzw von sich überzeugt.

Das war dann ab dem moment als er auch komplett aussieht wie im comic und zur show läuft.
Der kuss, die rede, das blutige grinsen am ende...perfekt. Ja, den besuch in der show hätte man noch besser machen können aber das war schon gut. Gerade das warten hatte bei mir zb die spannung ausgelöst.
 
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