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360/PS3 I Am Alive

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das ist ja das was mich stutzig macht. Erst als retail, dann eingestampft und mit den Resten dann Geld verdienen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Das setting find ich schon cool
 
Vorschau von games.ch

"I Am Alive" – es lebt wirklich. Oft verschoben kommt das Apokalypse-Drama und hoffentlich spielbare "The Road" von Ubisoft Shanghai jetzt endlich für XBLA und PSN. Sind die hohen Erwartungen gerechtfertigt? Ist das hier ein "Assassin’s Creed 3" im neuen Gewand oder doch Charakterstudie? GAMES.CH über ein Ausdauersystem, das nach Espresso schreit.

"I Am Alive" lebt und wie. Wenn es nach den Maya geht, erleben wir 2012 das Ende der Welt. Und wenn es nach "Resident Evil 6" oder "Fallout 3" geht, müssen wir uns nicht wirklich fürchten, alles easy: Die Welt zieht sich in Faults, in Bunker zurück und kriecht wieder raus, wenn alles vorbei ist. Und durch jahrelanges "Resi"-Training treten wir jedem Zombie derart in den Popo, das er sich wünschen würde schnell wieder dahin entfleuchen zu können wo er hergekommen ist. The World is kicking ass....allerdings nicht im Endzeitszenario von "I Am Alive" von Ubisoft.
I Am Alive

Das Ende der Welt

"I Am Alive" ist kein Effektfeuerwerk im Stil von Roland Emmerichs´ "2012". Es ist auch kein seichter Zombie-Shooter, sondern eine Charakterstudie, ein Melodrama wie "The Book of Eli" oder "The Road", bei dem ein Vater versucht seinen Sohn durch die Irren der Apokalypse zu retten. Auch in "I Am Alive" ist die Menschheit verzweifelt, die USA wurde von schweren Erdbeben heimgesucht, etliche Städte sind von der Aussenwelt abgeschnitten. Selbst für die wenigen Überlebenden gibt es nicht genug Nahrung. Es entbrennt ein Kampf um die letzten Ressourcen. Öl und Benzin, klar sollte man ein Auto finden. Viel wichtiger aber ist sauberes Trinkwasser und Essen, für das die Leute bald schon anfangen zu töten. Wer schon mal in den USA war, weiss das etliche Staaten ganz vernarrt darauf sind das jeder Bewohner das Recht auf eine eigene Waffe im Haus hat. Das rächt sich jetzt, denn wer schiesst, gewinnt. So scheint es. Die Stärkeren nehmen von den Schwächeren. Aber auf welcher Seite stehen wir eigentlich?
I Am Alive

Ein Jahr weg, die Stadt in Schutt und Asche

Nach einem Jahr der Abstinenz und einer Art Selbstfindungs-Trekking-Tour kehrt der noch namenlose Protagonist nach Haventon zurück, eine kleine Stadt in den USA. Ihm bietet sich ein Bild des Chaos: Von einer ramponieren Brücke blickt er im Intro auf die einst so schöne Stadt herunter, erkennt zerstörte Parks, Unmengen an Autos die in Häuser geschleudert wurden und Wolkenkratzer, die teilweise in sich zusammengefallen sind. In der Trostlosigkeit hat er nur zwei Ziele: 1.) Überleben. 2.) Seine Freundin und seine Tocher finden und mit denen abhauen. Was hier sofort packt und fasziniert ist die düstere, aber gar nicht so dunkle Atmosphäre. Eigentlich herrscht sogar ein reges Lichtspiel, nur werden wir immer wieder von einer Art Sandsturm umspielt, der die Stadt in eine zarte Melange aus mattem Grau, schwachen Schwarz-Tönen und gleissendem Weiss taucht – fast wie im Himmel. Da wollen wir aber noch lange nicht hin, jetzt geht es erstmal auf Spurensuche. In ihrem Appartement werden die Beiden wohl kaum noch sein, vielleicht haben sie sich bis zu einem der Camps der Überlebenden unter einem Brückenpfeiler durchgeschlagen. Ein Versuch ist es wert.

Sport ist Mord

Stimmt zwar nicht, aber tatsächlich scheint die Atmosphäre in "I Am Alive" verseucht zu sein. Oder der Staub brennt zu stark im Hals, man weiss es nicht. Jedenfalls kostet jeder Schritt, jeder Kraftakt wie Kletterpartien Energie, dargestellt durch eine Ausdauer-Leiste. So keucht der eigentlich ziemlich sportliche Kerl wie ein Opa mit Raucherlunge. Mit seinen langen Haaren, dem zerfetztem Hemd und der durchtrainierten Brust würde er leicht als Robinson Crusoe durchgehen. Wobei er uns im ersten Moment eigentlich sogar ein bisschen an die ersten Konzeptzeichnungen von „Splinter Cell Conviction“ erinnert, damals war Sam Fisher noch im Pennerlook mit langen Haaren in offener Welt geplant. Aber wir schweifen ab, denn das Ausdauersystem bringt eine ganze Menge Taktik ins Spiel. Wir können eben nicht wie ein vollgedröhntes Kletteräffchen mal eben schnell auf das Dach eines Tempels klettern, sondern müssen mit unserer Energie haushalten. Ist es der Bogen da Oben wert geholt zu werden? Oder sparen wir die Ausdauer. Wir entscheiden uns die Energie aufzubringen, denn der Bogen wird sich gleich als wirksame Waffe entpuppen.
I Am Alive

Tod in der Tiefe...

"I Am Alive" lebt nicht von grossen Action-Momenten. Es lebt von seiner dauerpräsenten Gefahr. Denn wenn wir irgendwo an der Fassade eines Hochhauses am 13. Stock hängen und unsere Energie zur Neige geht, fallen wir herunter wie ein Sack Kartoffeln. Nur wenn wir schnell genug sind und auf der RT-Taste rumhämmern um die letzten Kräfte zu mobilisieren, können wir uns noch irgendwo hochziehen. Puh, Glück gehabt. Generell ist es deutlich cleverer nach Rohren Ausschau zu halten, an denen wir runterrutschen können. Oder noch Besser: Einem Stahlseil, das den Weg von ganz Oben auf einem Gerüst nach Unten freigibt. Ohne das wir Energie verbrauchen, denn die regeneriert nicht automatisch, sondern nur wenn ihr Essen zuführen. Das ist sehr rar, ausserdem möchten wir die Rationen gerne an Kinder oder ihre Mütter weitergeben, die dafür Hinweise auf den Verbleib unserer Liebsten geben. Sharing is caring!

...oder per Kugel gefällig?

Der Fokus des Gameplays liegt nicht auf Kampf, doch während der 10 Missionen umfassenden Story treffen wir immer wieder auf Banditen, die uns Essen mopsen wollen. So geht das ja nicht und wir bedienen uns eines fiesen, aber effektiven Tricks. Reizt die Kerle, lasst sie an euch rankommen, lasst euch schupsen. Schon poppt ein Finisher auf, per Knopfdruck ziehen wir unser Messer und schneiden dem Banditen die Kehle durch. Ziemlich heftig, aber oft die einzige Möglichkeit um sich der Banden zu erwehren. Töten wir den Boss, ziehen sich die anderen meist zurück. Auch Kugeln wollen taktisch clever eingesetzt werden.
I Am Alive

Wir ballern hier nämlich keine ganzen Zivilisationen wie in "Call of Duty: Modern Warfare 3" nieder, sondern haben oft nur ein oder zwei Kugeln im Lauf. Ergo heisst es rausfinden wer der Chef einer Gang ist, genau zielen, erschiessen und mit etwas Glück nehmen die anderen dann die Beine in die Hand. Eine Alternative wäre der Bogen. Aber bitte nicht vergessen die Pfeile aus den Opfern zu ziehen. Klingt makaber, ist aber nötig...
I Am Alive

Fazit

"I Am Alive" ist spannend, weil anders. Keine Emmerich-Inszenierung, der in 2012 mit einem Flugzeugträger (!) das Weisse Haus plattwalzt, sondern eher eine echte Geschichte mit echten Charakteren und echten Sorgen. Auch nicht wie "I Am Legend", wo sich Will Smith plötzlich Mutanten gegenüber sieht. Sondern viel mehr wie "The Road" von John Hillcoat (mit dem überragenden Viggo Mortensen, den jeder sein Leben nicht einsam in den Bergen verbringt als Aragorn aus „Der Herr der Ringe“ kennt). Jetzt bleibt nur noch abzuwarten ob die Balance des Ausdauersystems wirklich funktioniert und kleinere Fehler nicht direkt mit massivem Energieverlust bestraft werden. Ob es wohl Red Bull in einer postapokalyptischen Welt gibt? Oder zumindest Espresso? Man wird ja noch mal fragen dürfen.

Das Spiel kommt doch sicher wieder zeitexklusiv für XBLA, oder?
 
Hmm..nach anfänglicher Skepsis gefällt mir mittlerweile doch ganz gut. Nur sowas wie Atmosphäre will da nicht aufkommen. Und das ist bei so einem Setting eigentlich schon fast ein ding der unmöglichkeit. Könnte aber an der Musik liegen die eher so klingt als würd Bruce Willis grad n Hubschrauber klauen. Hoffe das war dahingehend nicht repräsentativ.
 
Neues Gameplay (Zu Beginn und nochmal ab 8:47)

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=k3frYERFudM[/vid]

Ab 1:46 sieht man das Inventar-Menü
Ab 11:48 sieht man, dass das Spiel sogar eine Ingame-Map ala GTA hat
 
Die Entwickler sprechen von 6 bis 8 Stunden Spielzeit.
natürlich sind Aussagen der Entwickler mit Vorsicht zu geniessen, aber das wäre mMn eine ordentliche Spiellänge.
mehr kann man sich von einem Arcade Game (Grösse auf 2GB beschränkt) kaum erhoffen
 
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