So, liebe Freunde. Ich hab mich auch mal dazu entschieden, hier einige Reviews zu posten um mal meinen Senf zu verschiedenen Spielen abzugeben. Den Start macht heute das ziemlich bekannte Rennspiel "Gran Turismo" für die PSP, welches ich mir gestern gebraucht für 7,99€ bei GameStop gekauft habe. Ich liebe GameStop dafür, dass ich mit meinen 30€ dort reingehe und mit 3-4 geilen Gebraucht-Spielen den Laden verlasse. Einfach nur King!
Auf den ersten Blick scheint es etwas voreilig, direkt am ersten Tag nach Erwerb ein Review zu einem Spiel zu schreiben - und erst recht zu so einem wie Gran Turismo. Die traurige Wahrheit ist aber, dass ich in den nicht mal 24 Stunden schon alles gesehen habe, was es so zu sehen gibt. Am Umfang des Spiels mag es wohl nicht liegen: Mit ca. 800 Vehikeln und 35 Rennstrecken kratzt das Spiel sogar fast an dem schier unendlich großen Fuhrpark des großen PS3-Bruders (1000 Autos) und enthält sogar ganze vier Strecken mehr.
Trotz dem zeigt Gran Turismo eindrucksvoll, dass bloß viele Autos und Strecken noch lange keine Rennspiel-Bombe machen. Was nützen einen noch so viele Karren, wenn es keine besondere Motivation gibt, sie auf irgendwelchen Rennstrecken zu fahren? Es gibt nämlich keinen - ja, richtig gelesen! - KEINEN GT-Modus! Das gesamte Spiel ist nur ein sehr groß ausgebauter Einzelspielermodus, mehr nicht. Man hat versucht, den Einzelspielermodus mit dem GT-Modus zu vermischen. Das sieht so aus, dass man für jedes gefahrenes Rennen ein bestimmtes Preisgeld bekommt - eure Ausbeute hängt von der gefahren Strecke sowie den Runden ab, die ihr gefahren seid. Kaufen könnt ihr euch eure neuen Wagen dann im Store, jedoch stehen euch nur vier Automarken zur Verfügung. Wundert euch nicht darüber, wie es zusammenpasst, dass euch 800 Autos, aber nur vier Marken zur Verfügung stehen. Die Vier Marken sind nämlich nie die gleichen, das Angebot im Autohaus wechselt jeden Spieltag. Nicht nur die Automarken, sondern auch die Modelle einer Automarke sind stets unterschiedlich. Mit anderen Worten: Wenn euch das aktuelle Angebot missfällt, fahrt ihr einfach zwei Rennen und schaut noch mal vorbei (kostenlose DLC-Autos gibt es übrigens im PlayStation Store). Alternativ könnt ihr auch auch Lizenzen machen, um einige Spieltage vergehen zu lassen. Diese sind jedoch unnötig, um das Spiel komplett zu schaffen und nur ein kleiner Zeitvertreib, bei dem ihr etwas Kohle verdienen könnt.
Zu den Rennen selbst: Die Fahrphysik ist gewohnt realistisch und die Autos lassen sich angenehm auf der kleinen Konsole steuern. Die Lenkung mit dem Analogstick funktioniert sehr gut, die Steuerung mit dem D-Pad dürfte aber ruhig etwas empfindlicher sein. Störend ist aber, dass der PSP die analogen Tasten fehlen. Das wirkt sich insofern aus, dass ihr die X-Taste nicht "nur ein bisschen" bzw nur sehr leicht drücken könnt, damit ihr nur sehr wenig beschleunigt, um beispielsweise besser die Kurve nehmen zu können. Das ist erst mal ungewohnt und man braucht erst mal etwas Eingewöhnungszeit. Um langsamer zu beschleunigen, tippt ihr die X-Taste nämlich nur kurz an. Bei dieser Art zu manövrieren, fühlt man sich doch glatt in die PS1-Zeiten zurückversetzt. Darüber hinaus fehlen im Spiel viele Einstellungsmöglichkeiten was Strecken und Autos anbelangt: Ihr könnt eure Gefährte nur im Groben einstellen, das heißt neue Reifen aufsetzen und die Fahrhilfen verändern, auftunen könnt ihr eure Autos nicht und die Strecken lassen sich nur in ihren Runden, Schwierigkeit und Rückwärtsfahrten einstellen, Tag-/Nachtzyklen oder Wettereinflüsse gibt es nicht. Ihr könnt euch nur zwischen Weltstrecken, Original-Strecken, Stadtrennen und Rennen auf unbefestigten Straßen durch Matsch und Schnee entscheiden. Dafür gibt es aber immerhin die drei Rennmodi "Zeitfahren", "Einzelrennen" (insgesamt zu viert) und "Drift". Letzteres funktioniert übrigens genauso gut, wie in der PS3-Version.
Die Technik im Spiel ist gemessen an anderen PSP-Spielen auf einem extrem hohen Niveau, selbst mit einem sehr gut aussehenden PS2-Titel wie Gran Turismo 4 kann das Spiel locker mithalten. Die musikalische Untermalung hingegen ist etwas fad, ledigdlich der Schall simpelsten Fahrstuhl-Sounds tritt aus den blächernen PSP-Lautsprechern heraus. Die Autos klingen aber weitesgehend gut, enttäuschend ist nur, dass es keine Aufprallgeräusche gibt, wenn man ein anderes Auto rammt oder gegen eine Wand fährt. Man sollte, wenn wir schon beim Thema Technik sind, aber noch erwähnen, dass man die Option hat, das Spiel auf dem Memory Stick zu installieren. Das sollte man gefälligst auch tun, um die unglaublich langen Ladezeiten spürbar zu verkürzen.
Abschließend sollte man aber fairerweise sagen, dass die Wegrationalisierung der vielen Features nur halb so wild ist. Gran Turismo ist ein Rennspiel, das für ein schnelles Rennen zwischendurch gemacht ist. Man soll unterwegs in der Bahn, im Auto oder im Wartezimmer seinen Spaß damit haben, wer zu Hause zocken will, greift sowieso zur "großen" PS3-Version. Das gesamte Spiel baut darauf auf, kurzweilig Spaß zu machen. Unterwegs hätte zumindest ich nicht den Nerv dazu, tausende Einstellungen vorzunehmen, auch wenn genau dies typisch für diese Serie ist. Es soll nur gegen die kurze Langeweile ankämpfen, und das macht das Spiel sehr gut. Eine unglaubliche Bombe ist das Spiel nicht, aber das will das Spiel auch nicht sein und das braucht es auch nicht. Davon mal abgesehen, dass es eh kein gutes, vergleichbares Spiel auf der PSP gibt, ist Gran Turismo definitiv einen Blick wert.
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Das Urteil
Das Ziel des Spiels ist klar definiert: Verdiene eine Menge Geld und kaufe dir alle Autos. Langzeitmotivation gibt es nicht, dafür ist Gran Turismo aber das perfekte Rennspiel für zwischendurch, auch wenn es ruhig etwas mehr Spieltiefe geben dürfte.
PROCON:
+ Guter Spaß für zwischendurch
+ Viele Autos und Rennstrecken
+ Sehr hübsche Grafik
- Kein GT-Modus
- Kaum Einstellungsmöglichkeiten
- Etwas nervige Musik
(- Ungewohnte Steuerung durch fehlende Analog-Tasten der PSP ... Ich möchte diesen Punkt hier aber nicht dazu zählen, weil das Spiel dafür nichts kann. Der Vollständigkeit halber sei es aber trotz dem mal erwähnt)
GRAN TURISMO
Entwickler: Polyphony Digital
Hersteller: Sony Computer Entertainment Europe
Multiplayer: Nur offline, 2-4
DLCs: Ja, kostenlos und kostenpflichtig
Installation: Optional
Release: Puh keine Ahnung, irgendwann 2009 vielleicht?
WERTUNGEN:
Grafik: 10/10
Sound: 7/10
Steuerung: 8/10
Gesamt: 8.5/10
Auf den ersten Blick scheint es etwas voreilig, direkt am ersten Tag nach Erwerb ein Review zu einem Spiel zu schreiben - und erst recht zu so einem wie Gran Turismo. Die traurige Wahrheit ist aber, dass ich in den nicht mal 24 Stunden schon alles gesehen habe, was es so zu sehen gibt. Am Umfang des Spiels mag es wohl nicht liegen: Mit ca. 800 Vehikeln und 35 Rennstrecken kratzt das Spiel sogar fast an dem schier unendlich großen Fuhrpark des großen PS3-Bruders (1000 Autos) und enthält sogar ganze vier Strecken mehr.
Trotz dem zeigt Gran Turismo eindrucksvoll, dass bloß viele Autos und Strecken noch lange keine Rennspiel-Bombe machen. Was nützen einen noch so viele Karren, wenn es keine besondere Motivation gibt, sie auf irgendwelchen Rennstrecken zu fahren? Es gibt nämlich keinen - ja, richtig gelesen! - KEINEN GT-Modus! Das gesamte Spiel ist nur ein sehr groß ausgebauter Einzelspielermodus, mehr nicht. Man hat versucht, den Einzelspielermodus mit dem GT-Modus zu vermischen. Das sieht so aus, dass man für jedes gefahrenes Rennen ein bestimmtes Preisgeld bekommt - eure Ausbeute hängt von der gefahren Strecke sowie den Runden ab, die ihr gefahren seid. Kaufen könnt ihr euch eure neuen Wagen dann im Store, jedoch stehen euch nur vier Automarken zur Verfügung. Wundert euch nicht darüber, wie es zusammenpasst, dass euch 800 Autos, aber nur vier Marken zur Verfügung stehen. Die Vier Marken sind nämlich nie die gleichen, das Angebot im Autohaus wechselt jeden Spieltag. Nicht nur die Automarken, sondern auch die Modelle einer Automarke sind stets unterschiedlich. Mit anderen Worten: Wenn euch das aktuelle Angebot missfällt, fahrt ihr einfach zwei Rennen und schaut noch mal vorbei (kostenlose DLC-Autos gibt es übrigens im PlayStation Store). Alternativ könnt ihr auch auch Lizenzen machen, um einige Spieltage vergehen zu lassen. Diese sind jedoch unnötig, um das Spiel komplett zu schaffen und nur ein kleiner Zeitvertreib, bei dem ihr etwas Kohle verdienen könnt.
Zu den Rennen selbst: Die Fahrphysik ist gewohnt realistisch und die Autos lassen sich angenehm auf der kleinen Konsole steuern. Die Lenkung mit dem Analogstick funktioniert sehr gut, die Steuerung mit dem D-Pad dürfte aber ruhig etwas empfindlicher sein. Störend ist aber, dass der PSP die analogen Tasten fehlen. Das wirkt sich insofern aus, dass ihr die X-Taste nicht "nur ein bisschen" bzw nur sehr leicht drücken könnt, damit ihr nur sehr wenig beschleunigt, um beispielsweise besser die Kurve nehmen zu können. Das ist erst mal ungewohnt und man braucht erst mal etwas Eingewöhnungszeit. Um langsamer zu beschleunigen, tippt ihr die X-Taste nämlich nur kurz an. Bei dieser Art zu manövrieren, fühlt man sich doch glatt in die PS1-Zeiten zurückversetzt. Darüber hinaus fehlen im Spiel viele Einstellungsmöglichkeiten was Strecken und Autos anbelangt: Ihr könnt eure Gefährte nur im Groben einstellen, das heißt neue Reifen aufsetzen und die Fahrhilfen verändern, auftunen könnt ihr eure Autos nicht und die Strecken lassen sich nur in ihren Runden, Schwierigkeit und Rückwärtsfahrten einstellen, Tag-/Nachtzyklen oder Wettereinflüsse gibt es nicht. Ihr könnt euch nur zwischen Weltstrecken, Original-Strecken, Stadtrennen und Rennen auf unbefestigten Straßen durch Matsch und Schnee entscheiden. Dafür gibt es aber immerhin die drei Rennmodi "Zeitfahren", "Einzelrennen" (insgesamt zu viert) und "Drift". Letzteres funktioniert übrigens genauso gut, wie in der PS3-Version.
Die Technik im Spiel ist gemessen an anderen PSP-Spielen auf einem extrem hohen Niveau, selbst mit einem sehr gut aussehenden PS2-Titel wie Gran Turismo 4 kann das Spiel locker mithalten. Die musikalische Untermalung hingegen ist etwas fad, ledigdlich der Schall simpelsten Fahrstuhl-Sounds tritt aus den blächernen PSP-Lautsprechern heraus. Die Autos klingen aber weitesgehend gut, enttäuschend ist nur, dass es keine Aufprallgeräusche gibt, wenn man ein anderes Auto rammt oder gegen eine Wand fährt. Man sollte, wenn wir schon beim Thema Technik sind, aber noch erwähnen, dass man die Option hat, das Spiel auf dem Memory Stick zu installieren. Das sollte man gefälligst auch tun, um die unglaublich langen Ladezeiten spürbar zu verkürzen.
Abschließend sollte man aber fairerweise sagen, dass die Wegrationalisierung der vielen Features nur halb so wild ist. Gran Turismo ist ein Rennspiel, das für ein schnelles Rennen zwischendurch gemacht ist. Man soll unterwegs in der Bahn, im Auto oder im Wartezimmer seinen Spaß damit haben, wer zu Hause zocken will, greift sowieso zur "großen" PS3-Version. Das gesamte Spiel baut darauf auf, kurzweilig Spaß zu machen. Unterwegs hätte zumindest ich nicht den Nerv dazu, tausende Einstellungen vorzunehmen, auch wenn genau dies typisch für diese Serie ist. Es soll nur gegen die kurze Langeweile ankämpfen, und das macht das Spiel sehr gut. Eine unglaubliche Bombe ist das Spiel nicht, aber das will das Spiel auch nicht sein und das braucht es auch nicht. Davon mal abgesehen, dass es eh kein gutes, vergleichbares Spiel auf der PSP gibt, ist Gran Turismo definitiv einen Blick wert.
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Das Urteil
Das Ziel des Spiels ist klar definiert: Verdiene eine Menge Geld und kaufe dir alle Autos. Langzeitmotivation gibt es nicht, dafür ist Gran Turismo aber das perfekte Rennspiel für zwischendurch, auch wenn es ruhig etwas mehr Spieltiefe geben dürfte.
PROCON:
+ Guter Spaß für zwischendurch
+ Viele Autos und Rennstrecken
+ Sehr hübsche Grafik
- Kein GT-Modus
- Kaum Einstellungsmöglichkeiten
- Etwas nervige Musik
(- Ungewohnte Steuerung durch fehlende Analog-Tasten der PSP ... Ich möchte diesen Punkt hier aber nicht dazu zählen, weil das Spiel dafür nichts kann. Der Vollständigkeit halber sei es aber trotz dem mal erwähnt)
GRAN TURISMO
Entwickler: Polyphony Digital
Hersteller: Sony Computer Entertainment Europe
Multiplayer: Nur offline, 2-4
DLCs: Ja, kostenlos und kostenpflichtig
Installation: Optional
Release: Puh keine Ahnung, irgendwann 2009 vielleicht?
WERTUNGEN:
Grafik: 10/10
Sound: 7/10
Steuerung: 8/10
Gesamt: 8.5/10