JohnnyWohlfahrt
Lotterleben braucht keinen Masterplan.
Auch diesen Test hab ich vor einigen Jahren mal für iXNAY geschrieben, einer Verewigung hier steht aber rein gar nichts im Wege.
Godzilla Generations (Dreamcast, jp.)
[yt]http://www.youtube.com/watch?v=nfhZ6L8BczA[/yt]
Es gibt Spiele auf dieser Welt, bei denen man sich die Frage stellt, was Entwickler dazu treibt, diese Titel zu veröffentlichen. Bei Godzilla Generations ist dies der Fall. Godzilla Generations war 1998 ein Starttitel für Segas Dreamcast – doch wie ist es entstanden ? Der Dreamcast erschien am 27.11.1998 in Japan, daher gehe ich davon aus, dass am 26.11. ein panischer Sega-Mitarbeiter in seine Entwicklungsabteilung rannte und schrie: „Scheiße, wir haben ein Godzilla-Spiel als Starttitel angekündigt und noch nicht mal angefangen !“ Schnell beauftragte er die Entwicklungsabteilung bis um Mitternacht ein lauffähiges Spiel auf die Beine zu stellen. Unglücklicherweise muss der Chef-Spieledesigner gerade von seiner Frau verlassen worden sein und sein Vater muss gerade zugegeben haben eine Beziehung mit seinem Bruder zu haben. Alkoholeinfluss und drei Tage Schlaflosigkeit machten den Rest. Das Ergebnis: Godzilla Generations für Dreamcast.
Kommen wir zum Spiel. Nach einem fulminanten Intro – zumindest gehe ich davon aus, dass es ein Intro war, denn ich musste nach den ersten Bildern abbrechen, weil ich es nicht aushielt – gelangt man ins Hauptmenü und wird mit widerwärtiger Musik zugedröhnt. Man mag mich als Kulturbanausen bezeichnen, da es sich ja immerhin um originale Soundtracks handelt, aber selbst die haben schon mal besser geklungen. Aufgrund der Japanisch-Barriere kämpfen wir uns durch und gelangen nach einigen Klicks ins Spiel. Angenehm ist der Ladebildschirm – himmlische Ruhe und ein ansehnliches Standbild, doch dieser Frieden ist nur von kurzer Dauer (für Ladezeiten aber immer noch zu lang). Godzilla erscheint auf der dreidimensional begehbaren Landkarte und man übernimmt die Kontrolle. Nach ca. 3 Schritten wird die Konsole abgeschaltet. Man verweilt erst mal ein paar Sekunden ohne etwas zu sagen mit dem Controller in der Hand bis man sich wieder dazu aufrappelt die Konsole wieder anzuschalten: Und ja ! Es handelt sich tatsächlich um ein Dreamcast-Spiel. Verdutzt und am Kopf kratzend also wieder zurück ins Spiel. Man steuert Godzilla also in einer waaaaah...*gähn*....aahnsinnnigen Geschwindigkeit durch bekannte japanische Städte. Zumindest wenn man die vom Spiel vorgegebenen Ränder nicht überschreitet. Ist es denn die Möglichkeit ? Godzilla, eine unaufhaltsame Riesenechse, bekommt vorgeschrieben wo er zerstören darf und wo nicht und wird bei Wiederhandlung mit ‚Out of Area’ bestraft und nach 10 Sekunden erfolgt das ‚Game Over’. Ha ! 10 Sekunden werdet Ihr sagen, kein Problem. Bei Godzilla Generations ist es ein Problem. Dank genialer Steuerung stapft Godzilla nämlich auch noch n Stück weiter, wenn Ihr gar nicht mehr wollt, dass er sich vorwärts bewegt. Und dann innerhalb von 10 Sekunden wieder im erlaubten Gebiet zu sein ist situationsbedingt schon ziemlich hart.
Eure Aufgabe ist es alles zu zerstören, was so rumsteht. Häuser, Siedlungen, Wolkenkratzer, Bäume und sogar Stadien explodieren, wo das Auge hinschaut. Ja Ihr habt Euch nicht verlesen,... die Bäume explodieren ! Sie tun es zwar ebenso unspektakulär (will sagen: laaaaaaaangweilig!!!) wie das Stadion in sich zusammenfällt, aber sie tun es. Hin und wieder kommt die Armee vorbei und will Euch daran hindern, aber die sind schnell aus dem Weg geräumt. Sollten Sie Euch doch mal Schaden zufügen könnt Ihr Eure Energie durch Rumgebrüll minutenlang durch Rumgebrüll wieder voll aufladen und weiter machen. In Zeitlimits, die sich zwischen 10 bis 20 Minuten bewegen müsst Ihr einen Großteil der Stadt zerstört haben. Eine genaue Vorgabe hab ich allerdings nicht entdecken können. Mal war mit 48% Stadtzerstörung das Level ‚cleared’, mal war es mit über 70% aber immer noch nicht genug. Aber selbst wenn Ihr 100% geschafft habt läuft die Zeit weiter, ihr müsst auf jeden Fall warten bist Euer Zeitlimit abgelaufen ist. Und so geht es ewig weiter.
Das Ganze wird Euch mit widerwärtigster Grafik schmackhaft serviert, die vielleicht auf Standbildern für einen ersten 128 Bit-Gehversuch noch akzeptabel aussieht, jedoch bei der ersten Bewegung Brechreiz auslöst. Eintöniger, dröhnender Soundtrack und schreckliche Soundsamples geben Euch den Rest. Über das Feature sich so ein Vieh auf die Memory Unit zu laden und es unterwegs aufzupeppeln und dann ins Spiel zu laden, werde ich keine weitere Worte verlieren, denn wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt sich mit diesem Machwerk der untersten Schublade längerfristig zu beschäftigen melde sich doch bitte freiwillig zum Kriegsdienst im Irak. In Zeiten von Hartz IV, Wirtschaftsflaute und nationalem Vormarsch in die Landtage empfehle ich Euch eine Runde ‚Godzilla Generations’ auf dem Dreamcast. Danach schockt Euch wirklich nichts mehr und Ihr erfreut Euch sogar an einem Gespräch mit Eurer Großmutter über Nähutensilien. Zumindest für eine Sache dürfen wir Sega danken: Einem anderen Land als Japan haben sie dieses Spiel geistesgegenwärtig nicht vorgesetzt.
Godzilla Generations (Dreamcast, jp.)
[yt]http://www.youtube.com/watch?v=nfhZ6L8BczA[/yt]
Es gibt Spiele auf dieser Welt, bei denen man sich die Frage stellt, was Entwickler dazu treibt, diese Titel zu veröffentlichen. Bei Godzilla Generations ist dies der Fall. Godzilla Generations war 1998 ein Starttitel für Segas Dreamcast – doch wie ist es entstanden ? Der Dreamcast erschien am 27.11.1998 in Japan, daher gehe ich davon aus, dass am 26.11. ein panischer Sega-Mitarbeiter in seine Entwicklungsabteilung rannte und schrie: „Scheiße, wir haben ein Godzilla-Spiel als Starttitel angekündigt und noch nicht mal angefangen !“ Schnell beauftragte er die Entwicklungsabteilung bis um Mitternacht ein lauffähiges Spiel auf die Beine zu stellen. Unglücklicherweise muss der Chef-Spieledesigner gerade von seiner Frau verlassen worden sein und sein Vater muss gerade zugegeben haben eine Beziehung mit seinem Bruder zu haben. Alkoholeinfluss und drei Tage Schlaflosigkeit machten den Rest. Das Ergebnis: Godzilla Generations für Dreamcast.
Kommen wir zum Spiel. Nach einem fulminanten Intro – zumindest gehe ich davon aus, dass es ein Intro war, denn ich musste nach den ersten Bildern abbrechen, weil ich es nicht aushielt – gelangt man ins Hauptmenü und wird mit widerwärtiger Musik zugedröhnt. Man mag mich als Kulturbanausen bezeichnen, da es sich ja immerhin um originale Soundtracks handelt, aber selbst die haben schon mal besser geklungen. Aufgrund der Japanisch-Barriere kämpfen wir uns durch und gelangen nach einigen Klicks ins Spiel. Angenehm ist der Ladebildschirm – himmlische Ruhe und ein ansehnliches Standbild, doch dieser Frieden ist nur von kurzer Dauer (für Ladezeiten aber immer noch zu lang). Godzilla erscheint auf der dreidimensional begehbaren Landkarte und man übernimmt die Kontrolle. Nach ca. 3 Schritten wird die Konsole abgeschaltet. Man verweilt erst mal ein paar Sekunden ohne etwas zu sagen mit dem Controller in der Hand bis man sich wieder dazu aufrappelt die Konsole wieder anzuschalten: Und ja ! Es handelt sich tatsächlich um ein Dreamcast-Spiel. Verdutzt und am Kopf kratzend also wieder zurück ins Spiel. Man steuert Godzilla also in einer waaaaah...*gähn*....aahnsinnnigen Geschwindigkeit durch bekannte japanische Städte. Zumindest wenn man die vom Spiel vorgegebenen Ränder nicht überschreitet. Ist es denn die Möglichkeit ? Godzilla, eine unaufhaltsame Riesenechse, bekommt vorgeschrieben wo er zerstören darf und wo nicht und wird bei Wiederhandlung mit ‚Out of Area’ bestraft und nach 10 Sekunden erfolgt das ‚Game Over’. Ha ! 10 Sekunden werdet Ihr sagen, kein Problem. Bei Godzilla Generations ist es ein Problem. Dank genialer Steuerung stapft Godzilla nämlich auch noch n Stück weiter, wenn Ihr gar nicht mehr wollt, dass er sich vorwärts bewegt. Und dann innerhalb von 10 Sekunden wieder im erlaubten Gebiet zu sein ist situationsbedingt schon ziemlich hart.
Eure Aufgabe ist es alles zu zerstören, was so rumsteht. Häuser, Siedlungen, Wolkenkratzer, Bäume und sogar Stadien explodieren, wo das Auge hinschaut. Ja Ihr habt Euch nicht verlesen,... die Bäume explodieren ! Sie tun es zwar ebenso unspektakulär (will sagen: laaaaaaaangweilig!!!) wie das Stadion in sich zusammenfällt, aber sie tun es. Hin und wieder kommt die Armee vorbei und will Euch daran hindern, aber die sind schnell aus dem Weg geräumt. Sollten Sie Euch doch mal Schaden zufügen könnt Ihr Eure Energie durch Rumgebrüll minutenlang durch Rumgebrüll wieder voll aufladen und weiter machen. In Zeitlimits, die sich zwischen 10 bis 20 Minuten bewegen müsst Ihr einen Großteil der Stadt zerstört haben. Eine genaue Vorgabe hab ich allerdings nicht entdecken können. Mal war mit 48% Stadtzerstörung das Level ‚cleared’, mal war es mit über 70% aber immer noch nicht genug. Aber selbst wenn Ihr 100% geschafft habt läuft die Zeit weiter, ihr müsst auf jeden Fall warten bist Euer Zeitlimit abgelaufen ist. Und so geht es ewig weiter.
Das Ganze wird Euch mit widerwärtigster Grafik schmackhaft serviert, die vielleicht auf Standbildern für einen ersten 128 Bit-Gehversuch noch akzeptabel aussieht, jedoch bei der ersten Bewegung Brechreiz auslöst. Eintöniger, dröhnender Soundtrack und schreckliche Soundsamples geben Euch den Rest. Über das Feature sich so ein Vieh auf die Memory Unit zu laden und es unterwegs aufzupeppeln und dann ins Spiel zu laden, werde ich keine weitere Worte verlieren, denn wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt sich mit diesem Machwerk der untersten Schublade längerfristig zu beschäftigen melde sich doch bitte freiwillig zum Kriegsdienst im Irak. In Zeiten von Hartz IV, Wirtschaftsflaute und nationalem Vormarsch in die Landtage empfehle ich Euch eine Runde ‚Godzilla Generations’ auf dem Dreamcast. Danach schockt Euch wirklich nichts mehr und Ihr erfreut Euch sogar an einem Gespräch mit Eurer Großmutter über Nähutensilien. Zumindest für eine Sache dürfen wir Sega danken: Einem anderen Land als Japan haben sie dieses Spiel geistesgegenwärtig nicht vorgesetzt.
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2/10
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