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KT Glod halluziniert: Die große Subjektivität

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sisaya schrieb:
Einen guten Test hat man dann, wenn trotz der persönlichen und eventuell negativen Meinung des Testers das Spiel mit genügend Abstand gewertet wurde um ein ehrliches Bild wiederzugeben.

Ok, und was ist ehrlich?

Muss dieses ehrliche Bild nicht auch für die vermeintlich (zu) positiven Meinungen gelten?

Ich bemühe mal nochmals das Beispiel GTA IV und nehme exemplarisch das Review von gameswelt.de.

Zwar hätte man sich durchaus noch zusätzliches Speichern innerhalb sehr langer Missionen gewünscht, aber nun gut.

Das Fahrmodell ist relativ empfindlich und leider etwas schwammig. Es bedarf mitunter schon etwas Übung, um die Kisten im schicken Powerslide um die Kurven zu zirkeln, ohne bei Einsatz der Handbremse eine 360°-Drehung hinzulegen. Vor allem wenn die liebe Bullerei bei hoher Fahndungsstufe hinter einem herjagt, kann sich ein steuerungsbedingter Fahrfehler schon mal bitter auswirken. Das bleibt aber alles in erträglichem Rahmen, keine Sorge.

Wie wir jetzt wissen, ist das alles sehr subjektiv. Trotzdem hätte ich mit z. B. gewünscht, dass ein "richtiger" Reviewer seine Kritikpunkte (die er ja hat) etwas näher erläutert, damit ich als Leser weiss, was er meint.

Hier heisst das nämlich: Die Fahrzeuge fahren sich eigentlich_nicht_so_toll. Wenn man gefühlte 50% des Spiels in einem Auto verbringt, kann sich das sehr wohl beim Einzelnen auf den Spass auswirken. Ich starte also eine Mission, fahre 5 Minuten zum Missionsort und komme in ein Feuergefecht. Die Mission geht weiter, einzelne Missionen konnten ja gut und gerne 30 Minuten dauern. Das Spiel speichert NICHT zwischendurch (was viele andere Games machen), am Ende der Mission werde ich abgeknallt und *zack*, alles von vorne, inkl. der 5 Minuten Fahrt.

Nach unserer Diskussion hier gestehe ich jedem Spieler ein, damit überhaupt keine Probleme zu haben. Ich gestehe gameswelt auch die 97% am Ende des Reviews zu, ist ja subjektiv.

Von einem "professionellen" Review, einem Text, der mich als potentiellen Käufer beraten soll, erwarte ich dann auch eine Aussage a la "ja, die Autos fahren sich teils *örgs*, man verbringt dafür viel Zeit in ihnen und wenn man Pech hat, kann man aufgrund der nicht optimal gelösten Speicherpunkte schonmal 30 Minuten in den Sand setzen". Danach kann immernoch die 97% stehen. Ich weiss aber dann wenigstens, was mich erwartet.

Vielleicht ist es auch das, was Glod mit Objektivität meint?

Nochmal: ich habe mich nicht auf GTA IV eingeschossen, ich nehme es nur, weil das Spiel sehr stark polarisiert hat.
 
Zimtzicke schrieb:
Sisaya schrieb:
Einen guten Test hat man dann, wenn trotz der persönlichen und eventuell negativen Meinung des Testers das Spiel mit genügend Abstand gewertet wurde um ein ehrliches Bild wiederzugeben.

Ok, und was ist ehrlich?

Muss dieses ehrliche Bild nicht auch für die vermeintlich (zu) positiven Meinungen gelten?

Wenn ich als Leser sagen kann "ja das könnte was für mich sein oder nein, das ist nichts für mich* und das auch bei "umgekehrter" negativer bzw. positiver subjektiver Meinung des Testes
 
Ich find geschriebene Tests generell ziemlich fürn Arsch, da schaue ich nur auf die Endwertung obs einigermaßen gut ist oder totaler Schrott.

Danach schau ich mir das Gametrailers Review an und das sagt einfach 1000x mehr. Egal was der Typ dazu redet, man sieht sofort ob das was für einen ist oder nicht.
 
Ich entscheide auch fast nur noch nach den GT Reviews ... ihr Durchschnittswertungssystem find ich zwar nicht so toll, grundsätzlich konnte ich aber mit ihren Pros und Cons bis jetzt immer was anfangen.
 
Bin hier absolut Glods Meinung.

Sorry, aber wenn ich 4players schon höre - rollen die Fußnägel. Schau da zum Glück auch so gut wie nie rein (höchstens wenn mal wieder den Skandalreview gibt - zur Belustigung) ansonsten finde ich die Aussagen von deren Redi einfach nur peinlich.

Natürlich ist es vollkommen klar, das bei jedem Test, jedem Filmbericht, jeder Buchkritik ja sogar Firmenanalysen auch Subjektivität mit einfärbt, dennoch sollte jeder "Journalist" erstmal die entsprechenden Ethik Grundlagen und den Journalistenkodex auswendig lernen - da steht ganz groß drin: Objektivität!

Jetzt kann man darüber streiten ob ein Spielredakteur ein "Journalist" per Definition ist. Sicherlich ist hier ein Unterschied zwischen einem Redakteur aus dem politischen Bereich zu sehen, dennoch: Es ist nun mal ein journalistischer Berufszweig.

Was würde man davon halten (passiert leider - siehe Bild) wenn ein Journalist jetzt auch schlicht sagt "ei joh, ich berichte jetzt nur noch subjektiv, objektiv ist eh fürn Arsch: Der Irak Krieg ist absolut richtig und Bush ist ein toller Typ und braut super Bier!"

Klar, da mag man eine Grenze ziehen zwischen „ernstem“ Journalismus und „Produkt Tester“- aber wie steht es mit Redakteuren bei der Stiftung Warentest? Ökotest? Autotests? Hi-Fi Tests? TV Tests? Man stelle sich vor die fangen nun auch an subjektiv zu testen (gut, die Autobild macht das - dank der Schecks aus Wolfsburg). Stell ich mir echt cool vor - z.b. ein Test einer Kaffeemaschine "Das Gerät macht schlechten Kaffee, braucht ewig, hat einen hohen Energieverbrauch, besteht nur aus Plastik - aber die geilen Knöpfe passen zu meinem Eisschrank und sie passt exakt in meinen Ikea Schrank - Testurteil deswegen: Sehr gut!"

Bei Spielen sehe ich das ähnlich: Für eine technische Vollgurke DARF es einfach keine +80% geben und für ein technisch einwandfreies Game das aber z.b. mega unfair ist ebenfalls nicht.

Glod hat schon ein paar "Vorschläge" gezeigt wie man einiges bewerten kann. Ich finde die Gamepro (hatte) das in der Vergangenheit meist ganz gut gemacht. Der Test sollte möglichst neutral das Spiel beschreiben, die Technik, Story etc und die eigene Meinung steht in Meinungskästen. Wenn jemand irgendwann raus hat, das er mit Tester Nr. 3 immer denselben Geschmack teilt, supi - für alle anderen die sich nicht jeden Tester Namen merken können, wollen - sollte die nüchterne Endnote ein Kaufurteil ermöglichen und nichts anderes sind nunmal ERNSTHAFTE Game Reviews: Produkttests für mögliche Kaufentscheidungen.

Tut mir leid - liebe 4Players - ich bin altmodisch - ich ERWARTE Objektivität!
 
Du erwartest da aber IMO zuviel bei einem Produkt, welches sich eigentlich nicht ansatzweise objektiv bewerten lässt. Zumindest nicht die Aspekte eines Spiels, auf die es eigentlich ankommt.

Vielleicht kann ja mal jemand hier ein, nach seiner Meinung nach, objektives Review posten.
 
Der eine Aspekt, auf den es letztendlich ankommt, ist bei jedem Spieler unterschiedlich und kann schon allein deswegen keine Grundlage für ein Review sein. Alle anderen sind im Grunde objektiv bewertbar. Wie ich schon schrieb, ist eine Loslösung von eigene Vorlieben und der Vergleich das Mittel, dass es zu nutzen gilt. Bart Wux kommt mit seinen Reviews schon ziemlich gut an die Geschichte ran. Außerdem noch diese Reviews hier, auch wenn es auf den ersten, zweiten und dritten Blick schwer zu erkennen ist:

Festhalten

Ein ganz wesentlicher Punkt bei Beiden: Sie packen keine Wertung drunter.
 
Nix gegen die Reviewtexte oder Video an sich, sind ja durchaus sehr erfrischend zu lesen / sehen, aber das sollen Beispiele für Objektivbetrachtungen sein? :staun:
 
Glod hat m. E. absolut Recht, dass man Reviews wesentlich objektiver gestalten kann als dies derzeit praktisch von fast allen Redaktionen umgesetzt wird.

Aber will ich das ?? GOTT BEWAHRE, NEIN !! NIEMALS !

Was dann an Hype, Lesevergnügen, Forenthemen etc. verloren geht, ist für mich erst die Freude auf ein Spiel und die damit verbundene Spannung ist ein fester Bestandteil meines Hobbys. Ich will auch lesen, dass sich alle aufregen, weil bspw. der Chefredakteur eines Online-Spielemagazins Mass Effect 2 nur eine 80+ gibt. Das ist doch überaus spassig und höchst unterhaltsam.

Letztendlich bildet Summe der "subjektiven" Reviews doch immer genug Objektivität ab und kann auch sehr gut eine Kauf- oder Nichtkauf-Entscheidung rechtfertigen. Daher gehe ich persönlich immer auf Metakritikseiten und schaue mir den Mittelwert aller Bewertungen an (und ganz ehrlich lese ich meistens nur das IGN- und Eurogamer-Review - na ja, vielleicht noch die schlechteste Wertung..... :-) ).

Schaut Euch mal die PS3-Liste an:
http://www.metacritic.com/browse/games/release-date/available/ps3/metascore?view=condensed

Das passt doch auch unter objektiven Gesichtspunkten, oder ??
 
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