Das deutsche Fernsehen hat sich mit dem Thema Videospiele eh immer schon schwer getan, sei es in den vollbehinderten Spieleshows der 90er, den lächerlich oberflächlichen Versuchen der frühen 2000er, oder jetzt der stiefmütterlichen Versendung diverser Shows zu seltsamen Zeiten und auf kaum frequentierten Sendern. Gaming findet zwar vor der Glotze statt, aber nicht seine Kultur, sondern im Internet und sofern man nicht komplett verzweifelt ist und seine Lebenszeit lachend in die Tonne tritt, schaut/streamt man Zeug aus dem Internet oder kauft sich seine Serie oder seinen Film auf Blu-ray/DVD und bestimmt selber wann was läuft.
Die (privaten) Sender scheren sich schon lange einen Dreck um ihre Qualität, was zählt ist Quote und was Quote hat wird so lange produziert und wiedergekäut, bis sich anderer Scheiß findet, aus dem man Gold machen kann. Die Öffentlich Rechtlichen hingegen müssten sich eigentlich einen Dreck um eine Quote scheren, sitzen zwar auf einem konstanten Haufen Geld, mit dem sie jährlich Serien im Format eines Game of Thrones oder Walking Dead produzieren könnten, aber geben es lieber für die x-te Krimiserie, Idioten-Soaps und verstaubten Shows aus, weil die Kohle von Leuten verwaltet und vergeben wird, die keinerlei Mut, Frische und Voraussicht besitzen. Sofern man sich nicht gerade die wenigen Rosinen rauspickt (Arte, Neo, einsPlus, diverse hochwertige Serien und Filme), ist das alles Fernsehen für Lebensmüde, für Leute denen eh scheißegal ist was läuft.
Eine Videospiel-Sendung kann zukünftig eigentlich nur noch im Internet existieren, wen interessieren denn bitte Sendezeiten? Wann hab ich GameOne mal im TV gesehen? Wann schaue ich überhaupt mal TV? Die werden früher oder später alle zum Teufel gehen und selbst ihren Untergang verpennen...