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"Es gab keine Vorgabe, Mikrotransaktionen einzubauen"
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Neben neuen Mehrspieler-Modi (Drag Racing & Tag) wird der nächste Patch für Forza Motorsport 5 wie versprochen auch Änderungen für den Wirtschaftskreislauf mit sich bringen. Laut IGN werden die Preise der standardmäßig im Spiel enthaltenen Fahrzeuge um 45 Prozent gesenkt. Gleichzeitig wird der Betrag verdoppelt, den man als Spieler verdienen kann. Schätzungen der Entwickler zufolge werden die Spieler exotischere Autos dann ungefähr in einem Fünftel der Zeit verdienen können im Vergleich zum Vorgänger.
Das "Einkommen" der Nutzer hätte eigentlich so hoch sein sollen wie in Forza Motorsport 4, die "Spielermuster" seien aber anders ausgefallen, so Dan Greenawalt. Dadurch sei insgesamt weniger Geld verdient worden. Basierend auf jenen Daten nehme man jetzt eben Anpassungen vor.
"Die Leute haben unsere Intention falsch interpretiert"
Im Interview mit Eurogamer.net versucht Greenawalt die initiale Reaktion gar nicht schönzureden: Er sei enttäuscht von sich selbst, da er mit seiner Entscheidung ein solches Feedback bei den Leuten hervorgerufen habe. Das Schlimmste sei, dass die Leute die Intention des Teams falsch verstanden hätten, so der Turn-10-Mann, der nicht in jeder Hinsicht einsichtig zu sein scheint.
"Die Community ist das Wichtigste für uns, uns geht es eigentlich nur darum, Leute für Autos und Spiele zu begeistern. Wenn die Leute jetzt sagen, wir hätten die Wirtschaft aus jenem Grund verändert und irgendein Feature aus einem anderen Grund entfernt - ich verstehe das, weil das Wahrgenommene eben Wirklichkeit ist, und die Leute glauben eben an das, was sie glauben. Ich weiß aber, dass das nicht der Gedankengang war, den wir bei jenen Entscheidungen hatten."
Greenawalt erinnert daran, dass man schon in Forza 4 und Forza Horizons mit ähnlichen Systemen (Token) herumexperimentiert hatte. Das sei aber nicht die berüchtigte "Paywall", die man aus vielen F2P-Spielen kennt - es gehe um das Beschleunigen des Spielerfortschritts. Dabei habe man auch Feedback aus Forza 4 verwendet.
Der Grind hätte nicht lästig sein sollen, er nehme aber zu Kenntnis, dass die Spieler das so sehen würden. Deswegen nehme man jetzt Änderungen mit dem Patch vor. Turn 10 habe alles auf Basis von Forza-4-Daten konzipiert und dabei auch ein paar falsche Annahmen gemacht, die man jetzt korrigiere.
"Mikrotransaktionen nicht von Microsoft vorgeschrieben"
Darauf angesprochen, dass auch andere Titel wie Ryse mit Mikrotransaktionen aufwarten, merkt Greenawalt an: Es habe keine Vorgaben von Microsoft gegeben. Turn 10 sei ein sehr eigenständig arbeitendes Team. In Forza 4 habe es die erwähnten Tokens gegeben, die akzeptiert worden seien von den Nutzern. Turn 10 experimentiere immer etwas - und manchmal geht eben etwas schief und muss dann korrigiert werden. Sämtliche Entscheidungen hätten nur zum Ziel gehabt, ein engeres Verhältnis von Spieler und Auto zu erschaffen.
Er hoffe, man werde das Vertrauen der Fans zurückgewinnen können. Man habe all dies nur gemacht, um Leute für Autos und Spiele zu begeistern. Und wenn man etwas mache, das den gegenteiligen Effekt hat, nehme man das sehr ernst.

Darf ich meckern?
Ein ausgewogenes Balancing bekommen sie gerade bei T10 aber auch nicht hin. 45% weniger Credits UND mehr Preisgelder ist zuviel des Guten, IMO. Teure Autos sollen ja ihren Reiz und Nimbus behalten.
Jetzt hört es sich eher so an wie "So, ihr Arschkrampen. In 10 Minuten kann jetzt jeder den Lotus fahren, also seid still".
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