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F1-Thread - Großer Preis von Abu Dhabi 2016

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Zum Crash in Spanien sei noch angemerkt, dass Hamilton beim Abflug keine Bremse betätigt hatte und Rosberg somit (wahrscheinlich) mitgerissen hat. Sonst hätte Rosberg einen noch wesentlich größeren Vorsprung gehabt.
Ich mag Hamilton als Fahrer, neben der Strecke ist er aber einfach nur noch abgehoben. Der ist ein Vollblut-Racer, musste durch seine Selbstgefälligkeit dieses Jahr lernen, dass ein Titel im besten Auto nicht von alleine kommt. Hamilton hat das Quäntchen mehr Talent, was ihn zum aktuell schnellsten Fahrer, aber nicht automatisch zum Weltmeister, macht.
Das Rosberg nicht zu unterschätzen ist, hätte er wissen sollen, denn wer in 3 Jahren gegen einen Teamkollegen Michael Schumacher fast die doppelte Anzahl an Punkten holt, ist kein Anfänger.

Nächstes Jahr werden die Karten neu gemischt, da wird Hamilton von Anfang an Gas geben. Allerdings wird Rosberg mit dem WM-Titel im Rücken auch befreiter fahren. Bleibt zu hoffen, dass andere Teams durch die Regeländerungen auf Mercedes aufholen.
 
@wil

Alonso ist ein gutes Beispiel. Er ist kalkulierend, cool, aber er schlägt auch blitzschnell zu, sobald sich die erste echte Chance ergibt. Im letzten Rennen, in einem hoffnungslos unterlegenen McLaren Honda, hat er bis zur letzten Sekunde das Letzte aus der Möhre gequetscht.

Im "historischen" Rennen von Abu Dhabi 2010 hat Alonso aber auch keine Dummheiten gemacht, auch wenn es ihn den Titel gekostet hat.

Dem würde ich den 3. Titel noch absolut gönnen, befürchte aber, dass dies nicht mehr passieren wird. :I
 
Keinem mehr als ihm - war eine sehr coole Saison im McLaren, auch wenn er hie und da etwas übers Ziel hinausgeschossen ist. Leider krankt es am ganzen Auto (nicht nur an Honda), weshalb ich an keine schnelle Wende glaube - und Zeit hat Alonso nicht mehr allzu viel. Ich bereue so sehr, dass damals der Wechsel zu den Bullen nicht geklappt hat.
 
Keinem mehr als ihm - war eine sehr coole Saison im McLaren, auch wenn er hie und da etwas übers Ziel hinausgeschossen ist. Leider krankt es am ganzen Auto (nicht nur an Honda), weshalb ich an keine schnelle Wende glaube - und Zeit hat Alonso nicht mehr allzu viel. Ich bereue so sehr, dass damals der Wechsel zu den Bullen nicht geklappt hat.

Tja, schwer zu sagen, ob das so Fernandos Absicht war. McLaren war für ihn ja schon intern anscheinend länger fix, noch lange bevor es offiziell wurde.

Aber wer weiss, wie es bei RB gelaufen wäre. Bei Vettel hat man auch gesagt, dass er Ferrari, wie damals Schumacher, wieder nach vorne bringt. Und es klappte bisher nicht.

Ferrari war damals für Fernando die logische Konsequenz. Wenn ich F1-Fahrer wäre, wollte ich auch einmal im Leben für Ferrari fahren. Aber es war halt nicht das dominante Auto seiner Zeit.

Wenn Alonso 2018 zu Mercedes wechseln würde, wäre sicher dann wieder ein anderes Team dominant. :ugly:
 
Die Idee mit dem Soundgenerator hat man aus Kostengründen wieder verworfen. Zumindest ist das mein letzter Stand. Ist auch egal, da ändert sich mit diesem Motor bis 2020 sowieso nichts. Den Teams und Ingenieuren ist das Thema ziemlich egal. So ist zumindest mein Eindruck. Ziemlich schade! Auf die schnelleren Autos in 2017 freue ich mich trotzdem. Ich sehe das als ersten guten Schritt in die richtige Richtung.
 
Die Formel 1 hat eh wichtigere Probleme als der Sound. Klar, mir hat der V8 bzw. V10 auch besser gefallen. Aber für langweilige Rennen entschädigt das vor dem TV auch nicht. Live vor Ort ist es sicherlich ein Verlust, aber wie gesagt, gibt im Moment andere Probleme. Die neuen Regeln scheinen soweit vielversprechend. Aber irgendwie befürchte ich auch, dass das schnellere Autos nicht unbedingt dem Racing helfen. Aber mal abwarten. Wichtig ist eigentlich vor allem, dass Mercedes nicht in Australien nächstes Jahr wieder alles in Grund und Boden fährt, weil dann kann man gleich wieder abschalten. Nichts interessiert mich weniger als Rosberg gegen Hamilton.
 
Das sehe ich komplett anders... Die Formel 1 ist eben nicht einfach eine Sportart wie Boxen: Mann gegen Mann - der stärkere gewinnt. Vielmehr ist es ein Teamwettbewerb wo nicht nur auf der Strecke, sondern auch am Konstruktionstisch, im Windkanal und in den Fabriken gegeneinander gekämpft wird - sozusagen an der Speerspitze von Technik, Ingenieurskunst und fahrerischem Können (so zumindest in der Theorie). Muss man nicht mögen, ist aber Teil des Zirkus und für mich persönlich Teil der Faszination.

Leider ist es in den letzten Jahren nicht mehr gelungen ein Reglement aufzustellen, das gutes Racing, konstruktive Freiheit, Sicherheit und vertretbare Finanzen vereint. Mit den aktuellen Strukturen wird das auch kaum mehr zu erreichen sein...
 
Das Team kann ja weiterhin Punkten mit Aerodynamik usw. Nur finde ich sollte die Power der Motoren gleich sein.
Wenn ein Golf gegen einen Porsche fährt ist klar wer gewinnt, egal wer hinter dem Steuer sitzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiss schon was du meinst, das ganze ist aber ganz schön komplex. Probleme lassen sich nicht damit lösen, dass man einfach eine Komponente des Autos vereinheitlicht.

So ist die von dir angesprochene Aerodynamik z.B. im Stande, wesentlich grössere Ungleichheiten hervorzurufen als die reine Power der Antriebseinheiten (siehe z.B. den damaligen Doppeldiffusor von Brown GP, der das Team völlig überraschend über Nacht von ganz hinten nach ganz vorne gebracht hat). Zudem sind es insbesondere die mit Hilfe der Aerodynamik gefundenen Zehntel, welche das Budget ungemein belasten (Geldvernichtungsmaschinen wie in drei Schichten laufende Windkanäle z.B.).

Die grossen Teams mit entsprechendem Budget werden immer eine Spielwiese finden, wo sie die Unterschiede generieren können; da hilft es nichts, wenn man isoliert z.B. die Antriebseinheiten einheitlich macht (zumal Hersteller wie Mercedes, Ferrari oder Renault sicherlich nicht mit dem Motor irgend eines Herstellers fahren würden). Man muss es vielmehr schaffen, 5, 6 oder mehr Teams (welche vielleicht auch 3 oder 4 Fahrzeuge stellen) an die F1 zu binden, welche in der Lage sind, die Entwicklungspace mitzugehen. Primär wäre der F1 in diesem Sinne schon mal geholfen, wenn man teure Experimente wie beispielsweise die Hybridmotoren einfach hätte sein lassen und den Herstellern wie Renault oder Honda stattdessen durch mehr Freiraum bei der Entwicklung konventioneller Motoren tatsächlich die Chance gegeben hätte, aufzuholen. So wie es heute ist, werden die Karten einfach alle paar Jahre durch ein radikales Neukonzept total neu gemischt und dann durch einen faktischen Entwicklungsstopp auf Jahre zementiert.

Am wichtigsten für die F1 wäre aber, dass man die Struktur ändert, wie Strategieentscheidungen getroffen werden. Aktuell ist es so, dass zwar eine schlaue Strategietruppe sagen kann, was gut fürs Racing und die Kosten wäre. Die Entscheidungen werden aber samt und sonders immer von jenen boykottiert, welche gerade auf der Sonnenseite stehen (vor ein paar Jahren, Ferrari, dann Red Bull, nun Mercedes). Da müssen schlicht Lösungen her, wie im Sinne aller - und insbesondere auch im Sinne der Zuschauer - entschieden werden kann. Dann würde hoffentlich auch die Verlagerung weg von den europäischen Kernmärkten verhindert. Der eine oder andere GP an exotischen Orten mag ja o.k. sein, aber wenn - wie nächstes Jahr - kein GP von Deutschland stattfindet und zahlreiche andere europäische Traditionsrennen um die Existenz kämpfen, dann ist das definitiv kein gutes Zeichen.
 
Genau das!

Vor allem ist das alles nur Augenwischerei. Die F1 wollte eine Kostenreduktion einführen, damit kleinere Teams aufschliessen können. Was ein Schwachsinn! Mercedes und Ferrari pumpen jährlich knappe 500 Millionen Dollar in die F1, kleine Teams wie Force India kommen nichtmals auf 100 Millionen. Grosse Teams haben dazu eigene Windkanäle, die auf dem allerneusten Stand sind. Dazu kommt der Technologievorsprung, den ein Unternehmen wie Mercedes, Ferrari oder Renault immer haben wird. Und gute Ingenieure werden auch nicht davon träumen, irgendwann bei Manor zu landen. Die wollen dahin, wie Siege gefeiert werden (und dazu beitragen, dass dies geschieht).

Heuer fahren doch eh schon die meisten Teams mit Werksmotoren von Mercedes, Ferrari und Renault. Und es ist doch logisch, dass die jeweils neuste Ausbaustufe den Top-Teams vorenthalten wird.

Dazu kommt, dass die F1 die Königsklasse des Motorsports ist. Mit allen Konsequenzen! Ich habe mir die Saison 1996 nochmals angeschaut, schon damals gab es den Split zwischen Top-Teams, Mittelfeld und Hinterherfahrern. Und schaue ich noch 20 Jahre weiter zurück, war es da sicher nicht anders. Warum soll man den Teams verbieten, die Technologie weiter voran schreiten zu lassen? Damit kleine Teams es trotzdem nicht gebacken kriegen? Will ich das als Zuschauer sehen? Nein. Ich will mich begeistern lassen, zu was Mensch und Technik im Stande ist.

Da hilft es auch nichts, z.B. Motoren weiter zu reglementieren. Ich will doch nicht sehen, wie sich die guten Teams den schlechten Teams anpassen müssen. Das zieht doch den gesamten Sport runter.

Es bedarf sicher Reglementänderungen. Man kann gerne wieder auf Saug- oder Turbomotoren gehen, ohne Hybrid (wobei ich die Technik interessant finde). Macht die Motoren sicher wieder einfacher und günstiger. Aber es soll doch keiner glauben, dass ein Team wie Manor dadurch automatisch weiter nach vorne kommt...

Alle Strategieentscheidungen können nicht verhindern, was in der F1 schon immer so war. Wer das glaubt, glaubt auch Heiko Wasser und Kai Ebel. Also entweder Einheitsauto, oder gebt den Ingenieuren wieder die uneingeschränkte Macht, so wie früher, als wir alle noch F1 mit Leidenschaft geschaut haben. Gibt den Fahrern ihre Macht zurück, denn die fahren die Autos. Wenn ich sowas höre, dass die Fahrer machen dürfen, was sie wollen, sie dürfen nur keine Punkte für's Team riskieren... DIE FAHREN EIN RENNEN!

Nachtrag: mir soll bitte mal einer erklären, wie das Einfrieren der Motoren für mehr Chancengleichheit sorgen soll. De facto ist es doch so, dass der Vorsprung von Mercedes dadurch nur für Jahre manifestiert wurde... :kaffee:
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Kern bin ich bei dir, allerdings nicht ganz so radikal. Man muss gewisse Regeln aufstellen, die in gewissen Bereichen auch ganz strikt sein dürfen oder müssen. Ich habe das schon mehrfach gesagt und möchte mich nicht allzu sehr wiederholen, aber gerade bei der Aerodynamik braucht es sehr, sehr strikte Regeln, ansonsten haben wir - wie es teilweise schon heute der Fall ist - nur noch reine Zeitfahrmaschinen am Start, welche im Rennen in der verwirbelten Luft schlicht nicht mehr funktionieren. Dies verunmöglicht Racing, wie wir es uns wünschen. Da hilft auch kein Vergleich mit der F1 von vor Dekaden, denn damals waren die Fahrzeuge verhältnismässig primitiv konstruiert und der Grip kam zu wesentlich grösserem Teil von der Mechanik (primär Reifen). Dahin muss man zurück: Grosse und einfache Flügel vorne und hinten, primitiver Unterboden, keine komplexen Diffusoren; im Gegenzug dafür breite Reifen => Windschatten gewinnt doppelt an Bedeutung (Autos mit grossen Flügeln machen mehr Windschatten + Grip durch breite Reifen bleibt auch im Windschatten bestehen) => Unsinn wie DRS kann weg. Es muss schlicht der hintere Wagen im Vorteil sein und wir werden wieder geniales Racing haben (vgl. zahlreiche Tourenwagenmeisterschaften; diese Fahrzeuge haben im Vergleich zu der F1 eine Steinzeitaerodynamik).

Jetzt braucht es nur noch einen, der Mercedes, Ferrari, Red Bull & Co. verklickert, dass ihre Adrian Neweys die für 100e von Millionen aufgebauten Windkanäle in Zukunft nur noch zum Drachenfliegen werden brauchen... :D
 
Bei der Aerodynamik bin ich zu 100% bei dir. Was war das hier ein wunderschönes Auto:

asenn_mcla_1991.jpg


Wenn ich mir dagegen heute alleine die Frontflügel anschaue, dann krieg ich das kalte Kotzen. :kotz:

Wäre auch eine Sache, die relativ einfach zu bewerkstelligen wäre.
 
Die Formel 1 hat eh wichtigere Probleme als der Sound. Klar, mir hat der V8 bzw. V10 auch besser gefallen. Aber für langweilige Rennen entschädigt das vor dem TV auch nicht. Live vor Ort ist es sicherlich ein Verlust, aber wie gesagt, gibt im Moment andere Probleme. Die neuen Regeln scheinen soweit vielversprechend. Aber irgendwie befürchte ich auch, dass das schnellere Autos nicht unbedingt dem Racing helfen. Aber mal abwarten. Wichtig ist eigentlich vor allem, dass Mercedes nicht in Australien nächstes Jahr wieder alles in Grund und Boden fährt, weil dann kann man gleich wieder abschalten. Nichts interessiert mich weniger als Rosberg gegen Hamilton.

Sicherlich hast du nicht unrecht, aber es geht in der Formel 1 nicht nur um pures Racing. Wenn ich gutes Racing will, kann ich mir auch Kartrennen mit 50 km/h Top-Speed oder andere Rennserien anschauen. Es geht auch um Atmosphäre und Faszination und da hat der Klang nun mal verdammt viel ausgemacht. Jeder hat die Power eines F1 Wagens sofort rausgehört. Mit diesen Motoren ist kontruktionsbedingt kein besserer Klang möglich. Erst mit komplett neuen Motoren habe ich Hoffnung auf Besserung.

Die schnelleren Autos müssen meiner Meinung nach sein. Es kann nicht sein, dass die schnellsten GP2 Autos fast schon auf (langsamen) F1 Niveau fahren. Für Nachwuchsfahrer ist der Sprung in die F1 zu einfach geworden. Das kann nicht sein. Merklich schnellere Autos und das wird man auch am TV sehen können, werden beim Zuschauer für größeren Respekt vor den Fahrern sorgen. Deshalb freue ich mich auf die 2017er Saison.
 
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