Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

BOOK Eure neuesten Bücher!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hab das Bild gerade bei Gaf gefunden, fand ich sehr interessant:

MIWmGa4.jpg
 
Walter Moers´ "Das Schloss der träumenden Bücher" ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden :nein:

Und es wäre im Oktober sone schöne Ablenkung vom Renovierungsstress gewesen :heul:
 
@flo
Fast schon schade, wie viel ich davon schon kenne. Bin immer auf der Suche nach Perlen, die noch nicht so bekannt sind. Einiges auf der Liste hab ich allerdings auch noch nicht gelesen, aus diversen Gründen.

Zur Zeit lese ich Schätzings Limit und das kostenlose Kindle-Buch aus dem Prime-Tag Die Flüsse von London. Mal gucken, was ich danach in die Hand nehme. Vielleicht Brent Weeks, Brandon Sanderson oder eines der Bücher, die ich noch ungelesen im Regal stehen habe.
 
Aber hat er ja gleichzeitig für 2106 ein großes Mythenmetz Abenteuer namens "Die Insel der tausend Leuchttürme" angekündigt.

Wenn tatsächlich pünktlich kommt und an alte Stärken anknüpft, ist das ein willkommener Trost.
 
Meine beiden Bücher, welche ich in den Ferien gelesen habe. Eines war top, das andere nicht so... :ugly:


Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und Schülern. Und dass Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat. Wer wird als Sieger aus der Wahl hervorgehen – einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?

Das war der erste Roman J.K. Rowlings nach der Harry Potter-Reihe. Und er ist richtig gut geworden. So sehr ich die ganze HP-Franchise mag (das Universum, die Filme), so erschreckend wenig sagten mir die Bücher zu. Ich habe bis heute nicht alle gelesen…
Ein plötzlicher Todesfall kommt gänzlich ohne Fantasy-Elemente aus und richtet sich mehr an erwachsene Leser, als die Potter-Bänder. Es geht um Sex, Drogen, Missgunst, Freude, Liebesgefühle, Gewalt und Machtkämpfe. Allerdings hält sich alles im Rahmen und bleibt somit die meiste Zeit äusserst authentisch. Es sind vor allem Alltagsprobleme, die einzeln zwar ziemlich banal sind, aber schlussendlich eine traurige, aber oft auch lustige Geschichte ergeben. Während der Einstieg noch etwas hart ist, nimmt das Buch mit fortlaufender Seitenzahl, immer wie mehr Fahrt auf und entwickelt einen sehr guten Drive. Etwas, dass ich so nicht erwartet hätte. Ich mag sowieso solche Geschichten, die in einem Mikrokosmos spielen. Ein wenig erinnerte mich das Buch an Stephen Kings „Es“. Obwohl sie natürlich sehr verschieden sind, hat es auf mich eine ähnliche Stimmung und Wirkung projiziert. Schlussendlich ist ein aufwühlendes, berührendes und spannendes Buch geworden, dass vielerorts gesellschaftskritisch ist, aber ohne zu plakativ zu werden. Sehr empfehlenswert! Auf Games bezogen wäre dies ein AAA-Titel, der aber mit dem Herz und Hingabe eines Indieentwicklers gemacht wurde.



Eine Luxusjacht treibt führerlos in den Hafen von Reykjavík – ein Geisterschiff. Wo sind die sieben Menschen, die eigentlich auf dem Schiff sein sollen? Gerieten sie in Seenot und treiben jetzt draußen auf dem Atlantik in einem Rettungsboot? Doch dann wird eine Leiche an Land gespült. Dieser Mensch ist eindeutig nicht im Wasser umgekommen. Wurde er auf dem Geisterschiff umgebracht?

Nachdem ich mit dem Rowling Buch schneller fertiggeworden bin, als gedacht, musste ich mir noch ein weiteres Buch auftreiben gehen. Zum Glück gab es auf dem Camping, welcher gleich neben unserem Appartement war, ein paar Bücher die man ausleihen konnte. Ich griff zum Todesschiff. Denn ich mag Krimis, Schiffe und Island stelle ich mir noch als cooles Setting vor. Leider war das Buch übelster Müll. Die ersten 200 Seiten gingen noch ganz in Ordnung: Eine Yacht kommt mitten in der Nacht in Reykjavik an. Ohne irgendjemand an Bord. Ein Geisterschiff. Von der Besatzung fehlt jede Spur. Dann gerät aber alles in Rollen. Neben der dreiköpfigen Besatzung, war auch noch ein Ehepaar mit ihren Zwillingstöchtern auf dem Schiff. Der Familienvater arbeitet für die Insolvenzfirma, welche die Yacht von Portugal nach Island (zwecks Verwertung bzw. Verkaufs) holen sollte. Er war dort aber nur um den Papierkram zu erledigen. Er ging dann an Bord, weil ein Besatzungsmitglied kurzfristig ausfiel. Mit nur drei Seeleuten hätte die Überfahrt nicht stattfinden können. So weit so gut. Wie gesagt, zu Beginn ist alles ein wenig mysteriös, und ich freute mich richtig auf den weiteren Verlauf der Geschichte.
Leider wird die Geschichte nur noch unglaubwürdiger. Die Hauptperson (sie ist eine Anwältin) erhält sozusagen vom Klempner Nachhilfe in Haftpflichtfragen, die isländische Polizei muss die schlechteste der Welt sein (7 Personen werden vermisst. Das Schiff wurde per Autopilot in den Hafen gesteuert, bevor es aber im Hafen eintraf, drehte es noch ein paar Runden an der Küste Islands. Rettungsboote sind noch alle an ihrem Platz. Einen Sturm gab es auf der Route des Bootes nicht und Beschädigt ist es natürlich auch nicht gewesen. Logische Schlussfolgerung: Die Leute sind einfach von Bord gesprungen, weil sie gedacht haben, die Yacht geht unter oder explodiert gleich. Das natürlich mitten auf dem Atlantik. Seems legit. Auf einen solchen Schwachsinn muss man erst kommen.). Jedenfalls ist die Auflösung extrem schwach und könnte aus einem Drehbuch eines C-Movie Horrorfilms stammen. Ganz mies. Das letzte Kapitel schiesst dann den Vogel noch ab:
Nachdem alle (bis auf einen) Erwachsenen umgebracht worden sind, begehen die beiden 6-jährigen (!!!) Zwillinge Selbstmord und stürzen sich ins Meer.

Kann ich wirklich niemanden empfehlen. Dagegen sind die ganzen CoD-Stories richtig gut ausgearbeitet und authentisch.
 
c4cfa391c2.jpg


puuh. Ich muss sagen, dass war mal gar nicht so mein Buch. Am Ende musste ich mich etwas durchwürgen. Ich glaube schon, dass es ein gutes Buch ist, mit liebevoll gezeichneten und interessanten Charakteren. Aber irgendwie ist der Funke zu keinem Zeitpunkt übergesprungen.

3/5
 
Jupp, die Straße ist wirklich ein verdammr gutes (und düsteres) Buch. Absolut empfehlenswert.

Hat mal jemand noch was anderes von ihm gelesen - was ist noch gut?
 
Ich hab von ihm die Border-Trilogie gelesen, bzw. ging mir beim letzten Roman die Luft aus. Den hab ich nicht ganz geschafft. Die ersten beiden haben sich aber für mich gelohnt. Tolle Geschichten über jung Cowboys, deren Welt und Zeit quasi im Sterben liegt und die daher einen harten, steinigen Weg gehen müssen. Die Natur schenkt ihnen nichts, es geht ums nackte Überleben. Kann man aber kaum, auch vom Stil her, nicht wirklich mit Die Straße vergleichen. Trotzdem sehr zu empfehlen.

Neulich hab ich noch Ein Kind Gottes gelesen, was wohl einer der ersten Romane von ihm gewesen ist. Das ist schon ein ziemlich provokantes Stück Literatur. Muss man nicht gelesen habe, aber das Ding bleibt auf jedenfall auch haften.
 
Hm, bin beim stöbern auch über "Ein Kind Gottes" gestolpert. Reizt mich. Wenn nicht mein to do Stapel so hoch wäre...

Lese gerade von T.C. Boyle "der Samurai von Savanah", was eigentlich ganz ok anfängt. Allerdings erinnert mich die Thematik (illegaler Einwanderer + entsprechende Missverständnisse) doch sehr an sein Buch "America" (absolute Leseempfehlung, super!). Komme mir deshalb so vor, als wenn ich die (leicht abgewandelte) Fortsetzung lese und komme deshalb aufgrund von geringer Motivation nicht voran. Mal gucken, vielleicht wird es ja noch spannender!
 
Zurück
Oben