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REVIEW Enslaved: Odyssey to the West [Review]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Oxblood schrieb:
Kurze Selbstreflektion...nö, das Spiel reizt mich immernoch kein Stück...eigentlich seltsam.

zitat ende.

edit:
und um mal etwas wind in die langweiligen lobeshymnen zu bringen. mich ärgert unendlich, dass eine tiefgründe geschichte (mal wieder) durch schwaches gameplay kaputtgemacht wird.
 
Was wird denn da kaputt gemacht? Man bekommt zwar kein so komplexes Kampfsystem wie vielleicht bei Castlevania, aber ist das ein Manko? Oder meinst du die Sprungpassagen, die zwar leicht aber dafür atemberaubend inszeniert sind?
 
Das Gameplay ist aber doch gut. Nicht zu tief, das stimmt, aber es funktioniert. Ein Ninja Gaiden Gameplay hätte so manchen vielleicht eher vond er Story abgehalten. Ein Spiel dieser Art muss flüssig vonstatten gehen.
 
Ich bin der Meinung beides kann man kombinieren. Die DEMO hat mir auch sehr gut gefallen. Aber als richtiges spielen hab ich das nicht betrachtet.

Ehrlich gesagt reizt mich nur das Setting, die Liebe zum Detail, die Story und die Figuren. Habe ich das dann durch werde ich das Spiel mit relativ hoher Sicherheit nicht mehr einlegen. Von daher sind auch mir 60€ zuviel. Bei 30€ könnte ich aber schon schwach werden.
 
Bart Wux schrieb:
Das Gameplay ist aber doch gut. Nicht zu tief, das stimmt, aber es funktioniert. Ein Ninja Gaiden Gameplay hätte so manchen vielleicht eher vond er Story abgehalten. Ein Spiel dieser Art muss flüssig vonstatten gehen.

Sehe ich auch so. Das Gameplay past eigentlich sehr gut zur filmreifen Präsentation. Ein 'Uncharted' ist ja z.B. vom Gameplay her auch nicht wirklich anspruchsvoller und lebt wie 'Enslaved' sehr von der grandiosen Inszenierung.
 
Zimtzicke schrieb:
Oder meinst du die Sprungpassagen, die zwar leicht aber dafür atemberaubend inszeniert sind?

ich meine eher den trend der branche.

kaum traut sich ein entwickler an ein ungewöhnliches setting, zack, ist das gameplay auf oma und opa ausgelegt.

vorbei die zeiten, wo man ungewöhnliche und zugleich komplexe spiele nicht in der indie ecke sucht. :kaffee:
 
Was verstehst du denn überhaupt unter komplex?

Das, was man in Enslaved macht, entspricht nicht mehr und nicht weniger als in den meisten Spielen. Ausser, dass es nicht bockschwer ist.

Meinst du mit komplex bspw. eine Levelarchitektur wie in Tomb Raider 1, bzw. Anniversary?
 
So anspruchslos ist das Kampfsystem in Enslaved nun auch nicht. Es ist kein Beyonetta, aber man kann genauso gut unter den Angriffen der Gegner weg tauchen, Kontern, von hinten Angreifen, Schwachstellen ausnutzen....

Und die Sprungpassagen, ja mein Gott, ob du jetzt die Möglichkeit offen hälst überall runter fallen zu können oder nicht den Flow unterbrechen willst. Ich meine wer springt denn freiwillig in die falsche Richtung oder lässt sich fallen? Wie wenig ist man bei Uncharted abgestürzt abgesehen von einigen knappen Stellen und bereichert das dann irgendwie das Gameplay?
 
KaKun schrieb:
Enslaved: Ein Charakterspiel
Enslaved ist wie ein künstlerisch als auch philosophisch fein gestrickter, mehrschichtiger Independent-Film, weder aufgeblasen noch der Effekte willen, sondern in erster Linie ein Kammerspiel der Charaktere. Das was so vielen Spielen fehlt macht sich Enslaved zum Leitmotiv, das Zwischenmenschliche, zwei Figuren die über das Spiel hinweg mit soviel Leben gefüllt werden das sie bereits Geschichten erzählen sobald sich nur ihre Blicke treffen. Die Gestaltung der Spielwelt, der Kontrast, Natur gegen Maschinen, Überwucherung und Rost, ein Sinnbild der Charaktere welche ebenfalls im Kontrast als auch Konflikt zu sich und ihrer Welt stehen, eine Welt die zerstört und verlassen in sich ruht, als Abbild einer fragilen und zerrissenen Seele.

Monkey ist mehr als nur der muskelbepackte Schlagetot, mehr als ein leeres Gefäß beklebt mit Abziehbildern ausgewaschener Helden. Monkey ist die Kraft, Katalysator von Trips Wut und Zorn, der Wille zur Tat, stets an der Grenze zur Explosion, Mimik und Gestik sind angespannt, Gefühle angestaut. Wenn Monkey redet oder agiert ist es als würde sich die Luft aufladen, elektrisiert und unruhig, dieser Charakter hat eine Geschichte, eine Vergangenheit, er ist kein Zustand sondern ein Ergebnis seines bisherigen Lebens, dessen Entdeckung und Erforschung gleichzusetzen ist mit der Reise beider Protagonisten.

Im Gegensatz zu Monkey steht Trip. Ist Monkey Trips Weg ihrer Wut Ausdruck zu verleihen so bildet sie wiederum den Schlüssel zu Monkeys Seele. Sie fordert Schutz und Fürsorge, lässt sich aber nicht zum Anhängsel degradieren, sondern ist Dreh- und Angelpunkt des Spiels. In der rauen und trostlosen Spielwelt wirkt sie durch ihre liebevollen Züge wie ein Schatz den es zu beschützen gilt, ein Relikt aus längst verrosteten Zeiten. Wenn sie traurig ist trauert auch Monkey, trauert der Spieler, trauert das Spiel. Ihre Augen spiegeln die Furcht, den Zorn und die Freude wieder die der Spieler über das Abenteuer hinweg durchlebt und wenn ihr auch nur eine Haarsträhne in's Gesicht fällt, so will man ihr sie am liebsten wieder zurückstreichen.

Doch Leid und Liebe liegen in diesem Spiel nah beieinander, tauschen oft ihre Positionen aber bleiben allgegenwärtig und stetiger Antrieb der Geschichte, der Charaktere, des Spielers. Enslaved ist ein Charakterspiel, überbordend vor Menschlichkeit, Gefühlen und Charaktertiefe. Charaktertiefe wie man sie in Videospielen selten und in dieser Form noch nie erlebt hat.


Wow, klasse geschrieben und einige deiner Worte bzgl Trip und Monkey machen auch wirklich Sinn. :)
Bin gerade im letzten Kapitel und gerade eine Szene vor diesem macht es sehr deutlich, was Kakun hier geschrieben hat.
 
KaKun schrieb:
So anspruchslos ist das Kampfsystem in Enslaved nun auch nicht. Es ist kein Beyonetta, aber man kann genauso gut unter den Angriffen der Gegner weg tauchen, Kontern, von hinten Angreifen, Schwachstellen ausnutzen....

Und die Sprungpassagen, ja mein Gott, ob du jetzt die Möglichkeit offen hälst überall runter fallen zu können oder nicht den Flow unterbrechen willst. Ich meine wer springt denn freiwillig in die falsche Richtung oder lässt sich fallen? Wie wenig ist man bei Uncharted abgestürzt abgesehen von einigen knappen Stellen und bereichert das dann irgendwie das Gameplay?

DAS war auch mein Gedanke. Enslaved spielt sich dadurch einfach herrlich flüssig und entspannend. Ganz ähnlich wie bei Uncharted. Find ich gut und könnte häufiger so sein. :dhoch:
 
Ich find das stellenweise überhaupt nicht flüssig...:?
Klar, das Klettern schon, aber an kleinen Hindernissen am Boden bleibt Monkey andauernd hängen, mich nervt das schon ziemlich.
 
Zimtzicke schrieb:
Was verstehst du denn überhaupt unter komplex?

Das, was man in Enslaved macht, entspricht nicht mehr und nicht weniger als in den meisten Spielen. Ausser, dass es nicht bockschwer ist.

Meinst du mit komplex bspw. eine Levelarchitektur wie in Tomb Raider 1, bzw. Anniversary?

wenn ich jetzt böse wäre, würde ich behaupten (und wohl recht behalten), dass der letzte honk mit verbundenen augen durch das spiel tanzen kann...

ich spreche von unzähligen spielerischen einschränkungen. alleine, dass man 2010 in einem action adventure nicht runterfallen kann ist eine ganz, ganz traurige entwicklung.

dein beispiel (tomb raider 1) passt da ganz gut: gut 10 jahre alt, war für jeden durchspielbar und bietet ein gameplay, welches nicht im ansatz von einem enslaved angekratzt wird.

ich hätte auch schon einen vorschlag für die entwickler parat: einen deppensicheren schwierigkeitsgrad alternativ anbieten (so wie aktivierbares autoaim im rdr), dann ist alles paletti und ich würde auch meine spaß mit enslaved haben.
 
maXX schrieb:
dein beispiel (tomb raider 1) passt da ganz gut: gut 10 jahre alt, war für jeden durchspielbar und bietet ein gameplay, welches nicht im ansatz von einem enslaved angekratzt wird.

Dann zock doch mal wieder die alten Tomb Raider. Der Schrott ist heute unspielbar :D. Und stundenlang nach dem richtigen Weg zu suchen ist etwas, was ich in keinen modernen Spiel wieder haben muß.

Hast du Enslaved überhaupt gezockt?
 
Frank schrieb:
Dann zock doch mal wieder die alten Tomb Raider. Der Schrott ist heute unspielbar :D. Und stundenlang nach dem richtigen Weg zu suchen ist etwas, was ich in keinen modernen Spiel wieder haben muß.
TR1 war schon damals nicht gut spielbar. Allein die Steuerung. Und das Gameplay von Enslaved ist absolut in Ordnung. Flüssig und gut spielbar mit tollem Feedback und aufgelevelt hat es durchaus eine gewisse Tiefe, zudem ist es abwechslungsreich mit kleineren Rätseln und dem Hoverboard, geht also weit über die Demo hinaus. Es gibt tieferes Gameplay, keine Frage, aber Enslaved ist kein Spiel, das das braucht.
 
Enslaved ist ein Popcorn-Spiel für den Feierabend. Wer Hardcore-Herausforderungen will, muss ein anderes Spiel nehmen. Enslaved ist einfach eine andere Art Spiel als ein Tomb Raider oder Ninja Gaiden, sehr Casual und das finde ich gut. :D
 
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